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Quartalszahlen von Citigroup + Wells Fargo: Wie war das nochmal mit den Erwartungen?

Wie war das nochmal? Was hatten wir die letzten Tage mehrfach gesagt? Senkt man die Erwartungen nur weit genug herab, kann man bei der Verkündung von Zahlen nur schwerlich enttäuschen. So vor wenigen Minuten geschehen bei…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wie war das nochmal? Was hatten wir die letzten Tage mehrfach gesagt? Senkt man die Erwartungen nur weit genug herab, kann man bei der Verkündung von Zahlen nur schwerlich enttäuschen. So vor wenigen Minuten geschehen bei der Citigroup. Sie vermeldet aktuell ihre Quartalszahlen für April-Juni. So meldete Citi ein Gewinnrückgang um 14%, was super erfreulich aufgenommen wird, weil CEO Michael Corbat eine Erwartung von -25% ausgegeben hatte. Hurra! Aber jammern wir nicht rum. Citi verdiente im letzten Quartal nach 4,65 Milliarden Dollar im zweiten Quartal 2015 jetzt immerhin noch 4 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie liegt nach 1,45 jetzt bei 1,24 Dollar. Nach Corbat´s Aussagen von vor einem Monat lagen die Erwartungen um die 1,10 Dollar. Also werden die Erwartungen jetzt sensationell übererfüllt, nochmals danke! Zitat Citi:

Citigroup revenues of $17.5 billion in the second quarter 2016 decreased 8%. Excluding the impact of foreign exchange translation5, Citigroup revenues decreased 6%, driven by a 56% decrease in Citi Holdings, while Citicorp revenues were unchanged versus the prior year period. Citigroup’s net income decreased 14% to $4.0 billion in the second quarter 2016, driven by the lower revenues and a higher effective tax rate, partially offset by lower cost of credit and lower operating expenses. Citigroup’s effective tax rate was 30% in the current quarter, an increase from 29% in the second quarter 2015.

Citigroup’s operating expenses decreased 5% to $10.4 billion in the second quarter 2016, as lower expenses in Citi Holdings and a benefit from foreign exchange translation were partially offset by ongoing investments in Citicorp. Citigroup’s cost of credit in the second quarter 2016 was $1.4 billion, a 15% decrease, driven by a 16% decrease in net credit losses, partially offset by a smaller net loan loss reserve release. Citigroup’s allowance for loan losses was $12.3 billion at quarter end, or 1.96% of total loans, compared to $14.1 billion, or 2.25% of total loans, at the end of the prior year period. Total non-accrual assets of $6.3 billion fell 6% from the prior year period. Consumer non-accrual loans declined 30% to $3.7 billion. Corporate non-accrual loans of $2.5 billion increased $1.2 billion from the prior year period and 6% from the prior quarter, mostly related to energy-related loans in the Institutional Clients Group (ICG).

Die Aktie notiert vorbörslich +1,3%.

Wells Fargo, immerhin nach Einlagen die drittgrößte Bank der USA, hat vorhin ebenfalls gemeldet. Man liegt ziemlich genau auf den Erwartungen bei den Umsätzen mit 22,16 Milliarden Dollar (vor einem Jahr 21,32). Nach einem Gewinn von 1,03 Dollar vor einem Jahr sind es jetzt wie erwartet 1,01 Dollar pro Aktie. Als große kreditgebende Bank ist es bei Wells Fargo besonders interessant zu betrachten, wie sich denn die Ölpreis-Krise auswirkt. So musste man im 2. Quartal Verluste aus Krediten für die Ölbranche im Volumen von 263 Millionen Dollar abschreiben, eine Steigerung von 59 Millionen Dollar gegenüber dem 1. Quartal. Insgesamt steigt das Volumen der ingesamt vergebenen Kredite bei Wells Fargo sehr stark an um +7,7% zum Ende des 2. Quartals gegenüber dem selben Stichtag vor einem Jahr, auf jetzt 957 Milliarden Dollar. Tja, anders als Citi hat man seine Erwartungen nicht deutlich übertroffen (lach…), sondern nur erfüllt. Daher notiert die Aktie wohl auch vorbörslich mit -0,7%.

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Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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BioNTech: Das plant das Unternehmen wirklich – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktien der Impftstoff-Entwickler wie BioNTech, Curevac oder Moderna gehen derzeit durch die Decke. Die Story ist auch zu gut und für jeden offensichtlich. Denn wir alle wissen, in den kommenden Monaten und Jahren müssen große Teile der Weltbevölkerung gegen das Covid-Virus geimpft werden, wenn die Menschheit die Pandemie tatsächlich besiegen will. Marktbeobachter sehen teilweise ein Marktpotenzial für die führenden Impfstoffe, so sie denn flächendeckend eingesetzt werden, von bis zu 100 Milliarden USD. Wahnsinn, oder?

Trotzdem muss ich Wasser in den Wein gießen. Ich behaupte die Impf-Party ist weitgehend gefeiert, die Story ist in den Aktien der BioNTech und Moderna weitgehend eingepreist.

Noch ein Problem dieser Covid-Geschäftsmodelle: Wenn die Vakzine tatsächlich so funktionieren, wie es derzeit den Anschein hat, machen sich diese Unternehmen am Markt ziemlich rasch überflüssig, zumindest zunächst. Denn BioNTech und Co. haben kein Produkt mehr, wenn das Virus nach Erreichung einer relativen Herdenimmunität gehen wird. Weitsichtige Börsianer fürchten diesen Effekt jetzt schon und rechnen mit massiven Kursrückgängen.

Ist die Euphorie rund um die Impfstoff-Entwickler also übertrieben? Droht hier nächstens ein böser Rückschlag?

Die Frage ist unvollständig gestellt. Denn es geht bei BioNTech und Co. nur vordergründig um das Covid-Vakzin. Die eigentliche Sensation der letzten Monate und Wochen ist eine andere, nämlich die Technologie, mit der den Unternehmen der Durchbruch gelungen ist.

Erstmals wurde ein Vakzin auf der Basis der sog. Boten-RNA entwickelt. Von dieser Gentechnologie spricht die Branche schon seit einigen Jahren, ohne dass jemals irgendein ein marktfähiger Wirkstoff das Licht der Medizinwelt erblickt hätte.

Das hat sich nun geändert. BioNTech und Moderna haben sich früh der Erforschung dieser Boten-RNA gewidmet und dabei nun sehr wahrscheinlich diesem gentechnischen Ansatz zum Durchbruch verholfen. Dabei brauchen wir diese Technologie im Moment zur Bekämpfung der Covid-Pandemie. Solche Jahrhundert-Pandemien…..

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