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Ratingagenturen bleiben offiziell schuldlos an der Finanzkrise – zahlen aber trotzdem hunderte Millionen Strafe

Sie erinnern sich? Es gab ab dem Jahr 2007 eine große Finanzkrise, angeblich (!) ausgelöst durch die Bewertungen von Ratingagenturen, die (wie gesagt angeblich) Millionen von Papphäusern…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Sie erinnern sich? Es gab ab dem Jahr 2007 eine große Finanzkrise, angeblich (!) ausgelöst durch die Bewertungen von Ratingagenturen, die (wie gesagt angeblich) Millionen von Papphäusern in den USA als hochwertige Immobilien klassifizierten – und die Kreditkunden mit oft niedrigsten Löhnen gleich noch mit als total solvente Schuldner einstuften. Aber das sind natürlich alles nur Gerüchte von unwissenden Außenstehenden. Die Sache mit den faulen Krediten ging nicht ewig gut, und das Kartenhaus krachte zusammen. Obwohl es auch die Banken und Broker besser wussten, begaben sich alle ans Ende der Beweiskette und sagten mit erhobenem Zeigefinger „da, die Ratingagenturen, die sind schuld“. Denn ja, sie hatten all diesen Schrott mit tollen Ratings versehen.

Anfang 2015 hatte der Branchenprimus Standard & Poors bereits 1,4 Milliarden Dollar Strafe in den USA gezahlt, aber natürlich im Rahmen eines Vergleichs – nicht weil man sich in irgendeiner Weise schuldig gemacht hätte… Bis jetzt war die zweitgrößte der drei Ratingriesen Moody´s noch ein offener Vorgang. Wie würde der Fall ausgehen? Und siehe da, es läuft genau wie bei der Nummer 1 der Branche. Man zahlt in den USA eine Strafe von insgesamt 864 Millionen Dollar im Rahmen eines Vergleichs. Moody´s betont aber, dass man sich weder schuldig gemacht noch gegen Gesetze verstoßen habe. Man stehe zu der Integrität der eigenen Ratings und den Erstellungsmethoden der Ratings, so Moody´s. Kein Witz, genau so hat man das offiziell verkündet. Zitat:

Moody’s stands behind the integrity of its ratings, methodologies and processes, and the settlement contains no finding of any violation of law, nor any admission of liability.

Für die Ratingagenturen wird es wohl überlebenswichtig sein, dass man an keiner Stelle auch nur irgendeine Schuld anerkennt. Es müssen butterweiche „Vergleiche“ geschlossen werden. Wenn man aber seine Schuld anerkennen würde, wäre der Weg frei für quasi jeden Pensionsfonds, jede Bank, jede Versicherung, für jeden auf diesem Planeten, der durch die Finanzkrise basierend auf Ratings Geld mit Schrottimmobilien-Paketen verloren hatte. Laut US-Justizministerium hat Moody´s eine Art „Faktenkatalog anerkannt“ (klingt natürlich tausendmal besser als „Schuldanerkenntnis“). War den Behörden wohl bewusst, dass eine Schuldanerkenntnis und die folgende Prozesslawinen die Existenz der Agenturen ganz real gefährdet hätte? Das „Game“ muss ja schließlich weitergehen.

Zu den „anerkannten Fakten“ gehört vor allem die Aussagen, dass Moody´s ab 2004 für seine Top-Ratingnoten nicht mehr seine strengen veröffentlichten Kriterien angesetzt habe, sondern mildere Bewertungskriterien, die nicht veröffentlicht wurden. Nach und nach habe die Firma für immer mehr Ratings diesen milderen Ansatz benutzt, wovon auch die Emittenten wussten, aber eben nicht die Öffentlichkeit. Auch habe die Firma jetzt zugestimmt neue Verhaltensregeln und Abläufe einzuführen, was man halt so alles erwarten kann. Mehr Transparenz, mehr Nachprüfbarkeit, mehr Kontrolle usw.

Was lernen wir alle daraus? All zu bunte Bankprospekte basierend auf tollen Ratings sind nichts wert, auch in Zukunft. Denn nach wie vor bleiben Ratings wenn es drauf ankommt einfach nur „Meinungsäußerungen“. Pardon… wenn sie natürlich an die Integrität der Agenturen glauben, sind die Ratings selbstverständlich etwas wert. Hier das US-Justizministerium auszugsweise im Original zu Moody´s:


Among other things, Moody’s acknowledges in the Statement of Facts:
• Moody’s published and maintained online its „Code of Professional Conduct“ for the stated purpose of promoting the „integrity, objectivity, and transparency of the credit ratings process,“ including managing conflicts of interest that it publicly acknowledged arose from the fact that RMBS and CDO issuers determined whether to retain Moody’s to rate these securities.
• Moody’s acknowledges that it passed these conflicts on to the managing directors of the business units, who were then asked to resolve the „dilemma“ between maintaining ratings quality and the need to win business from the issuers that selected them.
• Moody’s publicly stated that its ratings „primarily address the expected credit loss an investor might incur,“ which included its assessment of both the „probability of default“ and the „loss given default“ of rated securities.
• Starting in 2001, Moody’s RMBS group began using an internal tool in rating RMBS that did not calculate the loss given default or expected loss for RMBS below Aaa and did not incorporate Moody’s own rating standards. Instead, the tool was designed to „replicate“ ratings that had been assigned based on a previous model that calculated expected loss for each tranche and incorporated Moody’s rating level standards. In October 2007, a senior manager in Moody’s Asset Finance Group (AFG) noted the following about Moody’s RMBS ratings derived from the tool: „I think this is the biggest issue TODAY. [A Moody’s AFG Senior Vice President and research manager]’s initial pass shows that our ratings are 4 notches off.“
• Starting in 2004, Moody’s did not follow its published idealized expected loss standards in rating certain Aaa CDO securities. Instead, Moody’s began using a more lenient standard for rating these Aaa securities but did not issue a publication about this practice to the general market.
• In 2005, Moody’s authorized the expanded use of this practice to all Aaa CDO securities and, in 2006, formally authorized the use of this practice, or of an even more lenient standard, to all Aaa structured finance securities. Throughout this period, although „[m]any arrangers and issuers were aware“ that Moody’s was using a more lenient Aaa standard, Moody’s did not issue publications about these decisions to the general market.

The Statement of Facts further addresses other important aspects of Moody’s rating methodologies, including its „inconsistent use of present value discounts“ in assigning CDO ratings and its selection of assumptions about the correlations between assets in CDOs.
Under the terms of the compliance commitments, Moody’s agrees to maintain a host of measures designed to ensure the integrity of its credit ratings.  These include:
• Separation of Moody’s commercial and credit rating functions by excluding analytical personnel from any commercial related discussions and excluding personnel responsible for commercial functions from determining credit ratings or developing rating methodologies;
• Independent review and approval of changes to rating methodologies by maintaining separate groups to develop and review rating methodologies;
• Changes to ensure that specified personnel are not compensated on the basis of the company’s financial performance;
• Enhancing Moody’s oversight functions to monitor the content of press releases and the timeliness of methodology development;
• Deploying new technological platforms and centralized systems for documentation of rating procedures; and
• Certifications of compliance by the President/CEO of Moody’s with these commitments for at least five years.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    V

    16. Januar 2017 16:36 at 16:36

    Frage: Wieso werden die Strafen nur an die USA gezahlt? Der Schaden, den diese „Agenturen“ angerichtet haben war in Europa sogar noch größer. Wo ist hier ein „Trump Europas“, der endlich mal „Europa first“ macht?

  2. Avatar

    Emm wie Meikel

    16. Januar 2017 21:58 at 21:58

    Rating kommt von raten

  3. Avatar

    Stefan Wehmeier

    20. Januar 2017 21:59 at 21:59

    Wie dumm muss eine halbwegs zivilisierte Menschheit sein, die etwas im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstanden hat? So dumm, dass sie noch an den Weihnachtsmann, den Osterhasen – und an „Apfelbäumchen“ – glaubt:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2016/09/die-bedeutung-des-geldes.html

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Ernst Wolff über das globale Finanzsystem – Geld und Demokratie

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Spätestens die Wirtschaftskrise 2007/2008 ließ an der Seriosität des globalen Finanzsystems zweifeln. Wer seine Zweifel allerdings durch Sachkenntnis untermauern möchte, bekommt schnell ein Problem: Er trifft auf ein Dickicht aus komplizierten und oft widersprüchlichen Informationen, die noch dazu in einer für Laien unverständlichen Fachsprache gehalten sind. Kein Wunder also, dass der Versuch, das Finanzsystem zu verstehen, häufig schon in der Anfangsphase scheitert. Genau hier setzt Ernst Wolff an. Im Folgenden ein Ausschnitt auf der Einleitung meines neuen Buches (hier zu kaufen).

Die zwei großen Fehleinschätzungen unserer Zeit

Es gibt in unserer Gesellschaft zwei Ansichten, die von der überwiegenden Mehrheit der Menschen geteilt und von fast niemandem angezweifelt werden. Sie betreffen zum einen die politischen Strukturen, unter denen wir leben, und zum anderen die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Realität, auf der diese politischen Strukturen basieren. Zusammen bilden beide so etwas wie eine von der breiten Allgemeinheit stillschweigend akzeptierte Übereinkunft. Ansicht Nr. 1 lautet: Bei uns regiert das Volk. Ansicht Nr. 2 lautet: Das Finanzsystem ist nur ein Teilbereich unserer Gesellschaft, den man nicht unbedingt verstehen muss.

Geht man diesen Ansichten auf den Grund, dann stellt man allerdings fest, dass sie nicht etwa auf intellektueller Einsicht oder auf Erfahrungswerten basieren, sondern den Menschen zunächst von Elternhaus, Schulen, Ausbildungsbetrieben und Universitäten mit auf den Weg gegeben und später ein Leben lang von Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eingetrichtert werden – mit dem Ergebnis, dass ihr Wahrheitsgehalt kaum jemals in Frage gestellt wird.

Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass sich hinter diesen Ansichten ganz handfeste Interessen verbergen, deren Durchsetzung nur einem kleinen Teil der Bevölkerung nützt. Im Grunde handelt es sich also um zwei vorsätzlich herbeigeführte Fehleinschätzungen, die weitreichende Konsequenzen haben. Sie tragen nämlich entscheidend dazu bei, die bestehende Ordnung und ihre Machtstrukturen zu festigen und verhindern so, dass die Menschen diese Strukturen durchschauen – mit der Folge, dass sie dadurch unfähig werden, an den bestehenden Verhältnissen etwas zu ändern.

Sehen wir uns beide Fehleinschätzungen deshalb etwas genauer an:

Fehleinschätzung Nr. 1: „Bei uns regiert das Volk“. In einem Obergeschoss des Berliner Hauptbahnhofs hängt ein Schild mit der Aufschrift „400 Meter von hier regiert das Volk“. Der Hinweis gilt dem südlich vom Bahnhof gelegenen Reichstagsgebäude, Sitz des deutschen Parlaments, und soll dem Betrachter ganz offensichtlich eine uns allen bekannte Botschaft vermitteln:

Wir leben in einem Gesellschaftssystem, in dem wir als Volk das Sagen haben. Und da das Volk zu groß ist, um als Ganzes regieren zu können, übergeben wir diese Aufgabe an sogenannte Volksvertreter. Die bestimmen wir, indem wir sie alle vier Jahre wählen. Sollten sie nicht so handeln, wie wir das von ihnen erwarten, dann können wir sie nach dem Ablauf ihrer Amtszeit wieder abwählen und durch andere ersetzen.

Diese Grundsätze der parlamentarischen Demokratie werden uns von Kindesbeinen an mit auf den Weg gegeben und im Verlaufe unseres Lebens durch eine Reihe weiterer Informationen ergänzt und untermauert. So erfahren wir unter anderem: Unsere Wahlen sind frei, gleich, geheim, allgemein und unmittelbar und werden auf der Grundlage einer Verfassung abgehalten, die unsere Würde für unantastbar erklärt und uns körperliche Unversehrtheit garantiert. Wir sind vor dem Gesetz alle gleich und haben das Recht, unsere
Meinung zu äußern und uns mit anderen zum Zwecke gemeinsamer Meinungsäußerung zu versammeln.

Die Formulierungen erwecken in uns den Eindruck, dass es sich bei der parlamentarischen Demokratie um ein zu unser aller Gunsten entwickeltes System handelt, das den Einzelnen schützt, dem Gemeinwohl dient und dessen oberstes Ziel darin besteht, den Willen
der Mehrheit der Bevölkerung in die Tat umzusetzen. Doch ist das tatsächlich so? Wollen wir alle, dass immer weniger Menschen immer größere Vermögen anhäufen, während der Lebensstandard der Masse bestenfalls stagniert, in vielen Fällen sogar sinkt? Dass der Niedriglohnsektor explodiert, dass Arbeits- und Obdachlosigkeit um sich greifen? Dass von Jahr zu Jahr mehr Geld für Rüstung und den Ausbau von Sicherheitsapparaten ausgegeben wird, während am Bildungs- und Gesundheitswesen immer drastischer gespart wird? Sind wir dafür, dass die Umwelt zunehmend zerstört wird? Dass in unserem Namen Kriegseinsätze unterstützt werden? Dass Persönlichkeitsrechte abgebaut und wir alle immer stärker überwacht werden?

Wendet man sich direkt an die Menschen und fragt sie, was sie von dieser Entwicklung halten, dann fällt die Antwort eindeutig aus: Die meisten sind damit nicht einverstanden, viele lehnen sie sogar rundheraus ab. Wie aber kann das sein? Wie kommt es, dass zwischen dem, was die Menschen wollen, und dem, was in ihrem Namen und auf Grund ihrer offensichtlich frei getroffenen Wahlentscheidung umgesetzt wird, ein solch krasses Missverhältnis besteht – in einer Gesellschaft, deren Verfassung doch besagt, dass alle Macht vom Volk ausgeht?

Wir lassen uns täuschen

Die Antwort auf diese Frage lautet: Wir lassen uns täuschen. Wir akzeptieren die wohlklingenden Formulierungen unserer Verfassung, die auf dem Gleichheitsgrundsatz basieren, und schließen daraus, dass wir alle nicht nur gleiche Rechte genießen und gleich behandelt werden, sondern dass wir alle gleich sind. Das aber stimmt nicht. In einer vom Geld beherrschten Gesellschaft wie der unseren können die Menschen auf Grund ihrer Vermögensverhältnisse gar nicht gleich sein. Wer über viel Geld und großen Besitz verfügt, ist nämlich nicht nur wohlhabender, sondern kann sich auf Grund seiner wirtschaftlichen Überlegenheit über diejenigen, die weniger besitzen, erheben, sie von sich abhängig machen und sie im Extremfall sogar vollends beherrschen. Die Vermögensverhältnisse entscheiden also nicht nur darüber, wer reich und wer arm ist, sondern vor allem darüber, wer in welchem Ausmaß Macht ausüben kann und welche gesellschaftlichen Hierarchien sich im Lauf der Zeit bilden.

Diese Aufspaltung der Gesellschaft hat schon lange vor der Einführung des Parlamentarismus und sogar schon lange vor der Einführung des Geldes begonnen. Ihre Anfänge gehen auf die Tauschwirtschaft zurück. Sie ist die Grundlage, auf der sich ein Zustand entwickeln konnte, der die gesamte bisherige Geschichte der Menschheit prägt: die soziale Ungleichheit. Sie hat es den Menschen, die mehr Besitz angehäuft und damit mehr Macht erlangt haben als andere, ermöglicht, Strukturen zu schaffen, die ihren privilegierten Status festigen, die sie einmal erworbene Privilegien auf Dauer beibehalten und diese sogar auf nachfolgende Generationen übertragen lassen.

Im ausgehenden Mittelalter sind die Besitzer großer Vermögen noch einen Schritt weiter gegangen und haben sich das Geldsystem und damit den Blutkreislauf der Gesellschaft unterworfen, indem sie Banken gegründet und sich so das Recht der Geldschöpfung angeeignet haben. Später, nach der Gründung der Nationalstaaten, haben die von ihnen beherrschten Banken sich dieses Recht auf der Grundlage nationaler Währungen mit den Zentralbanken geteilt und damit als „Finanzwesen“ einen ganz eigenen Wirtschaftszweig geschaffen, der mit der Zeit immer einflussreicher wurde. Da dem Rest der Bevölkerung nicht entging, dass auf diese Weise einige Wenige zusehends reicher und mächtiger wurden, hat sich immer stärkerer Widerstand gegen diese Entwicklung gebildet. Als mit der Industrialisierung dann Schulen eingeführt, der Analphabetismus nach und nach überwunden und das allgemeine Bildungsniveau immer weiter angehoben wurde, nahm dieser Widerstand für die Privilegierten zunehmend bedrohlichere Formen an, sodass sie sich gezwungen sahen, Zugeständnisse zu machen.

Ein historisches Zugeständnis

Das historisch wichtigste Zugeständnis – und die zugleich geschickteste Täuschung der Öffentlichkeit – war die Einführung des Parlamentarismus. Indem die Gleichheit der Menschen in einer von Ungleichheit geprägten Welt zum Verfassungsgrundsatz erhoben wurde, entstand mit der parlamentarischen Demokratie eine Fassade, hinter der sich die tatsächlichen Machtstrukturen nicht nur hervorragend verbergen, sondern ungehindert weiter ausbauen ließen. Das Prinzip dieser Täuschung ist im Grunde recht einfach: Man unterschlägt einen fundamental bedeutsamen Mechanismus, der die gesellschaftliche Realität seit Jahrhunderten prägt, und übertüncht ihn mit hochtrabenden Worten. So gibt es bis heute weltweit keine einzige parlamentarische Demokratie, in deren Verfassung die Bedeutung des Geldes für die Entstehung von Machtstrukturen erwähnt oder in der das Prinzip der Geldschöpfung auch nur angesprochen wird. Dafür aber wird in den meisten Verfassungen, verbrämt mit blumigen Formulierungen über die soziale Verpflichtung von Eigentum, der Schutz desselben garantiert – und zwar ohne jede Begrenzung nach oben.

Auf diese Weise ist eine Herrschaftsform entstanden, die sich vordergründig auf den Willen der Mehrheit des Volkes stützt, die aber tatsächlich einer Minderheit nützt und die es darüber hinaus geschafft hat, die soziale Ungleichheit in krassem Widerspruch zum offiziell beteuerten Gleichheitsgrundsatz zu einem akzeptierten und gesetzlich geschützten Dauerzustand werden zu lassen.

Ernst Wolff über das Finanzsystem und die Politik
Der Buchautor Ernst Wolff

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Das sind die Informationsquellen der Profis – Werbung

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Lieber Börsianer,

gelegentlich werde ich als Börsenanalyst oder Vermögensberater gefragt, woher ich meine Informationen beziehe? Oder anders gefragt: Wie recherchiert ein Profi eine Aktie? Zunächst möchte ich mein Berufsbild etwas entmystifizieren. Auch Profis kochen nur mit Wasser und stützen ihre Entscheidungen wesentlich auf öffentlich zugängliche Informationen. Am Anfang steht also immer die Lektüre des Geschäftsberichts und die harte Analyse der Geschäftszahlen.

Dann beginnt die Arbeit des Analysten erst richtig. Aktienanalyse ist People´s Business. Zu Deutsch: Wir müssen mit den handelnden und verantwortlichen Personen des Unternehmens in Kontakt kommen. Als Vermögensverwalter lässt man durchblicken, dass man umfassende Investitionen im Unternehmen beabsichtigt. Damit haben Sie schon einmal das Ohr Ihres Gesprächspartners.

Zunächst werden Sie abgespeist mit professionellem Werbeversprechen. Etwa so: Wir setzen voll auf die Elektro-Mobilität und expandieren derzeit proaktiv im chinesischen Wachstumsmarkt.

Das ist eine absolute Null-Information. Als Analyst haken Sie jetzt konkret nach. Zum Beispiel: Mit welchen Produkten geht das Unternehmen nach China? Wer sind die Konkurrenten? Was ist der Wettbewerbsvorteil des Unternehmens? Warum soll der Kunde ausgerechnet ihre Zylinderdichtung (beispielhaft) kaufen? Wie funktioniert der Vertrieb?

Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Ihr Gesprächspartner bleibt hartnäckig im Ungefähren. Dann sind die Expansionspläne wohl noch nicht weit gediehen. Die Aktie ist also eher kein Kauf. Oder aber: Ihr Gegenüber packt…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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US-Wahl egal für die US-Märkte? Experte Andre Stagge mit ausführlicher Erklärung

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Ande Stagge über die aktuelle Lage im S&P 500 und zur US-Wahl

Ist der Ausgang der US-Wahl letztlich egal für die US-Aktienmärkte? Das denken manche Beobachter. Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht dieses Thema im folgenden aktuellen Video im Detail. Ausführlich geht er auf die einzelnen Standpunkte von Joe Biden und Donald Trump ein. Zum Beispiel seien die Steuerideen von Joe Biden eindeutig schlecht für die Wirtschaft. Natürlich muss man fair sein und erwähnen, dass die US-Unternehmen durch die große Steuersenkung von Donald Trump im Jahr 2017 massiv profitiert hatten. Andre Stagge glaubt an einen Wahlsieg von Joe Biden, und dass dies letztlich nicht gut für die Märkte wäre – auch wegen der Idee von Joe Biden den Mindestlohn in den USA drastisch anzuheben. Wichtig werde auch die Phase direkt nach der Wahl, und ob Donald Trump bei einer möglichen knappen Wahlniederlage Probleme machen wird.



Ist die US Wahl egal by Andre_Stagge on TradingView.com

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