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Rüdiger Born: DAX & Wall Street – das Bild kippt

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Eine Woche ohne Stärke und schon scheint sich die Stimmung an der Wall Street und in Frankfurt zu wandeln. Mehr und mehr Marktakteure fragen sich, ob nicht doch noch mal dramatische Szenen an den Aktienmärkten realistisch sind. Sie sind es! Wie allerdings damit beim DAX, Dow Jones und Nasdaq umzugehen ist und wie das aktuelle Bild bewertet werden kann, ist ein Fall für die technische Analyse. Mehr Informationen zu meiner Person finden Sie hier. Mehr Informationen zum kostenlosen Angebot “Trade to go” finden Sie hier.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    pigeon

    28. Juni 2020 13:31 at 13:31

    Hallo Herr Born,

    super interessant. Wenn ich Sie aber richtig verfolgt habe, dann sind Sie schon short im Dax, oder? Denn Ihr Trigger bei einem Trade des Tages war bei 12049 und ist getriggert worden. Der Stop Loss war nördlich von 12500 ist also noch nicht gezogen. Habe ich den Trade falsch verstanden?

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      NIKI naza

      29. Juni 2020 09:20 at 09:20

      “ein Fall für die technische Analyse”

      Seit wann funktioniert technische Analyse in atypischen, krisenbehafteten Marktumgebungen? Verzeihung, aber das ist Nonsense.

      Das einzige was man machen kann ist die monetäre Politik derzeit zu folgen. Alles andere ist Snake Oil

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        Rüdiger Born

        29. Juni 2020 10:19 at 10:19

        Hallo NIKI NAZA,

        die technische Analyse funktioniert grundsätzlich in allen Märkten und allen Marktsituationen. Wichtig ist allerdings zu verstehen, dass die technische Analyse niemals eine Vorhersage der Zukunft ermöglicht (auch nicht in typischer Marktumgebung ohne Krise), sondern lediglich Verhaltensansätze gibt, wie mit der aktuellen Situation umzugehen ist, also wo je nach gewähltem Handelsansatz Entscheidungsmarken für den Ein- und Ausstieg liegen sollten.

        Herzliche Grüße
        Rüdiger Born

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    Rüdiger Born

    28. Juni 2020 14:24 at 14:24

    @PIGEON
    Vielen dank für das Feedback! Tatsächlich gilt der Trade, den wir beim Trade des Tages vorgestellt haben, weiterhin. Zudem gibt es natürlich regelmäßig weitere handelbare Situationen auf kleineren oder größeren Zeitebenen.

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Aktien

US-Berichtssaison: Ende der Seitwärtsrange?

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US-Berichtssaison kann Bewegung in die Wall Street bringen

Manche bezeichnen es als langweilige Kursbewegungen, manch einer als Ruhe vor dem Sturm und andere wiederum als frühes Sommerloch. Die Rede ist von einer Querbewegung an den großen Börsen (Ausnahme Nasdaq), nach dem etwa 40-prozentigen Anstieg und Aufwärtstrend seit dem 23. März bis zur ersten Juniwoche (der große Goldrausch). Wird sich mit dem Beginn der US-Berichtssaison etwas daran ändern, vielleicht auch wegen der ständig steigenden Coronazahlen in Amerika?

Die Großbanken beginnen die US-Berichtssaison

In der neuen Woche nimmt die US-Berichtssaison in den USA für das zweite Quartal Fahrt auf: In den kommenden Tagen berichten 36 Unternehmen aus dem S&P 500-Index, nach PepsiCo (Montag), vor allem die großen US-Banken JPMorgan, Wells Fargo, Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley und die Bank of America. Dazu unter unter anderen die Fluggesellschaft Delta Air Lines, der Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson und der Filmstreaming-Dienst Netflix (hier die Zahlen von vor drei Monaten).

Die Banken haben in der Coronakrise mächtig gelitten. Die Kurse von JP Morgan und Bank of America liegen 30 bis 40 Prozent im Minus gegenüber Vor-Corona. Damit könnte sehr viel eingepreist sein und die Ergebnisse inklusive Aussichten nicht mehr viel anrichten – eher das Gegenteil? Dabei sollte man einen Blick auf Wells Fargo richten, einer Bank, die besonders viele kleinere Kunden und Firmen als Geschäftspartner hat.

Richtig kursrelevant dürfte es erst bei den Highflyern der letzten Monate werden, die Dickschiffe mit einer Marktkapitalisierung, die sonst ganze Länderindizes nicht aufweisen können (z.B. unser Dax), aus dem Tech-Sektor, aber auch im Pharmabereich. Bei Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet und Co liegen die Erwartungen und die bereits erzielten Gewinne so hoch, so dass es hier am ehesten zu Enttäuschungen oder Gewinnmitnahmen kommen könnte. Auf diese Zahlen müssen wir uns aber noch etwas gedulden.

Die Konjunkturdaten

Die derzeitigen Konjunkturdaten zeichnen ein ziemlich diffuses Bild. Da gibt es Abstufungen durch die großen Wirtschaftsinstitute für die großen Volkswirtschaften 2020, düstere Prognosen für die Exportwirtschaften, zuletzt durch unseren Industrie- und Handelskammertag (DIHK), dafür aber wieder Zeichen von Licht am Ende des Tunnels, wie der starke Anstieg des Ifo-Instituts oder die neuesten Zahlen am Freitag zur Industrieproduktion Italiens und Frankreichs, die trotz tiefer Rezession nicht so schlimm ausfielen wie befürchtet. Und natürlich die Wirtschaftsdaten aus dem Ursprungsland der Virusinfektion China, das mit Daten aufwartet, die zugleich verblüffen, aber auch misstrauisch machen. Der Automarkt Chinas ist im Juni zum ersten Mal seit einem Jahr wieder gewachsen. 1,8 Millionen Fahrzeuge im größten Automobilmarkt der Welt bedeuten 4,9 Prozent mehr Pkw als im Vorjahresmonat, wie der Branchenverband China Passenger Car Association (PCA) letzte Woche in Peking mitteilte.

Ich bleibe dabei: Für Covid-19 gibt es wirtschaftlich keine Blaupause, einen gerade erlebten globalen Lockdown gab es früher in keiner Gesundheitskrise, nicht einmal bei großen Kriegen. Es herrscht auch jetzt zum Start der US-Berichtssaison Unsicherheit über die weitere Ausbreitung von Corona und vor allem über die Reaktionen der Regierungen betroffenerer Regionen mit neuen Lockdowns, aber auch Rätselraten zum Verhalten der Menschen. Wie schnell verfliegt die Angst vor der Pandemie und wie schnell kehren die Konsumenten zu ihrem „alten“ Gewohnheiten zurück? Aber fast überall hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein nochmaliger großer Shutdown die große wirtschaftliche Katastrophe wäre, mit nicht mehr zu kontrollierenden Schäden. Ergo: Man tappt weiterhin im Dunkeln und bewertet die Situation von Monat zu Monat neu.

Was machen die Notenbanken?

Hier scheint sich zur Sommerzeit auch eine Sommerpause in den Aktivitäten anzudeuten. So sprach die EZB-Chefin Christine Lagarde in einem Interview mit der Financial Times von einer Phase des Abwartens: „Wir haben so viel getan, dass wir etwas Zeit haben, die Wirtschaftsdaten sorgfältig zu bewerten.” Damit ist eine weitere Lockerung der Geldpolitik derzeit voraussichtlich nicht zu erwarten. Auch von der Federal Reserve kommt derzeit wenig, ganz im Gegenteil. Bereits seit ein paar Wochen schrumpft die Bilanz der Notenbank etwas. Mit ein Grund, warum die Kurse auch beim S&P 500 sich seit über einem Monat in einer Querbewegung befinden.

Weitere Konjunkturpakete?

Eine weitere Unbekannte ist der Fortgang bei den möglichen Rettungspaketen für die Konjunktur der Staaten, ob der Aufbaufonds in Europa oder die US-Infrastrukturprogramme – bei jeder Verschärfung der Coronakrise wird nachgelegt. Zuletzt warb auch der Herausforderer Joseph Robinette „Joe“ Biden für seinen Job- und Investitionsplan. Er wolle 700 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung von Elektrofahrzeugen und neuer Technologien investieren, um die Nachfrage heimischer Produkte anzukurbeln. Das alte Motto: „Buy American“.

Fazit

Fünf Wochen dauert die Querbewegung der großen Indizes nun schon an. Man oszilliert zwischen einem Boden und einem Deckel – beim Dax in einer Range von etwa 1000 Punkten (11.900 – 12.913 Punkte) und 240 Punkte beim S&P 500 (3.000 – 3.240 Punkte). „Normalerweise“ müsste es jetzt eine weitere Korrektur geben, schließlich sind die Kurse der Realwirtschaft weit vorausgelaufen und die täglichen Coronazahlen aus den USA lassen auf weitere Verzögerungen der Wirtschaftserholung schließen. Viele Anleger haben sich an diese Sommer-Range gewöhnt und handeln innerhalb dieser Zone. Damit dürfte es viele Stopps geben, die bei einem Über- oder Unterschreiten gerissen werden könnten. Wie gesagt „normalerweise“ wäre eine von Vielen herbeigesehnte Korrektur angebracht, aber liegen nicht immer noch fünf Billionen Dollar an Cash an der Seitenlinie, von Fonds, die schon einmal ein Quartal „underperformt“ haben und ist die Zuversicht der großen Anleger eher nicht so ausgeprägt? Nicht die der RobinHood-er, aber können die 3 Millionen Neukunden seit Jahresanfang wirklich Märkte bewegen, in denen Microsoft, Apple und Amazon schon eine Marktkapitalisierung von 4500 Milliarden Dollar aufweisen? Einen Konkurswert wie Hertz kann man schon um ein paar Hundert Prozent in die Höhe spekulieren, aber einen Index mit 25 Billionen Dollar? Es riecht nach einer Kursbewegung, zu leicht konnte man mit Range-Trading über Wochen Geld verdienen. Die US-Berichtssaison könnte hier den entsprechenden Schubs geben.

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Aktuell: Jochen Stanzl über den Dax und den Start in die Berichtssaison

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Was macht der Dax zum Wochenstart? Vorbörslich bespricht Jochen Stanzl von CMC Markets die aktuelle Lage im folgenden brandaktuellen Video, ab Sekunde 30 geht es los. Und was muss man über die nun startende US-Berichtssaison wissen? Auch geht Stanzl auf charttechnische Aspekte ein.

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DAX daily: Start in die erste Woche der Berichtssaison

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Die vielleicht spannendste Berichtssaison der letzten Jahre steht vor der Tür. Bisher sieht alles nach einem freundlichen Wochenstart aus. Die letzte Woche im Dax war aber sehr turbulent, es ging ständig Auf und Ab. Folglich könnte er diese Woche nochmal eine Schippe drauflegen. Am Freitag beendete der Dax die Handelswoche mit einem Zugewinn von 105 Punkten bei 12.633. Damit spielt die untergeordnete Range von 12.400 bis 12.700 auch diese Woche wieder eine Rolle. Zudem ist die übergeordnete Seitwärtszone von circa 12.000 bis 12.900 für den weiteren Verlauf im Dax entscheidend. Mit Beginn der Berichtssaison kann richtig Bewegung in den Dax kommen.

An dem ersten Handelstag der neuen Woche könnte der Dax erneut einen Versuch auf der Oberseite der Range starten. Immerhin hat der Dax am Freitag an seinem Hoch geschlossen und ist nachbörslich bis 12.720 angestiegen. Auch vorbörslich sieht es gut aus. Trotzdem birgt die negative Newslage rund ums Coronavirus weiterhin großes Risiko.

News und fundamentale Situation

Nicht nur die USA sind stark von dem Coronavirus betroffen, auch im Rest der Welt nehmen die Fälle zu. Am Sonntag teilte die WHO (Weltgesundheitsorganisation) mit, dass innerhalb eines Tages mehr als 230.000 Erkrankungen weltweit registriert wurden. Weiterhin verzeichnen die USA die meisten Neuinfektionen. In Israel tobt mittlerweile die zweite Welle. Sogar Hongkong hat stark steigende Zahlen. Davor gab es wochenlang keinen einzigen Fall, aber mit Einführung des Sicherheitsgesetzes sind auch die Studenten vom Festland an die Hongkonger Universitäten zurückgekehrt.

Zwar stehen heute keine besonderen Konjunkturdaten auf dem Programm, dennoch wird es aufgrund der beginnenden Berichtssaison eine sehr spannende und auch ausschlaggebende Woche. Heute gibt Pepsi einen Einblick in das abgelaufene Quartal. So richtig los geht es allerdings erst ab morgen. Dann legen die großen Banken ihre Quartalsberichte vor.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Am heutigen Handelstag liegt der Dax eine Dreiviertelstunde vor Eröffnung bei 12.835. Damit hat er sich im außerbörslichen Handel aus seiner Range geschlichen. Die Asien-Rampe hat ihn dabei erneut geholfen. Sollte der Dax zur Eröffnung den Anstieg fortsetzen, dann könnte es zu einem Anlauf an die 12.913 kommen. Vorher muss er noch nachhaltig die 12.840 überwinden, hier liegt das Hoch aus der letzten Woche. Der Bereich von 12.900 bis 12.950 ist aber ein Brett. Entsprechend wird es nicht einfach den Bereich zu durchbohren. Die Bären könnten sich an dieser Stelle wehren. Darüber ist die psychologische Marke an der 13.000 ein nächster markanter Widerstand.

Dreht der Dax nach der Eröffnung ein, dann liegt die erste Unterstützung an der 12.775. Darunter folgt die 12.700, hier sollte sich der Dax entscheiden, ob er wieder hoch möchte oder er zurück in die Range fällt. Die nächste Unterstützung liegt dann bei 12.615. Darunter folgen die Marken bei 12.520 und 12.488. Bisher zeigt der Dax aber kein bisschen Schwäche.

Dax Unterstützungen (US):

12.775 – 15-Minutenchart

12.700 – 15-Minutenchart

12.615 – Stundenchart

12.520 – 61,8 % Fibo letzter Anstieg

12.488 – 76,4 % Erholung

12.440 – oT Seitwärtsrange

Dax Widerstände (WS):

12.780 – Ziel Seitwärtsrange

12.842 – Tageshoch 06.07.

12.913 – Juni Hoch

13.000 – psychologische Marke

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Dax daily: Start in die Berichtssaison

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