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Rundfunkbeitrag sei dank: Tagesschau erhält eigenes Gebäude für 15,7 Millionen Euro!

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Der Rundfunkbeitrag spült Milliarden in die Kassen von ARD und ZDF. Und man fordert immer mehr Geld von den Beitragszahlern, was die Bundesländer aber noch genehmigen müssen. Da fällt es doch leicht das Geld mit vollen Händen auszugeben? Aber nein, nicht doch. Vor allem NDR-Chef Lutz Marmor wie auch andere ARD-Intendanten betonen seit Jahren, dass man schon längst jeden Euro drei Mal umdreht um Geld zu sparen. Man spare wo man nur könne, so darf man sinngemäß die Aussagen zusammenfassen. Aber bei der Tagesschau, die beim NDR in Hamburg angesiedelt ist, da waren die internen Arbeitsabläufe der verschiedenen Formate (Tagesschau, Tagesthemen, tagesschau24 usw) offenbar derart veraltet und problematisch, dass man dem Team gleich ein ganz neues Gebäude gebaut hat. Im November wird es bezogen.

Man gönnt sich ja sonst nichts

Und das für schlappe 15,7 Millionen Euro. So betont der NDR im folgenden Videobeitrag auch gleich, dass dieser Neubau „schlicht und funktionsgerecht“ sei. Naja, schauen Sie selbst. Vor allem bei der Innenansicht darf man wirklich fragen, ob man hier wirklich kostensparend geplant hat, oder nicht eher pompös für die Optik eine schöne Innenansicht geschaffen hat. Was der Bürger davon hat, der gezwungenermaßen den Rundfunkbeitrag entrichten muss? Nun, schauen Sie dazu bitte den folgenden Beitrag, der heute extra für die Eröffnung des neuen Tagesschau-Hauses veröffentlicht wurde. Dort beantwortet NDR-Chef Lutz Marmor ab Minute 4, was der Beitragszahler davon hat. „Bessere Sendungen, vielleicht in der Zukunft“, so Marmor wortwörtlich. Schnellere Reaktionsfähigkeit, die Effizienz soll besser werden, die Redaktionen rücken nun zusammen, so Marmor weiter.

Sparsam haushalten mit Geldern aus dem Rundfunkbeitrag?

Frage von uns Kleingeistigen: Brauchte es dafür ein ganz neues eigenes Gebäude für 15,7 Millionen Euro? In der Privatwirtschaft würde man (so unsere Meinung), wenn man sich nicht aus dem Rundfunkbeitrag bedienen kann, sagen: Wir mieten einfach in irgendeinem Bürohaus eine leere Etage an, rödeln unser Equipment rein, machen einen effizienten neuen Sitzplan, und fertig aus. Aber 15,7 Millionen Euro würde das sicherlich nicht kosten! Aber wer sich beim Rundfunkbeitrag bedienen kann, der baut einfach mal ein neues „Nachrichtenhaus“, wie es im NDR-Slang heißt.. ach ja, am Ende hat Lutz Marmor noch einen rausgehauen… „Trotzdem achte man auf das Geld der Beitragszahler“. Ähhh, wie meint er das bitte?

Rundfunkbeitrag als Illustration
Foto: pixabay / geralt

2 Kommentare

2 Comments

  1. joah

    11. Oktober 2019 19:09 at 19:09

    Na das wurde ja aber auch mal Zeit: am besten noch ein paar Shopping-/Fitnesscenter und eine eigene Anbindung zur Autobahn (mit Prio-Spur). Dann muss man sich auch nicht mehr mit dem plebiszitären Empfänger des selbst Produzierten abgeben.

  2. Pingback: Meldungen vom 11.Oktober 2019 | das-bewegt-die-welt.de

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Fed – des einen Glück ist des anderen Leid

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Das Fed-Hauptgebäude

Mit ihren massiven Interventionen am Markt für kurzlaufende US-Staatsanleihen hat die US-Notenbank Fed eine künstliche Versteilerung der Zinsstrukturkurve bewirkt. Die Zinsen am langen Ende steigen nun an. Damit ist ein QE-Programm offizieller Definition noch zwingender geworden.

Fed – die Zinswippe ist am langen Ende schwerer

Aufgeschreckt durch die Erosion der Margen im klassischen Zinsgeschäft der Banken via Fristentransformation sowie durch akute Liquiditätsengpässe am US Repo-Markt tritt die US-Notenbank seit Mitte September als Käufer für kurzlaufende Staatsanleihen auf. Mit über 200 Mrd. US-Dollar Kaufvolumen hat die Fed in einem Monat zehnmal mehr Anleihen erworben, als die EZB dies ab November pro Monat plant. Das Ergebnis ist eine künstliche Versteilerung der Zinsstrukturkurve. Die Zinsen für dreimonatige US-Staatsanleihen, sogenannte T-Bills, sind im Zuge dessen auf 1,65 Prozent p. a. gefallen. Die Zinsen für länger laufende US-Staatsanleihen, sogenannte T-Notes oder T-Bonds, sind hingegen angestiegen. Im Fahrwasser der auf Kurzläufer fokussierten künstlichen Nachfrage durch die Fed haben die Rentenhändler die Langläufer abverkauft, sich an den Interventionszug der Fed angekoppelt und in Kurzläufer umgeschichtet.

Zinsen US-Staatsanleihen

Auf der einen Seite hat die Fed das Problem der schwindenden Zinsmargen der Kreditbanken durch eine Umkehrung der Zinsstrukturkurve etwas gemindert, gleichzeitig hat sie damit die Kreditkosten für Unternehmenskredite, Hypothekendarlehen, Konsumkredite und Kreditkartenschulden tendenziell erhöht. Gesamtwirtschaftlich wiegt die Steigerung des Benchmarkt-Zinses für längerfristige Verbindlichkeiten jedoch für ein so hoch verschuldetes Land wie die USA deutlich schwerer als eine geringfügige Verbesserung der Zinsmargen für die Banken.

Problem nur halb gelöst

Da die steigende Schuldenlast der US-Konsumenten sowie das Auslaufen der Steuerstimuli nun zunehmend den kreditgetriebenen Konsum in den USA belasten, kommen steigende Zinsen am langen Ende der Kurve zur Unzeit.#

Studenten Auto Kreditkarten USA mit Daten der Fed

Wie stark der Rückgang der Konsumdynamik in den nächsten Monaten ausfallen wird, kann man sehr gut anhand des Basiseffektes der Vorjahresperiode erahnen. Getrieben durch höhere Nettoeinkommen und Neuverschuldung stiegen die Konsumausgaben in den großen US-Einzelhandelsketten im vierten Quartal 2018 mit einer Jahresrate von in der Spitze 9,3 Prozent stark an. Da es keinen vergleichbaren Impuls in diesem Jahr gibt, sieht man bereits den Rückgang der Steigerungsraten, die noch nicht um die Teuerungsrate in Höhe von aktuell 1,7 Prozent bereinigt sind.

Umsatzentwicklung US-Einzelhändler

Sowohl die Bedeutung der Langfristzinsen für den US-Immobilienmarkt, als auch für die hoch verschuldeten Unternehmen und erst recht für den US-Konsumenten lassen eine einseitige Fokussierung der Intervention der US-Notenbank auf das kurze Ende der Zinsstrukturkurve dauerhaft nicht zu.

Die EZB hat das Problem in Europa so gelöst, dass man die Zinsen in allen Laufzeitbereichen weiter nach unten geschleust hat, nur am kurzen Ende etwas mehr. So existiert in der Eurozone eine leicht steile Zinsstrukturkurve – unter der Nulllinie. Dass heißt, die Zinsen am kurzen Ende sind tiefer im negativen Terrain als die Zinsen am längeren Ende.

Fazit

Der erneute Einstieg in den Bilanzaufbau der US-Bundesbank Fed durch den Ankauf kurzfristiger T-Bills ist nach offizieller Lesart noch kein QE-Programm. Doch es ist nur der Beginn einer breiteren Marktintervention auch zugunsten der Zinsen am langen Ende der Laufzeit. Die Fed muss schon deshalb so agieren, weil sie sonst dem Rentenmarkt falsche Signale liefert und die Spekulanten zu einem Arbitragegeschäft verleitet, bei dem diese Langfristanleihen verkaufen und Kurzfristanleihen erwerben. Das würde die Zinswippe weiter am langen Ende nach oben bewegen – entgegen der ökonomischen Notwendigkeit, die Zinsen auch dort weiter zu reduzieren, um die Schuldentragfähigkeit von Konsumenten und Unternehmen aufrecht zu erhalten.

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Die Lüge vom sauberen Elektro-Auto

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Sind Elektro-Autos wirklich sauber? Nein, sagt der Professor für Leichtbau an der TH Ingolstadt Jörg Wellnitz. Aber die „Generation Greta“ und der inzwischen grüne Mainstream will einfach ein reines Gewissen haben – und daher wird an den Fakten gerne vorbei gesehen!

Und die Autoindustrie? Die kann sich ihre Öko-Bilanz damit wunderbar „schön rechnen“:

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Eurozone: Diese sinkenden Staatsschulden, die in Wirklichkeit immer weiter steigen

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Ja, ja, das ist schon ne schöne Sache. Die Staatsschulden in Euroland, die sinken aufgrund der jahrelang brummenden Konjunktur, und immer noch guten Steuereinnahmen. Richtig? Falsch. Schaut man auf die aktuelle Headline der offiziellen EU-Statistiker von Eurostat, dann liest man dort wortwörtlich „Rückgang des öffentlichen Schuldenstands im Euroraum auf 86,4% des BIP“. Wow, Rückgang. Da sinkt also etwas, da geht etwas zurück, richtig? Ja, wenn man die Sache nur aus prozentualer Sicht betrachtet.

Staatsschulden steigen weiter an

Schaut man sich die Tabelle in der Statistik-Veröffentlichung aber genauer an, dann sieht man: Die tatsächliche Schuldenlast der Regierungen in der Eurozone ist von Mitte 2018 zu Mitte 2019 gestiegen von 9,94 auf 10,1 Billionen Euro! Die Schuldenquote in Relation zum BIP sank tatsächlich von 87,3% auf 86,4%. Das liegt aber nur daran, dass in diesen zwölf Monaten auch das BIP (Wirtschaftsleistung) angestiegen ist. Also wurde die Bezugsgrößte für die prozentuale Berechnung größer. Somit konnte trotz Schuldenanstieg die Prozentquote sinken.

Auch die Staatsschulden in der Gesamt-EU (also alle EU-Mitglieder, die noch ihre eigene Währung haben) sind gestiegen binnen Jahresfrist von 12,76 auf 12,99 Billionen Euro. Auch hier sinkt die Quote gleichzeitig, nämlich von 81,5% auf 80,5%. Die höchsten Verschuldungsquoten im Verhältnis zum BIP am Ende des zweiten Quartals 2019 wurden laut Eurostat in Griechenland (180,2%), Italien (138,0%), Portugal (121,2%), Zypern (107,2%) und Belgien (104,7%) verzeichnet, und die niedrigsten Quoten in Estland (9,3%), Luxemburg (20,3%) und Bulgarien (20,4%).

Staatsschulden in Europa steigen weiter an

Grafik Schuldenquoten

Immer nur Defizite

Trotz jahrelang brummender Konjunktur in Euroland sind die Staatsschulden immer weiter gestiegen. In der folgenden aktuellen Grafik sieht man zurück bis zum 2. Quartal 2017. Quartal für Quartal immer nur Defizite im Gesamtschnitt der Eurozone und Gesamt-EU. Die Ausgaben der Mitgliedsstaaten lagen also ständig über den Einnahmen. Und das in diesen konjunkturell so guten Zeiten. Wie soll es dann erst werden, wenn die aktuelle Rezession der Industrie die Volkswirtschaften ganz runterziehen sollte? Dann geht der große Kampf um die 3% Hürde aus Maastricht wieder los?

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