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Saskia Esken mit Skandal-Aussage! Mangelndes wirtschaftliches Grundverständnis?

Redaktion

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Übers Wochenende ist im Social Media-Universum von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt eine Art Skandal hochgekommen, den wir hier kurz erwähnen möchten. Die SPD Co-Vorsitzende Saskia Esken, die vor Kurzem noch niemand kannte, kann nach der nächsten Wahl, wenn sie eventuell ein Amt zum Beispiel in einem Ministerium bekleiden würde, eine wichtige Rolle in Deutschland spielen. Sie würde dann ganz konkret wirtschaftliche Abläufe in diesem Land beeinflussen. Von daher ist es wichtig zu wissen, ob Frau Esken überhaupt grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen kann.

Bringt Saskia Esken überhaupt ein wirtschaftliches Grundverständnis mit?

Und da möchten wir es Ihnen liebe Leserinnen und Leser überlassen, diese Frage zu beantworten. Bitte urteilen Sie selbst anhand der folgenden Tweets, ob Saskia Esken ein grundlegendes Verständnis dafür mitbringt, wer zum Beispiel in einem marktwirtschaftlichen Wirtschaftamodell von wem und wie finanziert wird. Waren zum Beispiel zuerst die Steuern im Staatshaushalt vorhanden? Und mit den Steuern bezahlen die Staatsbediensteten die Gehälter in der Privatwirtschaft? Ist das vielleicht das Grundverständnis von Frau Esken?

Denn sie wird hier von einem Twitter-Nutzer darauf hingewiesen, dass er mit seinem Gehalt im Einzelhandel (Steueraufkommen wird erwirtschaftet) auch ihre Abgeordneten-Diäten finanziere (die ja aus dem Steueraufkommen finanziert werden). Die Antwort von Saskia Esken? Von ihren Diäten kaufe sie ja auch jeden Tag Lebensmittel. „Wer finanziert jetzt wen“, so ihre Frage. Hiermit will sie ja offenbar ausdrücken, dass sie mit ihrem Geld, dass zu 100 Prozent aus Steuermitteln stammt, den Mitarbeiter im Einzelhandel finanziere. Tja, was soll man dazu sagen? Man kann sich seinen Teil dazu denken. Zahlreiche Twitter-Nutzer haben daraufhin die Co-Vorsitzender der SPD scharf kritisiert.

Wie ein Nutzer sehr passend anmerkte: Frau Esken ist nun mal nicht „wertschöpfend“ tätig, sondern lebt nun mal zu 100 Prozent von Steuergeldern! Sicher, so möchten wir anmerken. All die Staatsbediensteten in Deutschland kaufen täglich im Lebensmitteleinzelhandel ein. Von daher wird ein kleiner, sehr kleiner Teil der Gehälter der Mitarbeiter in Supermärkten auch von den Staatsbediensteten bezahlt. Aber die Staatsbediensteten, die erwirtschaften nichts, sondern leben zu 100 Prozent auf Kosten der Bürger. Wie man von daher die Aussagen von Saskia Esken zu werten hat? Puhhh, eine Frage für Philosophen?

Die SPD Co-Vorsitzende Saskia Esken
Saskia Esken. Foto: Olaf Kosinsky CC BY-SA 3.0 de

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Mike Lohmann

    18. Mai 2020 11:04 at 11:04

    Also stimmt die These von Krall evtl. doch, dass die Mehrheit der Politiker in der Privatwirtschaft nicht brauchbar wären. Nun dass jrder Idiot mit einer grossen Klappe zur Wahl antreten kann ohne vorher einen Intelligenztest machen zu müssen, hat das Volk ja schon mehrfach sehr teuer bezahlt, nicht?

    • Avatar

      LEO

      18. Mai 2020 12:54 at 12:54

      Hallo, Herr Lohmann – so ist es. Zudem zeigt es ziemlich eindeutig, dass das Hierarchiegefälle und das Verständnis, wer vor dem Gesetz für wen Arbeitet (Politik/Volk) bei den Damen und Herren Amtsträgern ganz offenbar völlig „verzerrt“ ist.
      Man kann von Krall halten was man will – ich finde seine Thesen zum Wahlrecht von allem, was er sich überlegt hat, am brauchbarsten. Entweder man erhält vom Staat ODER man wählt und bezahlt den Staat.

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    sabine

    18. Mai 2020 11:36 at 11:36

    „von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt“

    1.) Was an unseren Selektiv-Medien liegt! Genau deswegen haben die Menschen die Schnauze gestrichen voll von denen und informieren sich über Alternativen – auch wenn sie dadurch als outlaws diffamiert werden. Ich höre seit 30 Jahren keine Tagesschau mehr. Früher bei meinen Eltern war das allabendliches Pflichtprogramm! Hallo!!!
    2.) Die Corona-Maßnahmen zeigen exakt dieselbe Vorgehensweise unseres Regierungsapparates wie bei der Riesterrente: Am Bürger und der Realität zielgenau und kilometerweit vorbei.
    Ich weiß noch genau, wie eine politisch korrekte Abteilungsleiterin den Schmarrn gelobt hatte, es uns wärmstens empfohlen hat, sogar (!) mit Zahlen, Daten, Fakten. 6 Monate später sagte sie nichts mehr, und nochmal 12 Monate später schimpfte sie, daß sie im Alter damit größere Verluste mache und jetzt nicht mehr aus den Verträgen könne. Geschickt.
    War schon bei der Schweinegrippe so. Als Politisch korrekt bist du der Depp.
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/erste-bilanz-aus-england-h1n1-virus-ist-viel-harmloser-als-spanische-grippe-a-666183.html
    3.) Andererseits muß man sagen, daß Professoren, Lehrer, Briefträger und Ärtze auch wertschöpfend tätig sind, auch wenn sie keine Kartoffeln anbauen oder Zahnbürsten und Autos produzieren. Insofern sind die (Co)Leiter des Staates normalerweise eine Hilfe, damit die Wirtschaft gut läuft, und helfen insofern bei der Wertschöpfung mit. Dies ist natürlich in einem ausuferndem Sozialismus und Gutmenschentum immer mehr verschwunden bzw. von diesen Menschen konträr gehandhabt. (Hotels sollen doch in der einnahmenfreien Zeit ihre Ölheizung erneuern! Man solle TUI usw. für eine gerechtere grüne Welt gegen die Wand fahren. Dazu paßt ja auch die Abwrackprämie, Umweltzonen und das Dieseltheater.)

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    Andreas

    18. Mai 2020 12:04 at 12:04

    Esken würde ich als Extrem-Linke bezeichnen.
    Habe neulich irgendwo einen sehr guten Satz gelesesen, der die Linken perfekt beschreibt:
    Sie (die Linken) geben sich nie damit zufrieden, in einer freien Gesellschaft zu leben, denn sie können nachts nicht schlafen, weil sie sich Sorgen machen, dass jemand etwas hat, was sie nicht haben.

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    Zimmermann

    18. Mai 2020 12:31 at 12:31

    Diese Deppen sind unwählbar!!!

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    sascha

    18. Mai 2020 12:44 at 12:44

    Man muss sich die Affen nur anschauen, damit ist alles beantwortet.
    Wie das Volk langfristig reagieren wird, Weltweit, steht in den Sternen.

    Ein positives Gefühl ändert sich in Wut.

    MFG

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    Scheer

    18. Mai 2020 13:47 at 13:47

    Ich kenne verschiedene Personen die in den „Leitmedien“ arbeiten.
    Die Lage bei denen ist sehr gespannt, auf Kritik wird sehr emotional reagiert.
    Ich habe beispielsweise auf die einseitige Berichterstattung hingewiesen, darauf wurde mir vorgeworfen das es auch kritische Artikel geben soll die ich nicht erwähnt hätte.
    Ich entgegnete, dass das Gro doch sehr einseitig sei und dies von der Masse mehr aufgenommen wird als die wenigen kritischen Artikel.
    Es wird vorgeworfen dass pauschalisiert wird wärend man selbst pauschal verurteilt.
    Nun stellt sich die Frage was zu erst da war, die Medien die den Leitanspruch haben oder der Bürger der sich manipiert fühlt?

    • Avatar

      sabine

      18. Mai 2020 16:15 at 16:15

      Viele politisch korrekte Journalisten sind schlimmer als Politiker. Oder genauso schlimm.
      – Von oben herab wissen sie alles besser, antworten immer nur mit anklagenden Gegenfragen: „woher weißt du das“ „wo hast du das her?“ „kannst Du das belegen“ „Ist die Quelle eine Alternativmedie?“ usw. Das ist deren ganze Beantwortung.
      Wie bei Referent Kahn. Die Blätter schreiben: er sei „Rebell“, sei nur Privatmeinung, er erhält Hausverbot und Disziplinarverfahren sowieso.
      Wieso Rebell? ER ist von der SPD. (Hihi!) Er hat nur seine Arbeit gemacht. Das war sein Job, diese Beurteilung. Wo bleibt die Beantwortung seiner aufgezeigten Punkte??? Vergiß es!!! Verbotenes Terrain. Nur leere Worthülsen, wie gewohnt.
      Als über das Landratsamt in Donauwörth ein Video auftauchte, wurde der Video-Verbreiter als erstes polizeilich gesucht und medial geächtet. Verbreite rechtes Gedankengut.
      Ein Amerikaner schrieb als Kommentar zu dem Video: „Try this in Texas.“ Das war sicher kein Rechtsradikaler, eher gesunder Menschenverstand.
      https://www.rosenheim24.de/bayern/donauwoerth-mann-rastet-asyl-unterkunft-demoliert-mit-ast-dutzend-autos-12808999.html
      – 95% sind Allgemeinplätze. „Rechtes Gedankengut.“ „Verharmlosung der Krise.“
      – Vorverurteilungsprädikate wie „Der umstrittene Politiker / Beitrag / Redner sagt.“ „Isolierte Einzelmeinung.“ „Ist doch bekannt, daß…“
      – Über die 5% Fakten sind sie dann stolz wie ein Huhn über ihr gelegtes Straußenei.
      – Greifen immer persönlich an.

      Leider finde ich diese Anleitung für Redakteure von vor 8 oder mehr Jahren nicht mehr, die damals geleakt wurde. Dort steht: „Gehen sie nicht auf den Gegenstand ein, greifen Sie den Gegner persönlich an und machen ihn so fertig bzw. lächerlich.“
      Genauso machen sie es. Doktorarbeiten sind beliebt, geschrieben mit ein paar abgeschriebenen Sätzen. Der Rektor der Universität schaltet sich in die Politik ein, ist entsetzt, sagen die Medien. Jemand war in seiner Jugend in einem Verein, das ein Liederheft hatte mit einem nationalen Lied, daß man falsch verstehen kann. Weg waren sie.

      Aber Oma, die Umweltsau, bzw. bei Nachfrage an den verantwortlichen Journalisten nachgelegt, die Nazisau, salonfähig, politisch abgedeckt. Mit unseren GEZ Gebühren finanziert. Jemand twittert selbst, ich huste mit meiner Corona die gegnerischen Parteikollegen an (und hat wirklich Corona), oder jemand sagt, „wenn wir die 1% Reichen erschossen haben, dann …“ kein Problem. Künstlerische Freiheit.
      Wir können nicht nur „Stupid German money“. Da ist noch mehr!

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Zinsen und Banken – „Verwahrentgeld“ auf dem Vormarsch

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Wer glaubt, sich der finanziellen Repression so leicht entziehen zu können, irrt vermutlich: Immer mehr Banken verlangen negative Zinsen für Bankeinlagen, auch „Verwahrentgelt“ genannt. Hat man auch seine Reservegeldhaltung zurückgeschraubt, wird man von der Anhebung der Gebühren betroffen.

Negative Zinsen: Immer mehr Banken..

Still und leise erhöht sich die Zahl der Kreditinstitute, die von ihren Kunden Strafzinsen oder so genanntes Verwahrentgelt für ihre Einlagen verlangen. War bisher eine Summe von 100.000 Euro davon nicht betroffen, so ist das nicht mehr allzu oft der Fall. Allerdings dürfen die Banken nicht so einfach negative Zinsen erheben, sondern sie brauchen zunächst die Einwilligung ihrer Kunden. Ja wohin ausweichen, wenn es immer mehr Banken gibt, die aufgrund der Zinsssituation auf diese Einnahmequelle zurückgreifen?

Das Verbraucherportal Biallo (ebenso Verivox) hat 1300 Banken untersucht und festgestellt, dass 214 Kreditinstitute in bestimmten Fällen Verwahrentgelt verlangen – 20 mehr als vor Monatsfrist, seit Jahresanfang haben sich 150 Geldinstitute zu diesem Schritt entschieden.

Gab es zunächst überall den Freibetrag von 100.000 Euro, so wird dieser schrittweise abgesenkt, auf 50.000, 10.000 oder sogar auf 0 Euro, auch von Volksbanken. Bisher beläuft sich der Minuszins auf 0,5 Prozent, aber es gibt bereits eine Sparkasse, die bei minus 0,75 Prozent angekommen ist.

Die Ursache für das Verhalten der Banken ist schon ein paar Jahre alt.

Bereits im Jahre 2014 hat die Europäische Zentralbank begonnen Negativzinsen von den Geschäftsbanken zu verlangen und diesen Zinssatz für kurzfristige Einlagen im vergangenen Jahr auf minus 0,5 Prozent gesenkt. Aus den letzten Äußerungen seitens der Notenbanker ist nicht zu erwarten, dass die Zinsen angehoben, sondern die Geldpolitik eher noch gelockert wird. Damit dürfte der Trend zum Verwahrentgelt noch zunehmen.

Jetzt auch Direktbanken

Bisher lehnten sich manche Bankkunden locker zurück, angesichts der neuen Konkurrenz für die alten Geldinstitute – filiallose Direktbanken. Doch ausgerechnet die Handybank N26 verkündete jüngst, Strafzinsen für das Girokonto einführen zu wollen. Zunächst erst ab 50.000 Euro, aber dieses Vorhaben steht im krassen Widerspruch zu dem vor Jahresfrist geäußerten Versprechen auf Negativzinsen zu verzichten. Wird dies eine Welle auslösen, bei der Konkurrenz wie ING, DKB, Consorsbank, Flatex u.a., die als Ausweichsort gesehen wurden, um den Gebühren von Genossenschaftsbanken und Sparkassen zu entgehen? Ein bisschen Verwahrentgelt, was soll’s?

Eine ganze Menge, sollte sich dieser Trend durchsetzen. Schließlich liegen derzeit gigantische 2,489 Billionen Euro auf Giro- oder Tagesgeldkonten. Für diese Summe nur 0,5 Prozent einbehalten – und schon wäre man bei einer zweistelligen Milliardensumme.

Wie lautet seit Langem eine Empfehlung der Vermögensberater für die Reservegeldhaltung der Konsumenten? Man solle auf dem Girokonto eine Notreserve halten, die etwa drei Monatsgehälter beträgt. Und zwar nicht nur für ein paar Wochen, sondern länger und für etwaige größere Anschaffungen.

Die Neigung des Deutschen zur großen Geldhaltung mit ihrem obersten Befürworter, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, hat zu einem gewaltigen Depotvolumen geführt.

Die oben genannte Verfügungsmasse liegt im Wert höher als alle deutschen Aktien zusammen und sogar doppelt so hoch wie die Bewertung des deutschen Leitindex, Dax. Damit sieht man auch, dass ein Crash am deutschen Aktienmarkt wesentlich weniger Vermögensschäden hervorrufen würde, als bei den Amerikanern, wo allein die über 28 Billionen Dollar des S&P 500 einen weit höheren Wert repräsentieren, als das gesamte Bruttoinlandsprodukt der USA.

Fazit

Die finanzielle Repression schlägt hierzulande weiter zu. Nach und nach werden die Freibeträge für die Geldkonten abgesenkt.

Da die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik eher noch lockert – bei der Sitzung im Dezember? – aber bestimmt nicht die Zinsen erhöht, dürfte die Zahl der Banken, die negative Zinsen weiterreichen, noch größer werden.

Keine Zinsen mehr am Anleihemarkt, Strafzinsen auf dem Geldkonto, wozu führt das? Nicht schon wieder das Akronym „TINA“..

Immer mehr Banken verlangen negative Zinsen auf Einlagen

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Gold, Dollar, Öl, Aktienmärkte: Was passiert nach der US-Wahl?

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Das Thema, wie sich die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen auf den Gold auswirken werden, wird viel diskutiert und ist mit Unsicherheit behaftet. Wenn die Ergebnisse zu einem stärkeren Dollar führen, bedeutet dies einen niedrigeren Preis für Gold, und ein schwächerer Dollar bedeutet (in der Regel) einen höheren Goldpreis. Das Wahljahr verursacht mit Sicherheit viel Volatilität, und die Anleger erwägen derzeit drei mögliche Szenarien für den Goldpreis nach dem Wahltag.

In einem dieser Szenarien muss der US-Wahltag für einen Anstieg des bei Gold dazu führen, dass Biden Präsident wird, da viele glauben, dass der Dollar dann fallen wird (aufgrund des größeren Stimulus). Und im Gegenteil, bei einem sinkenden Goldpreis wird der Wahltag mit der Wiederwahl von Trump enden müssen, was zu einem stärkeren Dollar führen sollte. Die Ergebnisse der Wahlen im Jahr 2020 könnten jedoch genau den gegenteiligen Effekt haben – und das ist es, was die Marktsituation noch spannender macht.

Der Ölpreis ist vom Wahlergebnis genauso abhängig wie so ziemlich alle anderen Rohstoffe. Und laut Goldman Sachs müssten die US-Wahlen Biden als neuen POTUS hervorbringen, damit wir einen Anstieg des Ölpreises erwarten können (weil dann die Produktions-Kosten für Öl steigen würden). Aber selbst wenn das Gegenteil der Fall sein sollte, drückte der Investmentbankgigant sein Vertrauen in einen steigenden Ölpreis aus – Wahlergebnisse beiseite.

Und wie wird sich die US-Wahl auf den Aktienmarkt auswirken? David Jones, chief market strategist bei capital.com, blickt auf den S&P 500, auf Gold, den Dollar (Euro-Dollar) und schließlich auf den Ölpreis – und analysiert, welche Auswirkungen ein Sieg von Biden oder von Trump haben würde:

 

 

 

 

Was passiert nach der US-Wahl mit Gold?

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Brexit: Wem schadet er mehr, der EU oder den Briten?

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Angesichts des Anschwellens der Coronazahlen und der großen Spannung vor den US-Wahlen, sind die Verhandlung um den Brexit der Briten ein wenig in den Hintergrund gerückt. In dieser Woche läuft wieder einmal ein Ultimatum aus. Kommt es noch zu einer Einigung vor dem endgültigen Datum, dem 31. Dezember? Und gibt es schon Fakten zu den Frühschäden des Austritts der Briten?

Brexit: Was für Folgen hätte ein No-Deal?

Darüber wird schon seit dem Referendum über den Brexit von 2016 gemutmaßt. Fakt ist bereits, dass bis zum Ende des letzten Jahres Ende 2019 die Investitionen bereits um mehr als 15 Prozent hinter dem Durchschnitt der Vorjahre zurückgeblieben sind. Doch sollte es bis zum 31. Dezember keinerlei Vereinbarung geben, wird dies in jedem Fall wirtschaftliche Auswirkungen auf beiden Seiten haben. Wie waren die bisherigen Wirtschaftsbeziehungen?

Der Export von Gütern und Dienstleistungen der Briten in die EU betrug bislang etwa 14 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes, im Falle der EU in Richtung GB betrug der Anteil nur ganze drei Prozent.

Von Seiten deutscher Unternehmen hat man die lange Zeit seit dem Referendum nicht untätig verstreichen lassen. So ist der Export von Deutschland auf die Insel von 2016 bis vor Kurzem von 7,5 auf 5,6 Prozent gefallen. Gerade in letzter Zeit haben die hiesigen Unternehmen registriert, mit welcher Verbissenheit Boris Johnson den harten, kompromisslosen Brexit vorantreibt. Es ist wie zumeist an der Börse: Was man lange hat kommen sehen, wird versucht zu antizipieren, um den schweren Folgen entgegenzuwirken. Schocks entstehen immer durch das Unerwartete aus heiterem Himmel oder gar durch den berühmten „Schwarzen Schwan“. Klar wird ein harter Brexit beide Seite treffen, mancher Ökonom rechnet für Großbritannien mit einem Rückgang des Trendwachstums um 1,5 Prozent.

Aber wird es keinerlei Vereinbarungen auf dem so bedeutsamen Finanzsektor oder im Güter- und Reiseverkehr geben oder gar beim Handel mit Medikamenten? Zu Zeiten von Corona, wo dem schwedisch-britischen Pharmakonzern AstraZeneca mit seiner Impfstoffentwicklung eine entscheidende Rolle zukommen könnte? Die Pandemie jedenfalls kommt für Großbritannien mit seinem Austrittsvorhaben praktisch zur Unzeit.

Die aktuelle Coronakrise

Was die Covid -19-Infektionen betrifft, hat Großbritannien bereits eine schwere Zeit hinter sich. Nachdem man es zunächst mit einer Herdenimmunisierung versuchte, rückte Boris Johnson entsetzt davon ab, als ihm Wissenschaftler die mögliche Zahl an Todesopfern nahegelegt hatte. Trotz der Wende steht die Nation mit 894.000 Infektionen und fast 45.000 Corona-Toten (an oder mit Corona), der höchsten Zahl an Opfern in Europa derzeit in den Statistiken. Dies findet auch in den Wirtschaftszahlen der zweitgrößten Ökonomie Europas seinen Widerhall.

In den Monaten April bis Juni brach die Wirtschaft Großbritanniens um -20,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal ein. Das war der schlimmste Absturz seit Beginn der britischen Quartalsstatistik im Jahr 1955. Das Land war damit das Schlusslicht Europas, noch vor Spanien, welches den Negativrekord mit einem Einbruch um 18,5 Prozent erleiden musste. Durch die Coronakrise wird Großbritannien wirtschaftlich auf den Stand von 2003 zurückgeworfen.

Das einst so stolze britische Pfund

Das Pfund Sterling, einst der Stolz der Briten und die älteste noch bestehende Währung, hat längerfristig schon eine Entwicklung erlebt, die durch den Brexit noch deutlich beschleunigt werden könnte. Bis in die Hälfte des letzten Jahrhunderts hinein, war das Pfund die globale Leitwährung, die Hälfte der weltweiten Währungsreserven bestand aus der britischen Währung und die Bank of England hatte weltweit sehr großen Einfluss. Dann begann der Abstieg, Mitte der 1970-er-Jahre hatte die britische Währung nur noch einen Anteil von vier Prozent an den globalen Währungsreserven, dabei ist es bis heute geblieben.

Und der Außenwert des GDP?

Das britische Pfund kostete vergangene Woche nur noch 1,10 Euro. Vor gut vier Jahren und dem überraschenden Brexit-Referendum im Juni 2016 musste man noch über 1,30 Euro dafür bezahlen. Auch eine Folge des ewigen Hickhacks um den Sonderweg der britischen Regierung.

Fazit

Aus den bisherigen Fakten ist zu schlussfolgern, dass der ungeregelte Brexit den Briten mehr schaden sollte, als der EU. Aber haben sich die Unternehmen in der langen Zeit der Austrittsverhandlungen nicht schon auf das Austrittsszenario vorbereitet, die Börsen das Ergebnis eingearbeitet? Wann hat denn je ein absehbares Ergebnis Investoren wirklich beim Eintritt noch geschockt – Einzelfälle ausgeschlossen? Aber will Boris Johnson wirklich auf Biegen und Brechen den No-Deal-Austritt Großbritanniens durchziehen, auch wenn sich die Pandemie in der zweiten Welle noch verstärken sollte? Wo Zusammenarbeit in Europa gefragt ist, weiland sich Chinas Aufschwung weiter fortsetzt und auch den USA mit ihrer „America-First-Politik“ ein geschwächtes Europa gar nicht so ungelegen käme?

Es sind für gewöhnlich immer die externen Schocks, die Gewitter aus heiterem Himmel, die für Ungemach sorgen. Aber das Pokern des Boris Johnson – wem hängt das mittlerweile nicht schon zum Halse heraus?

Wem wird der Brexit mehr schaden?

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