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Gold/Silber

Goldpreis: Jetzt auf dem Weg zum neuen Allzeithoch?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Der Goldpreis hat schon viele Händler auf die Probe gestellt. Gerade in der letzten Zeit hatte sich eine von aktiven Händlern so gefürchtete Seitwärtsbewegung ausgebildet. Diese verjüngte sich zu einer Flagge. Es war nicht die Frage, ob ein Ausbruch geschehen wird, sondern wann. Es gibt bei Flaggenformationen nur zwei Fragestellungen: Wann und wohin? Dass der Ausbruch heftig sein wird, war jedem bewusst. Die Energie staut sich im Markt auf und dann bricht der Vulkan aus. Wobei der Break-Out in diesem Fall nur zufällig auf der Oberseite geschehen ist. Dieser kann genauso gut auf der Unterseite vollzogen werden. Technisch gesehen haben wir im Goldpreis einen doppelten Ausbruch. Einmal aus der Dreiecksformation –  und dann wurde auch noch das letzte High bei 1.749 USD überschritten.

Asien liebt das Gold

Das Gold hatte schon immer etwas Magisches. Es ist beständig, rostet nicht und jeder bekommt einen anderen Gesichtsausdruck, wenn er einen Barren in der Hand hält. Es ist magisch und einfach auch schön zu betrachten. Manche Investoren machen sich die positiven Eigenschaften von Gold zum Eigen. Es ist die Ausstrahlung und der beständige Wert.

Es gibt nur eine Sache, die stört. Der Goldpreis ist stark gestiegen. Es ist statistisch bewiesen, dass Ausbrüche im Goldpreis meist in Asien ihren Ursprung haben. Die Asiaten lieben das gelbe Metall. Es ist auch kein Geheimnis, dass zum Frühjahr der Goldpreis immer ansteigt, da ein Teil der 1,4 Milliarden Inder heiraten und als Mitgift immer Gold gegeben wird. Das gleich gilt neuerdings auch für die Chinesen. Wenn jetzt auch noch ein paar Notenbanken dazukommen, dann entsteht die restliche Dynamik, um den Goldpreis zu treiben. Nicht umsonst heißt es: Gold besitzt man und verkauft es nicht. Auf jeden Fall wurde der Goldpreis über das Wochenende in Asien mit den Aussagen von Jerome Powell nach oben gehievt. Alle maßgeblichen Widerstände sind nachhaltig gebrochen worden.

Jetzt muss jeder sehr weit im Chart zurückblicken, um das letzte High zu finden. Da sind wir wieder bei der Geduld angekommen, die ein Händler oder Investor mitbringen muss. Der Vorteil ist nur, dass das Gold kein Management, Auftragseingänge, Steuererhöhungen etc… ertragen muss. Der Goldpreis ist wie eine Eiche: Sie wächst langsam, aber stetig und steht stark im Markt. Jetzt geht im Chart (siehe unten) der Blick nach links und die Zeiteinstellung muss gewechselt werden, um die nächsten Widerstände in der  Vergangenheit zu finden. Die gute Nachricht für alle Goldbesitzer: Es gibt bis 1.919 USD keine maßgeblichen und extrem harten Hürden mehr. Wer es genau wissen will: vielleicht ist die Marke von 1.797 USD noch ein charttechnischer Widerstand. Geht aber der Goldpreis in diese Region, dann wird wohl auch dieser Widerstand schnell genommen werden.

Gooldpreis: Die Inflation ist am Rollen

Aktuell werden noch nie dagewesene Billionen von Euros, Dollars und Yens in die Märkte gepumpt. Es wartet auf uns eine Mega-Inflation. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine einfache Konsequenz aus der immensen Gelddruckerei der Notenbanken. Es wird daher wichtig sein, eine gewisse Absicherung seines Vermögens in beständige Werte vorzunehmen. Immobilien ist die eine Sache. Gold ist die andere. Wer geschichtlich gesehen Gold besessen hat, war noch nie arm. Das kann man von Aktien nicht behaupten. Der Goldpreis wird wahrscheinlich noch weiter steigen und sogar das letzte All-Time-High übertreffen. Vielleicht nicht sofort, aber es wird geschehen. Vorher aber wird es uns noch ein wenig auf die Geduldsprobe stellen..

Der Goldpreis hat zentrale Widerstände durchbrochen

 

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Der Goldpreis im Aufwärtstrend

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Nurmalso

    18. Mai 2020 14:12 at 14:12

    In gold we trust…..

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Allgemein

Was den schwachen Goldpreis aktuell bewegt

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren aus Gold

Der Goldpreis ist die letzten Tage ohne Stärke unterwegs. Eigentlich ist das merkwürdig, denn der US-Dollar schwächelt seit Tagen, und müsste Gold (das in Dollar gehandelt wird) daher doch eigentlich Auftrieb geben. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) hat binnen einer Woche von 92,80 auf 92,18 Indexpunkte verloren.

Corona-Impfstoffe dämpfen Aufwärtstrieb im Goldpreis

Mit aktuell 1.865 Dollar sieht man, dass die seit Donnerstag letzter Woche kurz aufgeflackerte Erholung mit Anlauf Richtung 1.900 Dollar wieder verpufft ist. Eindeutig ist zu sehen, dass die Anleger, die über das Vehikel der ETF (Exchange Traded Funds, hier die Begriffserklärung) in Gold investieren, letzte Woche auf der Verkäuferseite waren mit gut 30 Tonnen. Der folgende aktuelle Chart der Commerzbank zeigt seit Jahresanfang in gelb den Goldpreis-Verlauf, und in schwarz die Gold-ETF-Bestände. Die Nachfrage schlafft derzeit ab.

Chart zeigt ETF-Bestände in Gold im Vergleich zum Goldpreis

Die letzte wie auch die vorletzte Woche waren die Kapitalmärkte gefangen im Fieber der Corona-Impfstoff-Hoffnung. Nach Biontech und Pfizer kam letzte Woche Moderna mit einem fertigen Impfstoff, und heute früh dann auch noch AstraZeneca. Daher laufen die Aktienmärkte auch heute zum Wochenstart erfreulich nach oben. Alles was die Märkte positiv stimmt für eine Erholung der Weltwirtschaft, schwächt tendenziell den „Sicheren Hafen“ namens Gold. Im Chart sehen wir den Goldpreis im Verlauf der letzten 30 Tage. Der große Absturz in der Mitte des Charts rührt her von der ersten Impfstoff-Meldung gegen das Coronavirus vom 9. November von Biontech und Pfizer.

Laut heutiger Aussage des Commerzbank-Analysten Carsten Fritsch dürfte der aktuelle Optimismus hinsichtlich der Impfstoffe dagegen sprechen, dass es schon in Kürze zu einem neuerlichen Run auf die Gold-ETFs kommt. Entsprechend gedämpft sei der kurzfristige Ausblick für den Goldpreis. Die spekulativen Finanzanleger seien seiner Meinung nach durch den Preisrutsch Mitte letzter Woche offensichtlich auf dem falschen Fuß erwischt worden. Denn sie weiteten ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 17. November auf gut 90.000 Kontrakte aus, nachdem sie diese in der Woche zuvor reduziert hatten. Entsprechend dürfte der Preisrückgang auf rund 1.850 Dollar letzten Mittwoch seiner Meinung nach auch durch spekulative Verkäufe begünstigt worden sein.

Mittel- und langfristig bergauf?

Bleibt es bei dem Szenario, welches wir letzte Woche schon erwähnten? Kurzfristig bleibt der Goldpreis trotz schwachem US-Dollar und dank der Corona-Impfstoff-Hoffnungen schwach? Aber mittel- und langfristig sieht man wieder Kurse über 1.900 Dollar und auch Richtung 2.000 Dollar? Das ist die Frage. Denn im großen Bild, da ist die Meinung der Notenbanker ja relativ eindeutig, wie man die letzten Tage und Wochen auch bei der EZB heraushören konnte. Die Geldpolitik (Anleihekäufe und Zinsen) wird noch sehr lange Zeit extrem locker bleiben, um die wirtschaftliche Erholung der Volkswirtschaften zu unterstützen. Also weiterhin Optimismus im größeren Bild für einen steigenden Goldpreis? Dieses Szenario bleibt vorhanden.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen

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Bitcoin

Bitcoin: ein gigantisches Ponzi-Schema? Und was ist mit Gold?

Markus Fugmann

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am

Ist Bitcoin – im Gegensatz zu Gold – eine Art Ponzi-Schema? Das hatte der ehemalige Hedgefonds-Manager Jesse Felder in einem Artikel postuliert: Bitcoin sei ein reines Spekulationsobjekt, eine Blase, von der vor allem jene profitierten, die früh eingestiegen seien. Es habe – anders als Gold – keinen inneren Wert und sei auch kein wirkliches Zahlungsmittel:

„Ponzi schemes can work out great for early adopters. But that doesn’t make bitcoin, in any shape or form, a good investment or even a store of value, especially for those late to the game.“

Weil es als Zahlungsmittel praktisch komplett unbedeutend sei, habe Bitcoin eben im Gegensatz zum Fiat-Geld keinerlei Funktion als Währung:

„Because bitcoin provides neither “safety of principal” nor “an adequate return” it therefore can only be considered speculative. Furthermore, because bitcoin is not used as a medium of exchange nor provides any store of value, I can’t view it as a currency alternative either.“

Bitcoin – alle Fragen bleiben offen

Die durch den Kursanstieg immer euphorischeren Fans der Kryptowährung reagierte naturgemäß erbost – „Bitcoiners are crying foul“, wie es in einem Erwiderungs-Artikel hieß. So stimme der Vorwurf von Felder nicht, wonach Bitcoins durch forks wie Bitcoin Cash oder Bitcoin Gold doch vermehrbar sei:

„Bitcoin believers rely entirely on the idea that bitcoin is limited in supply making it far more attractive than fiat currencies that are being printed like mad by central bankers around the world. However, bitcoin has already hard forked several times, multiplying the number and type of bitcoins in circulation“.

Fakt ist: Das stimmt natürlich, allerdings sind diese Forks eben doch eine Art von Inflation durch die Schaffung stets neuer Kryptowährungen. Bitcoins gibt es nur in begrenzter Menge, aber es gibt potentiell unendlich viele Kryptowährungen.

Fakt ist jedoch ist auch, dass Bitcoin als Zahlungsmittel derzeit praktisch (noch?) keine Rolle spielt. Mithin steht die Frage, ob es sich hier wirklich um eine Währung handeln kann, noch aus. Das sagt Robert Vitye in einem Interview mit Florian Homm – bei Gold sei das dagegen seit vielen Tausend Jahren der Fall, es habe sich als Wertspeicher durchgesetzt. Gleichwohl seien dezentrale Geld-Systeme grundsätzlich gut, aber die „Feuertaufe“ bei Bitcoin stehe eben noch aus, sagt – aus unserer Sicht zurecht – Robert Vitye:

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Ist Bitcoin - im Gegensatz zu Gold - ein Ponzi-Schema?

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