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Schufa meldet, als würde es gar keine Wirtschaftskrise geben

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Die Schufa (wir alle kennen sie) hat vor wenigen Minuten ihren „Risiko- und Kredit-Kompass 2020“ veröffentlicht. Geht man nur nach diesem Text des großen Big Brothers, dann gibt es eigentlich gar keine richtigen negativen wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise. Verständlich ist das durchaus, denn die Politik pumpt ja alles voll mit Kurzarbeitergeld, Kreditprogrammen, Zuschüssen etc. Und dazu gibt es natürlich noch die lange Zeit ausgesetzte Insolvenzantragspflicht. Das hebt die Zahlungsmoral natürlich?

So sagt die Schufa heute zum Beispiel in ihren wichtigsten Headline-Aussagen, dass die Wirtschaft bislang stabil sei. Es gebe keinen Anstieg der Zahlungsstörungen und Insolvenzen. Die Stimmung der Verbraucher habe sich in den letzten zwei Monaten verbessert. Dem Impfstoff werde eine große wirtschaftliche Bedeutung zugesprochen. Die Zukunftsprognosen der befragten Unternehmer und Freiberufler sei weiterhin zum größten Teil positiv.

Desweiteren sagt die Schufa, dass die Menschen in Deutschland trotz Corona-Krise ihre Rechnungen und Kredite pünktlich zurückzahlen. Die Mehrheit der befragten Verbraucher habe aktuell weder Einkommenseinbußen noch Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Zudem sei laut Studie die aktuelle Stimmungslage signifikant besser als noch im September. Gefragt nach ihrer Sicht auf die Zukunft, geben sich zwar immer noch 51 Prozent der Bevölkerung eher sorgenvoll oder ängstlich. Im September waren es aber noch 66 Prozent.

Bei den Unternehmen sei das durchschnittliche Gesamtbild ebenfalls überraschend positiv. Erhöhte Zahlungsausfälle und Insolvenzen seien laut Schufa nicht festzustellen. In der Corona-Pandemie habe sich die vertragsgemäße Bedienung von Krediten seitens Gewerbetreibender, Freiberufler oder eingetragener Kaufleute bisher nicht verändert. Der Anteil der Unternehmen, zu denen die SCHUFA (mindestens) ein Negativmerkmal gespeichert hat, lag in den ersten drei Quartalen 2020 monatlich relativ konstant zwischen 10,1 und 10,3 Prozent – und damit sogar unterhalb des Vergleichszeitraum 2019 von 10,4 bis 10,6 Prozent.

Aber auch in der Schufa-Veröffentlichung gibt es Negatives zu finden. Zitat:

Von den befragten Soloselbständigen schätzen 62 Prozent ihre wirtschaftliche Zukunft als sehr sicher beziehungsweise eher sicher ein. Bei Kleinstunternehmen mit drei bis fünf Mitarbeitern liegt der Wert sogar bei 72 Prozent.

Fast zwei Drittel (64 Prozent) der befragten Verbraucher geben an, dass das eigene Haushaltseinkommen zum Befragungszeitpunkt nicht durch die Corona-Pandemie betroffen ist. Rund 36 Prozent der Befragten verzeichneten hingegen Einbußen im Haushaltseinkommen. Wenn es um Anpassungen des Finanz- und Konsumverhaltens geht, haben 33 Prozent im Vorfeld geplante größere Anschaffungen zurückgestellt und 23 Prozent der Verbraucher greifen auf Rücklagen zurück.



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1 Kommentar

  1. Vielleicht sind auch diese Umfragen durch die TOD- SICHEREN Impstoffhoffnungen verfälscht. Wieder ein Beweis dass jede Umfrage im Interesse des Befragers gesteuert werden kann. Treibt diese tendenziösen Befrager von den geschützten Glashäusern an die Stammtische und unter das werktätige Volk.Diese Volkstäuscher sollten in einigen Monaten mit der Wirklichkeit konfrontiert werden.

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