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Schweinerei! Facebook lässt Intime Sprachnachrichten von externen Firmen abtippen!

Redaktion

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Was in der heutigen Zeit kaum noch unglaublich klingt und fast zur kranken Normalität in dieser Welt gehört, ist trotzdem eine Schweinerei von Facebook! Das Unternehmen beauftragte externe Unternehmen, um Audioclips von Nutzern seiner Dienste zu transkribieren. (Audio in Schrift übertragen)

Diese Arbeit hat einige Mitarbeiter der Auftragnehmer sehr verunsichert, denn ihnen wurde nicht gesagt woher die Audiodaten stammten und warum sie in Schriftform übertragen werden sollen. Einige Mitarbeiter wandten sich an die Presse und baten um Anonymität, weil sie Angst hatten ihre Arbeit zu verlieren. Sie berichteten, dass die Gespräche der Nutzer auch zum Teil sehr intim waren, zum Teil geschäftlich, und einige sogar mit vulgären Inhalten.

Facebook bestätigt das Abtippen

Auf Nachfrage bestätigte Facebook, dass man die Audioaufnahmen der Benutzer transkribiert habe und sagte, dass man es in Zukunft nicht mehr tun wolle. Angeblich, so das Unternehmen, hat man vor über einer Woche damit aufgehört. Ziemlich merkwürdig, dass Facebook kurz vor der Veröffentlichung durch die Mitarbeiter der Auftragnehmer, welche die Audiodateien zu Papier bringen sollten, das Projekt eingestellt hat. Möglicherweise haben die Mitarbeiter über Whatsapp kommuniziert, und leider liegt es nahe, dass Facebook dadurch voll im Bilde war.

Facebook wies darauf hin, dass die betroffenen Facebook-Nutzer die Option in der Messenger-App von Facebook gewählt haben, ihre Sprach-Chats transkribieren zu lassen. Angeblich ging es darum ob die künstliche Intelligenz von Facebook die anonymisierten Nachrichten korrekt interpretierte. Gerade erst hat Facebook in den USA eine Strafe von 5 Milliarden US-Dollar gezahlt, weil die Datenschutz-Verpflichtungen nicht ernst genommen wurden.

Lange geleugnet

Mark Zuckerberg leugnete lange Zeit, dass man Audiodateien von Nutzern sammelt! 2018 behauptete er dies sogar vor dem US-Senator Gary Peters und legte Zeugnis vor dem Kongress ab, dass Facebook so etwas nicht macht. Im Laufe der Anhörung gab Zuckerberg zu, dass sein Unternehmen nur dann auf das Mikrophon der Benutzer zugreift, wenn der Nutzer auch die Genehmigung dazu erteilt hat. Facebook hat aber den Nutzern nicht mitgeteilt, das Dritte ihre Audiodateien abhören.

Die Datenschutzrichtlinie von Facebook, die erst im vergangenen Jahr überarbeitet wurde, um sie für die Öffentlichkeit verständlicher zu machen, enthält keine Erwähnung von Audio. Es heißt jedoch, dass man „Inhalte, Mitteilungen und andere Informationen, die Sie bereitstellen“ sammelt, wenn Benutzer „Nachrichten senden oder mit anderen kommunizieren“. Sicher hat kaum einer die Datenrichtlinie genau gelesen, weil sie zum Teil immer noch verklausuliert ist, obwohl sie doch vereinfacht wurde.

Forscher und Wissenschaftler…. Hiermit hat man sich also das Go der Facebook-Nutzer geholt, damit man Audioclips an Forscher und Wissenschaftler weitergeben darf. Forscher und Wissenschaftler… Einer der Auftragnehmer, welche die Audioclips abtippten, ist die Firma TaskUs (https://www.taskus.com).

Besucht man die Webseite der Firma, wird man feststellen, dass es sich hierbei um kein wissenschaftliches Unternehmen oder eine Forschungsgruppe handelt, sondern um ein Unternehmen, das unter anderem Leute beschäftigt, um ihrem Großkunden Facebook schmutzige Dienste zu erweisen. Sprachnachrichten die sich vertrauensvoll Menschen zuschicken, welche niemals davon ausgehen, dass sich das Dritte anhören und niederschreiben!

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano CC BY 2.0

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

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Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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