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Devisen

Schweizer Franken: Trotz Corona-Krise weiter mit Aufwärtspotenzial

Agata Janik

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am

Schweizer Bergpanorama

Der Schweizer Franken zeigte sich nach den Feiertagen erneut von seiner starken Seite. Nicht nur der Euro, sondern auch der US-Dollar musste in der gestrigen Handelssitzung gegen den Schweizer Franken Federn lassen. EUR/CHF befand sich in der letzten Woche in einer volatilen Seitwärtsphase. Viele Händler haben auf den lang ersehnten Ausbruch gewartet. Gestern, am frühen Morgen haben die Bullen noch einmal versucht, den Euro gegen den Schweizer Franken nach oben zu reißen. Der Widerstand bei 1,0555 konnte jedoch nicht erobert werden. Der Kurs war zusätzlich durch den 120er Moving Average gedeckelt, was den Schweizer Franken zusätzlich unterstützt hat. Die Enttäuschung, die anschließend folgte, haben die Euro-Bullen deutlich zu spüren bekommen. Der Euro wurde wieder abverkauft. Der Kurs von EUR/CHF bewegte sich fast nur noch in die südliche Richtung. Im Tief notierte gestern der Euro zum Schweizer Franken bei 1,0531. Diese Unterstützung wurde jedoch nur kurzfristig getestet und der Euro konnte sich anschließend wieder leicht erholen.

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In den Abendstunden bewegte sich der Kurs wieder in einer engen Seitwärtsränge über 1,0540. Die Auswirkungen der Corona-Krise werden auch in der Schweiz sichtbar. Die Wirtschaft leidet unter dem Lockdown enorm und die Stimmen für Lockerungen werden immer lauter. Die schweizerische Regierung zeigt sich optimistisch und kündigt den schrittweisen Exit an. Bis die wichtige Tourismus-Branche wieder vollständig reaktiviert wird, wird es noch vermutlich bis Mitte oder Ende Mai dauern. Die anderen Bereiche, wie Gartenbau oder Landwirtschaft werden schneller öffnen. Die Schweiz meistert die Krise bis jetzt sehr gut, die schnellen und zinslosen Kredite haben vielen Unternehmen sehr geholfen. Nichts desto trotz rechnen die Experten mit einer Rezession bis zu 6 %. Die positive Entwicklung bei der Krisenbekämpfung bekommt auch der Schweizer Franken zu spüren. Die Währung gewinnt wieder an Stärke und gilt für viele nach wie vor als ein sicherer Hafen.

Der Tagesausblick für den Euro vs Schweizer Franken

Aktuell (Mittwochmorgen) notiert der Euro zum Schweizer Franken bei ca. 1,0545. Der Euro hat sich nach den gestrigen Verlusten wieder kurzfristig erholt, doch es bleibt noch fraglich, ob er auch heute genug Kraft gegen den Schweizer Franken entwickeln kann. Momentan kehrt der Kurs in seine Seitwärtsrange zurück. Wenn es der Euro schafft, den signifikanten Widerstand bei 1,0565 erfolgreich zu erobern, kann der Kurs weiter bis 1,0585 steigen. Hier wartet auf den Cross die nächste große Hürde, die nicht leicht zu brechen sein wird. Wer also kurzfristig orientiert ist, sollte in diesem Bereich an den Ausstieg denken oder mit einem Trailing-Stop arbeiten. Wenn der Widerstand hält, kann es zu einer größeren Enttäuschung am Markt kommen. Der Schweizer Franken wird ab 1,0575 wieder gesucht, das hat die vergangene Woche schon bestätigt.

Sollte der Widerstand bei 1,0565 erneut halten, werden die Bären nochmals die Short-Seite angreifen. Die erste wichtige Unterstützung befindet sich bei 1,0538. Wenn diese bricht, wird der Kurs das letzte Low von gestern bei 1,0531 suchen. Der Daily Pivot Point beim Euro vs Schweizer Franken liegt heute bei 1,0545. Wer heute EUR/CHF handelt, sollte ebenfalls die Entwicklung von EUR/USD mitverfolgen, da es wieder zu Korrelationen kommen kann. Insbesondere in den Nachmittagsstunden wird aufgrund der US-Wirtschaftsdaten mit einer erhöhten Volatilität im Euro-Block gerechnet.

Euro vs Schweizer Franken im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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