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Siemens Energy, Netflix, Peloton, Fed – Aktien und Krypto runter – nur ein Fels in der Brandung

Trader am Laptop

Siemens Energy veröffentlichte gestern Abend um 21 Uhr eine Umsatz- und Gewinnwarnung. Gestern Abend kurz nach 22 Uhr präsentierte Netflix seine Quartalszahlen. Die Erwartungen an die neu abgeschlossenen Abos wurden verfehlt, und die Erwartung für das aktuell laufende 1. Quartal wurde von Netflix deutlich unter dem Wert angegeben, den die Analystengemeinde bisher erwartete. Siemens Energy und Netflix liefern heute Verluste von 11,3 Prozent und 19,4 Prozent. Dazu kommt noch Peloton – die Aktie verlor gestern 23,9 Prozent. Der Fitnessgeräte-Hersteller war einer der Gewinner der Coronakrise, da unzählige Menschen von zuhause sportlich aktiv waren, und daher Geräte nachfragten. Jetzt gibt es einen temporären Produktionsstopp aufgrund mangelnder Nachfrage.

Peloton zeigt exemplarisch, dass die Verbraucher mehr und mehr zurückkehren in den „normalen“ Modus von vor der Coronakrise. Und da sind bestimmte Techfirmen, Innovationstreiber und Krisengewinner im Rückwärtsgang begriffen. Auch das stockende Wachstum bei Netflix mag davon beeinflusst worden sein, dass der Drang nach „Zu Hause Glotzen“ offenbar nicht mehr so stark zunimmt. Die Laune am gesamten Aktienmarkt ist aktuell im Eimer – auch weil über allem die kurz bevorstehende Zinswende in den USA ansteht, zu der es nächste Woche von der Federal Reserve womöglich konkretere Aussagen geben könnte.

Laut aktuellem Kommentar von Markus Koch ist der Tech-Sektor in den USA massiv überverkauft, mit einer sehr negativen Haltung im Vorfeld der FED-Tagung am nächsten Mittwoch. Selbst wenn es eine Rally geben sollte, dürften Investoren seiner Meinung nach in die Kursstärke hinein Positionen abbauen. Denn es gebe eine zu hohe Bewertung bei Tech-Aktien, und die Gewinnschätzungen für Aktien aus dem S&P 500-Index für das gestartete Jahr 2022 seien zu hoch. Die Aktienmärkte leiden unter der aktuell miesen Stimmung. Ebenso aber fallen auch Kryptowährungen seit Tagen. Wo billiges Geld die Kurse von Risiko-Assetklassen antreibt, bewirkt eine Straffung der Geldpolitik von Notenbank das Gegenteil. Daher leiden auch Bitcoin, Ethereum und Co derzeit. Im TradingView Chart sehen wir seit Anfang der Woche den Verlauf im Bitcoin in blau, dazu den S&P 500 in orange, und Gold in lila.

Während der Bitcoin fast 5.000 Dollar verloren hat, und während der S&P 500 gut 120 Punkte einbüßte, konnte der Goldpreis seit Wochenanfang 25 Dollar auf aktuell 1.841 Dollar zulegen. Ist es derzeit der „gute alte“ Hort der Sicherheit, während andere riskantere Assetklassen fallen? Dem entgegen stehen derzeit natürlich die seit Wochen steigenden Anleiherenditen in den USA. Sie haben sich aber von ihrem Höhepunkt am Mittwoch bis jetzt wieder leicht abgeschwächt, was Gold ebenfalls etwas in die Hände spielt. Dass der Goldpreis nicht stärker zugelegt hat, lag wohl auch an den Realzinsen, die weiter gestiegen sind, da die Inflationserwartungen stärker gefallen sind als die Anleiherenditen. Gestern erwähnten die Experten von der Commerzbank als positiven Faktor für Gold auch Mittelzuflüsse in Gold-ETFs.

Also: Aktien und Kryptowährungen stehen derzeit unter Beschuss, und Gold zeigt sich robust, wenn auch ohne große Euphorie.

Chart vergleicht Bitcoin mit S&P 500 und Gold



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1 Kommentar

  1. Wen Rheingold weiterhin mit Gold statt mit Bitcoin gespielt wird, ist es schöner.
    Schliesslich tanzen zwei Neutronensterne in immer engeren Kreise, sich dann zu vereinen, um dann Explosionsartig, höhere Elemente bzw. GOLD, AUSZUKOTZEN.
    IM GEGENSATZ BITCOIN GEMACHT VON MENSCHEN.
    EIN FURTZ VON SONNENERUPTIONEN UND WINDEN, DANN NOCH IN DIE RICHTIGE RICHTUNG ,UND DANN SCHAUN MEHR MAL WO BITCOIN UND CONSORTEN DANN SIND.
    Wahrscheinlichkeit ist gering und gleichzeitig groß.

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