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So läuft das: Donald Trump´s „Rettung“ eines Ford-Standorts in den USA

Donald Trump hat noch vor dem Antritt seiner Präsidentschaft eine Job-Verlagerung und sogar eine Werksschließung von Ford in den USA verhindert, so sieht es wenigstens aus, wenn man seine…

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FMW-Redaktion

Donald Trump hat noch vor dem Antritt seiner Präsidentschaft eine Job-Verlagerung und sogar eine Werksschließung von Ford in den USA verhindert, so sieht es wenigstens aus, wenn man seine aktuellsten Tweets liest. Es ist fast wie bei Chuck Norris, der unter Wasser grillen kann. Aber ganz so war es anscheinend doch nicht. Hier erst mal seine Tweets.

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Also: Gemäß dieser Tweets hat Donald Trump Ford davon abgebracht ein Werk im US-Bundesstaat Kentucky zu schließen. Tatsächlich ging es laut NYT um eine geplante Verlagerung der Produktion des Modells Lincoln MKC nach Mexiko. Selbst der zuständige Gewerkschaftsvertreter sagte der Detroit Free Press, dass Ford in Kentucky aufgrund der hohen Nachfrage am Standort Louisville Kentucky nicht genug Lincoln Escapes herstellen könne – daher hätte die MKC-Produktion nach Mexiko gehen sollen um Platz für die Escapes in Kentucky zu schaffen. Egal welche Konstellation es gäbe, ein Jobverlust in Kentucky sei so oder so nicht vorgesehen gewesen, sagt selbst der Gewerkschafter. Eine Werkschließung in Kentucky stand schon gar nicht zur Debatte.

Wie es aussieht, gab es die Gespräche zwischen Trump und Ford wirklich. Danach habe Ford beschlossen den MKC in Kentucky zu belassen. Die Gewerkschaft dazu: Jetzt dank Mr. Trump produzieren wir eben weniger Escapes, dafür mehr MKC´s. Also ein Nullsummenspiel, eine betriebsinterne Umstrukturierung, die nur damit zusammenhängt, welches Modell an welchem Standort produziert wird! Aber der „Trump-Effekt“ kann in der Tat langfristig einen unterschwelligen Druck ausüben gerade auf Ford, wo man von Trump im Wahlkampf für vorige wirkliche Jobverlagerungen nach Mexiko kritisiert wurde. Im Wahlkampf drohte Trump offen mit Importzöllen für in Mexiko produzierte Waren von 35%. Damit wäre Ford gezwungen zurück in die USA zu verlagern.

Laut NYT sagt Ford aktuell Zitat:

„We are encouraged that President-elect Trump and the new Congress will pursue policies that will improve U.S. competitiveness and make it possible to keep production of this vehicle here in the United States“.

Kentucky ist mit 62,5% beider US-Wahl ganz klar „Trump-Land“. Ob er im Detail wirklich Jobs gerettet hat oder nicht: Das Engagement (wie auch immer es aussah) wird gut ankommen an der Basis. Und es ist definitiv ein Wink Richtung Ford, GM und Co. Übertreibt es nicht, ich sitze euch im Nacken. Die Hersteller wissen ja immer noch nicht woran sie sind. Doch kein Importzoll, oder Zoll bei 10, 20 oder wirklich 35%? Niemand weiß es. Das kann ein großer psychologischer Vorteil für Trump sein, als Druckmittel gegen die Industrie. Wie wir heute früh schon berichteten: Apple lässt derzeit prüfen, in wie weit das iPhone wieder in den USA produziert werden kann.

donald-trump-1
Donald Trump. Foto: Gage Skidmore/Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    frank.trg

    18. November 2016 15:18 at 15:18

    Klasse! Hut ab vor Trump, wenn er jetzt schon vor Amtsantritt so vorprescht wird er ein guter Präsident. Wer Trump auf Twitter verfolgt weiß dass er mit der NYT im Klinsch liegt. Diese Mainstream-Gazette macht seit Monaten gegen Trump Stimmung und war im Wahlkampf zu 100% pro Clinton. Jetzt reden sie natürlich alle Taten von Trump schlecht, selbst die positiven. (wird eh noch spannend ob die NYT unter Trump weiter gegen ihn agiert, aber das ist ein anderes Thema). Objektiv betrachtet stimmt es vermutlich dass Ford nicht vor hatte sein US-Werk zu schließen, allerdings übt Trump trotzdem Druck auf Ford und andere Konzerne Druck aus indem man solche Geschichten veröffentlicht. Im Zweifel entscheiden sich US-Konzerne nun für eine Inlandsproduktion. Das ist positiv zu sehen und eigentlich sollten gerade die Linken dafür etwas mehr Verständnis haben.

  2. Avatar

    Der B(l)aumann

    18. November 2016 20:04 at 20:04

    Bei der gegenwärtigen Dollarstärke zusammen mit den hohen Lohnkosten in den USA wird das Land keine Exporte generieren können. Und damit ist auf Dauer kein Industrieunternehmen zu retten.

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

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Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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