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So stark steigen die Preise für Lebensmittel derzeit weltweit an

Ein Getreidefeld

Dass die Preise für wichtige Rohstoffe seit Monaten dramatisch teurer werden, sieht man ganz eindeutig an den Preisen für die entsprechenden Terminkontrakte an den Warenterminbörsen in Chicago und London (wir berichten seit Wochen darüber). Zum Beispiel lässt die gigantische Nachfrage nach Bauholz aus den USA (Millionen neuer Häuser werden nachgefragt) den Preis für Holz derart steigen, dass die Amerikaner den deutschen Markt leerkaufen. Deswegen steigen hierzulande für Wohnungsbauer und Handwerker die Holzpreise um sogar 300 Prozent im Jahresvergleich an. Aber auch die Preise für Grundprodukte für Lebensmittel sind kräftig am Ansteigen.

Coronakrise und viele Einzelfaktoren

Wo in den ersten Monaten der Coronakrise im letzten Jahr die Nachfrage in vielen Bereichen einbrach, reduzierten die Produzenten in vielen Bereichen logischerweise auch ihr Produktion. Jetzt explodiert die Nachfrage für Lebensmittel und wichtige Rohstoffe (vor allem aus den USA und China), weil in vielen Ländern nach der Coronakrise die Nachfrageseite mit gigantischen Geldbeträgen angeheizt wird. Aber die Coronakrise hat die Lieferketten stärker geschädigt als gedacht. Zu schlechtes Wetter im Mittelmeerraum lässt die Ernten schlechter ausfallen – dazu Probleme bei einer Chipfabrik in Asien, ein Schiff stellt sich quer im Suezkanal, und in Kanada wütet ein Borkenkäfer in Bäumen – das sind alles reale Faktoren, die zu den gestörten Lieferketten dieses Jahr dazu kommen, und die Preise für Metalle, Industrierohstoffe und Agrarprodukte in die Höhe treiben.

Globale Preise für Lebensmittel steigen deutlich

Laut aktuellsten Daten der Welternährungs – und Agrar-Organisation der Uno „FAO“ ist ihr globaler Preisindex für Lebensmittel (FAO Food Price Index) im April 1,7 Prozent gegenüber März angestiegen. Gegenüber April 2020 ist es ein Preisanstieg von satten 30,8 Prozent! Das ist der elfte Monatsanstieg der globalen Preise für Lebensmittel in Folge. Und es ist gemessen an diesem Preisindex der höchste Stand seit Mai 2014. Besonders preistreibend seien Zucker, Öle, Fleisch, Milchprodukte und Getreide. Und wo wir schon beim Thema Getreide sind – der entsprechende FAO-Index steigt im Monatsvergleich um 1,2 Prozent, und im Jahresvergleich um 26 Prozent.

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