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Solo-Selbständig? So viel Cash-Geschenk gibts vom Staat (mit Haken an der Sache)

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Solo-Selbständig? In Existenzangst? Geld soll es vom Staat geben

Sind Sie Solo-Selbständig oder ein Kleinst-Unternehmer? Dann können Sie sich jetzt ein paar tausend Euro Zuschuss beim Staat abholen. Wichtig: Dies ist kein Kredit, sondern ein Zuschuss, den man nicht zurückzahlen muss. Das hat die Bundesregierung heute bekanntgegeben. Also Soloselbständiger oder als Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten zahlt der Bund einmalig bis zu 9.000 Euro für 3 Monate. Für Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten gibt es eine Einmalzahlung von bis zu 15.000 Euro für 3 Monate. Wollen Sie das Geld haben, müssen Sie sich an die Regierung in Ihrem Bundesland wenden.

Wie immer steckt der Teufel im Detail. Erstens sollen Sie als Antragsteller wirtschaftliche Schwierigkeiten (Existenzbedrohung bzw. Liquiditätsengpass) infolge der Corona-Pandemie nachweisen! Und zweitens darf das jeweilige Unternehmen vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein, und der Schadenseintritt (rückläufige Umsätze) muss nach dem 11. März 2020 erfolgt sein. Tja, waren Sie vor März 2020 gesund als Unternehmer? Wo zieht man da die Grenze, und wie weist man das nach? Sind Sie in Liquiditätsnot, aber vielleicht noch nicht kaputt genug, um an dieses Geld zu kommen? Es wird mal wieder eine lustige bürokratische Angelegenheit um an diesen Zuschuss zukommen? Hier noch Aussagen vom Finanzministerium im Wortlaut:

Gerade Soloselbstständige, Kleinstunternehmer und kleine Familienbetriebe stehen durch die Corona-Krise schnell vor existentiellen Problemen. Während die Einnahmen wegbrechen, bleiben die laufenden Kosten wie Miet- oder Pachtkosten bestehen, Rücklagen sind schnell aufgebraucht und es besteht oft kein Zugang zu Krediten. Mit einem unbürokratischen Sofortprogramm stellen wir Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständigen und Angehörigen der Freien Berufe einmalige Soforthilfen zur Verfügung. Das soll insbesondere bei Miet- und Pachtkosten helfen sowie bei sonstigen Betriebskosten, z.B. Krediten für Betriebsräume oder Leasingraten. Sofern der Vermieter die Miete reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Ausgeführt wird dieses Programm über die Länder, die zudem oft eigene Hilfsprogramme aufgelegt haben, die kombiniert werden können. Der Bund stellt für diese Soforthilfe 50 Milliarden Euro bereit. Außerdem werden die Insolvenzregeln geändert. Wer aufgrund von Corona in den nächsten Monaten in Zahlungsschwierigkeiten gerät, muss vorerst keine Insolvenz anmelden.

34 Kommentare

34 Comments

  1. Avatar

    Michael

    23. März 2020 19:39 at 19:39

    Sehr geehrter Herr Kummerfeld,
    wie schon Ihr verlinkter Artikel im Link selbst zeigt, ist diese Info 4 Tage alt (…/2020-03-19-Milliardenhilfe-fuer-alle.html). Warum verweisen und berichten Sie nicht über aktuelle Fakten? Als Social-Media-Befeuerer und Klick-Pusher sollten Sie doch dennoch und gerade jetzt Fakten vor Klickzahlen stellen.

    Nach aktuellem Stand des vorläufigen Entwurfes einer Absichtserklärung auf Papier muss man erst einmal gar nichts nachweisen. Erst einmal ist das alles ein Eckpapier, das am Mittwoch als Gesetzentwurf verabschiedet und am Freitag von den Ländern verfiziert werden soll. So Super-Krisen-Kaiser Söder hoffentlich mitspielen möge.

    Nach derzeitigem Entwurf heißt es einfach, eine eidesstattliche Erklärung zu den von Ihnen genannten Punkten abgeben: Folgen der Corona-Pandemie, Schadenseintritt etc. Geprüft wird später. Vermutlich viel, viel später und nur sehr stichprobenartig. Und die spätere Prüfung ist auch richtig so, denn warum sollen Profiteure der Corona-Krise, die es ebenfalls zuhauf gibt, auch noch von Nothilfen profitieren?

    Es wird mal wieder eine lustige bürokratische Angelegenheit um an diesen Zuschuss zukommen? Ich denke nicht, dass es erst einmal eine lustige bürokratische Angelegenheit wird, sondern eine, wie immer, frustrierend technische. Überlastete Server, nicht zu identifizierende Adressaten, chaotisch-verblödete Antragsteller mit 100-fachen Anfragen nach spätestens einem Tag, ein wie immer übliches Versagen der sog. modernen elektronischen Kommunikationswege.

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      Peter Klement

      25. März 2020 06:46 at 06:46

      Dies betrifft natürlich den gesamtartikel

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    schwarze_pille

    23. März 2020 20:30 at 20:30

    Mein Großonkel hat mir mal erklärt was “selbstständig” bedeutet. “Selbst” und “ständig”.

    • Avatar

      BrettonWood

      24. März 2020 08:22 at 08:22

      Und als Bürger haften bzw Bürgen Sie für den ganzen Dreck auch noch…und die Afrikaner
      Meine Sie sollen nach Europa flüchten…

      In Europa muss man entweder Mrd sein oder Sozialhilfeempfänger alle anderen werden gefickt

      • Avatar

        Daniel

        25. März 2020 21:49 at 21:49

        nun wirst du verstehen warum Afrikaner flüchten. du bekommst mindestens was von der Staat. Afrika wird seit langer zeit von Europa ausgenutzt und die Menschen bekommen nichts. Die Menschen in Afrika haften und Bürgen seit langem für Mrd und für SHE Europa

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    BrettonWood

    24. März 2020 08:20 at 08:20

    Typisch Europäische Staaten, die Banken hat man mit 100 Mrd ohne wenn und aber gerettet, in der Schweiz gibts eine ähnlich idiotische Regelung, zeogt einuig und alleine wie Ahnungslos unsere Politiker von der Wirtschaft sind. Bei uns bekommt ein direkt betroffener (also ein Coiffeur zB) der behördlich geschlossen wurde maximal 3300 (was der Höhe der Spuialhilfe in der Schweiz entspricht, also Hartz4 bei euch) das gilt aber nur für diese, die Selbständige Reinigungskraft die da Fitnessstudio reinigt geht leer aus, auch der Treuhänder und alle die ebenfalls direkte mindereinnahmen haben.

    Viele haben schon höhere Kosten als 3300, von was Sie leben sollen, Dreck? Liebe & Luft? Ich könnte KOTZEN….32 Mrd für 10‘000 von Unternehmen aber 60
    mrd für die UBS damit diese u.a. Die Bonis noch ausschütten konnte….

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    Beate Van der Linden

    24. März 2020 10:31 at 10:31

    ICH HÖHRE NUR ANTRÄGE, ABER KEINER WEISS BESCHEID WO MAN SIE STELLEN KANN. UNBÜROKRATISCH GEHT SCHON MAL GARNICHT, DIE BANKEN WOLLEN ERSTMAL BILANZEN SEHEN. UNSER LAND NRW. HAT KEINEN PLAN.
    MEIN BETRIEB STEHT VOR DEM AUS.

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      Lausi

      25. März 2020 18:32 at 18:32

      Versuchen Sie sich derweilen mit Puts über Wasser zu halten. ;-)

      • Avatar

        Segler

        25. März 2020 21:13 at 21:13

        Hallo Lausi,
        Put – Put – Put ..Der halbe Blog redet immerzu von Put kaufen.
        Ich könnte da Flöhe kriegen.
        Ja, in der Theorie hört sich das toll an. Es zeigt aber, dass die meisten völlig unrealistisch sind und von der Materie kaum einen Schimmer haben, wenn es um tatsächliche Anwendung geht.
        Die Volatilität ist noch immer exorbitant. Das heisst, die Prämien für diese Absicherungen sind extrem !
        Beispiel:
        Ein Put am Strike 1525 im S&P mit 86 Tagen Restlaufzeit kostet Dich satte Tausend Dollar !
        Etwas Statistik:
        1525 liegt an der Dritten Standardabweichung.
        Mithin ist umgerechnet die Wahrscheinlichkeit, dass der Strikepreis erreicht wird kleiner als 0.3 Prozent.
        Anders formuliert: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,7 Prozent verlierst Du Deinen Einsatz !!
        Damit hättest Du nicht einmal einen Gewinn gemacht, sondern “nur” Deine 1000 Dollar verloren. Du wärst bestenfalls bei einem Indexstand von 1500 gerade mal break even.
        Nehmen wir eine Wahrscheinlickeit von 25 % an, dann sind wir beim Strike 2200.
        Dieser kostet Dich ca. 5500 Dollar. Am Ende der Laufzeit wärst Du frühestes ‘break even’ wenn der S&P am nächsten Verfall im Juni bei 2100 valutiert.
        Vollends katastrophal werden die Berechnungen, wenn man Options-SCHEINE in Betracht zieht. Die Intransparenz derartiger Handelsvehikel gepaart mit der totalen Abhängigkeit vom Goodwill eines Emittenden, der seine Kurse stellen kann, wie er gerade lustig ist, schreit zum Himmel.
        Und ob er überhaupt in kritischen Zeiten Kurse stellt und noch dazu willens und in der Lage ist, die Scheine zu handeln steht vielfach in den Sternen.
        Selbst die hier in der Schweiz so renommierte Swissquote gibt in dieser Hinsicht ein Bild des Jammers ab.
        Wenn schon “Absichern” dann VOR einem Downmove !
        Wer mit Puts versucht inmitten eines Bärenmarktes abzusichern, der zahlt irrsinnige Prämien. Absichern geht trotzdem, aber doch bitte nicht mit solchen Instrumenten wie völlig überpreiste Puts !
        Entweder man geht entsprechend des Umfangs seines Aktiendepots mit der passenden Anzahl Futures direktional short oder man kauft die entsprechende Anzahl VXX.
        Alle drei Varianten bedingen ein ständiges Monitoring, insbesondere der Volatilität.
        Eines funktioniert in solchen Märkten definitiv NICHT: Charttechnik !
        Die gute Nachricht: Es gibt hervorragende Indikatoren, die einen “Boden” anzeigen.
        Über das Thema hatte ich mich bereits in mehreren Beiträgen geäussert.
        Will aber keiner lesen, geschweige denn glauben.
        Viel Spass noch beim Put-Kaufen ;-)
        Liebe Grüsse

        • Avatar

          Michael

          25. März 2020 22:21 at 22:21

          @Segler, putt putt putt, die flohverseuchten Hühner wollen angelockt werden.
          Ein Put am Strike in der dritten Standardabweichung beim break even valutiert die Intransparenz derartiger Handelsvehikel am Goodwill eines Emittenden 😂 🧐

          Ich bin mir sicher, das hilft im Kontext des Artikels zur Soforthilfe Solo-Selbständiger jedem Individuum in der Zielgruppe sofort einen großen Schritt weiter.

          Sind Sie Zyniker ob der Bedenken von Frau von der Linden, die da einen Hilfeschrei in Versalien losgelassen hat: MEIN BETRIEB STEHT VOR DEM AUS.

          • Avatar

            Segler

            26. März 2020 00:36 at 00:36

            Ach Gottchen – wie dramatisch !!!
            Sorry – auch mein Betrieb steht still – mindestens acht Wochen, womöglich länger.
            Auch ich habe zahlreiche Angestellte
            Auch bei mir laufen die Kosten weiter.

            Ihre Frau von der Dingenskirchen ist doch ein Fake !
            Und wenn sie real ist, dann gehört sie – sorry für meine klaren Worte – baldmöglichst ins Aus.
            Glauben Sie wirklich, dass jemand mit Verantwortung für sich und seine Angestellten und seine Firma in einem Internet-Blog die Jammerleier dudelt, auch nur ansatzweise geeignet ist, verantwortungsvoll eine Firma zu führen ?
            Nein – Angesichts der aktuellen Herausforderung heisst es:
            Chef-Stärke zeigen !!
            Formulare ausfüllen
            Das Team zusammenschweissen
            Herausforderung annehmen
            Chancen erkennen !
            Arschbacken zusammenkneifen
            Mit Zynismus hat das gar nichts zu tun
            Eher mit realistischer Einschätzung und 35 Jahren Erfahrung als Unternehmer und Selbständiger
            Lieber Michael,
            Ich habe meine Zeilen an Lausi adressiert –
            Nicht an irgendeine Fake Adresse, die vorgibt, selbständig zu sein und in Grossbuchstaben auf Mitleidstour macht
            Typisch Deutsch. Jammern !
            Vielleicht verstehen Sie, warum ich damals nach Andalusien und später in die Schweiz gegangen bin.
            Ich war das verdammte Jammern leid.

            Und ich war diese gottverdammten Beamten und all diese Pseudo-Beamten leid, die ihre Aufgabe darin gesehen haben, uns Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
            Industrie-und Handelskammer ..
            Finanzamts-Pappnasen,
            .. lassen wir es dabei bewenden.
            Eins dürfen Sie mir glauben, lieber Michael –
            Meine Erlebnisse mit der Bürokratie füllen Bücher.
            Ich bin nicht der einzige Unternehmer und Arzt, der das Land – dieses mittlerweile tief heruntergekommene Jammerland – verlassen hat.
            Aus gutem Grund
            Gute Nacht

          • Avatar

            Dr. Gleiter

            26. März 2020 10:30 at 10:30

            @Segler, ach so, und ich war mir sicher, schon mindestens 10x gelesen zu haben, Sie seinen Arzt?! Welcher Arzt muss denn seine Praxis wegen Corona schließen? Ein Schönheits-Chirurg mit einer Schönheitsklinik für ästhetische und plastische Chirurgie?

        • Avatar

          Lausi

          25. März 2020 23:30 at 23:30

          Hallo Segler,
          meine Bemerkung war nicht ganz ernst gemeint, wie man vielleicht erkennen kann, und von staatlichen Hilfszahlungen habe ich herzlich wenig Ahnung. Nichts desto trotz wünsche ich Frau van der Linden natürlich das Beste.

          Ich gehe auch davon aus, dass der Down-Move vorerst beendet ist, und jetzt erstmal steigende Kurse angesagt sind. Markus Koch hat heute ein ganz interessantes Video dazu gemacht (für dich wahrscheinlich nichts Neues).

          Die große Frage ist natürlich, wie es in ein paar Wochen/Monaten aussehen wird. Geht’s dann richtig in den Keller, oder werden die Tiefs von dieser Woche nicht mehr unterboten? Ich bin da eher pessimistisch als optimistisch.

          Was die Spekulations- und Anlage-Möglichkeiten für den unbedarften Klein-Investor betrifft: Abgesehen von Optionsscheinen gibt es ja noch die k.o.-Scheine und CFD’s. Da dürfte die Volatilität nicht so eine große Rolle, allerdings hat man dabei einen stetigen nicht unerheblichen Zeitverlust.

          • Avatar

            Segler

            26. März 2020 11:46 at 11:46

            Guten Morgen Kollege Gleiter,
            Ich hatte von “Stillstand” gesprochen, nicht von “Schliessen der Praxis”.
            Nach wie vor sind wir für unsere Patienten da. Allerdings nur für dringliche, unaufschiebbare Behandlungen, deren Unterlassung zu gravierenden Folgeproblemen für den Gesamtorganismus führen kann.
            Auch diese nur bei ansonsten symptomlosen Patienten und auch nur jene, ohne “Vorerkrankungen”, Immunsuppression etc.
            Dafür haben wir jetzt Zeit für all jenes, was “man schon immer machen wollte”.
            Das Archiv ausmisten, Röntgenfotos digitalisieren, den neuen Server installieren,
            Kühlschränke abtauen und putzen, Webinar-Fortbildungen anschauen,
            endlich Zeit, um jene Artikel zu lesen, die man immer schon lesen wollte und den Stapel an Fachzeitschriften abarbeiten.
            Ja – es bleibt sogar Zeit, tagsüber einen Beitrag in einem Internet Blog zu schreiben. Luxus pur :-)
            Insofern habe ich mich mit dem Begriff “Stillstand” übertrieben ausgedrückt.
            Mit Ihrer Vermutung liegen Sie übrigens nicht so ganz falsch: Stichwort “Marbella”
            Ist aber schon eine Weile her.
            Liebe Grüsse
            und bleiben sie gesund

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    Wahl, Joachim

    24. März 2020 20:43 at 20:43

    und vor wenigen Monaten hat Merkel den Indern 6 Mrd.Euro zugesagt, damit die elektrisch fahren können. Wahrscheinlich werden dort noch die letzten Elektrostecker getestet…

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    Peter Klement

    25. März 2020 06:48 at 06:48

    Sie schreiben als ob das ein abgreifen von Geldern vom Staat wäre.

    Dabei geht es hier um essentielle Hilfen für die wirklich Betroffenen.

    Geht es ihnen gut sollten sie die Finger von dem Geld lassen und es denen lassen die es wirklich brauchen.

    Die bürokratischen Hürden muss es mal wieder geben da sonst jeder selbstsüchtige ohne jegliches Solidaritätsdenken sich einfach nur bereichern will.

    Also nach dem Motto einer für alle und alle für einen.

    Lässt das Geld denen die es ernsthaft benötigen und bereichert euch nicht auf Kosten aller Steuerzahler unnötig

    Peter Klement

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    Sebnem Bahcuvan

    25. März 2020 11:42 at 11:42

    Als allein Unternehmer wüsste ich auch nicht was ich zumachen habe.Bin mit meine Nerven am Ende habe seid einem Jahr mein Betrieb da ich nicht älter als 3j.bin,trifft mir nicht zu.
    Was muss ich machen ?
    Welche Unterlagen soll ich per online schicken?
    An wem??

    :((((((

    • Avatar

      Michael

      25. März 2020 12:09 at 12:09

      @Sebnem Bahcuvan,
      was meinen Sie damit, dass Sie nicht älter als 3 Jahre sind? 👶

      Die Soforthilfen für Solo-Selbständige sind unabhängig von Branche und Gründungsalter. Wollen Sie einen Kredit oder die Soforthilfe?

      Letztere wird heute im Bundestag beraten und (hoffentlich) beschlossen. Dann muss am Freitag der Bundesrat zustimmen. Spätestens dann sollte man langsam erfahren, wo das Antragsformular zu finden ist und wohin man dieses schicken soll. Nach jetzigen Informationen wird das Ganze über Ihr Bundesland oder sogar die Stadt/Gemeinde abgewickelt.

      Ja nachdem, in welchem Bundesland Sie Ihr Unternehmen gemeldet haben, gibt es dort evtl. schon seit einiger Zeit Soforthilfen, Antragsformulare und Adressen, wohin diese zu senden sind.

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    Karin

    25. März 2020 17:57 at 17:57

    Sehr geehrter Herr Klement,

    “bürokratische Hürden” muss es geben wegen der Selbstsüchtigen. Da mögen sie grundsätzlich Recht haben, wenn man aber als selbständiger Mittelständler, Kleinstunternehmer, Solo-Selbststädiger absolut unverschuldet in diese Situation gerät, frag ich mich, warum man den Antrag nur dann stellen kann wenn zuvor jegliches liquide Privatvermögen aufgebraucht sein muss und ich dass dann auch noch an Eidesstatt versichern muss. Antragsberechtigt ist man nämlich nur wenn das nachweislich der Fall ist. Nachzulesen auf der Seite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Erste Version waren 5.000,00 EUR für bis zu 5 Beschäftigte. Davon kann man im Raum München – je nach Branche – noch nicht mal einen Angestellten bezahlen. Warum es diese bürokratischen Hürden grundsätzlich nur beim rechtschaffenen Bayern, Württemberger, Franken, Nordrheinwestphalen….usw. gibt ist mir mittlerweile völlig schleierhaft.

    Freundliche Grüße

    • Avatar

      Michael

      25. März 2020 21:00 at 21:00

      @Karin
      Dass man an Eides Statt versichern muss, wegen der Corona-Krise und/oder Maßnahmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten zu sein, ist für meinen Geschmack völlig in Ordnung. Es gibt auch Profiteure und viele Trittbrettfahrer. Sie müssen nur versichern, nicht mordsmäßig begründen! Eine spätere stichprobenmäßige Prüfung natürlich völlig zurecht vorbehalten.

      Dass Krisen-Meister Söder mit der üblichen Leistungs- und Misstrauens-Keule in Bayern als einziges Bundesland an das hart ersparte Privatvermögen kleiner Unternehmer geht, ist erfahrungsgemäß nicht weiter verwunderlich. In diesem Fall ist dies jedoch in der Tat zusehends bedenklich bzw. diskutabel im Rahmen schneller, einfacher, unbürokratischer Lösungen (typisch CSU wäre eine wesentlich höhere Milliardenhilfe für BMW oder Audi von heute auf morgen). Denn je nach Höhe des Privatvermögens mag dieser Passus zutreffend sein, bei ein paar Notkröten EUR auf dem Girokonto zum Ausgleich fälliger Verbindlichkeiten am Monatsende in wenigen Tagen jedoch eher fatal und ungerecht.

      Warten Sie auf das Hilfsprogramm des Bundes, das leider über die Länder und somit Söder und seine “Unbürokraten” abgewickelt wird. Hierbei gelten keine bayerischen Alleingänge. Ich hoffe, Sie haben bisher auf bayerische “Soforthilfen” verzichtet?! Hier gab es bisher seit der populistischen Bayern-First-Werbemaßnahme 150.000 “unbürokratische” Anträge mit einem Volumen von 750 Millionen, bei einem insgesamt erwarteten Gesamtvolumen von 1,1 Milliarden. Ausbezahlt wurden derweil etwas über 50 Millionen!!! Sensationell schnell und unbürokratische 7% in einer Woche!
      https://www.stmwi.bayern.de/presse/pressemeldungen/pressemeldung/pm/43323/

      Die Förderrichtlinie zu der Soforthilfe des Bundes und das Antragsformular werden derzeit ausgearbeitet. Sie stehen voraussichtlich in der Woche vom 29. März zu Verfügung. Auch wurde noch nicht bekanntgegeben, wo die Anträge final zu stellen sind.

      Das sind leider aktuelle News zu politischen Hochgeschwindigkeitsentscheidungen.
      Ab dem Tag der Bekanntgabe des Antragsformulares und des entsprechenden Adressaten werden wir Digitalisierung 4.0 live erleben 😂😂😂

    • Avatar

      Peter Klement

      25. März 2020 21:06 at 21:06

      Hallo Karin,
      ich bin komplett bei dir.
      Ich bin selbst selbständig mit einem einzelunternehmen und einer zweiten Firma GmbH.

      Wir haben gut gewirtschaftet vorallem mit der GmbH die noch ein startup ist.

      Nun muss ich auch meine mühsam erarbeitete Liquidität quasi wieder opfern.

      Aber ich sehe das so.

      Wie haben nun vor die Zeit kreativ und zielführend zu nutzen sowie finanziell möglich für uns um nicht als überlebende sondern als Gewinner aus dieser für alle schweren Zeit zu gehen.

      Viele Grüße in die Landeshauptstadt

      Peter

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    Lars

    25. März 2020 18:57 at 18:57

    Ganz einfach, weil sie selbstständig sind und sie selbständig auch in Krisen überbrücken müssen so wie Arbeitnehmer dies auch müssen. Wenn sie nicht mehr in der Lage sind hilft der Staat. Der Staat kann ja nun auch nichts dafür. Also auf die Schuldfrage kommt es hier nicht an.

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      Lars

      25. März 2020 21:45 at 21:45

      @Lars, Ihnen ist hoffentlich bekannt, dass Solo-Selbständige Ihre Krankenversicherung und Rentenversicherung, ihre Berufsunfähigkeitsvorsorge und einiges mehr aus dem dürftigen Gewinnen selbst und ständig finanzieren müssen? Kein Staat hilft normalerweise einem kleinen Selbstständigen, ganz im Gegenteil greifen hier die Finanzbehörden ab, wann und was immer irgendwie im Rahmen des Möglichen ist.

      Bei Arbeitnehmern hilft und zahlt seit jeher der Staat und Arbeitgeber, direkt oder indirekt. Bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Urlaub. Was auch gut und richtig ist. Aber ohne Solo-Selbständige gibt es bald keine billigen Döner, keine hübschen Frisuren und Rasuren, keine Handyreparaturen, keine Opern, Bürgerfeste uvm.
      Kleine lokale Bäcker, Metzger, Kneipen, Cafés, Boutiquen, Künstler, Designer und viele mehr kämpfen seit jeher um ihre Existenz. Und aktuell kämpfen sie um ihre Existenz.

      Wenn Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage sind hilft der Staat. Sehr richtig bemerkt, gleiches Recht für alle.

      • Avatar

        Lars

        29. März 2020 16:47 at 16:47

        Genau wenn der Selbständige kein Geld mehr hat, soll der Staat natürlich helfen. Aber eben darum ging es mir ja, solange Sie Geld haben müssen Sie dies nutzen. Das ist eben das Unternehmerische Risiko was man als selbständiger eingeht. Ein Arbeitnehmer muss eben auch erst sein Vermögen auf verbrauchen. Ich finde es schwierig, dass jetzt jeder Unternehmer nach Geld schreit. Natürlich verstehen ich die Lage und finde es richtig, dass der Staat hilft, aber eben erst dann wenn es nicht anders geht.

      • Avatar

        Lars

        29. März 2020 17:04 at 17:04

        Und zum Arbeitnehmer, dieser bekommt nichts geschenkt. Er muss das Geld für Urlaub Krankenkasse und alles andere erst mal einnehmen damit der Arbeitgeber das Geld hat. Würde der Arbeitnehmer dieses Geld nicht einnehmen könnte der Arbeitgeber dies nicht bezahlen. Also die Leistungen liegen hier auch nur bei dem Arbeitnehmer, dieser muss für 3 arbeiten, Arbeitgeber, Staat und sich selber.

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    Hans Solo

    29. März 2020 13:06 at 13:06

    Es ist jetzt eine Woche vergangen. Und das Programm hat sich in der Tat als einfach und unbürokratisch erwiesen: Die Länder ringen „mit Hochdruck daran, die Modalitäten mit der Bundesregierung abzustimmen“. Es gibt noch immer keine einfachen Online-Formulare, eine Antragstellung ist derzeit noch nicht möglich (rühmliche Ausnahme: NRW). Einfacher und unbürokratischer geht es kaum.

    Zudem hat sich herauskristallisiert, dass ein Großteil der Solo-Selbständigen gar nicht unter das Schutzprogramm fällt. Dieses deckt nämlich nur laufende betriebliche Kosten ab, welche bei vielen keine Relevanz besitzen. So hat der Fotograf oder der Dolmetscher oft nur ein häusliches Arbeitszimmer, Kamera und Computer sind längst abbezahlt. Typischerweise bestreiten Solo-Selbständige mehr schlecht als recht ihren Lebensunterhalt, ihre Mietkosten, ihre privaten Vorsorgeaufwendungen aus dem Umsätzen bzw. Gewinnen.

    Und genau hier greifen die Hilfsprogramme nicht: „Die Soforthilfen sind nicht darauf ausgerichtet, den ausfallenden Gewinn zu ersetzen, mit dem der Lebensunterhalt bestritten wird. In diesem Fall ist nicht Ihr Betrieb, sondern Ihre (private) wirtschaftliche Existenz gefährdet“. Was bleibt, ist der „Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II), insbesondere dem Arbeitslosengeld II“.

    Ganz einfach! Und unbürokratisch.

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      Lars

      29. März 2020 16:54 at 16:54

      Also bekommen Sie doch Hilfe, spielt es eine Rolle wie diese heißt? Ist Ihnen Hartz 4 nicht genug? Soll der Staat Ihnen fürs momentan nichts tun mehr bezahlen als anderen?

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        Lars

        29. März 2020 19:28 at 19:28

        @Lars, er kritisiert doch nur, dass Solo-Selbständige wochenlang an der Nase herumgeführt und auf ein Hilfsprogramm vertröstet wurden, dass jetzt gar nicht für sie greift. Zudem stellen sich die nächsten Fragen und Ungewissheiten ein. Sind durch Hartz IV in diesen vorübergehenden Ausnahmefällen bestehende private Renten- und Krankenversicherungen abgedeckt oder müssen diese gekündigt bzw. stillgelegt werden? Falls ja, würde dies massive Nachteile und Ungerechtigkeiten mit sich bringen.

        • Avatar

          Lars

          30. März 2020 10:28 at 10:28

          Also in Hartz 4 sind Krankenversicherung abgesichert. Es sind zurzeit Ausnahme Situationen für alle und jeder muss gerade schauen. Laut Regelungen die jetzt kommen kann man Zahlungen einstellen und später bezahlen ohne Konsequenzen. Es wird ja schon versucht was zu tun, aber zurzeit sind andere Prioritäten, Menschen leben zu reden und das Virus zu verlangsamen. Ich sehe 2 Typen von selbständigen, die die kreativ werden und die die rum heulen. Es läuft nicht mal 2 Wochen.

          • Avatar

            Hans Solo

            30. März 2020 11:22 at 11:22

            Menschenleben werden von Ärzten und unterbezahlten Pflegern gerettet, nicht von Politikern.

            Kreativ zeigen sich in der Zwischenzeit Firmen wie Deichmann oder Adidas, die ihre Mieten nicht bezahlen und gleichzeitig vom Bund fordern, das für sie zu übernehmen. Soviel zum Thema Zahlungen einstellen ohne Konsequenzen. Wer garantiert, dass keine Konsequenzen, wie eine Kündigung der PKV oder eine Verweigerung evtl. Behandlungskosten eintreten? Oder massive Nachteile bei der PRV? Auch hier gibt es außer Lippenbekenntnissen und Ankündigungen nichts, auf das man sich rechtsverbindlich verlassen könnte.

            Und was heißt “Es läuft nicht mal 2 Wochen”? Es läuft überhaupt nicht, es gibt mit wenigen Ausnahmen noch nicht mal Antragsformulare. Vielmehr wird es zusehends chaotischer. Außer in NRW, wo tatsächlich unbürokratisch noch nicht einmal nach der Höhe des vermutlich entstehenden Schadens gefragt wird. Wer soll das auch im voraus wissen? In Berlin gibt es explizit eine Soforthilfe-Entschädigung für Verdienstausfall, sogar zusätzlich in Addition zum Bundesprogramm. In anderen Ländern heißt es sinngemäß seit 2 Wochen, “eine Antragstellung ist derzeit noch nicht möglich. Sobald die Antragstellung Ende dieser bzw. Anfang nächster Woche [das wäre vor einer Woche gewesen] möglich ist, finden Sie alle Informationen dazu auf dieser Seite”.

            Der Bund ließ zwischenzeitlich verlautbaren, “Wir haben dieses Programm in einem Kraftakt innerhalb weniger Tage an den Start gebracht. In einer solchen Situation bleibt es nicht aus, dass auch nach Programmstart Eckpunkte nachgeschärft, Unklarheiten beseitigt oder Auslegungsfragen geklärt werden müssen”.

            Alles in allem weiß noch immer kaum jemand, ob er nun Hartz IV beantragen oder auf das Bundesprogramm warten soll. Und sitzt derweil ganz kreativ seit 3 Wochen vor leeren Auftragsbüchern, während gerade im Moment die monatlichen 3000 EUR an laufenden Kosten abgebucht werden.

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            Lars

            30. März 2020 11:41 at 11:41

            Der genannte Dolmetscher könnte kreativ werden und das babylonische Sprachgewirr zwischen Bund und Ländern auflösen. Der Fotograf könnte die geschlossenen Läden seiner ehemaligen Kunden fotografieren und hochauflösende Bilder an die Soforthilfe-Helden schicken, um die taumelnde IT-Struktur endgültig ins Nirwana zu befördern.

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        Hans Solo

        2. April 2020 00:30 at 00:30

        Lieber Lars, leider keine Hilfe, egal, wie die heißt. Alles wäre schön und genug, wenn es nur etwas wäre. Aber es ist genau, wie erwartet: Die bayerische CSU ist im landestypischen Sportfahrzeug-Tempo einmal mehr aktionistisch mit Vollgas vorgeprescht. Kein Wunder, es standen ja auch die Kommunal- und dazugehörigen Stichwahlen im Erfolgsländchen an. In doppelter Verantwortung als federführender Ministerpräsident im Bundesrat und lokaler Wahlkampfmeister waren Herrn Söders neuronale Bahnen offensichtlich sinnlos überfordert.

        100.000e von Antragstellern gingen davon aus, dass Liquiditätsengpässe eines bedeuten: Ein Engpass an Liquidität. Was für Solo-Selbständige einzig und allein eines bedeutet: Ich kann die Krankenversicherung, die Rentenversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung, den Einkauf von Lebensmitteln und Hygieneartikeln, Wohnung, Strom, Telefon und Internet nicht mehr bezahlen.

        Das Super-Soforthilfe-Programm für Kleinunternehmer und Solo-Selbständige hatte vergessen, das der Fotograf, der Grafikdesigner, der Dolmetscher, der Coach, der Programmierer kaum laufende Betriebsausgaben hat. Dass seine Einnahmen und Gewinne einzig seinem Lebensunterhalt dienen.

        Nun müssen 100.000e sogar befürchten, dass sie Subventionsbetrug begangen haben. Ich habe heute endlich eine erste wunderbare Klarstellung gefunden:
        Einzelunternehmer bestreiten Ihren Lebensunterhalt durch Entnahmen aus der Kasse. Da hier keine Fixkosten für Lohn oder Gehalt als anfallende Kosten existieren, kann dies bei der Soforthilfe nicht berücksichtigt werden.
        Dürfte oder könnte man sich also ein fixes Gehalt zahlen, würde dieses auch berücksichtigt. Da man aber “aus der Kasse” lebt, die auf Null gesunken ist, gibt es auch keine Hilfen.

        Mein tägliches Telefonat mit der IHK hat ergeben, dass sogar die landkreisweiten Jobcenter bei ihnen anrufen, weil sie keine Ahnung haben, wie sie die Situation handhaben sollen. Inzwischen wurden sinnlose vereinfachte Anträge auf Hartz IV online gestellt, die morgen vermutlich schon wieder obsolet sein dürften.
        https://con.arbeitsagentur.de/prod/cmsportal/marketing/corona-grundsicherung/
        https://www.arbeitsagentur.de/datei/ba146399.pdf
        https://www.arbeitsagentur.de/datei/vereinfachte-anlage-kas_ba146400.pdf

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      Edgar

      29. März 2020 17:25 at 17:25

      Das ist leider richtig. Die Sesselfurzer waren nicht in der Lage, einfachste Eckpunkte korrekt zu kommunizieren. So hieß es vollmundig (passt zum Wirtschaftsminister): „ Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden ist, um z. B. laufende Verpflichtungen zu zahlen“. Zu erwähnen vergessen hatte man das Wörtchen „betriebliche“, also laufende betriebliche Verpflichtungen.

      Zig-tausende Solo-Selbständige haben an Eides statt versichert, korrekte Angaben gemacht zu haben, leider dummerweise in dem Glauben, dass sich die laufenden Verpflichtungen auf ihren Lebensunterhalt beziehen (andere Verpflichtungen fallen in dieser Gruppe nicht oder kaum an). Somit haben sie Subventionsbetrug begangen. Und zum weiteren Unglück haben sie auch noch im Glauben an eine einfache, schnelle und unkomplizierte Hilfsmaßnahme versäumt, in den vergangenen drei Wochen ihren Antrag auf Hartz IV zu stellen.

      Auf Politikerseite hat man sich dagegen vor wenigen Stunden gerühmt, im Rekordtempo soeben das Maßnahmepaket „scharf geschaltet“ zu haben, damit keiner in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät. Detaillierte Eckpunkte und Erläuterungen sucht man noch wie vor vergeblich…

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      Lars

      30. März 2020 21:17 at 21:17

      Das mit Adidas ist wirklich dreist. Wie gesagt können Sie per Gesetzgeber jetzt Zahlungen einstellen, wenn Sie durch corona in Schwierigkeiten geraden sind. Diese Zahlungen müssen später geleistet werden. Jetzt muss eben erst mal denen geholfen werden die gar nichts mehr haben und dies durch corona verursacht wurde.

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Coronakrise: Die endlosen Sorgen der Gastronomie

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Die Gastronomie war und ist eines der Hauptopfer der Coronakrise – dann aber ging alles sehr schnell. Nur Tage bis wenige Wochen nach der Wiederöffnung der Gastronomie für die Bürger gibt es schon die ersten Umfragen über das Gästeaufkommen. Und sie fielen, wen wundert es, überraschend negativ aus.

Die Zurückhaltung der Menschen angesichts der Coronakrise

Es war schon etwas blauäugig oder überoptimistisch, zu glauben, dass es nach Beendigung der Lockdown-Maßnahmen der Coronakrise in der Gastronomiebranche sofort zu alten Kundenzahlen kommen wird. Dagegen sprachen schon die großen Sicherheitsabstände, die die Kapazität vieler Lokalitäten von Haus aus determinieren. Außerdem gibt es deutliche Unterschiede im zeitlichen Ablauf und der Verfahrensweise bei der Öffnung der Betriebe, zunächst Außenbereich, dann Innenbetrieb. Im bevölkerungsreichen Bayern haben die Innenbereiche erst seit wenigen Tagen geöffnet und hatte man bis Mitte Mai die kalte Wetterperiode mit den „Eisheiligen“, wo sich nur ganz Hartgesottene bei 10 Grad Außentemperatur im Freien Speis und Trank servieren ließen.

Die Umfrageergebnisse

Eine Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga brachte die ernüchternde Aussage, dass 81,5 Prozent der Mitglieder angaben, unter den speziellen Bedingungen durch die Coronakrise nicht wirtschaftlich arbeiten zu können. 78 Prozent der Gastbetriebe hätten in den ersten Tagen nur etwa die Hälfte der bisher erzielten Umsätze erreicht.

Eigentlich auch irgendwie zu erwarten, wenn durch die Abstandsregeln im Rahmen der gesetzluchen Vorgaben in der Coronakrise gar nicht die Kapazität früherer Tage erreicht werden kann.

22 Prozent der Betriebe meldeten Umsätze über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, ein Drittel zwischen 25 und 50 Prozent, 29 Prozent Umsätze zwischen zehn und 25 Prozent und 17 Prozent der Gaststätten gar noch nicht einmal dies. Der Präsident der Dehoga Guido Zöllig warnte vor einer Pleitewelle und forderte die Politik zum Handeln auf.

Die Reaktionen der Regierung auf die Probleme der Gastronomie in der Coronakrise

Die Bundesregierung ist sich des Problems überaus bewusst und man plant weitere Milliardenhilfen, um speziell mittelständische Unternehmen vor Pleiten zu bewahren. Bundeswirtschaftsminister Altmaier will Selbstständigen und Unternehmen bis zu 249 Mitarbeitern helfen, wenn diese einen erheblichen Umsatzeinbruch nachweisen können. Als Folgemaßnahmen an die bereits Gewährten sind Hilfen bis zu 50.000 Euro pro Monat im Gespräch, Summen, die sich bereits bis zum Hochsommer auf 25 Milliarden Euro belaufen könnten.

Aufgrund der besonderen Situation der Gastronomie in der Coronakrise ist davon auszugehen, dass diese Branche zu den Anspruchberechtigten gehört. Bei Umsatzeinbußen von über 60 Prozent in den Monaten April und Mai. Das Gaststättengewerbe ist von den Lockdown-Maßnahmen insofern besonders betroffen, als dass es keine Nachholeffekte gibt, wie in anderen Branchen, oder wie Dirk Müller es in einem Interview drastisch zum Ausdruck brachte: „Gefre…. wird nur einmal!“

Eine neue Atmosphäre im Lokal

Es ist schon sehr befremdlich, wenn man vor abgesperrten Gastronomieräumen wartet, in Atemschutzmaske sich registrieren lässt, einen festen Platz zugewiesen bekommt, dort zwar zwangsläufig ohne Maske sich aufhalten kann aber dennoch von „vermummten“ Bedienungen versorgt wird und bei jedem Schritt vom Tisch weg, sofort wieder selbst das Unvermeidliche aufsetzen muss. Das erste Mal ist für jeden Restaurant- oder Biergartenbesucher so etwas wie ein kleiner Schock, wie ein Aufenthalt in einem Seuchengebiet, was man als Europäer nur aus Filmen kennt.

Deshalb kann auch nicht so schnell Normalität einkehren. Wie bekämpft man eine Pandemie? Indem man kontrollierte Panik erzeugt, durch ständige Warnungen und durch Bilder. Die Gegenwart von Gefahr und damit das Entstehen von Angst als urbiologischer Instinkt, der unser Überleben gesichert hat. Die Anwesenheit von Atemmasken steht symbolisch für die Bedrohung in der Coronakrise. Deshalb ist eine Rückkehr zur Normalität auch von solch einfachen Symbolen abhängig, aber ein Ende der Maskenpflicht könnte sich noch einen Monat hinziehen. Dies betrifft Gastronomie und den Handel.

Fazit

Die Coronakrise wird die Gastronomie noch eine zeitlang im Würgegriff haben und durch die Schutzmaßnahmen (Abstandsregeln, Mundschutz bei jeder Bewegung vom Tisch) alte und gewohnte Gästezahlen verhindern. Aber bei Betrachtung des Zeitpunkts der Umfrage sieht man auch eindeutig die Absicht des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga. Auch wenn es für viele Betriebe absolut überlebensnotwendig ist, war der Staat mit Stützungsgeldern noch nie so freigiebig wie zu Zeiten der Coronakrise. Man stellt deutschlandweit über eine Billion Euro an Stützungsmaßnahmen in Aussicht, ein Vielfaches früherer Rezessionen (z.B. 2009). Diese Phase gilt es zu nutzen, rechtzeitig.

Die Nöte der Gastronomie in der Coronakrise

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Arbeitsmarkt: Offizielle Daten zeigen vergleichbares Muster nach dem Absturz

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Arbeitsmarkt vor Erholung? Eingang eines Gebäudes der Arbeitsagentur

Wird sich der deutsche Arbeitsmarkt nach dem Corona-Desaster schnell wieder erholen? Verdammt nochmal, niemand weiß es mit 100 Prozent Gewissheit. Aber die Charts zum Arbeitsmarkt kann man aktuell übereinanderlegen mit Charts zum Geschäftsklima, zu den Exporten uvm. Es kommt immer ein vergleichbares Muster raus die letzten Tage. Für März und April ein brutaler Absturz, und jetzt aktuell ein kleiner Aufwärtshaken. Wie bei einem Börsencrash auch – erst der brutale Crash, dann eine kleine “technische” Aufwärtsreaktion. Dies hat noch gar nichts zu bedeuten. Nach einer kurzen Pause kann es weiter bergab gehen – oder es tritt eine langsame Erholung ein.

Die staatlichen Arbeitsmarktforscher sind nicht wirklich optimistisch. So sagen sie aktuell, dass das IAB-Arbeitsmarktbarometer im Mai gegenüber dem historischen Tiefststand im Vormonat um 0,4 Punkte gestiegen ist. Mit 93,8 Punkten weist der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aber noch immer auf eine deutliche Verschlechterung des Arbeitsmarkts in den nächsten Monaten hin. Der Einbruch am Arbeitsmarkt setzt sich fort, wenngleich nicht mehr mit derselben Dramatik wie in den letzten zwei Monaten. Die Talsohle ist noch nicht erreicht, so die IAB. Weitere Aussagen im Wortlaut:

Im Mai legte die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers gegenüber dem Vormonat um 0,4 Punkte auf 94,9 Punkte zu. Auch die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit erholte sich etwas und liegt nach einem Plus von ebenfalls 0,4 Punkten nun bei 92,7 Punkten. Ein Wert von unter 100 signalisiert eine Verschlechterung in den nächsten drei Monaten.

Die Wirtschaftskrise führt dazu, dass deutlich mehr Beschäftigungsverhältnisse beendet werden. Dennoch sei der Arbeitsmarkt vor der Covid-19-Pandemie wesentlich robuster geworden, erklärt Weber: „Derselbe Schock hätte vor 20 Jahren die Beschäftigung ins Bodenlose stürzen lassen. Das ist trotz der immensen Verwerfungen jetzt nicht zu erwarten“. Kritisch sei aber die eingebrochene Einstellungsbereitschaft: „Bei geringer Kapazitätsauslastung und immenser Unsicherheit sacken die Neueinstellungen ab. Das trifft vor allem Arbeitslose und Berufseinsteiger.“

IAB-Barometer für den Arbeitsmarkt

Auch ist eine heutige Veröffentlichung der IAB interessant mit einem Vergleich zu den Themen “Kurzarbeit, Entlassungen, Neueinstellungen”, wie es jetzt läuft, und wie es nach der Finanzkrise 2008 lief. Hier finden Sie den ganzen Text. Wir drucken hier nur diesen Chart der IAB ab, der die Kurzarbeit vergleicht zwischen heute und damals. Noch kann man aktuell ja die Anträge auf Kurzarbeit sehen und nicht, wieviele Arbeiter tatsächlich in Kurzarbeit gegangen sind. Aber bald wissen wir es genauer. Die tatsächliche Zahl wird um ein Vielfaches höher sein als damals!

Kurzarbeit steigt stark an

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Ölpreis vor Absturz? Überraschende Daten deuten Wende an!

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Beispielbild einer Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis steht womöglich davor abzustürzen. Und zwar aus zwei Gründen. Einer davon hat sich heute Nacht gezeigt. Der WTI-Ölpreis, der sich die ersten drei Tage der Woche recht stabil um die 34 Dollar halten konnte, begann gestern zu fallen, von 33,50 Dollar auf 31,16 Dollar heute Nacht im Tief. Aktuell notiert WTI bei 31,76 Dollar. Weitere Kursrückschläge sind heute und morgen möglich.

Ölpreis reagiert auf überraschende API-Daten – Achtung heute 17 Uhr

Gestern Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Öl in den USA veröffentlicht. Sie wurden mit -2,5 Millionen Barrels Veränderung im Wochenvergleich erwartet. Vermeldet wurden sie aber mit einem Anstieg der Lager um 8,7 Millionen Barrels. Also überraschend mehr Angebot, welches nicht von den Raffinerien verarbeitet wurde, sondern in den Lagern gebunkert wird. Dies sorgte direkt ab 22:30 Uhr für den weiteren Abrutscher im Ölpreis von 32,73 auf 31,16 Dollar um 1 Uhr heute früh. Heute um 17 Uhr folgen in den USA die staatlich ermittelten Lagerbestände. Wird dieser plötzliche Anstieg der Lagerbestände bestätigt, könnte der Ölpreis weiter abrutschen.

Dazu zwei Anmerkungen: In der Vergangenheit waren die API-Bestände meistens ein guter Indikator für die am nächsten Tag gemeldeten offiziellen Daten. Manchmal aber lagen sie auch völlig daneben. Also, man wird sehen heute um 17 Uhr! Und wichtig ist auch: Wir erwähnten die letzten zwei Wochen mehrmals die zahlreichen saudischen Mega-Tanker, die nach mehreren Wochen auf See an der US-Golfküste ankamen, aber mangels freier Kapazität an kleinen Umlade-Schiffen ihre Öl-Flut nicht an Land bringen konnten. Ist es heute soweit? Wird die Saudi-Flut heute in den staatlichen Lagerdaten sichtbar? Oder lag API falsch, und die wiederbelebte Öl-Nachfrage in den USA sorgt für Entspannung in den Lagerdaten? Der Ölpreis könnte mit einem heftigen Ausschlag reagieren.

Chinas Sicherheitsgesetz und die Folgen

Der Volkskongress in Peking hat vor wenigen Minuten wie erwartet das “Sicherheitsgesetz” für Hongkong verabschiedet. Damit droht nun wie von Donald Trump bereits angekündigt heute oder morgen eine US-Reaktion. In Form von Sanktionen gegen China? Verschärfter Handelskrieg, neue Zölle? Alles ist denkbar. Kommt es so, könnte dies die Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung und damit mehr Öl-Nachfrage abwürgen. Solche Nachrichten aus dem Weißen Haus könnten den Ölpreis noch heute, oder auch morgen weiter zum Abrutschen bringen. Also, Augen auf heute um 17 Uhr auf die Öl-Lager in den USA, und auf eine mögliche US-Reaktion auf das chinesische Sicherheitsgesetz für Hongkong!

Ölpreis Verlauf seit dem 1. April
WTI Ölpreis seit Anfang April. Korrektur angebracht nach dem kräftigen Anstieg?

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