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Solo-Selbständig? So viel Cash-Geschenk gibts vom Staat (mit Haken an der Sache)

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Solo-Selbständig? In Existenzangst? Geld soll es vom Staat geben

Sind Sie Solo-Selbständig oder ein Kleinst-Unternehmer? Dann können Sie sich jetzt ein paar tausend Euro Zuschuss beim Staat abholen. Wichtig: Dies ist kein Kredit, sondern ein Zuschuss, den man nicht zurückzahlen muss. Das hat die Bundesregierung heute bekanntgegeben. Also Soloselbständiger oder als Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten zahlt der Bund einmalig bis zu 9.000 Euro für 3 Monate. Für Selbstständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten gibt es eine Einmalzahlung von bis zu 15.000 Euro für 3 Monate. Wollen Sie das Geld haben, müssen Sie sich an die Regierung in Ihrem Bundesland wenden.

Wie immer steckt der Teufel im Detail. Erstens sollen Sie als Antragsteller wirtschaftliche Schwierigkeiten (Existenzbedrohung bzw. Liquiditätsengpass) infolge der Corona-Pandemie nachweisen! Und zweitens darf das jeweilige Unternehmen vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein, und der Schadenseintritt (rückläufige Umsätze) muss nach dem 11. März 2020 erfolgt sein. Tja, waren Sie vor März 2020 gesund als Unternehmer? Wo zieht man da die Grenze, und wie weist man das nach? Sind Sie in Liquiditätsnot, aber vielleicht noch nicht kaputt genug, um an dieses Geld zu kommen? Es wird mal wieder eine lustige bürokratische Angelegenheit um an diesen Zuschuss zukommen? Hier noch Aussagen vom Finanzministerium im Wortlaut:

Gerade Soloselbstständige, Kleinstunternehmer und kleine Familienbetriebe stehen durch die Corona-Krise schnell vor existentiellen Problemen. Während die Einnahmen wegbrechen, bleiben die laufenden Kosten wie Miet- oder Pachtkosten bestehen, Rücklagen sind schnell aufgebraucht und es besteht oft kein Zugang zu Krediten. Mit einem unbürokratischen Sofortprogramm stellen wir Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständigen und Angehörigen der Freien Berufe einmalige Soforthilfen zur Verfügung. Das soll insbesondere bei Miet- und Pachtkosten helfen sowie bei sonstigen Betriebskosten, z.B. Krediten für Betriebsräume oder Leasingraten. Sofern der Vermieter die Miete reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Ausgeführt wird dieses Programm über die Länder, die zudem oft eigene Hilfsprogramme aufgelegt haben, die kombiniert werden können. Der Bund stellt für diese Soforthilfe 50 Milliarden Euro bereit. Außerdem werden die Insolvenzregeln geändert. Wer aufgrund von Corona in den nächsten Monaten in Zahlungsschwierigkeiten gerät, muss vorerst keine Insolvenz anmelden.

34 Kommentare

34 Comments

  1. Avatar

    Michael

    23. März 2020 19:39 at 19:39

    Sehr geehrter Herr Kummerfeld,
    wie schon Ihr verlinkter Artikel im Link selbst zeigt, ist diese Info 4 Tage alt (…/2020-03-19-Milliardenhilfe-fuer-alle.html). Warum verweisen und berichten Sie nicht über aktuelle Fakten? Als Social-Media-Befeuerer und Klick-Pusher sollten Sie doch dennoch und gerade jetzt Fakten vor Klickzahlen stellen.

    Nach aktuellem Stand des vorläufigen Entwurfes einer Absichtserklärung auf Papier muss man erst einmal gar nichts nachweisen. Erst einmal ist das alles ein Eckpapier, das am Mittwoch als Gesetzentwurf verabschiedet und am Freitag von den Ländern verfiziert werden soll. So Super-Krisen-Kaiser Söder hoffentlich mitspielen möge.

    Nach derzeitigem Entwurf heißt es einfach, eine eidesstattliche Erklärung zu den von Ihnen genannten Punkten abgeben: Folgen der Corona-Pandemie, Schadenseintritt etc. Geprüft wird später. Vermutlich viel, viel später und nur sehr stichprobenartig. Und die spätere Prüfung ist auch richtig so, denn warum sollen Profiteure der Corona-Krise, die es ebenfalls zuhauf gibt, auch noch von Nothilfen profitieren?

    Es wird mal wieder eine lustige bürokratische Angelegenheit um an diesen Zuschuss zukommen? Ich denke nicht, dass es erst einmal eine lustige bürokratische Angelegenheit wird, sondern eine, wie immer, frustrierend technische. Überlastete Server, nicht zu identifizierende Adressaten, chaotisch-verblödete Antragsteller mit 100-fachen Anfragen nach spätestens einem Tag, ein wie immer übliches Versagen der sog. modernen elektronischen Kommunikationswege.

    • Avatar

      Peter Klement

      25. März 2020 06:46 at 06:46

      Dies betrifft natürlich den gesamtartikel

  2. Avatar

    schwarze_pille

    23. März 2020 20:30 at 20:30

    Mein Großonkel hat mir mal erklärt was „selbstständig“ bedeutet. „Selbst“ und „ständig“.

    • Avatar

      BrettonWood

      24. März 2020 08:22 at 08:22

      Und als Bürger haften bzw Bürgen Sie für den ganzen Dreck auch noch…und die Afrikaner
      Meine Sie sollen nach Europa flüchten…

      In Europa muss man entweder Mrd sein oder Sozialhilfeempfänger alle anderen werden gefickt

      • Avatar

        Daniel

        25. März 2020 21:49 at 21:49

        nun wirst du verstehen warum Afrikaner flüchten. du bekommst mindestens was von der Staat. Afrika wird seit langer zeit von Europa ausgenutzt und die Menschen bekommen nichts. Die Menschen in Afrika haften und Bürgen seit langem für Mrd und für SHE Europa

  3. Avatar

    BrettonWood

    24. März 2020 08:20 at 08:20

    Typisch Europäische Staaten, die Banken hat man mit 100 Mrd ohne wenn und aber gerettet, in der Schweiz gibts eine ähnlich idiotische Regelung, zeogt einuig und alleine wie Ahnungslos unsere Politiker von der Wirtschaft sind. Bei uns bekommt ein direkt betroffener (also ein Coiffeur zB) der behördlich geschlossen wurde maximal 3300 (was der Höhe der Spuialhilfe in der Schweiz entspricht, also Hartz4 bei euch) das gilt aber nur für diese, die Selbständige Reinigungskraft die da Fitnessstudio reinigt geht leer aus, auch der Treuhänder und alle die ebenfalls direkte mindereinnahmen haben.

    Viele haben schon höhere Kosten als 3300, von was Sie leben sollen, Dreck? Liebe & Luft? Ich könnte KOTZEN….32 Mrd für 10‘000 von Unternehmen aber 60
    mrd für die UBS damit diese u.a. Die Bonis noch ausschütten konnte….

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    Beate Van der Linden

    24. März 2020 10:31 at 10:31

    ICH HÖHRE NUR ANTRÄGE, ABER KEINER WEISS BESCHEID WO MAN SIE STELLEN KANN. UNBÜROKRATISCH GEHT SCHON MAL GARNICHT, DIE BANKEN WOLLEN ERSTMAL BILANZEN SEHEN. UNSER LAND NRW. HAT KEINEN PLAN.
    MEIN BETRIEB STEHT VOR DEM AUS.

    • Avatar

      Lausi

      25. März 2020 18:32 at 18:32

      Versuchen Sie sich derweilen mit Puts über Wasser zu halten. ;-)

      • Avatar

        Segler

        25. März 2020 21:13 at 21:13

        Hallo Lausi,
        Put – Put – Put ..Der halbe Blog redet immerzu von Put kaufen.
        Ich könnte da Flöhe kriegen.
        Ja, in der Theorie hört sich das toll an. Es zeigt aber, dass die meisten völlig unrealistisch sind und von der Materie kaum einen Schimmer haben, wenn es um tatsächliche Anwendung geht.
        Die Volatilität ist noch immer exorbitant. Das heisst, die Prämien für diese Absicherungen sind extrem !
        Beispiel:
        Ein Put am Strike 1525 im S&P mit 86 Tagen Restlaufzeit kostet Dich satte Tausend Dollar !
        Etwas Statistik:
        1525 liegt an der Dritten Standardabweichung.
        Mithin ist umgerechnet die Wahrscheinlichkeit, dass der Strikepreis erreicht wird kleiner als 0.3 Prozent.
        Anders formuliert: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,7 Prozent verlierst Du Deinen Einsatz !!
        Damit hättest Du nicht einmal einen Gewinn gemacht, sondern „nur“ Deine 1000 Dollar verloren. Du wärst bestenfalls bei einem Indexstand von 1500 gerade mal break even.
        Nehmen wir eine Wahrscheinlickeit von 25 % an, dann sind wir beim Strike 2200.
        Dieser kostet Dich ca. 5500 Dollar. Am Ende der Laufzeit wärst Du frühestes ‚break even‘ wenn der S&P am nächsten Verfall im Juni bei 2100 valutiert.
        Vollends katastrophal werden die Berechnungen, wenn man Options-SCHEINE in Betracht zieht. Die Intransparenz derartiger Handelsvehikel gepaart mit der totalen Abhängigkeit vom Goodwill eines Emittenden, der seine Kurse stellen kann, wie er gerade lustig ist, schreit zum Himmel.
        Und ob er überhaupt in kritischen Zeiten Kurse stellt und noch dazu willens und in der Lage ist, die Scheine zu handeln steht vielfach in den Sternen.
        Selbst die hier in der Schweiz so renommierte Swissquote gibt in dieser Hinsicht ein Bild des Jammers ab.
        Wenn schon „Absichern“ dann VOR einem Downmove !
        Wer mit Puts versucht inmitten eines Bärenmarktes abzusichern, der zahlt irrsinnige Prämien. Absichern geht trotzdem, aber doch bitte nicht mit solchen Instrumenten wie völlig überpreiste Puts !
        Entweder man geht entsprechend des Umfangs seines Aktiendepots mit der passenden Anzahl Futures direktional short oder man kauft die entsprechende Anzahl VXX.
        Alle drei Varianten bedingen ein ständiges Monitoring, insbesondere der Volatilität.
        Eines funktioniert in solchen Märkten definitiv NICHT: Charttechnik !
        Die gute Nachricht: Es gibt hervorragende Indikatoren, die einen „Boden“ anzeigen.
        Über das Thema hatte ich mich bereits in mehreren Beiträgen geäussert.
        Will aber keiner lesen, geschweige denn glauben.
        Viel Spass noch beim Put-Kaufen ;-)
        Liebe Grüsse

        • Avatar

          Michael

          25. März 2020 22:21 at 22:21

          @Segler, putt putt putt, die flohverseuchten Hühner wollen angelockt werden.
          Ein Put am Strike in der dritten Standardabweichung beim break even valutiert die Intransparenz derartiger Handelsvehikel am Goodwill eines Emittenden 😂 🧐

          Ich bin mir sicher, das hilft im Kontext des Artikels zur Soforthilfe Solo-Selbständiger jedem Individuum in der Zielgruppe sofort einen großen Schritt weiter.

          Sind Sie Zyniker ob der Bedenken von Frau von der Linden, die da einen Hilfeschrei in Versalien losgelassen hat: MEIN BETRIEB STEHT VOR DEM AUS.

          • Avatar

            Segler

            26. März 2020 00:36 at 00:36

            Ach Gottchen – wie dramatisch !!!
            Sorry – auch mein Betrieb steht still – mindestens acht Wochen, womöglich länger.
            Auch ich habe zahlreiche Angestellte
            Auch bei mir laufen die Kosten weiter.

            Ihre Frau von der Dingenskirchen ist doch ein Fake !
            Und wenn sie real ist, dann gehört sie – sorry für meine klaren Worte – baldmöglichst ins Aus.
            Glauben Sie wirklich, dass jemand mit Verantwortung für sich und seine Angestellten und seine Firma in einem Internet-Blog die Jammerleier dudelt, auch nur ansatzweise geeignet ist, verantwortungsvoll eine Firma zu führen ?
            Nein – Angesichts der aktuellen Herausforderung heisst es:
            Chef-Stärke zeigen !!
            Formulare ausfüllen
            Das Team zusammenschweissen
            Herausforderung annehmen
            Chancen erkennen !
            Arschbacken zusammenkneifen
            Mit Zynismus hat das gar nichts zu tun
            Eher mit realistischer Einschätzung und 35 Jahren Erfahrung als Unternehmer und Selbständiger
            Lieber Michael,
            Ich habe meine Zeilen an Lausi adressiert –
            Nicht an irgendeine Fake Adresse, die vorgibt, selbständig zu sein und in Grossbuchstaben auf Mitleidstour macht
            Typisch Deutsch. Jammern !
            Vielleicht verstehen Sie, warum ich damals nach Andalusien und später in die Schweiz gegangen bin.
            Ich war das verdammte Jammern leid.

            Und ich war diese gottverdammten Beamten und all diese Pseudo-Beamten leid, die ihre Aufgabe darin gesehen haben, uns Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
            Industrie-und Handelskammer ..
            Finanzamts-Pappnasen,
            .. lassen wir es dabei bewenden.
            Eins dürfen Sie mir glauben, lieber Michael –
            Meine Erlebnisse mit der Bürokratie füllen Bücher.
            Ich bin nicht der einzige Unternehmer und Arzt, der das Land – dieses mittlerweile tief heruntergekommene Jammerland – verlassen hat.
            Aus gutem Grund
            Gute Nacht

          • Avatar

            Dr. Gleiter

            26. März 2020 10:30 at 10:30

            @Segler, ach so, und ich war mir sicher, schon mindestens 10x gelesen zu haben, Sie seinen Arzt?! Welcher Arzt muss denn seine Praxis wegen Corona schließen? Ein Schönheits-Chirurg mit einer Schönheitsklinik für ästhetische und plastische Chirurgie?

        • Avatar

          Lausi

          25. März 2020 23:30 at 23:30

          Hallo Segler,
          meine Bemerkung war nicht ganz ernst gemeint, wie man vielleicht erkennen kann, und von staatlichen Hilfszahlungen habe ich herzlich wenig Ahnung. Nichts desto trotz wünsche ich Frau van der Linden natürlich das Beste.

          Ich gehe auch davon aus, dass der Down-Move vorerst beendet ist, und jetzt erstmal steigende Kurse angesagt sind. Markus Koch hat heute ein ganz interessantes Video dazu gemacht (für dich wahrscheinlich nichts Neues).

          Die große Frage ist natürlich, wie es in ein paar Wochen/Monaten aussehen wird. Geht’s dann richtig in den Keller, oder werden die Tiefs von dieser Woche nicht mehr unterboten? Ich bin da eher pessimistisch als optimistisch.

          Was die Spekulations- und Anlage-Möglichkeiten für den unbedarften Klein-Investor betrifft: Abgesehen von Optionsscheinen gibt es ja noch die k.o.-Scheine und CFD’s. Da dürfte die Volatilität nicht so eine große Rolle, allerdings hat man dabei einen stetigen nicht unerheblichen Zeitverlust.

          • Avatar

            Segler

            26. März 2020 11:46 at 11:46

            Guten Morgen Kollege Gleiter,
            Ich hatte von „Stillstand“ gesprochen, nicht von „Schliessen der Praxis“.
            Nach wie vor sind wir für unsere Patienten da. Allerdings nur für dringliche, unaufschiebbare Behandlungen, deren Unterlassung zu gravierenden Folgeproblemen für den Gesamtorganismus führen kann.
            Auch diese nur bei ansonsten symptomlosen Patienten und auch nur jene, ohne „Vorerkrankungen“, Immunsuppression etc.
            Dafür haben wir jetzt Zeit für all jenes, was „man schon immer machen wollte“.
            Das Archiv ausmisten, Röntgenfotos digitalisieren, den neuen Server installieren,
            Kühlschränke abtauen und putzen, Webinar-Fortbildungen anschauen,
            endlich Zeit, um jene Artikel zu lesen, die man immer schon lesen wollte und den Stapel an Fachzeitschriften abarbeiten.
            Ja – es bleibt sogar Zeit, tagsüber einen Beitrag in einem Internet Blog zu schreiben. Luxus pur :-)
            Insofern habe ich mich mit dem Begriff „Stillstand“ übertrieben ausgedrückt.
            Mit Ihrer Vermutung liegen Sie übrigens nicht so ganz falsch: Stichwort „Marbella“
            Ist aber schon eine Weile her.
            Liebe Grüsse
            und bleiben sie gesund

  5. Avatar

    Wahl, Joachim

    24. März 2020 20:43 at 20:43

    und vor wenigen Monaten hat Merkel den Indern 6 Mrd.Euro zugesagt, damit die elektrisch fahren können. Wahrscheinlich werden dort noch die letzten Elektrostecker getestet…

  6. Avatar

    Peter Klement

    25. März 2020 06:48 at 06:48

    Sie schreiben als ob das ein abgreifen von Geldern vom Staat wäre.

    Dabei geht es hier um essentielle Hilfen für die wirklich Betroffenen.

    Geht es ihnen gut sollten sie die Finger von dem Geld lassen und es denen lassen die es wirklich brauchen.

    Die bürokratischen Hürden muss es mal wieder geben da sonst jeder selbstsüchtige ohne jegliches Solidaritätsdenken sich einfach nur bereichern will.

    Also nach dem Motto einer für alle und alle für einen.

    Lässt das Geld denen die es ernsthaft benötigen und bereichert euch nicht auf Kosten aller Steuerzahler unnötig

    Peter Klement

  7. Avatar

    Sebnem Bahcuvan

    25. März 2020 11:42 at 11:42

    Als allein Unternehmer wüsste ich auch nicht was ich zumachen habe.Bin mit meine Nerven am Ende habe seid einem Jahr mein Betrieb da ich nicht älter als 3j.bin,trifft mir nicht zu.
    Was muss ich machen ?
    Welche Unterlagen soll ich per online schicken?
    An wem??

    :((((((

    • Avatar

      Michael

      25. März 2020 12:09 at 12:09

      @Sebnem Bahcuvan,
      was meinen Sie damit, dass Sie nicht älter als 3 Jahre sind? 👶

      Die Soforthilfen für Solo-Selbständige sind unabhängig von Branche und Gründungsalter. Wollen Sie einen Kredit oder die Soforthilfe?

      Letztere wird heute im Bundestag beraten und (hoffentlich) beschlossen. Dann muss am Freitag der Bundesrat zustimmen. Spätestens dann sollte man langsam erfahren, wo das Antragsformular zu finden ist und wohin man dieses schicken soll. Nach jetzigen Informationen wird das Ganze über Ihr Bundesland oder sogar die Stadt/Gemeinde abgewickelt.

      Ja nachdem, in welchem Bundesland Sie Ihr Unternehmen gemeldet haben, gibt es dort evtl. schon seit einiger Zeit Soforthilfen, Antragsformulare und Adressen, wohin diese zu senden sind.

  8. Avatar

    Karin

    25. März 2020 17:57 at 17:57

    Sehr geehrter Herr Klement,

    „bürokratische Hürden“ muss es geben wegen der Selbstsüchtigen. Da mögen sie grundsätzlich Recht haben, wenn man aber als selbständiger Mittelständler, Kleinstunternehmer, Solo-Selbststädiger absolut unverschuldet in diese Situation gerät, frag ich mich, warum man den Antrag nur dann stellen kann wenn zuvor jegliches liquide Privatvermögen aufgebraucht sein muss und ich dass dann auch noch an Eidesstatt versichern muss. Antragsberechtigt ist man nämlich nur wenn das nachweislich der Fall ist. Nachzulesen auf der Seite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Erste Version waren 5.000,00 EUR für bis zu 5 Beschäftigte. Davon kann man im Raum München – je nach Branche – noch nicht mal einen Angestellten bezahlen. Warum es diese bürokratischen Hürden grundsätzlich nur beim rechtschaffenen Bayern, Württemberger, Franken, Nordrheinwestphalen….usw. gibt ist mir mittlerweile völlig schleierhaft.

    Freundliche Grüße

    • Avatar

      Michael

      25. März 2020 21:00 at 21:00

      @Karin
      Dass man an Eides Statt versichern muss, wegen der Corona-Krise und/oder Maßnahmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten zu sein, ist für meinen Geschmack völlig in Ordnung. Es gibt auch Profiteure und viele Trittbrettfahrer. Sie müssen nur versichern, nicht mordsmäßig begründen! Eine spätere stichprobenmäßige Prüfung natürlich völlig zurecht vorbehalten.

      Dass Krisen-Meister Söder mit der üblichen Leistungs- und Misstrauens-Keule in Bayern als einziges Bundesland an das hart ersparte Privatvermögen kleiner Unternehmer geht, ist erfahrungsgemäß nicht weiter verwunderlich. In diesem Fall ist dies jedoch in der Tat zusehends bedenklich bzw. diskutabel im Rahmen schneller, einfacher, unbürokratischer Lösungen (typisch CSU wäre eine wesentlich höhere Milliardenhilfe für BMW oder Audi von heute auf morgen). Denn je nach Höhe des Privatvermögens mag dieser Passus zutreffend sein, bei ein paar Notkröten EUR auf dem Girokonto zum Ausgleich fälliger Verbindlichkeiten am Monatsende in wenigen Tagen jedoch eher fatal und ungerecht.

      Warten Sie auf das Hilfsprogramm des Bundes, das leider über die Länder und somit Söder und seine „Unbürokraten“ abgewickelt wird. Hierbei gelten keine bayerischen Alleingänge. Ich hoffe, Sie haben bisher auf bayerische „Soforthilfen“ verzichtet?! Hier gab es bisher seit der populistischen Bayern-First-Werbemaßnahme 150.000 „unbürokratische“ Anträge mit einem Volumen von 750 Millionen, bei einem insgesamt erwarteten Gesamtvolumen von 1,1 Milliarden. Ausbezahlt wurden derweil etwas über 50 Millionen!!! Sensationell schnell und unbürokratische 7% in einer Woche!
      https://www.stmwi.bayern.de/presse/pressemeldungen/pressemeldung/pm/43323/

      Die Förderrichtlinie zu der Soforthilfe des Bundes und das Antragsformular werden derzeit ausgearbeitet. Sie stehen voraussichtlich in der Woche vom 29. März zu Verfügung. Auch wurde noch nicht bekanntgegeben, wo die Anträge final zu stellen sind.

      Das sind leider aktuelle News zu politischen Hochgeschwindigkeitsentscheidungen.
      Ab dem Tag der Bekanntgabe des Antragsformulares und des entsprechenden Adressaten werden wir Digitalisierung 4.0 live erleben 😂😂😂

    • Avatar

      Peter Klement

      25. März 2020 21:06 at 21:06

      Hallo Karin,
      ich bin komplett bei dir.
      Ich bin selbst selbständig mit einem einzelunternehmen und einer zweiten Firma GmbH.

      Wir haben gut gewirtschaftet vorallem mit der GmbH die noch ein startup ist.

      Nun muss ich auch meine mühsam erarbeitete Liquidität quasi wieder opfern.

      Aber ich sehe das so.

      Wie haben nun vor die Zeit kreativ und zielführend zu nutzen sowie finanziell möglich für uns um nicht als überlebende sondern als Gewinner aus dieser für alle schweren Zeit zu gehen.

      Viele Grüße in die Landeshauptstadt

      Peter

  9. Avatar

    Lars

    25. März 2020 18:57 at 18:57

    Ganz einfach, weil sie selbstständig sind und sie selbständig auch in Krisen überbrücken müssen so wie Arbeitnehmer dies auch müssen. Wenn sie nicht mehr in der Lage sind hilft der Staat. Der Staat kann ja nun auch nichts dafür. Also auf die Schuldfrage kommt es hier nicht an.

    • Avatar

      Lars

      25. März 2020 21:45 at 21:45

      @Lars, Ihnen ist hoffentlich bekannt, dass Solo-Selbständige Ihre Krankenversicherung und Rentenversicherung, ihre Berufsunfähigkeitsvorsorge und einiges mehr aus dem dürftigen Gewinnen selbst und ständig finanzieren müssen? Kein Staat hilft normalerweise einem kleinen Selbstständigen, ganz im Gegenteil greifen hier die Finanzbehörden ab, wann und was immer irgendwie im Rahmen des Möglichen ist.

      Bei Arbeitnehmern hilft und zahlt seit jeher der Staat und Arbeitgeber, direkt oder indirekt. Bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Urlaub. Was auch gut und richtig ist. Aber ohne Solo-Selbständige gibt es bald keine billigen Döner, keine hübschen Frisuren und Rasuren, keine Handyreparaturen, keine Opern, Bürgerfeste uvm.
      Kleine lokale Bäcker, Metzger, Kneipen, Cafés, Boutiquen, Künstler, Designer und viele mehr kämpfen seit jeher um ihre Existenz. Und aktuell kämpfen sie um ihre Existenz.

      Wenn Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage sind hilft der Staat. Sehr richtig bemerkt, gleiches Recht für alle.

      • Avatar

        Lars

        29. März 2020 16:47 at 16:47

        Genau wenn der Selbständige kein Geld mehr hat, soll der Staat natürlich helfen. Aber eben darum ging es mir ja, solange Sie Geld haben müssen Sie dies nutzen. Das ist eben das Unternehmerische Risiko was man als selbständiger eingeht. Ein Arbeitnehmer muss eben auch erst sein Vermögen auf verbrauchen. Ich finde es schwierig, dass jetzt jeder Unternehmer nach Geld schreit. Natürlich verstehen ich die Lage und finde es richtig, dass der Staat hilft, aber eben erst dann wenn es nicht anders geht.

      • Avatar

        Lars

        29. März 2020 17:04 at 17:04

        Und zum Arbeitnehmer, dieser bekommt nichts geschenkt. Er muss das Geld für Urlaub Krankenkasse und alles andere erst mal einnehmen damit der Arbeitgeber das Geld hat. Würde der Arbeitnehmer dieses Geld nicht einnehmen könnte der Arbeitgeber dies nicht bezahlen. Also die Leistungen liegen hier auch nur bei dem Arbeitnehmer, dieser muss für 3 arbeiten, Arbeitgeber, Staat und sich selber.

  10. Avatar

    Hans Solo

    29. März 2020 13:06 at 13:06

    Es ist jetzt eine Woche vergangen. Und das Programm hat sich in der Tat als einfach und unbürokratisch erwiesen: Die Länder ringen „mit Hochdruck daran, die Modalitäten mit der Bundesregierung abzustimmen“. Es gibt noch immer keine einfachen Online-Formulare, eine Antragstellung ist derzeit noch nicht möglich (rühmliche Ausnahme: NRW). Einfacher und unbürokratischer geht es kaum.

    Zudem hat sich herauskristallisiert, dass ein Großteil der Solo-Selbständigen gar nicht unter das Schutzprogramm fällt. Dieses deckt nämlich nur laufende betriebliche Kosten ab, welche bei vielen keine Relevanz besitzen. So hat der Fotograf oder der Dolmetscher oft nur ein häusliches Arbeitszimmer, Kamera und Computer sind längst abbezahlt. Typischerweise bestreiten Solo-Selbständige mehr schlecht als recht ihren Lebensunterhalt, ihre Mietkosten, ihre privaten Vorsorgeaufwendungen aus dem Umsätzen bzw. Gewinnen.

    Und genau hier greifen die Hilfsprogramme nicht: „Die Soforthilfen sind nicht darauf ausgerichtet, den ausfallenden Gewinn zu ersetzen, mit dem der Lebensunterhalt bestritten wird. In diesem Fall ist nicht Ihr Betrieb, sondern Ihre (private) wirtschaftliche Existenz gefährdet“. Was bleibt, ist der „Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II), insbesondere dem Arbeitslosengeld II“.

    Ganz einfach! Und unbürokratisch.

    • Avatar

      Lars

      29. März 2020 16:54 at 16:54

      Also bekommen Sie doch Hilfe, spielt es eine Rolle wie diese heißt? Ist Ihnen Hartz 4 nicht genug? Soll der Staat Ihnen fürs momentan nichts tun mehr bezahlen als anderen?

      • Avatar

        Lars

        29. März 2020 19:28 at 19:28

        @Lars, er kritisiert doch nur, dass Solo-Selbständige wochenlang an der Nase herumgeführt und auf ein Hilfsprogramm vertröstet wurden, dass jetzt gar nicht für sie greift. Zudem stellen sich die nächsten Fragen und Ungewissheiten ein. Sind durch Hartz IV in diesen vorübergehenden Ausnahmefällen bestehende private Renten- und Krankenversicherungen abgedeckt oder müssen diese gekündigt bzw. stillgelegt werden? Falls ja, würde dies massive Nachteile und Ungerechtigkeiten mit sich bringen.

        • Avatar

          Lars

          30. März 2020 10:28 at 10:28

          Also in Hartz 4 sind Krankenversicherung abgesichert. Es sind zurzeit Ausnahme Situationen für alle und jeder muss gerade schauen. Laut Regelungen die jetzt kommen kann man Zahlungen einstellen und später bezahlen ohne Konsequenzen. Es wird ja schon versucht was zu tun, aber zurzeit sind andere Prioritäten, Menschen leben zu reden und das Virus zu verlangsamen. Ich sehe 2 Typen von selbständigen, die die kreativ werden und die die rum heulen. Es läuft nicht mal 2 Wochen.

          • Avatar

            Hans Solo

            30. März 2020 11:22 at 11:22

            Menschenleben werden von Ärzten und unterbezahlten Pflegern gerettet, nicht von Politikern.

            Kreativ zeigen sich in der Zwischenzeit Firmen wie Deichmann oder Adidas, die ihre Mieten nicht bezahlen und gleichzeitig vom Bund fordern, das für sie zu übernehmen. Soviel zum Thema Zahlungen einstellen ohne Konsequenzen. Wer garantiert, dass keine Konsequenzen, wie eine Kündigung der PKV oder eine Verweigerung evtl. Behandlungskosten eintreten? Oder massive Nachteile bei der PRV? Auch hier gibt es außer Lippenbekenntnissen und Ankündigungen nichts, auf das man sich rechtsverbindlich verlassen könnte.

            Und was heißt „Es läuft nicht mal 2 Wochen“? Es läuft überhaupt nicht, es gibt mit wenigen Ausnahmen noch nicht mal Antragsformulare. Vielmehr wird es zusehends chaotischer. Außer in NRW, wo tatsächlich unbürokratisch noch nicht einmal nach der Höhe des vermutlich entstehenden Schadens gefragt wird. Wer soll das auch im voraus wissen? In Berlin gibt es explizit eine Soforthilfe-Entschädigung für Verdienstausfall, sogar zusätzlich in Addition zum Bundesprogramm. In anderen Ländern heißt es sinngemäß seit 2 Wochen, „eine Antragstellung ist derzeit noch nicht möglich. Sobald die Antragstellung Ende dieser bzw. Anfang nächster Woche [das wäre vor einer Woche gewesen] möglich ist, finden Sie alle Informationen dazu auf dieser Seite“.

            Der Bund ließ zwischenzeitlich verlautbaren, „Wir haben dieses Programm in einem Kraftakt innerhalb weniger Tage an den Start gebracht. In einer solchen Situation bleibt es nicht aus, dass auch nach Programmstart Eckpunkte nachgeschärft, Unklarheiten beseitigt oder Auslegungsfragen geklärt werden müssen“.

            Alles in allem weiß noch immer kaum jemand, ob er nun Hartz IV beantragen oder auf das Bundesprogramm warten soll. Und sitzt derweil ganz kreativ seit 3 Wochen vor leeren Auftragsbüchern, während gerade im Moment die monatlichen 3000 EUR an laufenden Kosten abgebucht werden.

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            Lars

            30. März 2020 11:41 at 11:41

            Der genannte Dolmetscher könnte kreativ werden und das babylonische Sprachgewirr zwischen Bund und Ländern auflösen. Der Fotograf könnte die geschlossenen Läden seiner ehemaligen Kunden fotografieren und hochauflösende Bilder an die Soforthilfe-Helden schicken, um die taumelnde IT-Struktur endgültig ins Nirwana zu befördern.

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        Hans Solo

        2. April 2020 00:30 at 00:30

        Lieber Lars, leider keine Hilfe, egal, wie die heißt. Alles wäre schön und genug, wenn es nur etwas wäre. Aber es ist genau, wie erwartet: Die bayerische CSU ist im landestypischen Sportfahrzeug-Tempo einmal mehr aktionistisch mit Vollgas vorgeprescht. Kein Wunder, es standen ja auch die Kommunal- und dazugehörigen Stichwahlen im Erfolgsländchen an. In doppelter Verantwortung als federführender Ministerpräsident im Bundesrat und lokaler Wahlkampfmeister waren Herrn Söders neuronale Bahnen offensichtlich sinnlos überfordert.

        100.000e von Antragstellern gingen davon aus, dass Liquiditätsengpässe eines bedeuten: Ein Engpass an Liquidität. Was für Solo-Selbständige einzig und allein eines bedeutet: Ich kann die Krankenversicherung, die Rentenversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung, den Einkauf von Lebensmitteln und Hygieneartikeln, Wohnung, Strom, Telefon und Internet nicht mehr bezahlen.

        Das Super-Soforthilfe-Programm für Kleinunternehmer und Solo-Selbständige hatte vergessen, das der Fotograf, der Grafikdesigner, der Dolmetscher, der Coach, der Programmierer kaum laufende Betriebsausgaben hat. Dass seine Einnahmen und Gewinne einzig seinem Lebensunterhalt dienen.

        Nun müssen 100.000e sogar befürchten, dass sie Subventionsbetrug begangen haben. Ich habe heute endlich eine erste wunderbare Klarstellung gefunden:
        Einzelunternehmer bestreiten Ihren Lebensunterhalt durch Entnahmen aus der Kasse. Da hier keine Fixkosten für Lohn oder Gehalt als anfallende Kosten existieren, kann dies bei der Soforthilfe nicht berücksichtigt werden.
        Dürfte oder könnte man sich also ein fixes Gehalt zahlen, würde dieses auch berücksichtigt. Da man aber „aus der Kasse“ lebt, die auf Null gesunken ist, gibt es auch keine Hilfen.

        Mein tägliches Telefonat mit der IHK hat ergeben, dass sogar die landkreisweiten Jobcenter bei ihnen anrufen, weil sie keine Ahnung haben, wie sie die Situation handhaben sollen. Inzwischen wurden sinnlose vereinfachte Anträge auf Hartz IV online gestellt, die morgen vermutlich schon wieder obsolet sein dürften.
        https://con.arbeitsagentur.de/prod/cmsportal/marketing/corona-grundsicherung/
        https://www.arbeitsagentur.de/datei/ba146399.pdf
        https://www.arbeitsagentur.de/datei/vereinfachte-anlage-kas_ba146400.pdf

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      Edgar

      29. März 2020 17:25 at 17:25

      Das ist leider richtig. Die Sesselfurzer waren nicht in der Lage, einfachste Eckpunkte korrekt zu kommunizieren. So hieß es vollmundig (passt zum Wirtschaftsminister): „ Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden ist, um z. B. laufende Verpflichtungen zu zahlen“. Zu erwähnen vergessen hatte man das Wörtchen „betriebliche“, also laufende betriebliche Verpflichtungen.

      Zig-tausende Solo-Selbständige haben an Eides statt versichert, korrekte Angaben gemacht zu haben, leider dummerweise in dem Glauben, dass sich die laufenden Verpflichtungen auf ihren Lebensunterhalt beziehen (andere Verpflichtungen fallen in dieser Gruppe nicht oder kaum an). Somit haben sie Subventionsbetrug begangen. Und zum weiteren Unglück haben sie auch noch im Glauben an eine einfache, schnelle und unkomplizierte Hilfsmaßnahme versäumt, in den vergangenen drei Wochen ihren Antrag auf Hartz IV zu stellen.

      Auf Politikerseite hat man sich dagegen vor wenigen Stunden gerühmt, im Rekordtempo soeben das Maßnahmepaket „scharf geschaltet“ zu haben, damit keiner in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät. Detaillierte Eckpunkte und Erläuterungen sucht man noch wie vor vergeblich…

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      Lars

      30. März 2020 21:17 at 21:17

      Das mit Adidas ist wirklich dreist. Wie gesagt können Sie per Gesetzgeber jetzt Zahlungen einstellen, wenn Sie durch corona in Schwierigkeiten geraden sind. Diese Zahlungen müssen später geleistet werden. Jetzt muss eben erst mal denen geholfen werden die gar nichts mehr haben und dies durch corona verursacht wurde.

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Immobilien: Nach der Coronakrise wird es einen Gewinner geben!

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Mieter von gewerblichen Immobilien sind wohl die Gewinner nach der Krise

Alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft sind derzeit von der Coronakrise betroffen, so auch die Immobilien. So hört man die letzten Tage, dass zahlreiche gewerbliche Großmieter wie Adidas, Deichmann und Co einfach Mietzahlungen für ihre Ladengeschäfte aussetzen. Aber wie wird die Lage bei Immobilien nach der Coronakrise aussehen? Wird alles weitergehen wie bisher? Ich möchte hier ein Szenario besprechen, dass nicht mit hundertprozentiger Garantie so eintreten muss. Aber die im folgenden Text beschriebene Auswirkung der Coronakrise auf die Branche scheint mir logisch.

Die Lage am Markt für Immobilien wird sich nach der Krise ändern

Bislang war es so: Die Eigentümer von Immobilien waren die Gewinner. Egal ob gewerblich oder privat, wer besitzt und vermietet, konnte jahrelang immer höhere Mieten kassieren. Und die jahrelange Flutung der Märkte mit Notenbankgeld und die abgeschafften Zinsen trieben Assets wie Aktien und Immobilien immer weiter nach oben. Die Käufer von Wohnungen und Projektentwickler von Gewerbeimmobilien mussten immer höhere Grundstückspreise und Erstellungskosten zahlen – und waren somit gezwungen die Mietpreise immer weiter hochzuschrauben, wenn sie denn noch eine nennenswerte Rendite auf ihren Kapitaleinsatz erzielen wollten. Aber jetzt wird sich einiges ändern. Womöglich nicht für private Mieter.

Aber die Mieter von Gewerbeimmobilien im Bereich Einzelhandel und in der Gastronomie, die werden nach der Coronakrise die großen Gewinner sein. Natürlich meine ich diejenigen Mieter, die diese aktuelle Durststrecke finanziell überleben werden, und auch danach ihre Cafes, Restaurants und Bekleidungsgeschäfte weiter betreiben. Bisher war es so: Der Immobilien-Eigentümer konnte bei Auslauf des Mietvertrags für den nachfolgenden Zeitraum stets kräftige Mietpreissteigerungen verlangen. Aber was passiert jetzt? Selbst nach gigantischen Rettungspaketen und KfW-Kreditprogrammen werden zahlreiche Gastronomen und Bekleidungsgeschäfte nicht überleben. By the way… viele kleine Unternehmer werden diese Kredite wohl gar nicht erhalten (mehr dazu hier). Entweder gehen zahlreiche Unternehmer in den nächsten Monaten pleite, oder dank der KfW-Kredite werden sie vielleicht erst in einem Jahr überschuldet aufgeben und ihren Laden dicht machen.

Angebot und Nachfrage

Dadurch, dass zahlreiche dieser Mieter aus dem Markt ausscheiden, verschiebt sich das Machtgefüge zwischen Mietern und Vermietern bei Immobilien im gewerblichen Bereich. Es wird viel Leerstand geben. Die Entwicklung hatte ja schon vor der Coronakrise in Innenstädten und Einkaufszentren eingesetzt. Zu viel Fläche, zu hohe Ladenmieten und immer mehr Online-Konkurrenz machen den Mietern schon seit Jahren zunehmend das Leben schwer. Nach und nach gaben einige auf und machten ihre Läden dicht. Dieser Trend wird nun durch die Coronakrise massiv beschleunigt werden. Der Leerstand wird deutlich zunehmen. Und die Eigentümer der Flächen werden auf einmal den bestehenden Mietern entgegenkommen. Ja, diese Prognose wage ich, auch wenn ich selbst kein Experte für Immobilien bin. Es geht um das Grundprinzip von Angebot und Nachfrage.

Mieter werden nach Auslauf der Verträge womöglich günstigere Anschlussverträge aushandeln können, weil die Vermieter sehen, wie links und rechts schon Flächen leer stehen. Da hat man Angst seinen noch vorhandenen Bestandsmieter zu verlieren, denn der hat nun die freie Auswahl. Und ganz schnell werden wohl auch die Neuvermietungspreise für Flächen im gewerblichen Bereich purzeln. Wer also die Coronakrise finanziell überlebt, und/oder wer nach der Krise ganz neu mit einer Geschäftsidee im Einzelhandel oder in der Gastronomie startet, der wird womöglich spürbar geringere Mietkosten erwarten dürfen, oder aushandeln können! Vielleicht noch nicht Ende April oder im Mai. Aber wohl in sechs Monaten, wenn nach und nach andere Gewerbemieter pleite gehen und ihre Läden dicht machen. Die letzten Tage haben Restaurantketten wie Maredo und Vapiano bereits Insolvenz angemeldet. Ob und wie viele dieser Läden fortbestehen werden nach einer möglichen Restrukturierung? Unklar, aber die Pleitewelle wird wohl kommen. Was man jetzt in Einzelfällen sieht, ist erst der Anfang.

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Schwellenländer drohen durch die Pandemie im Chaos zu versinken

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Christus-Statue in Rio - Schwellenländer hart getroffen durch Pandemie

Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung schauen die Märkte zur Zeit vor allem auf die dramatischen Entwicklungen in den USA und Europa. Doch für die Schwellenländer, die bereits vor der Pandemie angeschlagenen waren, droht nun der ökonomische Super-GAU.

Schwellenländer leiden bereits unter dem Abzug von Kapital

Wie wir schon vor der Pandemie berichteten, bewegten sich wichtige Schwellenländer bereits vor der Pandemie in schwerem Fahrwasser. Einige Länder, wie Argentinien, Brasilien, die Türkei, Venezuela, Südafrika oder Chile haben bereits Schlagseite. Die sich jetzt bereits in Ansätzen abzeichnenden globalen Verwerfungen drohen diese Staaten ökonomisch zum Kentern zu bringen. Die Schwellenländer sind besonders abhängig von Mittelzuflüssen aus den Industriestaaten und reagieren in einer Krise wie jetzt sehr sensibel auf eine Umkehr der Kapitalströme. Doch genau das passiert bereits, wie das Institute of International Finance (IIF) berichtet: Seit Ende Januar 2020 sind 95 Mrd. USD aus Aktien und -Anleihen der Emerging-Markets von ausländischen Investoren abgezogen worden.

Damit sind in dieser relativ kurzen Zeitspanne deutlich mehr Gelder rapatriiert worden als in der Finanzkrise ab September 2008. Die Kapitalflucht der Investoren aus Nordamerika und Europa aus den Schwellenländer-Märkten ist in weltweit unruhigen Zeiten ein bekanntes Phänomen. Gerade dann stellen stark überschuldete und politisch instabile Länder ein besonderes Verlustrisiko dar, das es zu meiden gilt. Kommt es zeitgleich zu Turbulenzen an den großen Finanzmärkten in New York, Tokio und London, wird die Liquidität dringend zu Hause benötigt, um Vermögenslöcher zu stopfen oder Margin-Calls zu bedienen.

Für eine Pandemie schlecht gewappnet

Im speziellen Fall der COVID-19-Pandemie befürchten die Investoren wahrscheinlich zu Recht, dass die Gesundheits- und Sozialsysteme einiger Schwellenländer mit der Seuche überfordert sein könnten. Eine Befürchtung, die in Indien bereits Realität ist. Dort sind soziale Sicherungssysteme kaum vorhanden, das Gesundheitssysteme ist extrem fragil und die Bevölkerungsdichte sehr hoch. Die jetzt eingeleiteten Maßnahmen zum Schutz der Menschen verursachen Chaos im indischen Verkehrssystem und bringen die Menschen ohne jeden Schutz noch dichter zusammen. In Brasilien, wo das Virus mittlerweile ebenfalls angekommen ist, folgte die Regierung um Präsident Jair Bolsonaro zunächst der Strategie Londons und Washingtons und verharmloste das Virus. Jetzt rudert die Staatsführung in Brasília zurück, wahrscheinlich wie in den USA und England viel zu spät.

Die bereits getätigten und sich aktuell verstärkenden Kapitalabflüsse werden die fiskalpolitischen Möglichkeiten in den Schwellenländern stark beeinträchtigen. Zum einen wird weniger Geld für die Seuchenbekämpfung und zur Abmilderung der ökonomischen und sozialen Folgen mobilisiert werden können. Zum anderen steigen die Kosten für die Kreditaufnahme ausgerechnet jetzt deutlich an. Gleichzeitig schwinden auch die Devisenreserven, die nicht nur für die hohen Zinslasten der zum Teil hoffnungslos in US-Dollar überschuldeten Länder benötigt werden, sondern auch für den Ankauf von Schutzkleidung, Test-Kits und teuren medizinischen Geräten. Staaten wie Venezuela, Brasilien, Südafrika oder Argentinien sind zudem wichtige Rohstofflieferanten. Die Preise für natürliche Ressourcen waren in den letzten Wochen stark rückläufig, was die Ökonomien dieser Staaten zusätzlich belastet. Außerdem müssen viele Förderstätten zum Schutz der Arbeiter vorübergehend stillgelegt werden. In Südafrika für mindestens drei Wochen. Es ist daher zu befürchten, dass die Schwellenländer die Pandemie noch schwerer werden bewältigen können als die Industriestaaten.

Schwellenländer bekommen den Stress im Finanzsystem zu spüren

Seit Mitte März bekommen die Schwellenländer die Krise bereits an den Finanzmärkten zu spüren. Die Zinsaufschläge, die Entwicklungsländer aktuell gegenüber zehnjährigen US-Staatsanleihen zahlen müssen, sind seitdem stark angestiegen. Besonders hart trifft es die Ukraine. Der osteuropäische Pleitestaat muss nun statt 400 Basispunkten Zinsaufschlag über 1.200 Basispunkte mehr bezahlen. Der Risikoaufschlag türkischer Staatsanleihen hat sich von 352 Anfang März auf aktuell über 700 erhöht. Russland steht trotz des Ölpreisverfalls mit 350 Basispunkten aufgrund der niedrigen Staatsverschuldung von lediglich 12,5 Prozent des BIP noch vergleichsweise gut da. Deutlich dramatischer stellt sich die Lage für den afrikanischen Ölproduzenten Nigeria dar, der nach einer Verdreifachung der Zinsaufschläge nun ebenfalls bei über 1.200 Basispunkten Zinsaufschlag gegenüber US-Anleihen angekommen ist. Auch Südafrika ist mit in den Aufwärtssog bei den Renditen geraten und muss aktuell 1.120 Basispunkte Zinsaufschlag bezahlen. Argentinien, dass seinen Schuldendienst bereits ausgesetzt hat, ist sogar gezwungen, für seine stark ausfallgefährdeten Anleihen (S&P-Rating: CCC-) Mehrkosten in Höhe von 2.640 Basispunkten am Kapitalmarkt zu akzeptieren. Das Land ist bereits de facto bankrott.

Die Kapitalflucht und die steigenden Risikoprämien werden auch in den Währungsentwicklungen der Schwellenländer sichtbar. Seit der verstärkten Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus Anfang Februar über die Landesgrenzen Chinas hinaus, kam es auch an den Devisenmärkten zu heftigen Bewegungen. Der mexikanische Peso verlor seitdem 23 Prozent, der russische Rubel über 20 Prozent (was übertrieben scheint), der argentinische Peso von niedrigem Niveau aus nochmals 5 Prozent und der südafrikanische Rand 16 Prozent.

Fazit und Möglichkeiten der Stabilisierung

Die bereits sichtbaren Folgen für die Schwellenländer sind wahrscheinlich nur der Beginn schwerer ökonomischer, sozialer und politischer Verwerfungen. In den kommenden Wochen und Monaten könnten sich die Turbulenzen infolge der Rezession in den USA und Europa, der zunehmenden Anzahl von COVID-19-Fällen auch in den Schwellenländern, einer fortschreitenden Unterbrechung der Lieferketten und einer sinkenden Nachfrage nach Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen noch vergrößern. Der für viele Entwicklungsländer als Devisenquelle enorm wichtige Tourismus ist bereits weitgehend kollabiert.

Ein Großteil der Schwellenländer hat keine ausreichenden Rückstellungen oder fiskalischen Spielräume, um die heimische Wirtschaft mit großen Konjunkturpaketen á la USA oder Deutschland zu unterstützen. Würde die Zentralbank Argentiniens vergleichbar der US-Notenbank Fed eine staatliche Schuldensause von 10 Prozent des BIP durch Gelddrucken finanzieren, würde sich der Restwert des argentinischen Peso in Luft auflösen. Der makroökonomische Handlungsspielraum der Schwellenländer ist generell im Vergleich zu fortgeschrittenen Volkswirtschaften aufgrund der begrenzten Glaubwürdigkeit ihrer Währungen stark limitiert. Selbst Staaten mit niedriger Verschuldung, wie Russland, bekommen dies bereits durch die massive Abwertung ihrer Währung zu spüren. Daher sind die Schwellenländer auf externe Hilfe mittels harter Devisen angewiesen.

Die Fed hat diesem Bedürfnis bereits Rechnung getragen und ihre Dollar-Swap-Linien geografisch stark ausgeweitet und bietet nun auch Entwicklungsländern über diesen Weg einen Zugang zu US-Dollar-Liquidität. Bereits 80 Länder haben zudem den Internationalen Währungsfonds (IWF), gemäß dessen Direktorin Kristalina Georgiewa, um finanzielle Hilfe gebeten. Der supranationalen Institution stehen zur Zeit dafür 1 Billion US-Dollar zur Verfügung. Dieser Betrag muss dringend in Anbetracht der Vielzahl der Hilfegesuche aufgestockt werden.

Auf Ebene der G20-Staaten wurde beim jüngsten virtuellen Sondergipfel ebenfalls über Hilfen für Entwicklungsländer diskutiert – allerdings sehr abstrakt. So sollen Handelsbeschränkungen abgebaut und die Entwicklungshilfe ggf. aufgestockt werden. Dem Rest der Welt sollten die Schwellenländer nicht egal sein. Wenn diese im Zuge der jetzt bevorstehenden Weltrezession noch tiefer in finanziellem Chaos versinken, würde dies für die gesamte Weltwirtschaft einen zusätzlichen Schock bedeuten. Eine schnelle wirtschaftliche Erholung exportorientierte Länder wie Deutschland nach dem Abebben der Pandemie wäre dann unwahrscheinlich.

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Dirk Müller über die dramatischen Folgen der Corona-Krise

„Unser Finanzsystem hat fertig“

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Die Corona-Krise nimmt immer dramatischere Foolgen für die Wirtschaft an – der Einbruch ist heftiger als in der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929, sagt Dirk Müller. Eigentlich sollte „Mr. Dax“ bei einer Finanzmesse auftreten – aber da das aufgrund der Corona-Krise nicht möglich ist, hielt Dirk Müller seinen Vortrag von zuhause aus per Video.

Corona-Krise schlimmer als Weltwirtschaftskrise 1929

Der Crash der Aktienmärkte passierte sogar schneller als in der Weltwirtschaftskrise der Jahre 1929 (und folgende). Und das wird bedeuten, dass da viele Finanz-Player erwischt wurden – daher sind viele Pleiten im Finanzsektor wahrscheinlich, von denen wir in den nächsten Wochen und Monaten erfahren werden. Das gilt auch und vor allem für Banken – Dirk Müller erwartet daher Banken-Pleiten. Wenn aber Banken pleite gehen, werden auch die Gelder auf deren Konten in Gefahr sein, sagt Dirk Müller – denn faktisch ist ein Kontoguthaben bei einer Bank eine Art Kredit, den man der Bank gibt.

Dirk Müller über den Crash des Kreditsystems

„Unser Finanzsystem hat fertig“, so Dirk Müller – wir erleben jetzt einen reset des Systems. Das Coronavirus sei nur der Auslöser für diesen reset – und die Ausrede zugleich, warum eben dieser „reset“ nun vermeintlich nötig sei. Bisher haben die Notenbanken es nicht geschafft, die Märkte zu beruhigen, was aber eigentlich durch das „plunge protection team“ der Amerikaner möglich gewesen, aber eben nicht erfolgt sei, meint Dirk Müller.

Das eigentliche Problem könnten die Notenbanken so oder so nicht lösen, so „Mr. Dax“: den „Credit Crunch„. Alle brauchen nun Liquidität, um Kredite und Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Cash ist King im deflationären Schock.

Dirk Müller über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Gesellschaft

Was fast noch schlimmer ist: die Menschen haben Angst um ihre Jobs und damit um ihre Zukunft. Dazu kommt noch die Angst um die Gesundheit der eigenen Familie – Müller spricht daher von einer so noch nie dagewesenen „Angstkombination“, die massive und bisher unkalkulierbare Auswirkungen auf die psychische Verfassung der Gesellschaft haben dürfte. Es könne daher zu sehr häßlichen Szenen kommen, die wir bisher nicht für möglich halten. Diese „Angstkombination“ in der Gesellschaft verstärke dann die Neigung der Menschen, Sündenböcke zu suchen – vielleicht die Flüchtlinge, die mit der einheimische Bevölkerung etwa um Arztbesuche konkurrieren?

Sehen Sie hier das Szenario von Dirk Müller über die Auswirkungen der Corona-Krise:

Dirk Müller über die Folgen der Corona-Krise

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