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Sonderermittler Mueller kurz vor Abschluß seines Berichts – was ist zu erwarten?

Markus Fugmann

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In Kürze wird sich zeigen, ob Donald Trump mit seiner stets wiederholten Klassfizierung „Hexenjagd“ („witch hunt“) wirklich Recht hat: gab es eine auch persönliche Verwicklung Trumps in die Kontakte seines Wahlkampf-Teams zu Russland?

Bislang hat der von den US-Republikanern eingesetzte Sonderermittler Mueller 34 Personen angeklagt, davon viele aus dem engsten Umfeld Trumps (so sein Sicherheitsberater Flynn, sein ehemaliger Wahlkampfmanager Manafort und sein persönlicher Anwalt Cohen sowie zwei weitere Mitglider von Trumps Wahlkampf-Team). Noch aber ist Mueller den Beweis schuldig geblieben, dass enge Mitarbeiter Trumps auf dessen Geheiß hin die von Russland angebotetenen Informationen über Hillary Clinton, deren Mails gehackt worden waren, für seine Zwecke aktiv benutzt hat – um Clinton zu diskreditieren und letztlich damit die US-Präsidentschaftswahl gewonnen zu haben.

Denn das ist der entscheidende jursitische Knackpunkt: könnte Mueller beweisen, dass Trump aktiv die von russischen Agenten angebotenen Informationen über Hillary Clinton genutzt hat und damit faktisch die Präsidentschafts-Wahl mit Hilfe einer ausländischen, aus Sicht der USA feindlichen Macht, zu seinen Gunsten manipuliert hat, wäre das ein strafrechtlich ahnbares Vergehen. Nur dann dürten auch republikanische Abgeordnete einem impeachment-Verfahren gegen Trump zustimmen.

Gestern Abend US-Ostküstenzeit sagte der neue US-Justizminister Matthew Whitaker, dass der Bericht Muellers “close to being completed”, also fast fertig sei. Noch aber ist unklar, wann der Bericht vorliegt – und ob er veröffentlicht wird (wofür sich jedoch viele US-Kongreß-Abgeordnete einsetzen wie etwa der sehr einflußreiche republikanische Senator Grassley). Mueller war nun zweieinhalb Jahre mit den Ermittlungen beschäftigt – und die Frage für die Märkte ist, ob sein gesammeltes Material wirklich reicht, um Trump gefährlich zu werden.

Bislang scheinen die Märkte in dieser Hinsicht sehr entspannt zu sein und sich der Meinung des kürzlich verhafteten Roger Stone anzuschließen, der Muellers Untersuchung als “nothingburger” bezeichnet hatte. Auch Whitacker selbst, der die Rolle des US-Justizministers nur übergangsweise ausfüllt (Trump hat als Nachfolger bereits William Barr ernannt), hatte die Ermittlungen Muellers häufig kritisiert – es aber aber anders als sein Vorgänger abgelehnt, sich als befangen zu erklären.

Es ist jedenfalls davon auszugehen, dass Muellers Bericht in den nächsten Tagen veröffentlicht wird – und ob er dann die Märkte auf dem falschen Fuß erwischen wird, bleibt einer der großen Unsicherheitsfaktoren!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    tm

    29. Januar 2019 11:57 at 11:57

    „In Kürze wird sich zeigen, ob Donald Trump mit seiner stets wiederholten Klassfizierung „Hexenjagd“ („witch hunt“) wirklich Recht hat: gab es eine auch persönliche Verwicklung Trumps in die Kontakte seines Wahlkampf-Teams zu Russland?“

    Und wenn es keine Verwicklung gab oder keine Nachgewiesen werden kann, war die Bezeichnung korrekt? Demnahc dürfte es nur noch Untersuchungen geben, wenn das Ergebnis von vornherein klar ist.

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Rüdiger Born: Aufwärtsszenario für den Nasdaq

Rüdiger Born

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MDax war auf lange Sicht die deutlich bessere Wahl als der Dax

Claudio Kummerfeld

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Der MDax repräsentiert sozusagen nach den 30 wichtigsten deutschen Börsentiteln (Dax) die nachfolgenden 50 wichtigsten Unternehmen. Sozusagen die „zweite Reihe“ in Sachen Größe, Volumen, Wichtigkeit und Bekanntheit. Auch wir bei FMW beachten in der Regel die großen Indizes wie den Dax, aber praktisch gar nicht den MDax. Dabei war der auf lange Sicht viel erfolgreicher als der Dax. Darauf hat die Deutsche Börse heute mit einer Info zum 25. Jubiläum des Index hingewiesen. Demnach hat der MDax seit seiner Auflegung eine Rendite von 1.083 Prozent erzielt, während der Dax um 485 Prozent zulegte – wobei der Großteil der Outperformance in den vergangenen zehn Jahren entstand.

Laut Deutscher Börse gab es den größten Tagesverlust im MDax mit -10,9 Prozent am 12. März 2020, und den größten Tagesgewinn mit +12 Prozent am 13. Oktober 2008. Zum Start im Jahr 1996 sah man einen Indexstand von 2.629 Punkten, und nun zum Jubiläum sehen wir 31.206 Punkte. Das entspricht einer jährlichen Performance von 10,9 Prozent. Schauen wir mal auf den folgenden Chart. Hier haben wir seit Sommer 2006 (also rechtzeitig vor Ausbruch der Finanzkrise 2008) den Dax vergleichen mit dem MDax. Der kleine Bruder erzielte 257 Prozent Plus, der große Brude „nur“ 130 Prozent.

Chart zeigt Langfristvergleich zwischen Dax und MDax

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Wall Street weiter im Rally-Modus? Der Leitindex S&P 500

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Mit einer kleinen Unterbrechung des Aufwärtstrends konnte sich der marktbreite Leitindex der Wall Street, der S&P 500, aus der Handelswoche verabschieden. Grundsätzliches konnte diese kleine Verschnaufpause natürlich nicht bewirken, wie der Chart es zeigt. Damit bleibt das bisherige Szenario auch weiterhin in Amt und Würden. Dieses kurzfristig relativ positive Bild sollte indes nicht darüberhinwegtäuschen, dass sich das Geschehen an der Wall Street in Gestalt einer Korrektur abspielt. Deren Ende steht auch nicht mehr in unendlichen Weiten, die Ökonomie wird hierüber ein scharfes Urteil sprechen!

Ausblick für den S&P 500 – den Leitindex der Wall Street:

Mit dem Aufsetzen, im Speziellen durch den dadurch vermiedenen Schlusskurs unterhalb, auf dem 0.38-Retracement bei 3.764 Punkten, konnte sich der S&P 500 die Chance auf die Fortführung des Aufwärtstrends wahren. Der kleine Wackler zum Wochenausklang, hat lediglich Welle (2) der fünfteiligen (1-2-3-4-5) Welle (c) gestaltet. Dieser Aspekt, sowie auch der Tagesverlauf, vom Freitag, liefern einen zuversichtlichen Ausblick, wie es im Chart bereits dargestellt ist.

Der S&P 500 als Leitindex der Wall Street

Demzufolge ist an den folgenden Tagen von einem erneuten Ansteigen der Wall Street insgesamt  auszugehen. Das idealtypische Ziel von Welle (c) wird durch das 0.62-Retracement (3.916 Punkte) gebildet. Den Anlauf an diesen Kursbalken erwarte ich bereits für den Zeitraum von 2-3 Wochen. Der Aufwärtstrend muss auf diesem Niveau noch nicht zwanghaft abgeschlossen sein, doch ist dann von einer etwas größeren Korrektur auszugehen. Das beschriebene Bild würde erst durch einen nachhaltigen Bruch der 0.76-Supportline (3.701 Punkte) außer Kraft gesetzt.

Fazit:

Obwohl ein erneutes Kaufsignal nicht zu benennen ist, bleibt das bisherige Signal weiterhin aktiv. Die Absicherung für Long-Positionen beim Leitidex der Wall Street sollte auf dem 0.76-Retracement (3.701 Punkte) erfolgen..

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