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Starker Widerstand voraus! S&P 500: Der Index prallt auf die Mutter aller Trendlinien

S&P 500: Der Index prallt auf die Mutter aller Trendlinien

Fed-Chef Jerome Powell hat am Mittwochabend an den US-Börsen eine kräftige Kursrally ausgelöst, als er eine langsamere Gangart der US-Notenbank in Aussicht gestellt hat. Der Dow Jones stieg um 2,18 Prozent auf 34.589 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit gut sieben Monaten. Noch dynamischer ging es an der Technologiebörse Nasdaq nach oben. Die als zinssensitiv geltenden Wachstumsaktien würden besonders stark profitieren, wenn die Zinsen weniger kräftig ansteigen. Der Nasdaq 100 legte um 4,58 Prozent zu auf 12.030 Zähler, während der marktbreite S&P 500 3,09 Prozent auf 4.080 Punkte gewann.

Jerome Powell hatte unter anderem in Aussicht gestellt, dass im Dezember die Zeit gekommen wäre, das Tempo der Zinserhöhungen zu reduzieren. „Der Zeitpunkt für eine Drosselung des Zinserhöhungstempos könnte bereits in der Dezember-Sitzung kommen“, sagte er. Ein wesentlicher Grund für eine langsamere Gangart ist der jüngste Rückgang der Inflation. In den vergangenen Monaten fiel die Teuerungsrate viermal hintereinander zurück und notierte zuletzt auf 7,7 Prozent. Anstatt die Chance zu nutzen, die Finanzkonditionen wieder zu straffen, die sich nach der starken Rally gelockert hatten, machte der Fed-Chef den Börsen mit seinen Aussagen sogar weiter Hoffnung. Die US-Börsen haben es mit Freude zur Kenntnis genommen. Der Dow Jones sprang um über 700 Punkte nach oben, während der S&P 500 bis an seine Trendlinie vorgestoßen ist.

Aus technischer Sicht ist die Situation im S&P 500 nun extrem spannend. Der Impuls durch den Fed-Chef Powell hat den Index bis an eine wichtige Zone gebracht – hier könnte zunächst eine Richtungsentscheidung fallen. Für zusätzliche Impulse könnten die heutigen Inflationsdaten (PCE) um 14:30 Uhr und der morgige Arbeitsmarktbericht (Non-farm Payrolls) sorgen.

S&P 500: Index erreicht die Trendlinie

Aus technischer Sicht dürfte es in den kommenden Tagen spannend werden. Der S&P 500 hat nicht nur einen horizontalen Widerstand erreicht, sondern auch die Mutter aller Trendlinien angelaufen. An dieser Stelle könnte sich entscheiden, ob die Erholung noch ein Stück weiter laufen kann. Zwischen 4.078 und 4.105 Punkten befindet sich eine markante horizontale Widerstandszone. Zudem verläuft die Trendlinie des übergeordneten Abwärtstrends aktuell bei 4.096 Punkten. Durchbricht der S&P 500 die Barriere, könnte er die nächste Zielmarke bei 4.159 Punkten anpeilen. Ein Anstieg bis 4.200 Punkten wäre dann auch möglich.

Scheitert der Index dagegen erneut an der Trendlinie, könnte es zunächst zu einem Rücksetzer bis 4.035 kommen. Unterhalb der 4.000-Punkte-Marke ist mit einem Rückfall an die Tiefs bei 3.936 zu rechnen. Ein Rutsch unter das Tief vom 17. November bei 3.904 Punkten könnte indessen den Abwärtsdruck wieder erhöhen.

S&P 500 erreicht die Trendlinie - Fed-Chef Powell sorgt für Rally

S&P 500-Chart von TradingView

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