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Immer mehr Optimismus S&P 500: Größter Geld-Zufluß in US-Aktien seit Februar 2022

S&P 500 Geld-Zuflüsse US-Aktien

Der US-Leitindex S&P 500 ist seit dem Tief Ende Oktober um mehr als 11% gestiegen – nun fließt nach der Rally immer mehr Geld in US-Aktien und globale Aktienfonds, wie Daten der Bank of America zeigen, über die Boomberg berichtet.

S&P 500: Größter Zufluß in Aktien seit Februar 2022

Michael Hartnett von der Bank of America Corp. zufolge strömten die Anleger so schnell wie seit fast zwei Jahren nicht mehr in Aktien. Hauptmotiv für den Optimismus der Investoren sind Wetten, dass die Notenbanken die Zinsen nicht mehr anheben, absehbar sogar sinken dürften. Notenbanker der Fed wie auch der EZB versuchen verbal dieser Wette entgegen zu wirken in der Sorge, dass damit die Inflation wieder anziehen könnte. Aber die Märkte glauben nicht an die Aussagen der Notenbanker.

Globale Aktienfonds verzeichneten in den zwei Wochen bis zum 21. November Zuflüsse in Höhe von rund 40 Milliarden Dollar – so viel wie seit Februar 2022 nicht mehr, schrieb Hartnett in einer Mitteilung unter Berufung auf Daten von EPFR Global. Dennoch bleiben Cash-Fonds mit Zuflüssen von fast 1,2 Billionen Dollar im Jahr 2023 der Gewinner, verglichen mit 143 Milliarden Dollar in Aktien, während Rentenfonds im Großen und Ganzen Abflüsse verzeichneten.

Hartnett ist weiterhin skeptisch gegenüber Aktien, auch wenn der S&P 500 im Jahr 2023 um fast 19% gestiegen ist. Der Index ist im November um fast 8,7% gestiegen, eine der besten Performances des letzten Jahrhunderts  im November, da die Anleger darauf wetten, dass die US-Notenbank die Zinserhöhungen endlich abgeschlossen haben könnte.

S&P 500 bester November US-Aktien

Der S&P 500 verzeichnet einen seiner besten Novembergewinne in der Geschichte: Der Index hat seit 1928 weniger als zehn Mal um mehr als 8% zugelegt

Extrem viel Optimismus

Eine Verbesserung der Markt-Breite der Rally, die bislang weitgehend von den großen US-Tech-Aktien getrieben war, kombiniert mit stärkeren Zuflüssen in Aktien sowie Hochzins- und Schwellenländeranleihen, bedeutet, dass ein spezieller Bull-and-Bear-Indikator der Bank of America kein konträres Kaufsignal mehr anzeigt, so Hartnett. Andere Marktstrategen sind jedoch optimistischer, was die Aussichten für US-Aktien angeht. So prognostizieren beispielsweise Teams von RBC Capital Markets ein Rekordhoch für den S&P 500 im Jahr 2024. Goldman Sachn sieht ebenfalls den S&P 500 im Jahr 2024 mit Rekordhoch flirten.

Die Bank of America-Analystin Subramanian erwartet für den S&P 500 im nächsten Jahr ein Rekordniveau von 5.000 Punkten. Sie geht davon aus, dass sich die US-Unternehmen an die höheren Zinsen angepasst haben und den makroökonomischen Gegenwind überstanden haben. Ihr Kollege Hartnett hingegen hat schon früher gesagt, dass er erwartet, dass Anleihen im nächsten Jahr besser als Aktien abschneiden werden.

Derzeit wird der Optimismus der Investoren immer größer: nur 23,6% der US-Privatinvestoren sind bärisch, 45,3% dagegen bullisch. Profonvestoren haben ihre Positionierung in US-Aktien seit Ende Oktober massiv erhöht, wie die NAAIM-Daten zeigen.

FMW/Bloomberg

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1 Kommentar

  1. Fallhöhe für 2034 wird immer besser

    In einem schwierigen Jahr wie 2023 gibt es jetzt wohl tausend Gründe um Gewinne zu sichern und das Jahr bald abzuschliessen.So hat z.B der Norwegische Staatsfonds im 1.Halbjahr sehr gut gearbeitet,im dritten Quartal aber einen rechten Verlust eingefahren. Wenn man jetzt 4Wochen vor Jahresende wieder gut dasteht wird jeder vernünftige Manager die Gewinne sichern und nicht wegen kleinen Zusatzgewinnen die Jahrespetformance aufs Spiel setzen.
    Das Leben auf Kosten anderer geht nicht mehr wenn die anderen auch verschuldet sind.

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