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ifo-Chef plädiert für weiteres Sondervermögen mit Verfassungsrang

ifo-Chef Clemens Fuest schlägt aktuell vor ein neues Sondervermögen aufzulegen, dass mit Verfassungsrang ausgestattet wird.

Clemens Fuest plädiert für neues Sondervermögen

Was ist die Lösung in der Haushaltskrise? Karlsruhe hat ein 60 Milliarden-Loch gerissen und weitere größere Löcher könnten entstehen. Eine Haushaltssperre wurde verhängt, und für 2023 wurde nachträglich die Schuldenbremse ausgesetzt. Aber was tun mit den 770 Milliarden Euro an „Sondervermögen“, über welche vor allem die Grünen außerhalb des Bundeshaushalts gigantische Programme bezahlen wollen? Nun prescht der Chef des hoch renomierten Münchner ifo-Instituts Clemens Fuest mit einem Vorschlag vor.

ifo-Chef Clemens Fuest plädiert für weiteres Sondervermögen

Die Bundesregierung kann laut ifo-Chef Clemens Fuest ihre Investitions- und Klimaziele nicht ohne die Aufnahme neuer Schulden erreichen, und sollte zu diesem Zweck ein weiteres Sondervermögen im Grundgesetz verankern. Zwar könne die Regierungskoalition ihre Subventionspläne überarbeiten und die CO2-Abgabe erhöhen, um die Auswirkungen des Gerichtsurteils von letzter Woche abzumildern, aber “ich halte es für unmöglich, die notwendigen Mittel allein durch Kürzungen und Steuererhöhungen aufzubringen”, so sagte es Clemens Fuest heute bei Bloomberg TV.

“Wir brauchen eine Defizitfinanzierung, um den Investitionsbedarf und die Infrastruktur der Energiewende zu finanzieren. Die Frage ist, wie das erreicht werden kann. Eine Möglichkeit ist die Verschuldung öffentlicher Unternehmen“, so Clemens Fuest. Der bessere Ansatz bestehe aber darin, “einen neuen Fonds (Sondervermögen) einzurichten und ihn im Grundgesetz zu verankern.” Dazu müsste sich die Ampelkoalition von Bundeskanzler Olaf Scholz im Bundestag die Unterstützung der CDU/CSU-Opposition sichern, wie bereits bei der Einrichtung für das „Sondervermögen Bundeswehr“ nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine. Clemens Fuest zufolge sei dies kurzfristig nicht möglich, “aber vielleicht nach Verhandlungen”.

Die Bundesregierung wird die Schuldenbremse in diesem Jahr aussetzen, nachdem Finanzminister Christian Lindner durch das Gerichtsurteil gezwungen wurde, rückwirkend mindestens 37 Milliarden Euro an Schulden umzubuchen, mit denen die Strom- und Gaspreisbremse finanziert wurde und die bislang aus dem Sondervermögen Wirtschafts- und Stabilisierungsfonds gezahlt werden sollten.

Bloomberg Economics schätzt, dass die prekäre Lage das Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr um 0,5 Prozentpunkte verringern könnte, da sie mehrere große Investitionsprojekte in Frage stellt. Das Worst Case-Szenario wäre für Clemens Fuest, wenn das Haushaltsloch “mit Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen gestopft würde” Weiter sagt er: “Das hätte sehr negative Auswirkungen auf das Wachstum. Es könnte Deutschland im nächsten Jahr zurück in die Rezession stürzen.”

“Mein Hauptszenario wäre, dass die Regierung es schafft, andere Lösungen zu finden”, so Fuest. Verbleibende Unsicherheit würde das Wachstum dann nur ein wenig dämpfen. “Ich denke, wir werden ein Wachstum sehen, wenn auch ein eher schwaches Wachstum — etwas zwischen vielleicht einem halben Prozent und einem Prozent.”

Kommentar

Was Clemens Fuest da vorschlägt, ist schwierig, oder fast unmöglich zu erreichen. Würde die Ampelkoalition tatsächlich erwägen, ein neues Sondervermögen ins Grundgesetz schreiben zu lassen, für das man die CDU-Zustimmung bräuchte – wie hoch wäre der Preis der CDU? Man müsste sicherlich bei anderen Themen enorme Konzessionen machen. Aber eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass die CDU einem Sondervermögen für Projekte der Grünen zustimmen würde. Man darf vermuten, dass die eigene Wählerschaft das nicht hinnehmen würde. Beim Sondervermögen Bundeswehr war da etwas völlig anderes. Hier ging es um die Staatsraison, um zusammen zu stehen beim schnellen Aufrüsten der Bundeswehr.

FMW/Bloomberg



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42 Kommentare

  1. Herr Fuest, freie nach Merz möchte ich auf einem Bierdeckel sehen können, wie hoch die insgesamten Schulden sind. Denn erst dann kann ich entscheiden, ob ich die Energiewende und weiteren Wendungen überhaupt möchte. Sicherlich käme ich zu einer (on mehren) Entscheidungen, dass die AKWs schnellstens wieder zu reaktivieren sind.

    Dann, sehr geehrter Fuest würde ich den in den letzten Jahren sehr aufgeblähten Beamten Apparat hinterfragen. Statt hier die Digitalisierung voran zu treiben, werden Milliarden in zusätzliches Personal gesteckt.

    Etwas böse, aber durchaus ernst gemeint. Brauchen die Regierungsmitglieder nahezu jeden Tag neue Kleider, neue Fotos, usw.?

    Herr Fuest, wir brauchen einen grundlegende Inventur.

    1. Die Inventur hätte ich auch gerne transparent. 👍🏼

  2. Vom Vorgänger Prof. Sinn wäre so ein Vorschlag wohl kaum gekommen !
    Es gibt da doch merklich bessere – vor allem umsetzbare – Lösungen , bis hin zum Rücktritt dieser Katastrophen-Regierung.
    Ich bin von Hr. Fuest da etwas enttäuscht.

  3. Herr Fuest ist bestrebt, seinen Ruf zu ruinieren. Die Subventionen betreffen Unternehmungen, die mit der sog. Energiewende keine Gewinne erzielen werden. Für die rosigen Aussichten von Scholz und Habeck gibt es keinerlei kalkulierbare Aussichten, außer die Subventionen laufen auf ewig. Zu betonen ist, dass nicht die Grünen den Irrsinn bezahlen müssen , sondern zwangsweise (!) der Steuerzahler. Zwei Drittel der Bürger lehnen die nach gesundem Menschenverstand niemals funktionierende Transformation ab, die 2025 beendet wird! Und Herr Fuest singt das Lied derer, die seine Forschung subventionieren, aber vielleicht wird dann ab 2025 der Geldhahn zugedreht.

  4. Ich würde erst mal die ganzen Subventionen für fossile Energien streichen – bei so einem Klimaschutz würde sogar Geld rein kommen statt Geld zu kosten… Wäre doch genial, oder?

  5. Es sollte dann aber auch für alle Ressorts prozentual fixiert werden wieviel sie zugeteilt bekommen. Damit kein Ressort ein anderes überfährt und alles in einer Balance bleibt. Soziales zB auf 35% dafür dann mehr in Bildung und Forschung. Sobald es prozentual fixiert ist wird es darum gehen den gesamten Kuchen größer zu machen statt sich um Stücke zu streiten. Wir müssen Investitionen vor konsumptiven Versuchungen schützen.

  6. Wenn nur genügend Ängste im Volk geschürt werden, dann wird es schon klappen mit den weiteren Sondervermögen und der Abschaffung der Schuldenbremse.
    Die Industrie und das Volk haben sich auf Dauersubventionen für die nächsten Jahrzehnte eingestellt.
    Und die neu geschaffenen Stellen, wie z. B. für Genderbeauftragte, Bespiztelungsbehörden , Überwachungsbehörden für Formulareinreichungen wo z. B. welche Schraube aus China herkommt, und viele andere neu geschaffenen Bürokratenstellen, wollen ja auch ihre Gehälter.
    Der Zug rollt jetzt.
    Da muss Deutschland nun versuchen durchzukommen.
    Mal sehen wann der Zu wo hängen bleibt.
    Gebt der Ökosekte so viel Geld wie sie haben wollen. Sie werden damit machen, was alle Sozialisten mit dem Geld der Anderen machen.
    Aber so ist es schneller vorbei mit dem Öko- Klimawahn.
    Weit gekommen ist der Umbau ja noch nicht, aber andere Länder werden schon viel von den Deutschen gelernt haben, und es wohl kaum versuchen nachzumachen.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  7. Noch bis gestern war Herr Fuest ein König unter den Ökonomen, ganz im Gegenteil zum bösen Marcel.
    Seit heute ist er Persona non grata.
    Möge der blaue Shitstorm beginnen…

    1. Zitat: „Die Bundesregierung kann laut ifo-Chef Clemens Fuest ihre Investitions- und Klimaziele nicht ohne die Aufnahme neuer Schulden erreichen, und sollte zu diesem Zweck ein weiteres Sondervermögen im Grundgesetz verankern.“

      Seltsam kurzsichtiger Vorschlag. Einfacher, im Sinne demokratischer Transparenz auch besser, wäre es, die Schuldenbremse ganz zu streichen. Dann würden diese jährlich vom Parlament verabschiedet, womit nachträglich auch die Verantwortlichkeit klar ist. (Der Bundeswehrfond ist sicher die große Ausnahme von der Regel). Ich persönlich wäre nicht dafür, da ich nicht auf die Zauberworte „Investition in die Zukunft“ und „Klimaziele“ herein falle. Es sollte einem vernünftigen Wissenschaftler schon klar sein, daß es in der Zukunft nur einen kausalen Zusammenhang für einfach zu beschreibende Systeme gibt, die beiden oben genannten Begriffe gehören in diesem Zusammenhang sicher nicht dazu. Es sollte ebenso klar sein, daß deutsche Insellösungen von vorn herein zum Scheitern verurteilt sind, genauso wie die per Ordre di Mufti in kürzester Frist zu schaffenden Märchenreiche regenerativen Wohlstands.

  8. Auf den Punkt gebracht – ohne Schulden wird es nicht gehen, wenn wir uns nicht (noch weiter) abhängen lassen wollen. Andere wie USA und China stecken ebenso zig Milliarden in die Transformation (der Wirtschaft).
    Beim FMW-Kommentar kann man sich schon mal wieder fragen, weshalb das alles immer ein Projekt der Grünen sein soll – sind Biden oder Xi Jinping etwa auch Grüne? – Aber die Grünen sind halt der FMW-Dauersündenbock

    1. Keine Regierung gestaltet die Transformation so suizidal, wie die Ampel Regierung in der BRD.

  9. Ich bin für die Abschaffung aller Subventionen – aller, insbesondere der für die Energiewende.
    Lieber einen freien Markt und Wohlstand – statt einer Planwirtschaft und „Was Armut schützt“ (ist das nicht der neue Slogan der Grünen?!)

    1. @curryculum
      Waren Sie bei Erfindung Ihres Namens gerade hungrig und dachten an eine Currywurst? 😂

      Das Problem der freien libertären Märkte ist leider, dass sie nur Wohlstand für die reichen Eliten schaffen. Survival of the richest sozusagen. Der Markt als antropomorphes und gleichzeitig gottähnliches Wesen, der Freiheit über Demokratie stellt. Mensch wird zum Wort ohne Plural, das Währungszeichen zum Symbol des freien Handels und damit des freien Menschen. Nirgendwo ist das besser zu sehen, als in den USA. In kaum einer Volkswirtschaft klafft die Schere zwischen den Reichen und dem Rest weiter auseinander.
      Mindestens die Hälfte der Bevölkerung kann sich kaum einen Arzt- oder Krankenhausbesuch leisten, ein Großteil ist hoch verschuldet, hat mehrere schlecht bezahlte Jobs und stillt seinen Hunger an Tafeln. Wer studieren will und nicht aus der Elite stammt, schafft sich schon zu Beginn seines Berufslebens enorme Verbindlichkeiten. Die Verbrechensrate ist enorm, Eliten leben in bewachten Quartieren, in den weniger privilegierten Städten und Quartieren tummeln sich allgegenwärtig Ratten und Kakerlaken, Schüler müssen vor Betreten öffentlicher Schulen erst einmal auf Waffen durchsucht werden, während der Leistungsträgerteil seine behüteten Sprösslinge auf elitäre Privatschulen schickt.

      Sie träumen hier vom Funktionieren marktradikaler volkswirtschaftlicher Theorien aus dem 19. Jahrhundert. Niemand hätte etwas einzuwenden gegen „freien Markt und Wohlstand“, wenn zwischen den beiden Begriffen ein kausaler Zusammenhang bestünde. Doch nicht umsonst klingt das Wort wie eine Mischung aus „liberal“ und „pubertär“. Am Ende erreicht ein libertäres Denkmodell genau das, was es so gerne auf die sog. grüne Planwirtschaft projiziert. Nur gründlicher, extremer und nachhaltiger.

      Wie schon bei Ludwig von Mises wird die Ursache wirtschaftlicher Krisen nicht in den Mechanismen des Marktes gesucht, sondern im schädlichen Eingreifen von außen, d.h. von staatlicher Seite.
      Erst kürzlich etwa kam Herr Fugmann mehrfach mit der kruden These um die Ecke, dass grüne Energiepolitik und sog. Planwirtschaft Wohlstand vernichte, weil alte marode und energieintensive Häuser dadurch an Wert verlieren und schlecht zu verkaufen seien. Soweit ich mich erinnern kann, war es auch zu früheren Zeiten nicht viel anders, als die Märkte noch „freier“ und liberaler waren. Ein modernes gut gepflegtes Auto brachte auf dem Gebrauchtwagenmarkt mehr ein, als eine rostige und klapprige Schüssel auf vier Rädern. Ein Mercedes Benz kostete mehr Geld, als ein Trabbi oder Wartburg. Ein Haus mit wenig Energiekosten ließ sich zu einem höheren Preis verkaufen oder vermieten, als eines mit den zehnfachen Nebenkosten, bei dem der Wind durch jede Ritze pfiff und sich im Winter dekorative Blumenmuster an den Scheiben bildeten.

      1. @Curriculum
        Der Punkt ist doch, dass durch das Heizungsgesetz dem Hauseigentümer – insbesondere bei Altbauten – vollkommen irrsinnige Renovierungsmaßnahmen aufgezwungen werden, die auch ökologisch kaum Sinn machen. Die Kosteneffizienz, also die CO2-Ersparnis pro ausgegebenen Euro, stimmt da überhaupt nicht. Folglich liegen auch die Amortisationszeiten von solchen Energiespar-Investitionen oft jenseits von Gut & Böse, und können im Extremfall eine Immobilie vollkommen wertlos machen. Und dann wundert man sich darüber, dass die Akzeptanz von diesem Heizungsgesetz bei der Bevölkerung gegen Null geht…

        1. Hallo @Lausi,

          Wenn energetische Sanierungen ökonomisch keinen Sinn machen, müssen sie nach GEG auch nicht durchgeführt werden.
          Dazu möchte ich dich einmal auf die EnEv 2014, das GEG von 2020 und 2023 verweisen. Der Gesetzestext der Vorgängerregierung zu Bestandsgebäuden hat sich seit 10 Jahren nicht verändert. Unter anderem findet sich in allen Versionen des GEG der §47, Absatz 4:

          (4) Die Absätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden, soweit die für eine Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können.

          Dieser Text findet sich also wie gesagt bereits in der EnEv 2014, nur dass dort die Absatznummern anders waren, weil damals noch alte Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden, unter Absatz 47 zu finden waren.
          https://enev-online.com/enev_2014_volltext/10_nachruestung_anlagen_und_gebaeude.htm

          Es ist bemerkenswert, dass diese Ausnahme seit 10 Jahren niemandem aufgefallen ist. Mindestens ebenso bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich die Inhalte des GEG 2023 gegenüber der Version 2020 im Allgemeinen nur wenig bis gar nicht verändert haben.
          Doch kaum ist die falsche Partei dafür verantwortlich, wird ein riesiger Shitstorm losgetreten. Und treibender Mitinitiator der ganzen Aufregung gegen ihren eigenen Gesetzestext war natürlich die CDU/CSU.

          Man scheute sich nicht einmal, dazu Märchen und Lügen in die Welt zu setzen, um die Menschen aufzustacheln. Dazu wurde kürzlich von einem Leser der FMW aufgeklärt:
          https://finanzmarktwelt.de/deutschland-der-doppel-wums-gegen-habeck-und-scholz-marktgefluester-video-291933/#comment-162383

          1. Hallo @Michael,

            im Detail kenne ich mich mit den „Gebäudeenergiegesetzen“ nicht aus, und beziehe mich nur auf das, was ich so aufgeschnappt habe – wenn da was nicht stimmen sollte, so korrigiere mich bitte.

            Das „Neue“ am GEG 2023 ist doch, dass da vorgeschrieben wird, dass bei neu eingebauten Heizungen (ab welchem Jahr?) diese mit mindestens 65% EE’s betrieben werden müssen. Alleine diesen Ansatz finde ich schon ziemlich daneben, aber dazu später noch. Da zur Zeit diese Bedingung nur mit Wärmepumpen zu erreichen ist (falls ein Anschluss an ein Wärmenetz nicht möglich ist), kommt man um diese nicht herum. Bei Altbauten bedeutet aber ein Wechsel auf Wärmepumpe oft ein Austausch der Heizkörper (ggf. Fußbodenheizung) wie auch eine aufwendige Isolierung der Fassade. Bei einem Haus können dann schnell Beträge von über 100.000 € zusammenkommen. Frag mich nicht wie bei solchen Beträgen die Amortisationszeit liegt, aber ich schätze mal weit über 20 Jahre. Und auch bei der „CO2-Effizienz“ (CO2-Reduzierung pro ausgegebenen €) dürfte es dabei nicht besonders berauschend aussehen. Jetzt sagst du, dass laut Gesetz solche Aufwendungen nicht getätigt werden müssen, „soweit die für eine Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können.“ Heißt das dann in der Konsequenz, dass in Altbauten auch keine Wärmepumpen eingebaut werden müssen – sofern dabei gewisse Amortisationszeiten überschritten werden? Ich nehme mal an, dass bei einem Großteil der Altbauten dieses der Fall sein dürfte – aber was macht dann dieses GEG noch für einen Sinn? Übrigens lasse ich irgendwelche staatliche Subventionen als Gegenargument dabei nicht gelten, da es volkswirtschaftlich keinen Unterschied macht (und logischerweise auch nicht bei der „CO2-Effizienz“).

            Ich bleibe dabei, dass aus Effizienzgründen ein marktwirtschaftlicher Ansatz (CO2-Preis) auch im Gebäudebereich einem ordnungspolitischen vorzuziehen ist. Und vielleicht noch ein Punkt: Der CDU-Politiker Andreas Jung hat mMn mal ganz richtig gesagt, dass bei Immobilien „Hülle und Heizung“ zusammen gedacht werden muss – was beim GEG eben auch nicht der Fall ist…

          2. Hallo @Lausi,

            es ist immer ein großes Problem, wenn man sich auf das verlässt, was irgendwo aufgeschnappt wird (siehe 13.000 uninformierte Wutbürger in Erding) 😉

            Auch im GEG 2020 stand das wortwörtlich so unter § 72 Betriebsverbot für Heizkessel, Ölheizungen.
            Mit einer Ausnahme: Die alte Version bezog sich nur auf „Heizkessel, die mit Heizöl oder mit festem fossilem Brennstoff beschickt werden“ im neuen GEG wurden auch Gasheizungen aufgenommen. Da man überall zu lesen und zu hören bekommt, dass LNG die „dreckigste“ Form von Energie ist, eine absolut sinn- und nachvollziehbare Ergänzung.
            Das, und nur das, war die Ursache für die große Aufregung. Oder die Tatsache, dass überhaupt erstmals kommuniziert wurde, dass etwas unternommen werden muss, was seit mindestens 10 Jahren Gesetz ist. Kommunizieren war ja nie die große Stärke der Vorgängerregierung, Totschweigen, Abwarten bis hin zur Untätigkeit hingegen schon.
            Was den Zeitrahmen betrifft, sollten diese Maßnahmen nach GEH 2020 und 2023 ab 1. Januar 2026 gelten, aktuell nach dem großen Shitstorm ist es etwas komplizierter wegen der kommunalen Wärmeplanung und gilt – ganz grob gesagt – ab 2026 bis 2029. Bestehende, noch funktionierende Heizungen müssen spätestens bis zum Jahr 2045 getauscht werden.

            Mindestens 65% des Bedarfs an Heizung und Warmwasser muss durch Erneuerbare gedeckt werden.
            Darunter fallen Wärmepumpen, Stromdirektheizungen, Solarthermie, Biomasse, Wasserstoff, Wärmepumpen-Hybridheizungen, Solarthermie-Hybridheizungen.
            Warmwasser hat üblicherweise einen Anteil von 10 bis 25% am Gesamtbedarf, weil es auch außerhalb der Heizperiode benötigt wird. Dieser Bedarf lässt sich z. B. zu einem Großteil mit kleinem finanziellem Aufwand über Solarthermie decken und ist unabhängig von der Dämmung.

            Was deine Anmerkungen zu Altbauten und Amortisationszeiten angeht, ist das individuell durch einen Energieberater zu klären. Bei der von dir erwähnten aufwändigen Isolierung der Fassade gilt seit jeher, dass bei baulichen Änderungen – etwa der Erneuerung des Außenputzes einer bestehenden Wand – entsprechend gedämmt werden muss. In der Regel bringt das auch einen Austausch alter ineffizienter Fenster mit sich, weil das gesamte Bauteil in der Summe den Anforderungen entsprechen muss. Diese Regelung gilt schon mindestens seit der EnEv 2014 und unabhängig vom Heizungstausch. In dem Fall zählt die Maßnahme wohl auch nicht zu den „erforderlichen Aufwendungen“ des Ausnahmepassus, weil der sich nur auf Maßnahmen in Kombination mit Heizungstausch bezieht.
            Also betrifft dieser absolute Härtefall nur die Immobilienbesitzer, die ihre Heizung ab 2026 tauschen müssen, weil die alte irreparabel kaputt ist und deren Putzfassade aber noch ein paar Jahre halten würde.

            Im Gegensatz zu dir glaube ich nicht, dass dadurch ein Großteil der Altbauten betroffen sein dürfte, sondern vor allem alte rein selbst bewohnte und/oder teilvermietete Ein- und Zweifamilienhäuser. Ein Drittel der deutschen Bevölkerung lebt in Großstädten, 52% der Gesamtbevölkerung wohnt in Miete. In Großstädten gibt es sehr viele zusammenhängende Immobilien (ganze Straßenzüge oder Vierflügelanlagen um einen Innenhof), ein Großteil der Wohnungen darin besitzt nur zwei Außenwände und verhältnismäßig kleine Fensterflächen. Erst vor drei Wochen hatte ich die Zahlen eines konkreten realisierten Sanierungsprojekts mit 12 Wohnungen veröffentlicht. Die Gesamtkosten klingen zwar hoch, pro Wohnung ergaben sich allerdings „nur“ 19.000 Euro. Erfahrungswerte über die Heiz- und Warmwasserkosten liegen inzwischen für zwei Winter/Jahre vor. Die Ersparnis beträgt rund 1.500 Euro p.a. und Wohnung. Die Amortisationszeit für Eigentumswohnungen kannst du dir ausrechnen. Bei Mietwohnungen dürfen die Kaltmieten wegen der Sanierung um bis zu 1.520 Euro erhöht werden, die Warmmieten sind damit gleichgeblieben.

            Natürlich wird es immer und bei jeder Gesetzesänderung Ausnahmen und Härtefälle geben, die lautes Protestgeheul hervorrufen. Mal sehen, was diese Leute sagen, wenn die Heizkosten in unsanierten Altbauten mit Gasheizungen auf 3.000 Euro plus p.a. steigen und keine Energiepreisbremsen in Milliardenhöhe mehr ausbezahlt werden.

          3. Corrigenda: 58% der Gesamtbevölkerung wohnt in Miete (nicht 52%).

          4. Hallo @Michael,

            danke für deine ausführliche Antwort. Verstehe ich dich richtig, dass diese „65% EE-Regel“ schon im GEG 2020 drin stand – nur eben nicht für Gasheizungen? So verstehe ich dich jedenfalls.

            Mir geht es bei der Energiewende bzw. beim Klimaschutz im Wesentlichen um Folgendes: Das dabei die „CO2-Effizienz“ im Auge behalten wird (also die CO2-Reduktion pro ausgegebenen Euro) und das dabei keine Technologien ausgeschlossen werden. Wenn darauf geachtet wird, dann dürften auch annehmbare Amortisationszeiten dabei herauskommen. Z.B. bin ich ein großer Fan der Solarthermie – und die rechnet sich bestimmt – insbesondere für die Warmwasserversorgung. Ich denke die Leute sind auch durchaus für „vernünftige“ Maßnahmen zu haben (im Sinne von „CO2-Effizienz“ bzw. Amortisationszeiten) – deswegen glaube ich, dass man die Vorgaben auch nicht zu starr gestalten sollte. Am besten wäre es doch, wenn ein kompetenter Energieberater die Immobilie genau inspiziert, und dann einem sagt, was sinnvoll ist (d.h. was sich rechnet) und was nicht.

            Und ehrlich rechnen sollte man dabei auch – gerade was die CO2-Ersparnis betrifft: Aktuell beläuft sich der EE-Anteil bei der Stromerzeugung auf ca. 45% und über 50% werden noch über fossile Energieträger erzeugt. Ist es bei diesem Mix wirklich so sinnvoll von einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe umzusteigen – Stichwort „CO2-Effizienz“? Wäre es nicht effizienter das Geld erst mal in den Ausbau der EE’s zu stecken und in den Ausbau der Stromnetze – insbesondere einem europaweitem HGÜ-Netz? Wenn alles größtenteils elektrifiziert werden soll (Heizung & Verkehr) sollte da nicht erst mal der EE-Anteil bei der Stromerzeugung deutlich steigen?

            In diesem Sinne eine Hoch auf die Salzkaverne! Ich glaub‘ ich hab‘ wieder zu viel von deiner Fassadendämmung genascht…😂 Schöne Grüße!

          5. Hallo @Lausi,

            es wäre nicht die CDU/CSU, hätte man im GEG 2020 nicht ein Konstrukt zusammengezimmert, das vermutlich weder Juristen, noch Energiefachleute und schon gar nicht Durchschnittsbürger verstehen können. Oder andersrum gesagt, würden da wirklich klare, unmissverständliche Zahlen stehen, am besten in einem oder ein paar zusammenhängenden Absätzen. So muss man einen unendlichen Spaghetti-Code über viele Verweise nachvollziehen und selbst versuchen, alles in eine irgendwie verständliche Reihenfolge zu bringen.

            Beginnen wir mit § 72, Betriebsverbot für Heizkessel, Ölheizungen
            [der findet sich im Teil 4, Anlagentechnik].

            Dort steht unter Absatz (4):
            Ab dem 1. Januar 2026 dürfen Heizkessel, die mit Heizöl oder mit festem fossilem Brennstoff beschickt werden, zum Zwecke der Inbetriebnahme in ein Gebäude nur eingebaut oder in einem Gebäude nur aufgestellt werden, wenn

            1. ein Gebäude so errichtet worden ist oder errichtet wird, dass der Wärme- und Kälteenergiebedarf nach § 10 Absatz 2 Nummer 3 anteilig durch erneuerbare Energien nach Maßgabe der §§ 34 bis 41 und nicht durch Maßnahmen nach den §§ 42 bis 45 gedeckt wird,
            [die §§ 34 bis 41 beschreiben verschiedene Arten erneuerbarer Energien zum Heizen, die §§ 42 bis 45 Anschlüsse an Fernwärme, Nutzung von Abwärme, KWK und extreme Niedrigstenergie- bis Passivhäuser.
            Diese Paragrafen finden sich nun allerdings im Teil 2, Neubauten]

            und weiter:

            3. ein bestehendes Gebäude so errichtet oder geändert worden ist oder geändert wird, dass der Wärme- und Kälteenergiebedarf anteilig durch erneuerbare Energien gedeckt wird.
            [Wo da nun der maßgebliche Unterschied zu Absatz 1. liegt, mag sich dem geneigten Leser nicht wirklich erschließen. Vielleicht soll so zwischen Neu- und Bestandsgebäuden unterschieden werden, allerdings interpretiere ich die Vergangenheitsform im Teilsatz von Absatz 1. „ein Gebäude so errichtet worden ist“ ebenfalls als Bestand 😉]

            Diese Passagen sind fast deckungsgleich mit § 10, Grundsatz und Niedrigstenergiegebäude, Absatz (2), Punkt 3.
            [der findet sich im Teil 2, Neubauten, Allgemeines]:
            Das Gebäude ist so zu errichten, dass der Wärme- und Kälteenergiebedarf zumindest anteilig durch die Nutzung erneuerbarer Energien nach Maßgabe der §§ 34 bis 45 gedeckt wird.

            Bisher war es noch ziemlich einfach, das soll sich aber dringend ändern 😃
            Wir wissen nun, dass „Heizkessel, die mit Heizöl oder mit festem fossilem Brennstoff beschickt werden“ sowohl im Neubau, als auch im Bestand nur eingebaut werden dürfen, wenn „der Wärme- und Kälteenergiebedarf anteilig durch erneuerbare Energien gedeckt wird“. Doch was genau, wie hoch ist dieser Anteil?
            Die §§ 35 bis 41 beschreiben unterschiedliche Anteile für unterschiedliche Technologien. Bei solarthermischen Anlagen sind es 15%, bei Strom aus erneuerbaren Energien ebenfalls, bei Geothermie und Umweltwärme (Wärmepumpen) 50%, bei Biomasse ebenfalls 50%.

            Bedeutet das nun, dass 15% schon ausreichen? Oder 50%? Wer weiß…
            Einen Aufschluss darüber könnte §34 geben
            [der sich wie oben erwähnt im Teil 2, Neubauten findet]:
            (2) Die Maßnahmen nach den §§ 35 bis 45 können miteinander kombiniert werden. Die prozentualen Anteile der tatsächlichen Nutzung der einzelnen Maßnahmen im Verhältnis der jeweils nach den §§ 35 bis 45 vorgesehenen Nutzung müssen in der Summe 100 Prozent Erfüllungsgrad ergeben.

            Sind es nun vielleicht sogar 100%? Gilt das nun nur für Neubauten oder wie ganz oben in § 72, Betriebsverbot für Heizkessel, Ölheizungen [im Teil 4, Anlagentechnik] auch für Bestandsgebäude?

            Alle Unklarheiten beseitigt, @Lausi?
            In diesem Sinne, ein Hoch auf die CDU/CSU und das GEG 2020! Ich mach mich jetzt über meine Fassadendämmung her, auch auf die Gefahr hin, dass dadurch die erforderlichen Dämmwerte nach GEG nicht länger eingehalten werden können 😄

            P.S. Ein Energieberater ist bereits verpflichtend bei Neu- und Umbauten im Bestand. Der muss ja schließlich errechnen, ob und welche Maßnahmen sinnvoll sind, ob ggf. die ganz zu Beginn unserer Diskussion erwähnten Ausnahme- und Härtefälle eintreten.

            P.P.S. Was deine Zahlen zum EE-Anteil bei der Stromerzeugung angeht, hinkst du zwei Jahre hinterher. Aktuell liegt der Anteil an der Erzeugung bei knapp 61% und der Anteil am Verbrauch (der Last) bei über 57%
            https://www.energy-charts.info/charts/renewable_share/chart.htm?l=de&c=DE&interval=year

          6. Hallo @Michael

            Ich bin ja kein Jurist, aber als Laie könnte man so einen Gesetzestext auch als Realsatire einstufen…🤣 Na, Hauptsache die Experten und Energieberater steigen da noch durch, und falls nicht, dann ist dieses GEG definitiv das Papier nicht wert, auf das es steht. Und man könnte auch auf die Idee kommen, dass der Ansatz vielleicht schon nicht stimmt, wenn die Konsequenz so ein verschachteltes und schwer verständliches Gesetz ist. Vielleicht sollte man ja am Besten alle Vorgänger-Gesetze ersatzlos streichen und noch einmal mit einem „klaren“ Gesetz bei Null anfangen. Und ob das Ganze dann praxistauglich ist und wirklich den Klimaschutz voranbringt, scheint noch auf einem ganz anderen Blatt zu stehen. Wie gesagt, für mich lautet beim Klimaschutz das Zauberwörtchen „CO2-Effizienz“…

            Ich habe übrigens noch eine kleine Eigentumswohnung in Berlin in einem Haus Baujahr ca. 1910 und mit schöner Stuckfassade, und die dort installierte Ölheizung hat schon 25 Jahre auf dem Buckel… Der Schornsteinfegermeister schrieb dazu der Hausgemeinschaft (im Febr. 2023): „Ihr Heizkessel ist 25 Jahre alt und hat gute Abgaswerte. Er kann länger als 30 Jahre betrieben werden, da es ein Niedertemperaturkessel ist. Wie lange er durchhält ist nicht mit Bestimmtheit vorauszusagen. Sollte er ab dem Jahr 2025 kaputt gehen, darf er aber (so die aktuelle Gesetzeslage) nicht mehr durch einen Ölkessel ersetzt werden. Dann muss – ggf. im Winter – schnell eine andere Lösung gefunden werden.“ Bin gespannt was da noch in den nächsten Jahren auf mich zukommt.

            Interessant finde ich ja auch so genannte Hybrid-Lösungen, also eine Wärmepumpe und Öl- bzw. Gasheizung gleichzeitig im Haus zu haben. Die Öl/Gasheizung könnte dann die Vorlauftemperatur entsprechend „hoch-boostern“ (wodurch ein Austausch der Heizkörper nicht notwendig wäre wie bei einer alleinigen Wärmepumpe) und in sehr kalten Tagen – wo die Wärmepumpe einen schlechten Wirkungsgrad hat – unterstützend eingreifen. Ähnlich einem Verbrenner-Range-Extender bei E-Autos… Aber das sage ich nur mal so als Laie – ohne groß Ahnung zu haben…

            Abschließend noch eine Bemerkung zu dem EE-Anteil bei der Stromerzeugung: Meine Werte habe ich vom Statistischem Bundesamt (s.u.) – und zwar war das die Bruttostromerzeugung. Ob der Brutto- oder der Nettowert dabei der aussagekräftigere ist muss ich noch gedanklich-meditaiv auf mich einwirken lassen…😉

            https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Energie/_Grafik/_Interaktiv/bruttostromerzeugung-erneuerbare-energien.html

          7. Hallo @Lausi,

            Zumindest ist das aktuelle GEG 2024 nun um Welten übersichtlicher und logischer strukturiert. Was Neubauten betrifft, steht unter „Neubauten“, was Bestand betrifft, unter „bestehende Gebäude“, was Heizkessel und erneuerbare Technologien betrifft, findet sich unter „Anlagentechnik“. Kein sinnloses Herumspringen im Text mehr…
            Ansonsten hoffen wir mal, dass euer Ölheizkessel noch bis 2044 durchhält, zum Wohle des Klimas und der CO2-Effizienz 😉

            Stromerzeugung:
            Egal, ob brutto oder netto, in 2023 hat sich die Bilanz Stand heute deutlich zugunsten Erneuerbarer verschoben.
            Bei den Brutto- und Nettowerten der Stromerzeugung verhält es sich ähnlich wie beim Primär- und Endenergiebedarf insgesamt. Hier ist es der miese Wirkungsgrad fossiler Energieträger, der im Vergleich zu Elektrifizierung durch Erneuerbare eminent schlecht ist, dort ist es die zentrale Versorgungsstruktur mit langen Übertragungswegen und viel Eigenverbrauch der Kraftwerke.

            Neben den unvermeidlichen Netzverlusten von aktuell durchschnittlich ca. 7% zählt zu der Differenz auch der Eigenbedarf der Kraftwerke.
            Die Netzverluste sind umso höher, je weiter der Strom transportiert werden muss. Je dezentraler also die Versorgung, desto mehr Strom kommt beim Verbraucher an.
            HGÜ ist dabei unvergleichlich effizienter als Drehstrom-Übertragung. Schade nur, dass sich die leistungshungrigen Südstaaten so viele Jahre dagegen verweigert haben.
            https://www.buergerdialog-stromnetz.de/frage/transportverluste/

            Der Eigenbedarf ist die Strommenge, die eine Erzeugungsanlage für ihren eigenen Betrieb benötigt. Zum Beispiel für die Klimatisierung und die Beleuchtung in Kraftwerken oder für den Betrieb von Kohlemühlen in Kohlekraftwerken (zum Vermahlen von Stein- und Braunkohle).
            Zentrale Stromversorgung über fossile und atomare Großkraftwerke ohne HGÜ-Leitungen verursacht also die meisten Verluste.
            Je dezentraler und/oder je mehr HGÜ-Übertragungsleitungen und je mehr Erneuerbare, desto mehr nähern sich Brutto- und Nettowerte an.

            Gedanklich-meditativ 😉 haben beide Betrachtungsweisen ihre Berechtigung.
            Persönlich ziehe ich ergänzend auch gerne die Anteile am inländischen Eigenverbrauch mit ins Kalkül. Diese Betrachtungsweise berücksichtigt nämlich auch die Tatsache, dass Deutschland in den vergangenen mindestens 10 Jahren enorme Strommengen speziell nach Österreich und Frankreich exportieren musste (bis zu 62 TWh = 11% der Erzeugung nur an diese beiden Länder). Dazu war es nötig, große Mengen mittels Kohlekraft zu produzieren, vor allem in den Wintermonaten. Aus diesem Grund lag der Anteil Erneuerbarer an der Erzeugung immer deutlich unter dem Anteil an der Last.
            In 2023 hat sich die Handelsbilanz insgesamt bisher leicht umgekehrt, wenn auch längst nicht in dem Ausmaß der Exportüberschüsse aus den Vorjahren. Deutschland hat bisher einen Importüberschuss von 14,2 TWh, in erster Linie sind das Erneuerbare. In der jeweiligen Länderbilanz zeigt sich ein Überschuss von 11,1 TWh aus Dänemark und 4,8 TWh aus Norwegen, die Bilanz mit Frankreich ist bisher komplett ausgeglichen (11,4 : 11,4 TWh).

          8. Hallo @Michael,

            Zitat: „Ansonsten hoffen wir mal, dass euer Ölheizkessel noch bis 2044 durchhält, zum Wohle des Klimas und der CO2-Effizienz 😉“ Der war gut…😂

            Ich denke wir beide wollen so viel Klimaschutz wie möglich – d.h. so viel wie die Technik hergibt, und logischerweise so preiswert wie möglich – denn je preiswerter es ist, umso mehr CO2 kann man einsparen. Wie wir ja auch schon vor dem Schuldenbremse-Debakel wissen, ist das Geld ja nicht unbegrenzt verfügbar. Einer sagte mal auch dazu: „Erst mal die tief hängenden Früchte abernten“

            Danke für die Erklärung des Unterschiedes zwischen Brutto- und Nettostromerzeugung – nun habe ich es auch kapiert… Ich denke die Nettostromerzeugung ist für folgende Fragestellung vielleicht der bessere Wert: Wenn ich meine Wärmepumpe/mein E-Auto aus dem Netz speise: Wie viel % ist davon „Fossil-Strom“ und wie viel % davon EE-Strom? Oder anders ausgedrückt: Wie viel CO2 wird pro kWh Netzstrom in die Luft gepustet (wobei ich den CO2-Rucksack durch den Bau des jeweiligen Kraftwerkes einfacher-halber mal unberücksichtigt lasse). Noch komplizierter wird die ganze Sache natürlich durch die Ex- und Importe in die europäischen Nachbarländer. Auch diesen Sachverhalt habe ich noch nicht in Gänze gedanklich-meditativ durchdrungen…😉 Wie auch immer – ich denke wir beide wollen, dass jetzt geklotzt und nicht gekleckert wird… Hoffen wir mal, dass es die Regierung hinbekommt.

          9. Hallo @Lausi,

            „Ich denke die Nettostromerzeugung ist für folgende Fragestellung vielleicht der bessere Wert: Wenn ich meine Wärmepumpe/mein E-Auto aus dem Netz speise: Wie viel % ist davon „Fossil-Strom“ und wie viel % davon EE-Strom?“
            Das ist korrekt, die Nettostromerzeugung ist der Basiswert dafür, was am Ende bei den Verbrauchern ankommt.

            Die Exporte und Importe sind gedanklich-meditativ 😉 auch nicht ganz leicht zu durchdringen, weil doch ziemlich komplex.
            Sehr vereinfacht und ohne Anspruch auf Vollständigkeit könnte man es so zusammenfassen:

            In jedem Land laufen träge und relativ unflexibel bzw. langsam regelbare Grundlast-Kraftwerke. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Dazu kommen als krasses Gegenteil die volatilen Erneuerbaren. Ist die Wetterlage dafür besonders günstig – sagen wir einmal sehr sonnig und zugleich windig – passieren mindestens zwei Dinge gleichzeitig. Die Börsenpreise sinken aufgrund der Merit-Order und der nicht vorhandenen Grenzkosten von Erneuerbaren (Wind und Sonne kosten ja nichts). Gleichzeitig entsteht ein Überangebot, weil sich die Grundlastkraftwerke nicht einfach abschalten oder sonderlich schnell und weit herunterregeln lassen. Aus dem Grund wären ja Gaskraftwerke prinzipiell die perfekte Ergänzung, weshalb man sie auch eher Residuallast- statt Grundlast-Kraftwerke nennt. Erschwerend kommt hinzu, dass der Strom aus dem Norden Deutschlands nicht in ausreichender Menge ohne Netzüberlastung nach Süden transportiert werden kann.

            Wenn der Strom in einem Land nun gerade besonders günstig und in entsprechender Menge verfügbar ist, importieren natürlich die anderen Länder von dort den Strom, bevor sie zusätzliche eigene teure Kraftwerke anschmeißen oder weiter hochfahren.
            Ist im umgekehrten Fall gerade eine maue Wetterlage, importiert DE erst einmal grünen Strom aus norwegischen Wasserkraftwerken, dann Atomstrom aus FR und CZ, soweit verfügbar und günstiger als die eigenen Kohle- oder Gaskraftwerke. Das machen die Energieversorger im freien Markt und nicht die Politik – und da im Speziellen der Wirtschaftsminister – wie es die Populisten immer so gerne wie falsch darstellen 😉
            Es gibt eine sehr gute und interessante Statistikseite in der sich diese internationalen Stromflüsse gut nachvollziehen lassen:
            https://www.energy-charts.info/charts/import_export/chart.htm?l=de&c=DE&interval=year&year=2023

            Wenn du mit der Maus über den äußeren Ring fährst (wo die Länderkürzel stehen), erscheint die Gesamtbilanz. Bei DE sind das 65,4 TWh Import und 51,1 TWh Export. Die farbigen Verbindungen zeigen dir die Ströme zwischen den einzelnen Ländern. Dort fällt auf, dass die Bilanz Deutschlands mit sehr vielen Nachbarländern ziemlich ausgeglichen ist. Nur gegenüber Österreich und Luxemburg besteht ein deutlicher Exportüberschuss, während die Importüberschüsse praktisch ausschließlich aus Dänemark und Norwegen generiert werden.

            Ganz anders sieht es natürlich 2022 aus, als DE große Exportüberschüsse von fast 27 TWh zu verzeichnen hatte (einfach oben rechts das Jahr wechseln). 15 TWh gehen auf das Konto Frankreichs und 16 TWh auf Österreich. Das hat zwei komplett unterschiedliche Gründe.
            Österreich ist und war noch nie in der Lage, seinen Strombedarf auch nur ansatzweise selbst zu decken. Dort setzt man zum Großteil auf Wasserkraft, danach folgt Erdgas. Nun sah man sich 2022 mit mehreren Problemen gleichzeitig konfrontiert: Wenig Wasserkraft aufgrund der Dürre und den stark zurückgegangenen Gletschern und der Gaspreisexplosion. Also musste Österreich über 20 TWh Importüberschüsse insgesamt in Kauf nehmen. Das war allerdings noch immer deutlich günstiger als die Erzeugung mit Erdgas. Dafür rühmt man sich, den zweithöchsten Anteil Erneuerbarer in Europa zu haben. Kein Wunder, wenn man ein Drittel des Stromverbrauchs importiert 😅
            Frankreich dagegen musste wegen der massiven Ausfälle seiner Atommeiler sehr viel Strom in DE und bei @Helmut aus Spanien 😄 einkaufen. Das ist üblicherweise vor allem von November bis Februar der Fall, 2022 war es allerdings fast durchgängig so.

            Und daraus resultierte 2022 auch ein Problem für DE, weil für die ständige und hohe Nachfrage aus beiden Ländern viel mehr teure fossile Kraftwerke betrieben werden mussten, als nötig gewesen wäre. Und hier schlug dann die Merit-Order gnadenlos zu, teure Kraftwerke mit hohen Grenzkosten rutschten in die Order, was den Strom für deutsche Kunden ebenfalls massiv nach oben trieb.
            Der Mehrbedarf dieser beiden Länder konnte leider nicht ansatzweise mit sauberen und günstigen Importen aus DK und NO kompensiert werden.

          10. Hallo @Michael,

            erst mal Danke für deinen ausführlichen Post auf den ich nun mit etwas Verzögerung antworten möchte – ich hoffe du bemerkst es noch…

            Was die Strom-In- und Exporte in die Nachbarländer betrifft, so hat sich bei mir nach einer tiefen Meditation folgende Erkenntnis herausgeschält 😉: Hinsichtlich der Frage wie der Strom-Mix für den Verbraucher aussieht (Anteil fossiler Stromerzeugung, EE-Stromerzeugung und Atomkraft) müssen die In- und Exporte natürlich berücksichtigt werden. Keine Ahnung, ob das bei deinem Link zur Nettostromerzeugung berücksichtigt ist. Also wenn z.B. Österreich Kohlestrom aus Deutschland bezieht, dann geht der damit verbundene CO2-Ausstoss natürlich auf die Kappe von Österreich. Und wenn Deutschland Atomstrom aus Frankreich bezieht, kann sich der deutsche Verbraucher diesen quasi CO2-freien Strom „anrechnen“. Ist doch eigentlich ganz logisch, oder?

            Und was die fossilen Grundlastkraftwerke betrifft: Ziel muss natürlich sein die Stromproduktion dieser Kraftwerke drastisch zu reduzieren, und irgendwann möglichst auf Null zu bringen. Eine klimafreundliche Ergänzung zu der EE-Stromerzeugung kann nur die Speicherung dieses EE-Stroms sein – womit diese (fossilen) Kraftwerke dann auch überflüssig werden würden. Deswegen ist die Entwicklung dieser Speichertechnologien auch so wichtig, und es gibt auch schon viele interessante Technologien, die einerseits einen akzeptablen Wirkungsgrad haben und andererseits nicht zu kostenintensiv sind. Auf der anderen Seite ist es aber auch wichtig die benötigte Speicherkapazität auf ein Minimum zu reduzieren, was nur durch zwei Maßnahmen erreicht werden kann: Der Auf- und Ausbau eines europaweiten HGÜ-Netzes und eine Flexibilisierung der Stromnachfrage durch den Verbraucher.

            Eigentlich alles machbar und auch bezahlbar – es braucht nur den politischen Willen dazu. Das Schöne an den EE’s ist ja, dass sich diese über die Zeit amortisieren, zumal nichts für Öl, Gas & Kohle bezahlt werden muss. Es sind nur hohe Anfangsinvestitionen von Nöten, die sich dann aber über die Zeit bezahlt machen. Also bitte ein Sondervermögen für die Energiewende ins Grundgesetz rein schreiben. Aber dieses Geld nur dann ausgeben, wenn auch meine geliebte „CO2-Effizienz“ dabei stimmt. 😄 Ach ja, und auch diese elende Merit-Order abschaffen, die die Strompreise nur unnötig teuer machen…

          11. Hallo @Lausi,

            die Merit-Order ist prinzipiell schon ok, sie wird nur immer zum Problem, wenn Frankreich, Österreich und die Schweiz im Winter deutschen Kohlestrom benötigen.

            Nach einer tiefen Meditation 😉 zur CO2-Bepreisung hat sich bei mir folgende Erkenntnis herausgeschält: Folgender nt-v-Artikel spricht Entwicklungen an, die Merit-Order und GEG im Vergleich wie kleine Schulbuben aussehen lassen.
            https://www.n-tv.de/politik/CO2-Handel-auf-Kosten-der-Afrikaner-article24573026.html

          12. Hallo @Michael,

            zu dem von dir verlinkten Artikel folgende Bemerkungen:

            Wie du weißt bin ich ja ein großer Fan der CO2-Bepreisung, und bin da ganz auf einer Linie mit der CDU…😂 Was nun den CO2-Zertifikate-Handel zwischen den ölproduzierenden Ländern und einigen afrikanischen Länder betrifft, so habe ich einige Fragen dazu (trotz meines soliden Halbwissens) und auch folgende Meinung:

            Ich halte nichts davon natürliche Kohlenstoffsenken in den CO2-Zertifikatehandel mit aufzunehmen – viel zu schwer zu berechnen und zu überwachen, und auch – wie man sieht – sehr missbrauchanfällig. Für den Erhalt und vielleicht auch Ausbau der natürlichen Kohlenstoffsenken sollten andere Instrumente gefunden werden – vielleicht ein internationaler Fond, der die Länder mit tropischen Regenwald bei dem Erhalt ihrer Wälder/Senken finanziell unterstützt.

            Was ich bei dem Artikel nicht verstehe:

            Was für ein CO2-Handelssystem soll das sein? Soviel ich weiß gibt es noch kein internationales CO2-Emissionshandelsystem – mit Ausnahme der EU. Wie also kann z.B. Kenia irgendwelche international gültige CO2-Zertifikate anbieten?

            Warum brauchen Länder wie z.B. Saudi-Arabien für ihren Öl-Export CO2-Zertifikate? Gilt der Emissionshandel nicht für die Freisetzung von CO2 (d.h. dem Verbrennen von fossilen Brennstoffen) und nicht für die Förderung von Kohle, Öl & Gas? Aber vielleicht braucht Saudi-Arabien diese Zertifikate auch für den immensen Pro-Kopf-Verbrauch ihrer eigenen Bürger?

            Der Preis von 6,20 Dollar pro Tonne CO2 ist natürlich ein Witz und bringt rein gar nichts. Erst ab Preisen von 50 bis 100 Dollar setzt eine erste zarte Wirkung ein…

            Und wenn afrikanische Länder für ihre Kohlenstoffsenken Geld kassieren, zahlen sie dann auch wenn Urwald abgeholzt wird?

            Wenn man weiß wie korrupt die meisten afrikanischen Regierungen sind, können einem bei diesem Missbrauch des CO2-Zertifikatehandel nur die Haare zu Berge stehen… Und die indigenen Völker in den Urwäldern sind die Letzten, die für Abholzung verantwortlich sind…

            Hier ein paar Wikipedia-Artikel zu Emissionshandelssysteme:

            https://de.wikipedia.org/wiki/Emissionsrechtehandel

            https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Emissionshandelssysteme

            https://de.wikipedia.org/wiki/Kyoto-Protokoll

        2. Stimmt solche Investitionen lohnen sich gar nicht, denn spätestens nach 20 Jahren wird ein Haus ja wieder abgerissen – wie soll sich da was amortisieren. Da hilfts auch nicht, wenn solche unqualifizierten Behauptungen schon zigfach widerlegt wurden.

          1. @Domi – was soll Ihre (schwachsinnige) Bemerkung, dass Häuser spätestens nach 20 Jahren wieder abgerissen werden? Und welche unqualifizierte Behauptung wurde bitteschön schon zigfach wiederlegt? Falls Sie mir antworten wollen, so können Sie sich auch gerne meine Antwort auf @Michael durchlesen. MfG, Lausi

        3. @Lausi
          Da ist dem Mod wohl etwas zeitlich durcheinander geraten (siehe Uhrzeit meines Posts). Wie ich sehe sind Sie ja immerhin offen für Erklärungen. Ich finde es nur immer schlimm, wenn man nach Hörensagen behauptet, dass sich bspw eine Dämmung nicht amortisiert eben weil ein Haus nicht nach 20 Jahren wieder abgerissen wird und sich diese Investition auf lange Sicht praktisch immer lohnt. Hängt Natürlich auch von der persönlichen Situation ab – bin ich 80 oder 40 – aber auch dann macht eine solche Investitionen, wenn ich den kann und will, Sinn, den irgendwer wird investieren müssen (Erben, Käufer…). Und genau dafür gibt es Energieberatung um die Möglichkeiten aufzuzeigen.

      2. werter Herr Namensvetter, mein Name wurde mit Bedacht gewählt und ist satirisch gemeint (bitte schlagen Sie selbst nach). Im übrigen sind Schulden die Ursache allen Übels, sie wurden erfunden um Kriege zu finanzieren um Menschen zu töten. Im Übrigen ist es ja so toll ein Haus auf Kredit zu kaufen um es mit Zinsen doppelt zu bezahlen. Das Ergebnis sieht man aktuell bei Signa und in der früheren Geschichte beim Peranuts-Schneider.

  10. @curry,
    —der Freiheit über Demokratie stellt. Mensch wird zum Wort ohne Plural—

    Erst kommt zwingend immer die Freiheit,dann die Würde und das alles für den einen Mensch .
    Die Demokratie ist eine Folge davon.
    Um es gleich vorweg zu nehmen, mit der Freiheit kommt zwingend das Eigentum und mit diesem
    auch Vertragsfreiheit.
    Das sind die Säulen unserer heutigen Welt ,deswegen wurden Kriege geführt und Verfassungen geschrieben.
    Worüber sie schreiben und was sie monieren sind unterschiedliche Intelligenzquotienten,das hat aber mit den
    Systemen nichts zu tun . Wo gleiches Recht für alle gilt, sind das dann die unausweichlichen Konsequenzen.
    Wenn sie da ran wollen bewegen sie sich undemokratisch. Folgerichtig müssen sie dann erstmal gleiches Recht für nur manche implementieren. Und diese sagen dann den –starken Schultern– ,dass sie mehr tragen müssen. Die Frage — warum eigentlich– steht bis heute unbeantwortet im Raum. Wo doch eigentlich gleiches Recht für alle gilt.
    Jedesmal wenn von außen an diese Säulen getreten wird kommt gibt es Probleme. Einerseits von Superbrainpolitikern oder auch den vertragsfreiheitlichen Geschäftemachern wie zB. Pfizer ,die unendeckt die
    anderen über den Tisch ziehen. Aber auch das ist nur ein IQ Differenzproblem.

    1. @klempner
      Leider kann ich Ihrem überragendem Intelligenzquotienten nicht im Ansatz folgen.
      Auf mich wirkt Ihr verwirrtes Geschreibe wie ein chaotisches und unstrukturiertes Konglomerat aus willkürlich durchmischten Teilgedanken von Soziologie, Politologie, Ökonomie und Philosophie.

      Könnten Sie bitte eine kausale und nachvollziehbare Struktur in Ihre Gedanken bringen und diese dann in verständlichen Worten und ansatzweise sinnvollen Satzgebilden formulieren?

      Also etwas in der Art: Am Anfang gab es Diktaturen, Königreiche und den Adel. Diese beherrschten ihre Untergebenen mit Gewalt und pressten sie bis aufs Blut aus. Das führte irgendwann zu Revolutionen. Daraus bildeten sich erste rudimentäre Ansätze von Verfassungen, Demokratien und Ideen wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Gestohlenes Eigentum wurde von oben wieder umverteilt, gesellschaftliche Hierarchien in ihrer grundlegenden Struktur verändert hin zu…

      Derart Triviales – und das auch noch einfach und verständlich formuliert – mag zwar Ihren außergewöhnlichen Intellekt beleidigen, doch nur so kann es Ihnen gelingen, dass Ihre sicherlich sehr wichtigen Botschaften auch korrekt beim weniger begabten Empfänger ankommen.

      1. @curry, entschuldigen sie bitte ,ich weiß,das ist einer meiner grössten Fehler und hat auch schon oft zu Missverständnissen geführt . Ich setze immer unbewusst Sachen des Gegenübers voraus ,die er unmöglich
        aus der Sachlage abgeleitet wissen kann.

        Will sagen ,die Freiheit und die Demokratie gehören fest zusammen und bedingen sich. Erst muss Freiheit sein und dann und nur dann kann die Demokratie seinen Grenznutzen für den einzelnen Mensch erreichen .
        Mit der Freiheit kommt allerdings unweigerlich auch das Eigentum. Und damit auch eine quantifizierbare
        soziale Messgröße und damit auch der negativ wirkende Neid.
        Wer diese Kausalkette reverse proklamiert befindet sich automatisch auf undemokratischen Holzwegen.
        Die aller Erfahrung nach die Gegebenheiten verschlechtern .

        1. @klempner
          So wirklich schlau werde ich auch aus Ihrer neuen Beschreibung nicht. Ausgangspunkt war doch die Bemerkung von @curryculum: „Ich bin für die Abschaffung aller Subventionen – insbesondere der für die Energiewende. Lieber einen freien Markt und Wohlstand.“

          Worauf ich ihm geantwortet habe, dass niemand etwas einzuwenden hätte gegen „freien Markt und Wohlstand“, wenn zwischen den beiden Begriffen ein allgemeingültiger kausaler Zusammenhang bestünde. Meine Bedenken laufen darauf hinaus, dass allzu libertäre Denkweisen und marktradikale volkswirtschaftliche Theorien den Markt als anthropomorphes und gleichzeitig gottähnliches Wesen glorifizieren, der individuelle Freiheit weniger Privilegierter über jegliche Demokratie stellt und dabei letztlich nur sinnlos überbordenden Wohlstand für die reichen Eliten schafft.
          Ich habe mich klipp und klar bei Freiheit auf hemmungslos unregulierte Märkte bezogen, nicht auf den allgemeinen politisch-soziologischen Freiheitsbegriff in der Gesellschaft.
          Nur haben Sie leider den expliziten Bezug auf Märkte bewusst, fahrlässig oder versehentlich ausgeklammert, und dafür ohne jeden Anlass Eigentum und Vertragsfreiheit mit ins Spiel gebracht, um den Zusammenhang noch weiter zu verzerren.

          Sie philosophieren von strengen Kausalketten, fast als wären die ein Naturgesetz: Freiheit führt zu Demokratie + Eigentum.
          Am Beispiel der USA habe ich aber aufgezeigt, dass Libertarismus nur bei relativ wenigen Marktteilnehmern zu Eigentum führt und Errungenschaften großteils verhindert oder wieder zerstört, die wir für eine entwickelte Demokratie als selbstverständlich erachten (medizinische Versorgung, Sicherheit, öffentliche Hygiene, eine gewisse allgemeine Minimal-Grundbildung in allen Gesellschaftsschichten, ausreichende Ernährung).

          Sie unterscheiden zudem nicht zwischen »Freiheit von etwas«, also der traditionellen, im europäischen Denken zentralen Forderung nach Unabhängigkeit und Abwesenheit von Zwang und Unterdrückung, und der »Freiheit für etwas«, d. h. der inhaltlichen Bestimmung, der tatsächlichen Umsetzung und letztlich der Übernahme von Verantwortung für das, was ohne Zwang und Unterdrückung getan (oder unterlassen) wird.
          Historisch betrachtet, lag – und liegt in weiten Teilen noch immer – das Privileg von Freiheit, Unabhängigkeit, Abwesenheit von Zwang und Unterdrückung und „demokratischer“ Einflussnahme unter maximaler Vermeidung von Gleichheit bei Minderheiten. In der Antike waren es städtische Bürger und Adel, später in Abstufung gesellschaftliche Schichten in Abhängigkeit von der jeweiligen Stellung – fast immer fußend auf Geburt und Abstammung. Erst gewaltsame Revolutionen oder Aufstände von Sklaven, Dienern, Arbeitern und gewerkschaftliche Organisation schufen die Grundlage für die neuzeitliche Definition des Begriffes.

          So gesehen, stehen am Anfang Ihrer scheinbar naturgesetzlichen Kausalkette erst einmal Gewalt, Umsturz, Umverteilung, Verhandlungen, Relativierung von Kapital und Boden in der Wertschöpfungskette zugunsten der Neubewertung von Arbeitskraft. Nicht Freiheit per se schuf jemals Demokratie, sondern die Furcht der Herrschenden vor Gewalt und Umsturz. Daraus entwickelte sich das Prinzip von »divide et impera«. Heute bedeutet dies, gerade so viele Brotkrumen zu verstreuen, dass der gewünschte Dämpfungseffekt eintritt; Menschen in Untergruppen mit einander widerstrebenden Interessen aufzuspalten und gegeneinander aufzuhetzen; Feindbilder zu schaffen, die von der eigenen Verantwortung ablenken.
          Freiwillig hat und hätte von den privilegierten Freien niemals einer den Weg von Demokratie und Gleichberechtigung eingeschlagen. Im Gegenteil, je freier diese Kreise heute sind, desto mehr drehen sie die goldenen Luxusuhren wieder zurück.

          In diesem Sinne retourniere ich Ihre etwas klapprige und hölzerne Weisheit: „Wer diese Kausalkette reverse proklamiert befindet sich automatisch auf undemokratischen Holzwegen.“

          Doch um wieder auf die Ausgangssituation von staatlichen Subventionen und Interventionen zurückzukommen: Wir befinden uns seit spätestens 2020 in einer unablässigen, nie dagewesenen, sich mehr und mehr aufschaukelnden Wellenformation neuer Krisen und Ausnahmesituationen. Alle wirtschaftlich relevanten Länder dieser Erde verhängten Ausnahmesituationen in der Covid-Pandemie, sehr viele – vor allem Europa – litten unter dem Shutdown Chinas und der Folgen; danach noch viel mehr unter dem Wegfall billigsten Erdgases aus Russland – einer völlig naiv und blauäugig als selbstverständlich vorausgesetzten Ressource für Wohlstand und Entwicklung. All dies musste in kürzester Zeit ausreichend kompensiert und substituiert werden. Dazu gesellt sich seit längerem die Transformation durch Verpflichtungen aufgrund der Klimakrise.

          Man könnte also durchaus mit Fug und Recht argumentieren, Europa und damit Deutschland befindet sich in einer Ausnahme- oder Notsituation, die Subventionen und staatliche Eingriffe legitimiert, bis freie marktwirtschaftliche Mechanismen wieder ihre mirakulösen Selbstheilungskräfte auch für die große Allgemeinheit entfalten können.
          Und weil es zu dem Thema so perfekt passt, ein Zitat aus Wikipedia:
          „Unverzichtbarer Garant für die Etablierung demokratischer Freiheit ist laut Salzborn die Staatssouveränität. Wer Freiheit wolle, brauche Sicherheit, auch wenn damit eine unbegrenzte persönliche Freiheit nicht vereinbar sei. Ohne das Gewaltmonopol des Staates mit seiner Verfügungsgewalt über den Ausnahmezustand sei Freiheit nur in Zeiten innerer und äußerer Stabilität unbedroht.“

          1. @curri, sorry hölzern ist es deswegen ,weil ich versuche maximalen Inhalt in einen Satz zu fassen.Mir fehlt die Zeit für lange Texte. Die meisten Sachen kann man tatsächlich kurz halten .

            Ich kürze da mal wieder ab.
            Das Gewaltmonopol und Staatssouveränität ist unstrittig,weil ich sonst selber schiessen müsste.
            Das mit den Krisen hinkt,Krise ist ,wenn man es nicht beeinflussen kann. Könnte man aber und gewählt wird man ,um es dann zu müssen,das Beinflussen. Man will aber nicht und da liegt der Hund begraben. Jeder Idiot kann mit viel –Geld– viel bewirken ,aber das ist das falsche Ziel ,denn das viele Geld gehört anderen Leuten und verlangt verantwortliches handeln.Und zwar im Sinne des Geldgebers –Bürger–Steuerzahler. Genau wegen der missachteten demokratischen Freiheit holt der sonst die Mistgabeln raus und stellt reale Demokratie wieder her. Da sind wir ja einer Meinung.

            Wir haben auch keine Krisen, die — nur und nur durch mehr Schuldenaufnahme behandelt werden kann.
            Das Grundgesetz oder auch die Menschenrechte schützen die Mistgabelhalter vor dem Gewaltmonopol. Und ist kein Regelwerk innerhalb der Mistgabelhaltergruppe.Das ist auch der reale Grund ,warum das kriminelle System Scholz und co.so gestoppt werden musste. Denn sie haben die Mistgabelhalter bestohlen und das ist illegal.

            Entschuldigen sie, was sie hier machen ist politische Propaganda .
            Das Notwendige :Demokratie,Freiheit,Vertragsfreiheit,Rechtssicherheit,Gewaltmonopol etc. kann
            mit einem Bruchteil der hier in Rede stehenden Summen bewältigt werden .Oder wollen sie behaupten der Staat kann dieser Aufgabe nur mit der Verdoppelung der Staatsausgaben erfüllen?
            Das wären aber teure Richter ,Soldaten,Politiker und Polizisten.

          2. Zitat Curriculum: „Man könnte also durchaus mit Fug und Recht argumentieren, Europa und damit Deutschland befindet sich in einer Ausnahme- oder Notsituation, die Subventionen und staatliche Eingriffe legitimiert, bis freie marktwirtschaftliche Mechanismen wieder ihre mirakulösen Selbstheilungskräfte auch für die große Allgemeinheit entfalten können.“

            Das ist ein Zirkelschluß oder eine geistige Sackgasse. Subjektive Kriterien können nie als Beweis der Kausalität non-kausaler Ereignisse (der ganze Vortext als Beispiel genommen) dienen. Die Zukunft in komplexen Systemen ist immer nicht-kausal. Einfache Modellierungen helfen da nicht.

          3. @klempner
            Sie unterstellen mir politische Propaganda und deuten gleichzeitig selbst zwischen den Zeilen an, dass Covid-19, Putins Gasabschaltungen, der Krieg in der Ukraine und der Klimawandel keine Krisen waren oder seien, weil man sie leicht ohne großen finanziellen Aufwand hätte „beeinflussen“ können. Nach dem Motto, bei Covid hätte man gar nichts tun müssen, für billiges Gas müsste man nur Nord Stream 2 öffnen, der Krieg ist nicht unser Krieg und die globale Klimaerwärmung kommt in erster Linie vom Wasserdampf. Letzteres hatten Sie zumindest schon mehrfach so angedeutet, wobei sich nur die Frage stellt, woher der viele Wasserdampf so urplötzlich ohne vorherige Erwärmung durch andere Faktoren kommt.

            Das alles mag Ihre persönliche subjektive Meinung sein und Sie besitzen natürlich auch das Recht, diese zu äußern.
            Doch so wie Sie es tun, ist es ein Hochstilisieren in den Rang von wissenschaftlicher, empirischer Allgemeingültigkeit. Sie erheben Ihre Ansichten in den Status nachweisbarer Fakten und verleihen ihnen damit einen Nimbus von unumstößlicher Wahrheit.
            Doch die Wahrheit ist, es sind nur reine Behauptungen. Um diese nicht beweisen oder näher begründen zu müssen, reden Sie sich auf Zeitmangel hinaus.

            All das wäre Legitimation genug, um auch Ihnen politische Propaganda und – wie Sie es zuvor getan haben – eine undemokratische Einstellung zu unterstellen. Ich sehe aber davon ab, weil ich davon ausgehe, dass Sie hier nur Ihre subjektive Einschätzung äußern. Leider tun Sie das auf eine Art und Weise nahe an der Grenze zu Diffamierung und übler Nachrede (undemokratisch, kriminelles System, politische Propaganda).

            Der Diskurs mit Ihnen war dennoch irgendwie interessant und aufschlussreich, auch wenn dabei keinerlei Erkenntnisgewinn erzielt werden konnte – mit Ausnahme der Offenlegung einiger Ihrer charakterlichen Eigenschaften.

          4. @klempner

            Jetzt kommen Sie wieder mit den ollen Kamellen. Ja, der PCR misst die Virenlast. Wenn Viren vorhanden sind, dann ist man auch infiziert. Und die naechste olle Kamelle kommt gleich hinterher: DIe Impfung schuetzt nicht vor Uebertragung und Infektion. Dies wurde auch so kommuniziert. Was Sie natuerlich bewusst unterschlagen ist die Tatsache, dass die Impfung das Rsiko einer Infektion sowie die Schwere der Erkrankung signifikant vermindert. Ist uebrigens bei Grippeimpfungen genauso der Fall.

            Und zum Wasserdampf: Wann entsteht Wasserdampf? Wenn es kaelter oder wenn es waermer wird? Je waermer, je mehr Wasserdampf. Und warum wird es waermer? Genau, wegen anderer Gase. Wasserdampf verhält sich in einer grundlegenden Weise anders als CO2: Er kann kondensieren und sich niederschlagen. Wenn Luft mit hoher Feuchtigkeit abkühlt, kondensiert ein Teil des Wasserdampfes zu Wassertröpfchen oder Eispartikeln und fällt als Niederschlag aus. Die übliche Verweildauer von Wasserdampf in der Atmosphäre beträgt zehn Tage. Der Fluss von Wasserdampf in die Atmosphäre aus anthropogenen Quellen ist um einiges geringer als aus “natürlicher“ Verdunstung. Daher hat er einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Gesamtkonzentrationen und trägt nicht signifikant zum langfristigen Treibhauseffekt bei. Dies ist der Hauptgrund dafür, dass troposphärischer Wasserdampf (üblicherweise unterhalb von 10 km Höhe) nicht als anthropogenes Gas betrachtet wird, das zum Strahlungsantrieb beiträgt.

            Anthropogene Emissionen haben hingegen einen signifikanten Einfluss auf Wasserdampf in der Stratosphäre, der Schicht in der Atmosphäre oberhalb von etwa 10 km Höhe. Erhöhte Methankonzentrationen (CH4) aufgrund von Aktivitäten des Menschen führen über Oxidation zu einer zusätzlichen Wasserquelle, was die beobachteten Veränderungen in dieser Schicht der Atmosphäre teilweise erklärt. Diese Änderung des stratosphärischen Wassers hat Einfluss auf die Strahlung, wird als ein Antrieb betrachtet und kann abgeschätzt werden. Die stratosphärischen Wasserdampfkonzentrationen schwankten in den letzten Jahrzehnten signifikant. Das volle Ausmaß dieser Schwankungen wird noch nicht ganz verstanden und ist wahrscheinlich weniger ein Antrieb als ein Rückkopplungsprozess, der zur natürlichen Variabilität hinzukommt. Der Beitrag von stratosphärischem Wasserdampf zur Erwärmung, sowohl als Antrieb wie auch durch Rückkopplung, ist sehr viel kleiner als der durch CH4oder CO2.

  11. @curri,nichts gegen sie persönlich,schönes deutsch,gut zu lesen ,wunderbar.
    Wissen sie mit wissenschaftlich ist das so eine Sache ,denn am Anfang steht immer ein Verdacht des Falschen
    an der vorherrschenden Theorie.Sie brauchen auch keine nicht existierenden 98% aller Wissenschaftler ,um eine Theorie in ihrer allumfassenden Wahrheit anzuzweifeln.Frei nach Einstein reicht dazu eine gegenläufige
    Theorie.
    Die Frage ist immer ,wer ist in der Beweislast. Ich als Kritiker ohne Macht und Entscheidungsgewalt.Oder,die Entscheider ,die reale Auswirkung in der Realität erwirken. Dieses juristische richtige und notwendige Grundprinzip wird immer als erstes konterkariert. Sie sagen mir, beweisen sie . Falsch,die Enscheider müssen alle Zweifel ausräumen.Die wollen ja was von mir und nicht umgekehrt. Da es oft nicht möglich ist ,ändert man in der Disskusion oft den Nenner ,auf den Bezug genommen wird,weil dann die vermeindliche Beweisbarkeit wieder hergestellt werden kann.

    1. Zu Corona,die Wurzel aller Zahlen ist der PCR Test,der weist aber keine Infektion nach und ist nur für Laborzwecke . Die Impfung wurde laut Kaufvertrag mit Pfizer ,ohne Schutz vor Übertragung und nicht immunisierend–das ist der Zweck einer Impfung— milliardenfach bestellt und gekauft.
    2. Wenn sie Geld für einen Freund ein Handy kaufen,2 Anbieter bei Wladimir AG kostet es 100 und bei Joeys
    kostet es 700 ,ihr Freund gibt ihnen aber nur 140 mit ,dann kaufen sie bei Joeys ?? Ich sehe den wissenschaflichen Ansatz nicht.
    3. Wasserdampf ist quantitativ das einflussreichste Klimagas ,es wird in den Modellen,wegen Unmöglichkeit nicht mit eingerechnet. Und dummerweise haben die auch eine relativ hohe Streuung im Ergebnis.
    Muss ich jetzt erst Klimawissenschaftler werden ,um sagen da gibt es offenkundig Probleme.
    Ich spreche nicht von Weltuntergang und Generationenproblemen ,die sogar bis ins Verfassungsgericht influenced worden sind. Die Taten Deutschlands spielen im Bezug auf globale Klima keine ,ich wiederhole, keine signifikante Rolle.

    Schlussendlich stelle ich gar keine Theorien ,die sie lieber curri per Gesetz bezahlen müssten auf. Das was hier steht ist ein Logikframe auf 4. Klasse Grundschulniveau. Zusätzlich lebe garnicht in DE ,prinzipiell ist mir das völlig wurscht ob EON dicke Rechnungen verschickt.

    Und wenn das oberste Gericht das System Scholz verurteilt und ich nenne ihn kriminell ,dann befolge tief demokratisch und rechtsstaatlich deutsches Verfassungsrecht.

    Das Teure an den Krisen war und ist alles Politikerverschuldet und hausgemacht,weil vermutlich nicht einmal
    ein Logikframe auf 4.Klasseniveau vorherrscht.
    Tut mir leid ,aber dafür kann ich leider auch keine Quellennachweise liefern ,Asche auf mein Haupt.

    1. @klempner, sorry, wenn ich mich hier einklinke, aber Ihr Argument der Wissenschaftlichkeit und des „Verdachts des Falschen“ ist mir etwas aufgestoßen. Wer trägt die Beweislast? Nun, erst einmal kann jeder Wissenschaftler eine eigene Gegenthese formulieren oder eine bestehende These in Zweifel ziehen. Das muss allerdings auf wissenschaftlicher Basis passieren, es reicht nicht aus, wenn sich ein politischer Schreihals oder Lobbyist hinstellt und aus ideologischen Gründen oder wirtschaftlichem Eigeninteresse etwas nicht glauben mag.

      Seine Zweifel an einer bestehenden These, wie auch seine eigene These müssen ebenso ein mehrstufiges Peer-Review-Verfahren durchlaufen, wie die Publikationen jedes Wissenschaftlers. In diesem Verfahren haben alle Seiten mehrfach die Möglichkeit, sich zu jedem erdenklichen Punkt in den Arbeiten zu äußern, Auffälligkeiten oder Fehler zu korrigieren und Änderungen vorzunehmen. Daran sind meistens tausende von Wissenschaftlern beteiligt, speziell beim hochkomplexen Thema Klima. So funktioniert Wissenschaft, so werden Fortschritte erzielt und bessere Theorien und Modelle entwickelt.
      Naturwissenschaften sind keine Mathematik, also kann es immer nur möglichst hohe Wahrscheinlichkeiten durch Konsens und empirische Evidenzen, aber keine 100% Wahrheit geben.

      Restzweifel werden immer bestehen bzw. neu hinzukommen. Und dennoch gilt das Modell als das beste und anerkannteste, das mit der höchsten Wahrscheinlichkeit die meisten Phänomene und auch Zweifel erklären kann. Kritik und Zweifel sind stets willkommen und völlig legitim. Wer allerdings nur immer als Dauerkritiker, um nicht zu sagen Dauernörgler, auf den Plan tritt, ohne selbst irgendwelche eigenen Alternativen anzubieten, steht auf tönernen Füßen und wird recht schnell unglaubwürdig und unseriös.

      Das ist alles andere als 4. Klasse Grundschulniveau. Das hätten Sie vielleicht gerne, weil Ihnen sowohl das Wissen und die Quellen fehlen, als auch das Verständnis und schon gar nicht die Zeit dafür ausreicht, wie Sie selbst zugeben.
      Also akzeptieren Sie doch einfach, was @Curriculum in seinem letzten Post vorgeschlagen hat. All das zuvor Gesagte ist nur Ihre subjektive Meinung, die Sie nicht belegen können und wollen, aber selbstverständlich gerne äußern dürfen. Zudem ist es Ihnen nach eigenem Bekunden ohnehin völlig wurscht, weil Sie auf Ihrer Robinson-Crusoe-Insel fernab vom Weltgeschehen leben.

      Und übrigens: Als kriminell wird ein Verhalten bezeichnet, das gegen jeweils bestehende strafrechtliche Normen verstößt. Das BVG hat Scholz weder „verurteilt“, noch wurde gegen das Strafrecht verstoßen. Somit handeln oder argumentieren Sie nicht „tief demokratisch und rechtsstaatlich“, sondern wandeln ganz genau so „nahe an der Grenze zu Diffamierung und übler Nachrede“, wie es Ihnen von @Curriculum ganz richtig erklärt wurde.

  12. P.S. auch meine fahrlässige Rechtschreibung hat 4 .Klasseniveau ,geschenkt ,ich hoffe es ist lesbar.

    Und zu meiner Meinung ,da sie sie hier ansprechen,die ist noch eine ganz andere.
    Nur die kann ich als 4 . Klässler tatsächlich nicht lückenlos nachweisen. Das wäre auch noch schöner
    wenn der erzwungene Geldfluss in Billionenhöhe so einfach zu entschlüsseln wäre. Wissen sie zu Billionenvermögen kommt man in Regel erst mit höherem Ausbildungsgrad,der mindestens 5
    Jahre gedauert hat.

    In dem Sinne wünsche ich einen erfolgreichen Handel.

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