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Sparkassen bieten ab morgen Echtzeitüberweisungen – das ist zu beachten

Redaktion

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Schon seit Jahren fragen sich beispielsweise Paypal-Nutzer, warum normale Banküberweisungen oft tagelang dauern. Wohl damit den Banken für den Onlineshopping-Zahlungsverkehr nicht auch noch die letzten Kunden weglaufen, hatte sich die EZB im Juni 2017 dazu entschlossen europaweit „Instant Payment“ einzuführen, also Echtzeitüberweisungen für alle Bankkunden in der Eurozone. Ganz einfach, überweisen, zack, Geld ist beim Empfänger. Ab November 2018 soll es losgehen.

Aber das hält einzelne Institute oder Institutsgruppen nicht davon ab in Eigenregie schon vorzupreschen. Wie die Sparkassen als Gesamtgruppe verkündet haben, bieten sie für alle Sparkassen-Kunden mit Beginn ab morgen dem 10. Juli Echtzeitüberweisungen an. Man kann an 365 Tagen im Jahr ständig überweisen, und also auch am Sonntag binnen 10 Sekunden Geld von einem Bankkonto auf ein anderes überweisen. Es handelt sich hierbei um das sogenannte „SEPA Echtzeit-Überweisungsverfahren“, das offenbar nichts mit dem Instant Payment-System der EZB („TIPS“) zu tun hat.

Der kleine Haken: Das Empfänger-Institut so einer Echtzeit-Überweisung muss wie die absendende Sparkasse ebenfalls an diesem SEPA-Echtzeitverfahren teilnehmen. In Deutschland bietet die HypoVereinsbank diesen Service bereits an. Wenn also Max Musterman bei der Sparkasse München Geld in Echtzeit an Lisa Müller überweisen will, die ein Konto bei der Hamburger Sparkasse hat, dann dauert das ab morgen nur noch wenige Sekunden. Der Kunde kann zwischen normalen Überweisungen wählen, und den neuen Echtzeitüberweisungen. Ja, warum sollte überhaupt noch jemand die alten Überweisungen nutzen mit tagelanger Wartezeit, fragt man sich da zurecht.

Nun ja. Die Sparkassen sind zwar Teil der Sparkassen-Gruppe, aber letztlich sind sie alle eigenständig, und können ihre Gebühren selbst gestalten. Ob diese neue Echtzeit-Überweisung bei einer bestimmten Sparkasse umsonst ist, oder ob sie pro Transfer extra etwas kostet, hängt vom jeweiligen Gebührenmodell der einzelnen Sparkasse ab. Und wie man weiß: Dank der Nullzinsen der EZB mussten vor allem kleine Institute wie Sparkassen und Volksbanken in den letzten Jahren extrem „kreative“ Gebührenmodelle einführen, als Alternative zu Zinserträgen.

Hier sollte sich der Sparkassen-Kunde also bei seinem Sparkasse informieren, ob diese Echtzeit-Überweisungen im hinterlegten Gebührenmodell enthalten sind oder extra kosten. Die Sparkasse Muldental wird beispielsweise 90 Cents pro Transfer verlangen, und die Sparkasse Leipzig 49 Cents. Hier weitere Details im Wortlaut von der Sparkassen-Gruppe:

„Die Sparkassen-Finanzgruppe ist die erste Institutsgruppe in Deutschland, die Echtzeit-Überweisungen anbietet. Die Echtzeit-Überweisung ist ein weiterer Baustein in der hochmodernen, effizienten und schnellen Payment-Infrastruktur der Sparkassen-Finanzgruppe. Unsere Kunden können damit Geld in Sekundenschnelle überweisen – ganz einfach und sicher“, so Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

Bei der Echtzeit-Überweisung handelt es sich um eine deutlich beschleunigte Euro-Überweisung innerhalb der 34 Länder des gemeinsamen europäischen Zahlungsraums (SEPA). Dabei wird das Geld innerhalb von zehn Sekunden auf das Konto des Zahlungsempfängers übertragen. Die schnelle Überweisung steht den Kunden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für Zahlungen bis zu einer aktuellen Betragsgrenze in Höhe von 15.000 Euro zur Verfügung.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Überweisung ist, dass auch das empfangende Finanzinstitut an dem neuen Verfahren teilnimmt. Wenn ja, wird dem Kunden beim Überweisen automatisch die Echtzeit-Überweisung als Alternative angeboten. Die Teilnahme am SEPA Echtzeit-Überweisungsverfahren ist für die europäischen Zahlungsdienstleister jedoch nicht verpflichtend. Aktuell haben fast 1.100 Zahlungsdienstleister (insgesamt 4.200) aus 15 Ländern des SEPA-Raumes ihren Beitritt erklärt und nehmen bereits heute oder perspektivisch an diesem Verfahren teil.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat für die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe zum frühestmöglichen Termin im Oktober 2017den Beitritt zum SEPA Echtzeit-Überweisungsverfahren mit Start am 10. Juli 2018 erklärt. Die Sparkassen-Finanzgruppe ist somit die erste Institutsgruppe in Deutschland, die sich dem Verfahren anschließt und ihren rund 50 Millionen Kunden den Zugang zur neuen Echtzeit-Überweisung eröffnet. Bereits im Dezember 2017 haben die Sparkassen damit begonnen, die Zahlungen des Handy-zu-Handy-Zahlverfahrens Kwitt innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe auf die neue Echtzeit-Überweisung umzustellen. Damit ist Kwitt der erste Person-to-Person Service (P2P) in Deutschland, bei dem Geld tatsächlich rund um die Uhr innerhalb weniger Sekunden beim Empfänger ankommt.

Sparkasse
Foto: DSGV

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  1. Avatar

    Moecke

    9. Juli 2018 17:05 at 17:05

    Sachlich falsch. Normale (Sepa)-Überweisungen dauern nicht (mehr) mehrere Tage, sondern nur noch einen Banktag.
    https://www.sparkasse.de/unsere-loesungen/privatkunden/bezahlverfahren/sepa-ueberweisung.html

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Achtung: Korrektur voraus – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Stimmung auf dem digitalen Börsenparkett ist prächtig. Wir haben überhaupt nicht genug Geld, um alle die großartigen Titel des internationalen Kurszettels kaufen zu können, so eine verbreitete Empfindung.

Das sind einige der Zutaten dieser Euphoriewelle, die bereits seit einigen Monaten über die Aktienmärkte hinwegrollt.

Fokussierung auf wenige Trendbranchen: Die Hausse verkürzt sich zunehmend auf einige wenige Titel aus einigen Trendbranchen wie Wasserstoff oder E-Mobilität. Das waren zuletzt etwa die Favoriten auf der Privatanleger-Plattform Tradegate: NEL ASA, Plug Power, Xiaomi, Tesla und Ballard Power.

Es ist ein Warnsignal, wenn eine Hausse nur noch auf den Schultern weniger Aktien liegt. Gesund ist eine Hausse immer dann, wenn sie von möglichst vielen Aktien aus unterschiedlichen Branchen getragen wird.

Kauf zu jedem Preis: Typisch ist dabei, dass die Anleger derzeit bereit sind, für eine „geile“ Aktie jeden Preis zu bezahlen. Die Bewertung interessiert nicht mehr, solange der Titel einer Trendbranche zuzurechnen ist. Typisch ist auch, dass man diese Aktien nicht erst in einer Woche haben will, sondern jetzt sofort. Folglich verzichten immer mehr Anleger auf die Bestimmung eines Kauflimits und fassen stattdessen billigst zu.

In der Folge erleben wir immer öfter prozentual zweistellige Kursanstiege auf Tagesbasis, ohne dass eine Nachricht aus dem Unternehmen vorliegt. Zu Deutsch: Die Kursanstiege sind in der Regel nicht mehr fundamental begründet.

Am Ende entsteht ein gewaltiger Sog, dem wir uns kaum noch entziehen können. Selbst Profis fallen dann um, werfen ihre bewährten Strategien über…..

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Experte: Finger weg von Deutsche Bank und Commerzbank

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Andre Stagge über Commerzbank und Deutsche Bank

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) rät als Langfristinvestment ganz klar ab von Aktien wie Deutsche Bank und Commerzbank. Ausführlich bespricht er die Krise der Banken, und warum 2021 wohl kein gutes Jahr für sie werden wird. Auch wenn die Kurse auf den ersten Blick günstig zu sein scheinen. Eine Welle an Kreditausfällen könnte nun anstehen. Das Thema der faulen Kredite, die auch schon vor der Coronakrise da waren, aber jetzt noch deutlich ansteigen dürfen, besprechen wir oft auf FMW (siehe zum Beispiel hier). Andre Stagge geht aktuell darauf näher ein, und bietet eine Art Gesamtüberblick auf die Lage der Bankenbranche in der Krise.

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Verbraucherpreise in Deflation – Rabattschlacht bei Bekleidung

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse in einer Klemme

Für die deutschen Verbraucherpreise im Monat Dezember liegen ganz frisch die endgültigen und ausführlichen Daten vor. Weiterhin hängen sie mit -0,3 Prozent in der Deflation. Wie die Details zeigen, passiert genau das was man erwarten darf. Weil alle Daten zeigen, dass die stationären Verkäufer in den Bereichen Bekleidung und Schuhe die großen Corona-Verlierer im Einzelhandel sind, durfte man von einer kräftigen Rabattschlacht ausgehen. Und so kam es auch. Dank Lockdown muss man mit kräftigen Rabatten die Produkte online an die Kunden bringen – Hauptsache man bekommt überhaupt Geld in die Kasse um durchzuhalten?

So kam für den Bereich Bekleidung und Schuhe im Dezember im Jahresvergleich ein deutliches Minus von 5,4 Prozent zustande. Oben drauf kommt ja für alle Endkundenprodukte noch dazu, dass der Dezember der letzte Monat mit reduzierter Mehrwertsteuer dazu. Dieser Faktor wird sich wohl auf alle Segmente ausgewirkt haben – weshalb man aber für Januar mit steigenden Preisen rechnen darf? Die Verbraucherpreise für den Sektor Verkehr lagen mit 2,7 Prozent im Minus. Hier wirken nach wie vor die schwachen Energiepreise.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise für Dezember

An dieser Stelle zitieren wir auszugsweise die aktuellen Aussagen des Statistischen Bundesamts zum Gesamtjahresvergleich zwischen 2019 und 2020:

Im Jahresdurchschnitt 2020 verbilligten sich vor allem die Energieprodukte

Die Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,8 % nach einem Anstieg um 1,4 % im Jahr 2019. Preisrückgänge gab es insbesondere bei leichtem Heizöl (-25,9 %) und bei Kraftstoffen (-9,9 %). Verantwortlich war neben der Senkung der Mehrwertsteuersätze vor allem der Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt in den ersten Monaten des Jahres. Dagegen verteuerte sich Strom um 3,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2020 bei +1,1 % gelegen.

Preise für Nahrungsmittel überdurchschnittlich gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2020 gegenüber 2019 überdurchschnittlich um 2,4 %. Im Jahresverlauf hat sich der Preisauftrieb zeitgleich mit der Senkung der Mehrwertsteuersätze abgeschwächt. Deutlich teurer waren im Jahr 2020 Obst (+7,1 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+6,1 %). Günstiger hingegen wurden insbesondere Speiseöle und Speisefette (-4,1 %).

Waren verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %

Waren insgesamt verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %. Unter den Verbrauchsgütern verteuerten sich Tabakwaren (+4,9 %) deutlich, die von der Senkung der Mehrwertsteuersätze ausgenommen wurden. Unter den Gebrauchsgütern verbilligten sich zum Beispiel Telefone (-6,0 %) sowie Geräte der Informationsverarbeitung (-4,4 %).

Dienstleistungen verteuerten sich 2020 gegenüber 2019 um 1,3 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 mit +1,3 % überdurchschnittlich, darunter Nettokaltmieten mit +1,4 %. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), Leistungen für Friseure und Körperpflege (+4,1 %) sowie für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %). Die Ursachen hierfür waren vielschichtig, neben der Mindestlohnerhöhung dürfte auch der Aufwand für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen relevant gewesen sein. Günstiger wurden vor allem Fahrkarten im Bahnfernverkehr (-14,9 %), bedingt vor allem durch die bereits seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer für Bahnfernfahrten von 19 % auf 7 %.

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