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Steht russische Invasion in Ukraine bevor?

Markus Fugmann

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Russland bereite „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ eine militärische Invasion in der Ukraine vor, so der NATO-Chef Rasmussen. In der letzten Woche hatte eine vergleichbare Aussage Rasmussens zu einem sell off an den Märkten geführt – heute scheinen die Märkte gegen die Warnung Rasmussens immun zu sein.

Fakt ist: selbst wenn der ukrainischen Armee die Einnahme von Donezk gelingen sollte, wird der Konflikt auf absehbare Zeit nicht gelöst werden. Russland sieht sich als Kernstaat aller orthodoxen Länder – und gleichzeitig als Schutzmacht aller russischstämmigen Menschen außerhalb des Landes. Hinzu kommt, dass Putin innenpolitisch unter Handlungdruck steht und so kaum Spielraum hat, in der Ostukraine klein bei zu geben, ohne „sein Gesicht zu verlieren“. Meldungen, wonach Russland seine Militärübung an der ukrainischen Grenze eingestellt habe – ein Treiber der heutigen Rally – sind daher nur eine kurze Atempause in einem Konflikt, der auf absehbare Zeit nicht gelöst werden wird.

Für Russland sind die Entwicklungen in der Ukraine ohnehin vom Westen gesteuert und ein latenter Akt der Agression gegen die zentralen Interessen des Landes. Zwar konnte Putin das Wegbrechen der Krim als Stützpunkt der russischen Marine verhindern, aber ein vollständiger Übergang der Ukraine unter westliche Kontrolle ist und bleibt für den Kremlchef unakzeptabel.

Auch für den Westen wird der Konflikt teuer. Immerhin 10% der Ausfuhren der EU nach Russland waren Nahrungsmittel, die jetzt unter die Sanktionen fallen. Es bedarf offensichtlich noch weiteren Blutvergießens, bis auch der Westen für eine vernünftige Lösung bereit ist..

Und diese Lösung kann eigentlich, wie wir bereits zu Beginn der Krise ausgeführt hatten, eigentlich nur einer Zweiteilung der Ukraine bestehen: eine Westukraine, die schon historisch immer nach Europa orientiert war, und eine Ostukraine, die historisch immer nach Russland tendierte. Die Westukraine gewährt den dort lebenden Russen Sonderrechte, wie auch in der Ostukraine die nicht-russischen Bevölkerungsteile klar definierte Minderheitenrechte bekommen müssen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg – aber vermutlich wird es irgendwann so kommen..

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Mr. jones

    11. August 2014 17:36 at 17:36

    Ist es nicht auffällig Zufällig dass drei Herde lichterloh brennen und wie auf Kommando urplötzlich auf Sparflamme gestellt sind und genau so zufällig alle Börsen rund um der Globus rebounden. Wie geleitet aus den diabolischen Händen einzelner, richtet sich die ganze Welt danach. Schon sehr Fragwürdig, sehr Fragwürdig?

  2. Avatar

    Mr. jones

    11. August 2014 18:05 at 18:05

    Die US-Boersen scheinen genau auf die Meldung „Steht russische Invasion in Ukraine bevor?“ zu warten. Die Steppen abwartend auf der Stelle.

  3. Avatar

    Uwe

    11. August 2014 18:17 at 18:17

    Guten Tag,
    sind große Bewegungen an den Finanzmärkten
    die Ursache oder die Wirkung von kriegerischen Konflikten ?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      11. August 2014 19:11 at 19:11

      Hallo @Uwe, schwierige Frage, in der Regel reagieren Märkte positiv, wenn Kriegsgefahr endlich(!!) in Krieg umschlägt, so zynisch das ist; derzeit steigen die (US-)Märkte, weil die Amerikaner im Irak aktiver werden (Luftangriffe, Unterstützung für Kurden)..

  4. Avatar

    Mr. jones

    11. August 2014 19:13 at 19:13

    Nicht immer, es kommt auf die jeweiligen Interessen an.

  5. Avatar

    BigBen

    12. August 2014 00:15 at 00:15

    nie das große ganze aus den augen verlieren, es bleibt bearish, zumindest für europa.

  6. Avatar

    Luzifer27

    12. August 2014 00:54 at 00:54

    Dieser gefährlich Däne macht oder läßt wahrscheinlich Insidergeschäfte machen. Anders sind die ständigen Märchen dieses Obamamaskotchen so kurz vor seinem Abgang nicht erklärbar.

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