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Tesla geht in die Offensive, macht aber einen großen Fehler

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Tesla geht in die Offensive, macht dabei aber einen großen Fehler. Nach der Bekanntgabe der Rekordabsatzzahlen (auf erschreckend geringem Niveau) am Freitag möchte Elon Musk jetzt BMW und Mercedes angreifen. Das bisherige Modell S wird nicht weiter verkauft. Die neue Variante des Modell S von Tesla gibt es jetzt mit Allrad-Antrieb und die Batterie ermöglichst eine größere Reichweite. Die neuen Modelle beschleunigen noch schneller als bisher und haben serienmäßig einen „Supercharger“-Zugang an Bord, der kostenloses Batterieaufladen an bestimmten Ladestationen ermöglicht.

Elon Musk begeht wohl den entscheidenden Fehler. Er macht seine Autos teurer. Er verteuert sein Einsteigermodell von 70.000 auf 75.000 US-Dollar. Mit Steuergutschriften für Elektroautos in den USA + Einsparungen aufgrund nicht vorhandener Benzinkosten rechnet Tesla den Kaufpreis von 75.000 offiziell auf 57.000 US-Dollar runter. Was werden nur die Kunden außerhalb der USA dazu sagen? Denn es gibt ja nicht automatisch in jedem Land auf diesem Planeten Steuervergünstigungen für Elektroautos. Und ob man als Tesla-Fahrer Lust hat extra nach den kostenlosen „Tanksäulen“ für Strom zu suchen, ist auch fraglich. Ansonsten kostet auch hier Strom Geld.

Bei einem Monatsabsatz von knapp über 3000 Autos sollte man eigentlich über andere Strategien nachdenken, wie man an neue Kunden kommt, als die Preise zu erhöhen. Denn für eine breitere Masse an potenziellen Neukunden wird ein Tesla-Auto nicht gerade attraktiver, wenn der Preis steigt – da mag der Extra-Schnickschnack noch so interessant sein. Die Aktie steigt heute leicht um 2%.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Michael Rath

    9. April 2015 01:33 at 01:33

    Die Möglichkeit zur Supercharger-Nutzung hat bisher wohl sowieso praktisch jeder Model-S-Fahrer bei der Bestellung mitgenommen, insofern ist die jetzt vorgenommene Änderung nur konsequent. Im Übrigen ist die Hälfte des „Pakets“ sowieso das Auto, die andere das SuperCharger-Netz: wir waren so ohne längere Fahrzeit als mit einem Verbrenner in Südfrnkreich, kurz vor Barcelona, ohne einen Cent für den Strom aufzuwenden. Ich weiß von eienm Tesla-Fahrer, der seinen Mercedes S-Klasse gegen den Tesla getauscht hat und nun bei etwa gleichem Anschaffungspreis 90% weniger Kosten hat. Und dabei nicht einmal Kohlendioxid produziert …. – Das ist Zukunft und Gegenwart zugleich.

  2. Avatar

    mistkaeferchen

    17. August 2016 10:19 at 10:19

    ICH LAS VOR EINIGER ZEIT IM NETZ, DAS DIE BUNDESREGIERUNG DEUTSCHLAND, EINSTIMMIG BESCHLOSSEN HAT DAS WIR KEIN RECHT AUF WASSER HABEN. DAS LAS ICH VOR CA. 1-2 JAHREN. DIESES NATÜRLICH WIE MEISTENS HEIMMLICH DURCHGEWINGT HAT, FAST ALLE PARTEIEN GABEN DIE ZUSTIMMUNG, DIE LINKE WOHL NICHT. ES WIRD VIELES HINTER UNSEREM RUCKEN BESCHLOSSEN, BESONDERS GERNE WENN VIEL FUSSBALL IM FERNSEHEN IST. AUCH DAS VOLK DURCH MASSIVE PROPAGANDA UND ANDEREN MIST ABGELENKT IST.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP in der Krise: Ist das eine Chance für uns? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war ganz harte Kost, die der europäische Software-Riese SAP am 26. Oktober für seine Aktionäre hatte. Die Cloud-Sparte blieb überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzelne Anwendungen wie die Software Concur (Verwaltung und Organisation von Geschäftsreisen) floppten völlig. Und noch mehr: Die Walldorfer kassierten auch gleich die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre, wie wir aus dem Quartalsbericht entnehmen mussten.

So kam es wie es kommen musste. Die Aktie des DAX-Schwergewichts kollabierte an jenem Tag binnen weniger Sekunden und verlor 20 % ihres ursprünglichen Marktwertes. Per saldo sank die SAP-Aktie von über 140 Euro unter 100 Euro ab. Milliarden Euro waren plötzlich durch den Schornstein.

Ungefähr im gleichen Zeitraum meldete die US-Konkurrenz bestes Zahlenwerk. Oracle und Salesforce nutzten die Dollarschwäche des vergangenen Jahres und griffen den deutschen Software-Riesen in seinem europäischen Heimatmarkt an. Die Analysten hängten wie üblich ihr Mäntelchen in den Wind und urteilten vernichtend über das Software-Unternehmen. Der Tenor: Eine Wachstumsgeschichte geht zu Ende. SAP bringt es nicht mehr.

In der Tat befindet sich die Walldorfer Software-Schmiede in einer veritablen Krise. So wird der Umsatz 2021 kaum noch wachsen, der Gewinn wird großer Wahrscheinlichkeit sogar rückläufig sein.

Das sind die Stärken der SAP

Aber gemach! SAP ist unverändert ein großartiges Unternehmen, dessen Software-Anwendungen weltweit in rund 25 Branchen genutzt werden. Bei Großunternehmen sind die Deutschen immer noch das Maß aller Dinge. 9 von 10 Playern nutzen mindestens eine kleine SAP-Anwendung. Die Kundenkartei der Walldorfer liest sich imposant. Dort finden Sie typische Traditionsunternehmen wie Chevron, Ford oder AT&T. Aber auch die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Wall Street: Kommen jetzt Regulierungen durch die Biden-Regierung?

Wird es für die Wall Street unter Biden sehr viel schwieriger als unter Trump? Was passiert mit den Monopolen der großen Tech-Firmen?

Wolfgang Müller

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Wird es für die Wall Street unter Biden sehr viel schwieriger als unter Trump? Bereits seit Monaten wird darüber spekuliert, wie eine demokratische Regierung den großen Techfirmen mit ihren monopolartigen Stellungen zu Leibe rücken wird. Schon die Bildung der Regierung wird Hinweise darauf geben, viele designierte Minister haben bereits in der Regierung unter Barack Obama politische Posten bekleidet.

Die Wall Street und der Abbau der Regulierungen

Die Ära Trump war für die Wall Street geprägt von Deregulierungen, insbesondere im Finanzsektor, was natürlich den oberen Einkommensklassen zugute kam – trotz seiner Beteuerungen dem Establishment auf den Leib rücken zu wollen. Joe Biden hat bereits im Wahlkampf davon gesprochen, gegen die wachsende Ungleichheit im Lande vorgehen zu wollen, was zwangsläufig auf einen Machtkampf mit der Wall Street hinauslaufen würde. Jetzt hat er aber mit der neuen Finanzministerin Janet Yellen, der einstigen Notenbankchefin, eine Entscheidung gefällt, die eher Kontinuität als Radikalität in Finanzfragen erwarten lässt. Sie unterstützt natürlich das Corona-Hilfspaket von 1,9 Billionen Dollar, zu dem die Ministerin vor dem Senat betonte, dass diese Verschuldung mehr nutze, als dass sie schade. Ihre Zielstellung seien mehr und besser bezahlte Jobs und höherer Wohlstand für mehr Amerikaner.

Die letzten Personalentscheidungen deuten aber daraufhin, dass man die Wall Street doch in Teilbereichen stärker regulieren wolle.

Chef der Börsenaufsichtsbehörde SEC soll Gary Gensler werden, ein Mann, der schon von 2009 bis 2014, also unter der Präsidentschaft von Barrack Obama, die Aufsicht über die Derivate CFTC innehatte. Er hatte damals die Untersuchungen bei den Manipulationen des Zinssatzes Libor geleitet und die Finanzreform umgesetzt. Er gilt als harter Hund in der Szene, aber wie könnte es auch anders sein – er hatte zuvor schon 20 Jahre bei Goldman Sachs gearbeitet.

Die Aufgaben der SEC dürften gewaltig sein, im Stadium der derzeitigen Spekulationsauswüchse. Zum Beispiel bei den Special Purpose Acquisition Companies, kurz SPAC genannt. Firmen, die zunächst Kapital über einen Börsengang einsammeln, um das Geld in die Übernahme eines noch nicht feststehenden Unternehmens zu investieren. Ein kaum regulierter Bereich, bei dem es wieder auf Kosten der Kleinanleger gehen könnte. Bereits in den ersten drei Wochen wurden im Bereich der SPACS schon wieder 56 solcher Mantelfirmen an die Börse gebracht und 16 Milliarden Dollar an Geldern eingesammelt. Nach 300 Firmen im Jahr 2020.

Was Gensler auch besonders auszeichnet, sind seine Kenntnisse im Bereich der Kryptowährungen – einem Thema, über welches er auch an seiner Universität gelehrt hat. Er hat sich zur Szene schon sehr kritisch geäußert und wird sich ganz besonders mit Fintech-Unternehmen und Kryptowährungen befassen.

Unterstützt wird Gensler von Rohit Chopra, der Chef der Verbraucherschutzbehörde für Finanzprodukte (CFPB) werden soll, die nach der Finanzkrise gegründet wurde.

Der Mann hatte sich bereits in in seiner Zeit bei einer anderen Behörde gegen die Macht der großen Tech-Konzerne ausgesprochen. Er stimmte für die Klage der Behörde gegen Facebooks ungesetzliche Monopolisierung, der sich auch eine Gruppe von Generalstaatsanwälten angeschlossen. Unter Trump war der Einfluss der Verbraucherschutzbehörde deutlich zurückgefahren worden.

Chef der Bankenaufsicht (OCC) soll Michael Barr werden, ein Mann der auch schon im Finanzministerium zu Obamas Zeiten gearbeitet hatte und nun auf 1200 Banken ein Auge werfen soll.

Die Personalauswahl Bidens zeigt in jedem Fall, dass dem Schutz der Verbraucher zulasten der großen Firmen mehr Bedeutung zukommen wird – und das könnte ein Problem für die Wall Street werden.

Fazit

Wieder einmal stellt sich bei einer neuen Regierung die Frage, wie viel von den Programmpunkten aus dem Wahlkampf im politischen Kampf und vor allem gegen das mächtige Kapital der Wall Street in den USA umgesetzt werden kann. Wer glaubt, dass es jetzt zu einer größeren Umverteilung von Wall Street zu Main Street kommen würde, dürfte ein bisschen blauäugig sein. Bidens Mannschaft besteht aus vielen älteren Semestern, die schon unter Barrack Obama im Einsatz waren.

Außerdem spielen die Wall Street und die Kapitalmärkte in den USA eine viel dominantere Rolle als in allen anderen Industriestaaten der Welt. Es dürfte kaum Gouverneure, Senatoren und Politiker in führenden Positionen geben, die nicht auf einem großen Aktienpaket sitzen. Den Ast ansägen, auf dem man selbst sitzt? Das beste Beispiel ist doch die ehrwürdige Sprecherin der Demokraten, die bereits 80-jährige Nancy Pelosi. Wenn die Grande Dame der US-Demokraten sogar eine halbe Million Dollar für Optionen auf die Tesla-Aktie gesetzt hat, erst vor Kurzem und bereits in der Gewissheit in Regierungsverantwortung zu stehen, was werden wohl die anderen Abgeordneten in ihrem Vermögensdepots haben? Bestimmt kein gefülltes Girokonto, wie unser Finanzminister.

Ergo: Regulierungen an der Wall Street werden kommen, aber wohl immer noch mit Schonung des Aktien-Wunderlandes USA.

Wird die Biden-Regierung die Wall Street bald stärker regulieren?

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