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Tesla kann mit Zahlen und Ausblick nicht überzeugen, nachbörslich -6%

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Tesla hat gestern nachbörslich seine Zahlen für das 2. Quartal veröffentlicht. Obwohl der Verlust geringer ausfiel als erwartet, konnte Elon Musk auch mit warmen Worten die Vorstellung nicht retten.

Tesla-Zahlen

Tesla hat wie erwartet im 2. Quartal einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Der Verlust lag bei 0,48 Dollar pro Aktie – erwartet waren -0,60 Dollar. Sehr positiv mag man meinen, aber es ist halt „nur“ besser als die Erwartung. Positiv umgehauen hat dieses kleinere Minus niemanden – es ist und bleibt ein dickes Minus! Interessant bzw. dramatisch ist, dass diese relativ kleine Firma im 2. Quartal 565 Millionen Dollar Cash verbrannt hat – dramatisch! Zum Ende des 2. Quartals hatte man noch 1,15 Milliarden Dollar Cashbestände, und hat von einer von Banken vorgehaltenen Kreditlinie in Höhe von 750 Millionen Dollar 50 Millionen in Anspruch genommen. Warum 50 Mio kann man fragen? Wollte man testen, ob die Banken auch wirklich Geld rausrücken? (nicht wirklich satirische Frage).

Tesla-Ausblick

Tesla-Chef Elon Musk sagte gestern Abend in einer Telefonkonferenz die Jahreserwartung für die Anzahl der verkauften Autos von 55.000 könne man nicht halten, sondern erwarte jetzt 50.000-55.000. Grund sei natürlich nicht ein Nachfrageproblem, sondern Designprobleme bei dem ab Herbst neu angebotenen Model X. Elon Musk verwies darauf, dass die größte Herausforderung das sensationell kunstvolle Design der Sitze auf der Rückbank sei, das aber Probleme bereite. Auch wurden Fabrikprobleme bei der aktuellen Produktion erwähnt.

2016 solle die Produktion statt 2000 Autos pro Woche nur noch bei 1600-1800 liegen. Das gäbe den Arbeitern die Chance Urlaub zu nehmen, während die Fabrik auf neue Geräte umgerüstet werden könne. Designprobleme und Fabrikumrüstung. Ansonsten läuft wohl alles glatt? Musk sagte er sei zuversichtlich, dass Tesla nach wie vor sein Ziel erreichen könne, dass man im Jahr 2020 gut 500.000 Autos pro Jahr produziert und profitabel arbeitet. Ahhh ja…

Der Ausblick auf die Steigerung der verkauften Stückzahlen ist für den Markt das Wichtigste bei Tesla, weil diese Aktie von der puren Phantasie und dem Enthusiasmus von Elon Musk lebt. Davon war bei ihm aber wenig zu spüren. Keine neuen Ankündigungen sensationaller Zuwächse – im Gegenteil! Der Verweis auf Designprobleme mit einem Rücksitz eines neuen Modells klingt doch recht verkrampft nach einer Ausrede. Die Marktteilnehmer wussten, was sie mit dieser Aussage anzufangen hatten. Nachbörslich fiel die Aktie -6% auf 254 Dollar (in der Spitze -9%). Aber wer weiß schon – vielleicht fallen Elon Musk heute ja ein paar warme Worte ein um die Aktie wieder hochzudrücken – vielleicht Formulieren wie „ich bin froher Hoffnung“?

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Anleger warten ungeduldig auf den Volks-Tesla – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern hatte Elon Musk im Rahmen einer weithin beachteten Präsentation (Battery Day) die neue Tesla-Batterie des Modells 4680 vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von der neuen Rundzelle. Die Investoren hingegen waren eher ernüchtert und schickten die Aktie nach der Präsentation erst einmal südwärts.

Wer hat nun Recht, die Ingenieure oder die Investoren?

Ich meine, die Ingenieure. Denn die neue Batterie wird den Tesla-Autos eine um 16 % verbesserte Reichweite verschaffen und dies bei verringerten Produktionskosten (-14 %). Damit rückt der sogenannte Volks-Tesla in greifbare Nähe. Vor Steuern soll dieses E-Auto nicht mehr als 25.000 USD kosten und soll damit für breite Schichten erschwinglich sein.

Dabei wird der US-Autobauer den Anteil des Siliziums im Batteriekern weiter senken und durch billigeres Graphit ersetzen. Gleichzeitig werden die Batteriespeicher der neuen Generation weniger Kobalt enthalten und stattdessen mehr Nickel. Besonders unter Umweltaktivisten ist Kobalt aufgrund seines wenig umweltverträglichen Abbaus umstritten. Also von der Technikseite nur gute Nachrichten für Tesla und die Branche der E-Mobilität.

Tesla braucht noch Zeit

Warum war die Investorenseite dann enttäuscht? Nun, Elon Musk hatte keine Revolution verkündet. Der Fortschritt ist beträchtlich, aber er braucht Zeit. So wird der eingangs angesprochene Volks-Tesla erst in knapp 3 Jahren das Licht des Marktes erblicken. Vor allem die Umstellung des Produktionsprozesses der Akku-Batterien wird viele Monate in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Batteriehersteller in China und Japan, wie etwa Panasonic oder CATL, unter Volllast. Jetzt schon ist absehbar, dass dem Markt im kommenden Jahr erschwingliche Batterien fehlen werden. So haftet der neuen Tesla-Batterie zunächst etwas Theoretisches an.

Tech-Investoren sind heuer – zumindest nach dem März-Tief – bekanntlich sehr verwöhnt worden. Es war praktisch unmöglich für uns, Kursraketen zu vermeiden. Das haben wir sehr angenehm auch im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen gespürt. Mit Titeln wie Zur Rose, Apple, Tomra oder auch…..

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Aktienmärkte: „Zeit, dass etwas Luft aus der Blase entweicht“

Markus Fugmann

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Es sei nun Zeit, dass etwas Luft aus der Blase der Aktienmärkte entweicht, sagt der Vermögensverwalter Hendrik Leber in einem Interview von money.de. Das einzige, was derzeit positiv sei, so Leber, sei, dass es genug Geld gäbe.

Ansonsten aber dominieren laut Leber schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte:

  • die Unsicherheit vor der US-Wahl (Trump hat auf der Pressekonferenz gestern Nacht erneut offen gelassen, ob er das Ergebnis der Wahl akzeptieren wird)
  • der Stimulus durch die US-Politik kommt nicht mehr vor der Wahl
  • bei vielen Aktien wie etwa Tesla seien die Bewertungen viel zu hoch – ein Zeichen für eine Blase wie im Jahr 200

Hendrik Leber hält daher erst einmal sein Pulver trocken und wartet ab. Aber eine optimistische Botschaft für die Aktienmärkte hat der Vermögensverwalter dann doch: er glaubt, dass schon Ende des Jahres der Impfstoff kommen werde und sich damit das Corona-Problem erldigt habe (was wir jedoch für extrem unwahrscheinlich halten):

Die Aktienmärkte mit Anzeichen einer Blase

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