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Tesla weitere 125 Dollar im Plus – so traden Sie den Wahnsinn! – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kursentwicklung bei Tesla nimmt immer absurdere Züge an. Es ist, als spielten Fakten keine Rolle mehr. Ganz gleich, welche Meldungen hereinkommen: Der Kurs bei Tesla steigt extrem. Seit der Vorlage der Jahresergebnisse, die stagnierende Umsätze, wieder einmal enorme Verluste und sinkende Margen bei steigendem Produktionsvolumen offenbarte, stieg der ohnehin schon hohe Aktienkurs noch einmal um 34% (als ich den Artikel 45 Minuten später zu Ende geschrieben hatte, waren es schon 53%). In vier Tagen. Tesla ist jetzt höher bewertet als Ford, General Motors und Chrysler zusammen, macht aber keinen Cent Gewinn und selbst bei extrem optimistischen Annahmen bräuchte Tesla jahrzehntelanges übermäßiges Wachstum ohne jede Kostensteigerung, um das aktuelle Bewertungsniveau zu rechtfertigen.

Nun sind massive Überbewertungen nichts neues. Das Silicon Valley besteht fast nur aus Unternehmen mit aufgeblasenen Bewertungen. Der Unterschied zu den meisten Unternehmen aus dem Silicon Valley ist jedoch, dass Tesla keine virtuellen Produkte herstellt. Bei z.B. Netflix ist eine aktuelle Überbewertung vielleicht noch zu rechtfertigen, da die Kosten für die Produktion eines Films fix sind, die Aboentgelte jedoch variable Umsätze ermöglichen. Ein zusätzlich verkauftes Netflix-Abo kostet Netflix fast nichts und bringt nahezu 100% Marge. Bei Tesla jedoch muss für jeden zusätzlichen Kunden ein Auto hergestellt werden, Werkstätten und Ladesäulen ausgebaut und eventuell sogar neue Fabriken hochgezogen werden.

Handelsstrategien für hoch volatile Werte mit unbekannter Zukunft sind gefragt!

Somit ist Tesla kein Tech-Startup, für das Bewertungskriterien eines Softwareherstellers angewendet werden könnten, sondern ein Unternehmen aus dem kapitalintensiven produzierenden Gewerbe. Die Bewertungsdifferenz zwischen Tesla und anderen, profitablen Autoherstellern ist inzwischen so groß, dass wir mit Fug und Recht von einer Blase sprechen können, die kurz vor dem Platzen steht.

Das interessante an dieser sich immer stärker aufbauenden Blase ist die Preisentwicklung von Optionen. In den vergangenen Tagen kam es vor, dass selbst diejenigen Kursgewinne verzeichneten, die mit gekauften Put-Optionen auf fallende Kurse setzten. Nehmen wir als Beispiel den Put-Optionsschein mit WKN MC3YFQ. Der läuft noch bis zum 11. September 2020 und weist einen Strike-Preis von 150 US-Dollar auf. Zur Erinnerung: Vorbörslich kostete die Aktie heute 825 US-Dollar. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass diese Option noch einmal ins Geld läuft und ausgeübt werden könnte. Und doch stieg der Preis dieser Option zwischen dem 21. Januar und 31. Januar von 34 auf 37 Cent. In diesem Zeitraum legte die Aktie um fast 100 US-Dollar zu.

Wie kann es sein, dass jemand, der mit Puts auf fallende Kurse setzt, bei massiv steigenden Kursen trotzdem Gewinne macht? Der Grund liegt in der impliziten Volatilität der Optionen. Die Marktteilnehmer gehen angesichts der zunehmenden Überspannung der aufgebauten Spekulationsblase davon aus, dass die Volatilität der Aktie in absehbarer Zukunft sehr hoch sein wird. Und die Annahme über den Umfang der künftigen Volatilität weitete sich in den vergangenen Tagen aus. Da Optionspreise auch von der Volatilität abhängen, stiegen die Preise von Optionen, die weit aus dem Geld liegen. Bei diesen Optionen ist der Ausübungspreis sehr weit vom aktuellen Kurs entfernt und die Volatilität ist derzeit preisbestimmendes Merkmal.

Tesla Aktie Chart

Der von Fundamentaldaten völlig entkoppelte Kurs bei Tesla steigt inzwischen täglich um 100 US-Dollar. Warum, das können nicht einmal die größten Fans rational begründen.

Ein interessanter Trade könnte daher jetzt ein Long Straddle mit Tesla-Optionen sein. Dabei wird ein Call und ein Put mit gleicher Laufzeit und gleichem Strike-Preis gekauft. Sofern der Aktienkurs weiter starke Preisänderungen aufweist, wird eine der beiden Optionen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit überdurchschnittliche Gewinne erzielen. Und bei einem Volatilitätsausbruch könnte es sogar sein, dass beide Optionen Gewinne aufweisen!

Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
Chefanalyst Profit Alarm

P.S. Angesichts der irrationalen Preisänderungen halte ich derzeit Positionen in Tesla, die nur in eine Kursrichtung zielen, für eine schlechte Idee. Mit Strategien wie dem vorgestellten Straddle sichern Sie sich in beide Richtungen ab.

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Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    PK

    4. Februar 2020 16:50 at 16:50

    keine gute Idee in Zeiten der Maximalvola in Tesla einen Straddle zu fahren.
    Wenn der Kurs sich auch nur 2 Tage beruhigt, halbieren sich die Optionen beider Seiten.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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