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Trump kann..

Wenn Sie wissen wollen, was Donald Trump neben der Senkung der US-Schulden noch alles kann, dann unbedingt hier weiter lesen..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Bei seiner letzten Pressekonferenz vor der Amtsübernahme sagte Donald Trump, er könne „locker“ US-Präsident sein und zugleich sein Firmenimperium weiter führen – was er aber nicht machen werde. Daran sieht man: Trump kann Dinge, die andere auf keinen Fall können, so etwa sein Vorgänger Obama, der stets zu sagen pflegte, dass ein Einzelner im Grunde das Amt des US-Präsidenten gar nicht ausfüllen könne, weil die Aufgaben schlicht zu groß seien.


Foto: Gage Skidmore
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Nun haben wir gezeigt, dass seit Amtsantritt Trumps die Schulden der USA nicht gestiegen sind, und den Artikel „Trumponomics: So hat Donald Trump über Nacht die ausufernde US-Staatsverschuldung in den Griff bekommen“ eingeleitet mit den Worten: „Donald Trump kann Eis grillen, Donald Trump kann unter Wasser grillen, Donald Trump kann bis Unendlich zählen“ – also alles Dinge, die bislang nur Chuck Norris konnte! Und eben Donald Trump. Wer die US-Verschuldung senken kann, ist zu allem in der Lage!

Nun hat @Michael in einem Kommentar weitere sagenhafte Fähigkeiten von Trump hinzugefügt:

Trump war Kamikaze-Pilot … 12 Mal.
Trump schlägt Drehtüren zu.
Wenn du ein Rennen ganz alleine gegen Trump fährst, wirst du Dritter.
Trump kann Hardware downloaden.
Trump bringt Zwiebeln zum Weinen.
Trump zerschneidet ein Messer mit einem Brot.
Trump hat einmal 37 Terroristen mit zwei Schuss getötet. Die erste Kugel war ein Warnschuss.
Der Tod hatte schon mal eine Nah-Trump-Erfahrung.
Trump isst keinen Honig, er kaut Bienen.
Trump kann Fische ertränken.
Trump’s Cowboystiefel sind aus echten Cowboys gefertigt.
Trump kann den Stuhl hochheben, auf dem er sitzt.

Wenn Ihnen noch weitere Dinge einfallen, die nur Donald Trump kann – dann gerne her damit!

A propos Trump und sein Motto „Amerika first“: bekanntlich gibt es einen Wettbewerb aller Länder, wer hinter den USA die Nummer zwei ist, entfacht von einem Video aus Holland (alle Videos auf http://everysecondcounts.eu/) – und besonders bemerkenswert scheint uns hier der Beitrag aus Israel, kürzlich produziert von einer israelischen Late Night Show. Dort werden Witze über den Holocaust gerissen – das wäre in Deutschland völlig undenkbar!

Aber sehen Sie selbst, warum Israel nach den USA die Nummer zwei ist:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Raoul H

    14. Februar 2017 12:25 at 12:25

    Etwa weniger Trump wäre mehr !

  2. Avatar

    Hondo

    14. Februar 2017 12:39 at 12:39

    General Mattis wurde gefragt was er denn von Chuck Norris denn halten würde. Antwort :“ I don´t know her!“ Sind also noch mehr harte Kerle im Trump Team.

  3. Avatar

    Short-Trader

    14. Februar 2017 13:21 at 13:21

    Was Trump alles kann?

    Er kann einen Sicherheitsberater einstellen, der sofort anfängt Iran „on Notice“ zu stellen, und nach knapp 3 Wochen sich wieder verpissen.

    Der Michael Flynn ist „FIRED“.

  4. Avatar

    Gixxer

    14. Februar 2017 13:42 at 13:42

    Einfach den Namen austauschen, dann passt es:
    http://sprueche.woxikon.de/chuck-norris

    Mein Favorit ist aber:
    Trump ist jetzt Leiter des Flughafen BER. Morgen ist Einweihung!

  5. Avatar

    Hondo

    14. Februar 2017 13:44 at 13:44

    Trump übernimmt die Planung für den neuen Flughafen von Berlin. Montag ist Eröffnung.

  6. Avatar

    Gerd

    14. Februar 2017 14:02 at 14:02

    Hey, Gixxer und Hondo, da habt ihr ja beiden den gleichen Gag favorisiert.
    Dalli-Dalli-Heinz-Rosenthal/Kai-Pflaume würde sagen, das ist spitze.

    • Avatar

      Tomgala

      14. Februar 2017 14:24 at 14:24

      Ne, einer war doppelt. Den müssen wir abziehen……….
      UND:
      Wieviel macht das inSchilling?

      • Avatar

        Gerd

        14. Februar 2017 14:39 at 14:39

        Danke, Tomgala, sehr gut,
        das war die gute Pointe, die mir selber nicht einfiel

  7. Avatar

    Dieselknecht

    14. Februar 2017 15:28 at 15:28

    Geht nichts über die Abteilung „Lustig bei FMW“

  8. Avatar

    Toni

    14. Februar 2017 15:50 at 15:50

    Ich finde ,dass Trump masslos übertreibt, und nach dem Hochtreiben der Börsen bald einen Crash provozieren wird u. höchstens eine Amtszeit überstehen wird.Trotzdem müsste den Linken u.Gutmenschen zu denken geben ,dass der mehr u.mehr verachtete Trump für sein Land u. sein u.sein Volk unter dem Strich weniger Schaden anrichtet als Merkel oder Schulz

  9. Avatar

    Matthias Breinl

    14. Februar 2017 18:29 at 18:29

    Trump kann … mich mal …

  10. Avatar

    Hondo

    14. Februar 2017 18:46 at 18:46

    Trump hat in seinem Schlafzimmer einen Bären liegen. Der Bär ist nicht tod er wagt sich nur nicht sich zu bewegen.

  11. Avatar

    Petkov

    14. Februar 2017 21:05 at 21:05

    Schwach, Herr Fugmann, sehr schwach. Chuck-Norris-Sprücheklopferei auf Ghettogang-Niveau. Hätte nie gedacht, das ich so was über Sie schreiben muss. Passen Sie auf, dass Ihr zunehmend plumpes Trump-Bashing nicht Ihrer Glaubwürdigkeit zum Verhängnis wird. Trump Kritik ist auf jeden Fall angebracht. Ich hätte mir ebenfalls jemanden anders gewünscht (aber die Clinton auch nicht) und mache mir Sorgen um die politische Kultur des Westens. Und es wäre völlig in Ordnung, so gegen Trump zu wettern, wenn Sie wirklich keine Form von ideologischem Extremismus dulden können. Aber in Sachen ideologische Verpestung, Sturrheit, Kurzsichtigkeit etc., ist die merkel das exakte europäische Pendant zu Trump, nur halt spiegelverkehrt positioniert.

    Meine einzige Hoffnung ist, dass Sie die merkel wegen Gefahr vor politischer Vergeltung nicht kritisieren können. Sonst wäre es trostlos.

    • Avatar

      Gerd

      15. Februar 2017 10:55 at 10:55

      Möönsch, Petkov, falls ich mich nicht vertue, sind Sie doch der Poet, der Dichter und Denker. Gönnen Sie uns – auch mir, der ich ein ausgesprochener Trump-Fan war und in abgeschwächter Form noch bin – doch das bisschen Schmunzeln zur Abwechslung. Auch wenn die Sprüche keinen literarischen Nährwert besitzen.
      Aber vielleicht war Ihr Kommentar in der Tendenz auch ohnehin ironisch gemeint, um auf ansonsten übertriebenes Trump-Bashing hinzuweisen.

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Aktienmärkte: Die Jungen entdecken die Aktie – und zocken

Ist die Hinwendung vor allem der jüngeren Generation zum Anlagevehikel Aktie ein Trend – oder eher ein Warnzeichen für die Aktienmärkte?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte haussieren, und das bleibt nicht ohne Folgen. Das Corona-Jahr 2020 mit Covid-19 hat viele Veränderungen ins Alltagsleben der Menschen gebracht. Zwangsläufig mit vielen Aktivitäten, die mit „Home“ beginnen. Auch hatte mancher Zwangsaufenthalt in den vier eigenen Wänden dafür gesorgt, dass viele und vor allem junge Privatanleger den Weg an die Aktienmärkte fanden. Angelockt durch zahlreiche Erfolgsmeldungen über die sozialen Medien, vermutlich initiiert durch die RobinHooder aus den USA. Ein Trend, der von Dauer ist?

Aktienmärkte: Corona und der Anstieg der Zahl der Aktionäre

Die Internetblase im Jahr 2000 und der folgende Jahrhunderteinbruch des Dax (- 72 Prozent) haben lange Jahre Spuren hinterlassen. Während es nach den Daten des Deutschen Aktieninstituts im Jahre 2001 noch 12,85 Millionen Aktionäre in Deutschland gab, pendelte der Wert seit Jahren nur noch an der 10-Millionen-Marke. 2019 war die Zahl der Anleger noch einmal zurückgegangen, 9,7 Millionen direkte Aktionäre in Deutschland.

Jetzt kam die Coronakrise, die einen Boom beim Aktienhandel durch die Privatanleger ausgelöst hat. „Retail Bros“, oder Handelsbrüder, hat die englische „Financial Times“ die neuen Anleger genannt. Seit Längerem gibt es eine „Crypto Bros“, das Pendant mit Kryptowährungen.

Der Trend, der aus den USA herüberschwappt

Der Name ist in der Finanzberichterstattung in aller Munde: Robinhood, ein ehemaliges Start-up aus Kalifornien, welches in den vergangenen Monaten einen Boom verstärkt hat. Der Broker hat bereits über 13 Millionen Kunden, von denen drei Millionen allein seit Anfang des Jahres bis Herbst dazu kamen. Bemerkenswert: Die Hälfte der neuen Kunden sind Aktienneulinge. Star der Szene ist David Portnoy, Inhaber des Sport-Blogs Barstool Sports, der mit seinen superoptimistischen Börsentweets (Aktien und Aktienmärkte würden immer steigen etc.) eine ganze Community antreibt. Hinzu kommt die Entwicklung zum nahezu kostenlosen Börsenhandel, durch E-Trade und Schwab weiter vorangetrieben. So haben manche Arbeitslose ihre 600 Dollar-Wochen-Schecks zum Zocken eingesetzt.

Der Anstieg der Online-Depots in Deutschland

Eine Studie von Comdirekt, Consorsbank und ING zeigte eine deutliche Zunahme der Zahl der Aktionäre unter 25 Jahren. Viele junge handeln auch auf Plattformen wie dem Handybroker Trade Republic. Kaufgebühren von einem Euro pro Trade oder gebührenfreie Sparpläne haben schon zu sechsstelligen Kundenzahlen geführt.

Auch die klassischen Onlinebroker profitieren davon. Konkret wurde die Comdirect, die mit 232.000 neuen Kunden innerhalb der ersten neun Monate vom größten Depot-Wachstum seit 20 Jahren spricht.

Der Vormarsch der Jungen

Wie bereits erwähnt, sind es vor allem die ganz jungen deren Interesse für die Aktienmärkte gewachsen ist, wie die Studie aufzeigt. Nach 26 Prozent, der unter 25-jährigen, die im vergangenen Jahr die Aktienanlage nutzen, sind es derzeit bereits 39 Prozent. Die Steigerung gegenüber 2017 beträgt sogar 22 Prozent. Aber auch bis zur Generation Ü 50 hat sich die Zahl der Aktionäre gesteigert. Was die Börsenplätze sicherlich erfreut, dürfte nicht unbedingt für die herkömmlichen Geschäftsbanken gelten. Denn der Drang zu Online- und Discountbrokern ist unübersehbar.

Ein schnelles Hin und Her

Noch etwas zeichnet die neue Generation Börsianer aus. Die Haltedauer von Aktien ist so kurz wie nie. In den USA lag diese im Sommer diesen Jahres gerade noch bei circa fünfeinhalb Monaten, im letzten Jahr hatte sie noch achteinhalb Monate betragen. Ein Trend, der schon seit Jahrzehnten zu beobachten ist. Aus Daten der New Yorker Börse zeigt sich, dass man vor dem Jahrhundertwechsel Aktien noch durchschnittlich 14 Monate im Depot vor einer Umschichtung beließ. Die Ausnahme:

Nach der Finanzkrise von 2008 wurde das bisherige Haltetief von sechs Monaten erreicht. Krisen beschleunigen anscheinend das Handeln von Wertpapieren.

Wie könnte es anders sein: Auch in Europa ist die gleiche Aktientendenz zu beobachten. Hier ging den Erhebungen zufolge die Haltedauer von Aktien von sieben Monaten zum Jahresende 2019 sogar auf weniger als fünf Monate zurück.

Kein Vergleich mit dem Verhalten des Langfristinvestors Warren Buffett, der seinen Titeln bisher im Schnitt 11 Jahre die Treue hält, auch folgt ein Teil der jungen Generation nicht dem Rat der ungarischen Börsenlegende Kostolany: „Aktien kaufen und dann schlafenlegen.“

Allerdings gibt es heutzutage auch den großen Trend zu langfristigen Sparplänen, monatliche Einzahlungen kleinerer Investmentsummen für die Altersvorsorge. Beides wurde möglich durch eine ganz andere Gebührenstruktur. Zocken zum Nulltarif, nicht nur bei Aktien und Optionen, selbst bei Staatsanleihen oder Junk-Bonds hat sich die Umlaufgeschwindigkeit der Papiere deutlich erhöht.

Wird das eine erhöhte Rendite bringen? Vielleicht kurzfristig im besonderen Jahr 2020. Ältere Börsenexperten sind davon überzeugt, dass die Masse der Anleger durch das Hin und Her auf keine durchschnittliche Rendite von acht Prozent pro Jahr kommen wird. Das Ergebnis sollte Volatilität sein, also ein größeres Auf und Ab in den Märkten mit Vielen, die teuer kaufen und dann billig wieder aussteigen.

Fazit

Ist es ein Trend in Deutschland, die Hinwendung vor allem der jüngeren Generation zum Anlagevehikel Aktie, oder eher ein Warnzeichen für die Aktienmärkte mit dem Vergleich zur Internetblase des Jahres 2000? Damals gab es es Tausende von neuen und noch unerfahrenen Daytradern, die glaubten mit dem raschen Handel reich werden zu können. Das Ergebnis ist bekannt. Es gibt aber einen großen Unterschied zur Gegenwart. Damals warf eine 10-jährige Bundesanleihe fast noch das ganzen Jahr über Renditen von über fünf Prozent ab, selbst Lebensversicherungen waren noch attraktiv. Anders die Gegenwart. Wie soll langfristig ein Kapitalstock aufgebaut werden in dem jetzigen Zinsumfeld? Bei einem vermutlich noch länger anhaltenden Zustand der finanziellen Repression. Selbst wenn die Zinsen über die 0-Prozent-Marke stiegen, wäre dies wahrscheinlich einer gestiegenen Teuerungsrate geschuldet.

Es ist also mehr als notwendig, sich mit dem Kapitalmarkt zu beschäftigen, nicht so sehr mit Hebelprodukten auf Tesla oder FANGMAN-Aktien, sondern eher mit langweiligen Sparplänen. Nach dem wundersamen Jahr 2020 mit den vielen Home-Aktivitäten (Home Office, Home Schooling, Home Shopping, Home Banking) sollte es beim aggressiven Home Trading der RobinHoodies zunächst einmal einen schmerzhaften Ausleseprozess geben.

Die Jungen entdecken die Aktienmärkte

 

 

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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