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Trump über „böse Deutsche“ und ihre Autoverkäufe – und Dieselgate erreicht General Motors

Die neuesten Rüpeleien von Donald Trump – und General Motors ist nun neues Mitglied im Club der Abgasmanipulierer..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

„The Germans are bad, very bad“ – soll Donald Trump laut „Spiegel Online“ in Brüssel gegenüber Juncker gesagt haben. Und Trump weiter:“Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.“

Demnach sagte Trump weiter: „Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.“

Das ist eine direkte Drohung gegen die deutsche Autoindustrie, die deutschen Autobauer im Dax daher unter den Verlierern heute. Fragt sich nur, wie Trump das „stoppen“ will. Juncker hat inzwischen den Spiegel-Bericht eingeschränkt bestätigt, jedoch als „übertrieben“ bezeichnet – Trump habe über die deutschen Handelsbilanzüberschüsse gesprochen, diese jedoch nicht als „Fehlverhalten“ der Deutschen bezeichnet.

Wie auch immer, der Duktus der kolportierten Aussagen Trumps passt jedenfalls zu ihm wie die Faust auf´s Auge. Ebenso wie sein rüdes Verhalten gegenüber dem Staatschef Montenegros:

Jetzt wissen wir sehr plastisch, was Trump mit „America first“ wirklich meint! Der gewohnt zurückhaltende Jan Böhmermann kommentierte das übrigens so:

Zurück zur Autoindustrie, auf die absehbar schwere Zeiten zukommen – in den USA fallen die Autoverkäufe deutlich, man hat auf Halde produziert, die Preise für Gebrauchtwagen in den USA sind im freien Fall (wir hatten darüber schon mehrfach berichtet). Dazu der absehbare Zugewinn an Marktanteilen durch Elektromobilität – ob durch Tesla oder andere Hersteller wie Google, die an selbstfahrenden, elektrisch betriebenen Autos „basteln“.

Darüber hinaus sind nach Volkswagen nun auch Fiat Chrysler sowie Daimler im Fokus der Behörden wegen des Vorwurfs der Abgasmanipulation. Und seit gestern auch General Motors – um welche Fahrzeuge es dabei geht, zeigt folgendes Video:

Die General-Motors-Aktien verloren gut 2%, aber von Panik keine Spur. Vermutet man, dass die Trump-Administration dem uramerikanischen Autobauer General Motors nicht allzu weh tun wird – wegen den „jobs, jobs, jobs“? Trump wird vermutlich auch hier „America first“ durchsetzen, sodass General Motors vermutlich sehr viel glimpflicher davon kommen wird als andere Autobauer, vor allem Volkswagen..

OLYMPUS DIGITAL CAMERA


Das Renaisssance Center in Detroit – Hauptsitz von General Motors
Foto: Gemeinfrei

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    leser

    26. Mai 2017 13:16 at 13:16

    Die WELT berichtet ein wenig differenzierter. Zitat: „In Brüssel soll US-Präsident Trump laut einem Bericht heftige Kritik am deutschen Handelsbilanz-Überschuss geübt haben. Es sei „fürchterlich“, dass die Deutschen Millionen Autos in den USA verkauften.“ Das „bad“ soll sich also auf den Handelsüberschuss der Deutschen bezogen haben. Das die Hochleistungs-Presse daraus flux etwas anderes macht, sollte kein Grund für FMW sein, dem nachzueifern.

  2. Avatar

    Michael

    26. Mai 2017 13:44 at 13:44

    @leser
    FMW schreibt: „Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.“
    Sie zitieren die Welt mit: „Es sei „fürchterlich“, dass die Deutschen Millionen Autos in den USA verkauften.“
    Da kann ich nun wirklich keinen signifikanten Unterschied entdecken und schon gar nicht den pauschalen Bezug zum Handelsüberschuss. Es geht ganz klar um den Autoexport.
    Auch hat Juncker bestätigt, dass Trump gesagt hat: „The Germans are bad, very bad.“ Juncker hat nur darauf hingewiesen, dass „bad“ nicht „böse“ heißen muss, sondern auch mit „schlecht“ übersetzt werden kann. Also sind wir Deutschen nicht böse, sondern nur sehr schlecht.
    Warum Sie das nun schon wieder zum Anlass nehmen, auf der Presse herumzuhacken, ist für mich nicht nachvollziehbar. Wollen Sie die Pressefreiheit abschaffen, wie Ihr Gesinnungsgenosse aus Wonderland?

  3. Avatar

    leser

    26. Mai 2017 13:58 at 13:58

    @ Michael
    Ich habe keine Ahnung, was sie mit „Gesinnungsgenosse aus Wonderland“ meinen und nichts liegt mir ferner, als die durch die Maasche Gesetzgebung bedrohten Reste von Pressefreiheit „abzuschaffen“.
    Die Headline und der der erste Satz setzen den Ton. Die meisten lesen nicht weiter und haben sich dann ihre Meinung gebBILDdet.

    • Avatar

      Michael

      26. Mai 2017 15:00 at 15:00

      @leser, ich meinte damit (im Spaß) Donald Trump, der ja auch nicht als großer Fan der Presse gilt ;)
      Ich glaube auch nicht, dass die Leser der FMW nur die Headline und den ersten Satz lesen und sich dann eine Meinung bilden. Zumindest der Großteil nicht.
      Außerdem sind die Headline und der erste Satz mit Anführungszeichen und Zitat und „soll“ gesagt haben meiner Meinung nach neutral und korrekt.
      Bei den Lesern, welche die BILD-Zeitung als einzige Quelle benutzen, ist – was differenzierte Meinungsbildung angeht – sowieso Hopfen und Malz verloren ;)

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

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