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Trumps Grenz-High-Noon

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Nach der Ministerin, die Familien an der Grenze auseinander riss, kommt jetzt der Tränengas-Hardliner.

„Homeland“-Ministerin Kirstjen Nielsen wurde von US-Präsident Donald Trump gefeuert, vor allem aber, da sie nicht hart genug gegen Migranten an der Mexiko-Grenze vorging.

Dabei hatte Nielsen im Vorjahr die barbarische Praxis zu verantworten, bei der Kinder von ihren Eltern getrennt wurden.

In Rage aber brachte Trump, dass im März mehr als 100.000 Migranten die Grenze illegal überquerten – die höchste Zahl seit Jahren.

Der nach Nielsens Rauswurf ab Mittwoch amtierende Nachfolger Kevin McAleenan ist ein möglicherweise noch größerer Hardliner: Er hatte zuletzt den Einsatz von Tränengas gegen Migranten verteidigt.

Klar ist: Trump kann den Migranten-Strom nicht aufhalten – und seine Rhetorik wird immer wütender. Bekanntlich hatte er genau das Gegenteil im Wahlkampf versprochen: Jetzt jedoch gibt es weiterhin keine Mauer und Rekordzahlen bei der illegalen Einwanderung.

Die Grenzer müssen bereits die meisten Einwanderer laufenlassen, da die „Processing Centers“ völlig überfüllt sind.

Der zornige Trump hat zwar die Drohung, die Mexiko-Grenze dichtzumachen, fallengelassen, doch warnt jetzt vor einer „schleichenden Schließung“ durch die Verlangsamung der Grenzabwicklung.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

 

Kirstjen Nielsen



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