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Türkische Lira und britisches Pfund: Der „böse“ Herr Williams verzerrt den Markt

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Die Türkische Lira wird plötzlich fester. Liegt das an der „guten“ Notenbankpolitik in der Türkei? Dazu gleich noch mehr. Erst mal ein Blick auf das britische Pfund. Gestern gab es leicht positive Konjunkturdaten aus UK sowie einen Entschluss des Parlaments, dass die neue Regierung (unter Boris Johnson) erst die Abgeordneten konsultieren muss, bevor es zu einem harten Brexit kommt. Das gab dem Pfund gestern im Tagesverlauf etwas Aufwind (Chart GBPUSD seit Montag).

Pfund vs USD seit Montag

Dann kam gestern Abend die Rede von New York Fed-Chef Williams, welche die Zinssenkungs-Erwartung in den USA bestärkt hat. Somit steigt seitdem alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird. Pfund vs USD ist somit seit dem Tiefstpunkt vom Mittwoch bei 1,2380 auf aktuell 1,2527 gestiegen. Wir sind keine Analysten und keine Anlageberater. Aber grundsätzlich (so möchten wir lediglich anmerken) wird die Schwäche des Pfund durch diesen externen Einfluss überdeckt oder besser gesagt verzerrt. Die große Schwelle von 1,2480 wurde im Pfund vs USD in den letzten Tagen mehrmals nach unten durchbrochen. Auch wenn der Kurs aktuell höher liegt, so bleibt der Weg nach unten offen, wenn sich der Fokus wieder Richtung Boris Johnson und Brexit-Chaos zuwendet!

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Türkische Lira

Die Türkische Lira ist derzeit einem Fegefeuer von Nachrichten ausgesetzt. Die russischen Raketen (Affront gegen NATO und USA) sind in der Türkei angekommen. Lange Zeit schwebten deswegen mögliche US-Sanktionen gegen die Türkei umher. Zwar sagte US-Präsident Trump jüngst dazu, dass die USA derzeit keine Sanktionen gegen die Türkei vorbereiten würden. Aber gestern wurde bekannt, dass man die Türkei aus dem Lieferanten-Konsortium für den F-35 Fighter rausgeworfen hat, und der Türkei die bestellten Kampfjets auch nicht liefern wird. Tja, das ist keine Sanktion, aber trotzdem ein klares Zeichen Richtung Türkei. Ist das nun insgesamt gesehen eher ein Zeichen für eine Entspannung oder für weiterhin böses Blut zwischen den beiden NATO-Partnern? Da kann sich jeder seine Argumentation herauslesen.

Aber wie auch beim Pfund wirkt die Rede von NY Fed-Chef Williams auf die Türkische Lira ein. Denn USD vs Lira ist deshalb von 5,68 auf 5,61 gefallen (Lira-Aufwertung). Also: Man sollte jetzt nicht glauben, dass die türkische Lira wegen türkischen Themen aufgewertet ist, sondern weil der Dollar schwächelt – dank der Fed! Wie auch beim Pfund sollte man daran denken: Sobald türkische Themen wieder die Oberhand gewinnen, könnte die türkische Lira wieder abwerten. Wir erinnern an den Termin 25. Juli. Dann wird die türkische Zentralbank höchstwahrscheinlich die Zinsen spürbar senken. Das sollte die Lira wohl schwächen. Warum es sehr wahrscheinlich ist, dass die Zinsen sinken? Erst vor Kurzem hatte Präsident Erdogan den Zentralbankchef entlassen, weil der die Zinsen nicht senken wollte.

USD vs Türkische Lira seit Mittwoch
USD vs Lira seit Mittwoch.

NY Fed Gebäude
Das Gebäude der NY Fed. Foto: Beyond My Ken CC BY-SA 4.0

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Aktuell: Neuer Corona-Fall in USA – Goldpreis rauf, Aktien runter

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Gold Barren Beispielfoto

Vor wenigen Minuten wurde bekannt, dass es in den USA einen weiteren bestätigten Fall einer mit dem Corona-Virus infizierten Person gibt. Es geht um eine Frau in Chicago. 63 weitere Personen werden beobachtet. Was hatten wir gestern und heute in einem Marktüberblick zu verschiedenen Assetklassen noch erwähnt? Der Schweizer Franken steigt zwar, und Öl fällt immer weiter (wie es in so einem Angst-Szenario sein sollte). Aber der Goldpreis, der kam nicht aus den Puschen. Aber jetzt, mit dieser Veröffentlichung des zweiten Falls in den USA, da scheint der Knoten ganz frisch geplatzt zu sein.

Der Goldpreis springt seit einer Stunde von 1.562 Dollar auf bis zu 1.575 Dollar in der Spitze (aktuell 1.573 Dollar). Der Markt ist nervös. Parallel dazu fällt der Ölpreis immer weiter. WTI-Öl notiert aktuell nur noch bei 54,37 Dollar. Der Dow 30 sackte vorhin zur Bekanntgabe des zweiten Corona-Falls um 125 Punkte ab, Tendenz weiter fallend. Der Dax verliert parallel dazu 35 Punkte. Also, kurz vor dem Wochenende steigt die Nervosität. Noch schnell fliehen (Risk Off Trade) in die Sicheren Häfen namens Gold und Schweizer Franken? Ganz aktuell wirkt es so. Im Chart sieht man den Goldpreis vs Dow 30 seit heute früh.

Goldpreis vs Dow 30 seit heute früh

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Rüdiger Born: Dax, Dow, S&P 500 und Euro am Chart besprochen

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Dax und Dow schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart an. Sprechen die Charts für Long oder Short? Bei Euro vs USD jetzt noch short zu gehen, könnte zu spät sein. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“  (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Ölpreis und Schweizer Franken reagieren auf Virus, Gold und Aktien nicht

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Ölpreis Quelle Beispielfoto
Wir wollen an dieser Stelle kurz darauf eingehen, wie sich Ölpreis, Goldpreis, Schweizer Franken und die Aktienindizes im Zuge des Corona-Virus nun unmittelbar vor dem Wochenende verhalten. Und da fällt uns schon etwas Komisches auf. Da gibt es nämlich eine merkwürdige Zweiteilung.

Ölpreis weiter mit Abwärtstendenz, Schweizer Franken weiter bergauf?

Ölpreis und Schweizer Franken reagieren nämlich „mustergültig“ im Sinne von zunehmender Angst vor einer Ausweitung des Corona-Virus. Wird es schlimmer, dann dürften Reisefreudigkeit und Konsum stark nachlassen. Das betrifft die gesamte Volkswirtschaft eines Landes. Ganz aktuelle Meldungen zeigen, dass in China nun 13 Städte mit 43 Millionen Menschen abgeriegelt sind, um zu versuchen den Virus zu isolieren. Der Ölpreis reagiert dementsprechend schon die ganze Woche mustergültig (Angst vor sinkender Öl-Nachfrage). WTI-Öl zeigt sich mit aktuell 55,46 Dollar weiter in einer Abwärtstendenz, wie es der folgende Chart zeigt (Linie in rot-grün). Parallel dazu haben wir das Währungspaar Euro vs Schweizer Franken eingebaut. EURCHF notiert aktuell bei 1,0718 (gestern absolutes Tief 1,0702). Der Schweizer Franken wertet also auf, besonders seit Mittwoch. Es ist also eine gewisse Bewegung in den „Sicheren Hafen“ namens Schweizer Franken vorhanden.

WTI Ölpreis und Euro vs Schweizer Franken seit 10 Tagen

Goldpreis tritt auf Stelle, Aktien frohen Mutes?

Während Öl und Franken sich im Sinne der Angst vor dem Corona-Virus verhalten, scheint der Goldpreis immer noch in einer Art Warte-Modus zu laufen. Will der Markt erst warten, ob es mit dem Virus noch viel schlimmer wird, bevor der Goldpreis kräftig steigen könnte? Gestern nahm er einen kleinen Anlauf von von 1.557 auf 1.567 Dollar. Aber bis heute Mittag ist er wieder auf 1.558 Dollar zurückgekommen. Im Gold ist aktuell kein Risk Off-Szenario erkennbar. Wie bereits gestern unsere Frage heute erneut: Verschärft sich die Virus-Krise, holt der Goldpreis dann die Reaktion nach, die andere Märkte wie Öl schon (auf der Abwärtsseite) gezeigt haben? Geht es dann ruckartig nach oben im Gold? Nun steht das Wochenende vor der Tür, und niemand weiß jetzt, ob es bis Montag besser oder schlechter wird mit dem Corona-Virus.

Die Aktienmärkte hatten im Verlauf dieser Woche einen Schwäche-Anfall bezüglich des Virus. Heute aber, da schauen die Aktienmärkte auf die Einkaufsmanager-Indizes, die heute Vormittag für viele europäische Länder veröffentlicht wurden. Sie waren besser als erwartet. Auch die deutschen Auftragseingänge am Bau waren sensationell gut. Die Aktienkurse steigen seit 9:30 Uhr daher an. Der Dax konnte mehr als 100 Punkte gewinnen, der Dow gut 60 Punkte. Noch nicht die Welt. Aber während Franken und Öl sich vom Corona-Virus beeinflussen lassen, schauen die Aktienmärkte offenkundig eher auf die Konjunkturdaten. Bis jetzt zumindest.

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage
Der Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage.

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