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Twitter-Quartalszahlen: Umsatz enttäuscht, Nutzerzahlen robust, Gewinn über Erwartungen

Soeben wurden die Twitter-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigen Fakten. Man hat für das letzte Quartal einen Umsatz in Höhe von 717 Millionen Dollar veröffentlicht…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Soeben wurden die Twitter-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigen Fakten.

Man hat für das letzte Quartal einen Umsatz in Höhe von 717 Millionen Dollar veröffentlicht (Vorjahresquartal 710 Millionen Dollar / erwartet waren 740 Millionen Dollar).

Man hat für das letzte Quartal einen Gewinn pro Aktie von 0,16 Dollar veröffentlicht (Vorjahresquartal 0,16 Dollar pro Aktie / erwartet waren 0,12 Dollar pro Aktie).

Entscheidend bei Twitter, die Zahl auf die alle gucken: Wie viele monatlich aktive User hatte man im letzten Quartal? Es waren nach 313 Millionen im 2. Quartal und 317 Millionen im 3. Quartal jetzt im 4. Quartal 2016 319 Millionen aktive User.

Die Trump-Wahl hat anscheinend keinen positiven Effekt auf das Traffic-Volumen bei Twitter gehabt.

Kurz-Fazit: Die Erwartungen beim Gewinn wurden übertroffen, der Umsatz enttäuscht. Die Nutzerzahl steigt, aber in einem minimalen Tempo von Quartal zu Quartal. Mit seiner Aussicht eines weiter schwachen Umsatzwachstums enttäuscht Twitter-Chef Jack Dorsey den Markt. Userzahlen und Non GAAP-Gewinn sehen zwar robust beziehungsweise gut aus, aber der Umsatz in Dollar enttäuscht halt, und wird wohl auch im jetzt laufenden Quartal nicht so super laufen. Also gibt es folglich ein Problem mit dem Werbeumsätzen!  Auch wenn man den Umsatz ausblendet und nur auf den Gewinn pro Aktie und die Userzahlen guckt, fehlt der WOW-Effekt, den man bei Konkurrenten wie Facebook hat, wo man regelmäßig den Markt rundum glücklich macht. Die Aktie notiert aktuell vorbörslich mit -11% gegenüber dem Schlusskurs von gestern Abend.

Hier wichtige Aussagen von Twitter im Original. Darunter einige Grafiken.

“2016 was a transformative year as we reset and focused on why people use Twitter: it’s the fastest way to see what’s happening and what everyone’s talking about,” said Jack Dorsey, Twitter’s CEO. “We overcame the toughest challenge for any consumer service at scale by reversing declining audience trends and re-accelerating usage. As a result, in the fourth quarter, daily active usage accelerated for the third consecutive quarter, and we see this strong growth continuing. While revenue growth continues to lag audience growth, we are applying the same focused approach that drove audience growth to our revenue product portfolio, focusing on our strengths and the real-time nature of our service. This will take time, but we’re moving fast to show results.“

For the first quarter, Twitter expects:
• Adjusted EBITDA to be between $75 million and $95 million;
• Adjusted EBITDA margin to be between 17% and 17.5%; and
• Stock-based compensation expense to be between $125 and $135 million.
Additionally, for full year 2017, Twitter expects:
• Total non-GAAP expenses to be flat to down 5%, compared to full year 2016;
• Stock-based compensation expense to be down 15% to 20%; and
• Capital expenditures to be between $300 and $400 million.


Zum Vergrößern bitte anklicken.


Zum Vergrößern bitte anklicken.


Hier einer der Gründe, warum aus einem Verlust ein offizieller Gewinn wird. Unter anderem verschlingen „Restrukturierungskosten“ (Abfindungen für Entlassene?) im letzten Quartal mehr als 100 Millionen Dollar. Aber sowas gehört eben nicht zum Kerngeschäft…

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Roland

    9. Februar 2017 14:18 at 14:18

    Jetzt mal was generelles zu diesen Gewinnen: Wieso akzeptieren eigentlich alle, dass Verluste/Ausgaben in Gewinne „umadjustiert“ werden ? Wie die letzte Übersicht sehr schön zeigt ist der Verlust per 31.12. (167 Mio.) Und nur durch das Herausnehmen der Ausgaben entsteht der Gewinn, ist doch pervers. Ist ja nicht nur hier der Fall, sondern generell, auch in Europa wird das immer mehr zur Mode und keiner sagt, Moment, das ist doch Schönfärberei. Als nächstes werden dann die jährlichen Strom-, Wasser- und Lohnkosten in Gewinne umadjustiert oder wie, weil die ja auch jedes Jahr anders sind ?

    • Avatar

      gerd

      9. Februar 2017 18:00 at 18:00

      Hört sich ja spektakulär an.

      Was anderes:
      FMW:
      „..Die Trump-Wahl hat anscheinend keinen positiven Effekt auf das Traffic-Volumen bei Twitter gehabt.“

      Ich glaube, dass weiß man nie so ganz genau.
      Vielleicht wäre ohne Trump bei Twitter schon halbtote Hose.

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