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US-Dollar – der Niedergang der Weltleitwährung hat begonnen

Hannes Zipfel

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US-Dollar Beispielbild Scheine

Die vorübergehende Stärke des US-Dollar fußte auf falschen Erwartungen und schuldenfinanzierten Konjunkturstimuli. Doch die Rechnung geht nicht mehr auf. Die Währung des größten Schuldners der Welt und der Weltgeschichte wird mehr und mehr entzaubert. Die Tage des Dollars als globale Leitwährung sind gezählt.

US-Dollar – der Kaiser ist nackt

Es ist kaum noch etwas übrig geblieben von den Argumenten pro US-Dollar: Die größte Steuersenkung diesseits und jenseits des bekannten Universums sollte das Wachstum der US-Wirtschaft auf Jahre hinaus beflügeln. Die Zinsen für die noch bedeutendste Währung der Welt sollten sich weiter normalisieren und wie ein Leuchtturm die Minizinsen der anderen Hauptwährungen überstrahlen. Die Schulden der USA wollte Donald Trump bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit Ende 2024 auf null reduzieren. Die USA sollten als Industriestandort reüssieren. Nichts davon hat sich bewahrheitet – im Gegenteil: Das Wachstum geht permanent zurück, ebenso wie die Zinsen. Und als der damals noch Präsidentschaftskandidat Trump Ende März 2016 die Entschuldung der USA ankündigte, standen die US-Staatsschulden bei 19 Billionen US-Dollar. Drei Jahre später steht die Schuldenuhr bei aktuell 23 Billionen US-Dollar, Tendenz weiter stark steigend.

Das US Congressional Budget Office erwartet für das Fiskaljahr 2019/2020 ein Staatsdefizit in Höhe von 1,2 Billionen US-Dollar – 25 Prozent mehr als im letzten Fiskaljahr und dennoch viel zu optimistisch geschätzt. Das Defizit im Außenhandel der USA ist das größte der Welt und hat sich trotz Handelskrieg in den letzten zwölf Monaten lediglich um 0,8 Prozent auf -883,7 Mrd. US-Dollar verringert. Die US-Notenbank Fed erwartet für 2019 ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent, erkauft mit einem gigantischen Defizit im Bundeshaushalt von 5,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Fed hat seit dem 16. September ihre Bilanz zehnmal stärker ausgeweitet, als die viel gescholtene EZB dies ab 1. November monatlich plant. Vergleicht man die Defizitzahlen der USA mit denen anderer Hauptwährungsräume, dann ist der weitere Weg des US-Dollars vorgezeichnet.

US-Dollar Index

Wie sehr aktuell die Illusionen bezüglich des Wachstums und der Stabilität der US-Ökonomie aus dem US-Dollar ausgepreist werden, sieht man in Ansätzen bereits an der Entwicklung des US-Dollar Währungsindex, der den Wert des Greenback gegenüber Euro, Pfund, Yen, Kanadischem Dollar, Schwedischer Krone und Schweizer Franken misst. Doch dieser Prozess der Erkenntnis hat gerade erst begonnen, obwohl sämtliche ökonomische Parameter seit Jahren das Bild eines Landes zeichnen, dass auf Ebene der Unternehmen sowie der privaten und öffentlichen Haushalte exorbitant über die eigenen Verhältnisse lebt. Doch mit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten und seinem Mantra „Make America Great Again“ war all das vergessen und die Zukunft schien rosig. Nachdem die Trump-Administration nun einen Handelskrieg gegen die Finanziers der eigenen Defizite aus Übersee begonnen hat und mit Sanktionen um sich wirft, als ob ein Lehrer alter Schule ungezügelt Stockhiebe an unartige Kinderchen verteilt, ziehen sich diese sukzessive aus der Rolle der Geldgeber zurück. Dies zwingt die US-Notenbank dazu, die digitalen Gelddruckmaschinen wieder anzuwerfen und die US-Schuldpapiere in einem Rekordtempo mit frisch „gedruckten“ Dollars selbst aufzukaufen.

Größtes Handelsbilanzdefizit aller Staaten

Das Leben über die eigenen Verhältnisse hat in den USA Tradition: Seit 1975 steigt das Handelbilanzdefizit zügig an und erreichte im Jahr 2018 mit -891 Billionen US-Dollar einen Rekordwert. Unter Berücksichtigung von Dienstleistungen waren es -621 Milliarden US-Dollar. Die Exportschlager der US-Serviceindustrie sind dabei der Onlinehandel sowie Beratungs- und Finanzdienstleistungen für Staaten, Unternehmen und Verbraucher. Die einzigen wettbewerbsfähigen Industrien der USA sind der Flugzeugbau, der momentan unter dem Boeing 737 Max Skandal leidet, der Rüstungssektor, in dem die Russen und Chinesen stark aufholen sowie Baumaschinen. Automobile gehören zwar auch zu den Exportschlagern der USA, in Europa werden diese aber wohl erst dann wettbewerbsfähig werden, wenn die Bundesregierung und die Manager der deutschen Autokonzerne den heimischen Fahrzeugbau endgültig ruiniert haben.

Der einzige Bereich, in dem die USA Fortschritte erzielt haben ist die Eigenversorgung mit fossilen Energieträgern dank der „Drill, Drill, Drill!“-Politik der US-Administrationen für die amerikanische Fracking Industrie. Umso erstaunlicher ist es, dass die USA trotz massiv reduzierter Öl- und Gasimporte ihr Handelsbilanzdefizit kaum verringern konnten. Das spricht dafür, dass die USA auch weiterhin als Produktionsstandort zu teuer oder mangels Fachkräfte schlicht ungeeignet sind, trotz schuldenfinanzierter Steuerreform und brutalem Handelskrieg. Mit dem Handelskrieg verlieren die Vereinigten Staaten von Amerika eine weitere Schlacht um die globale Dominanz.

Fazit

Die USA haben seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs das Privileg der Weltleitwährung genossen. Sie konnten über Wechselkurs- und Geldpolitik nach Belieben dem Rest der Welt ihre nationalen Interessen aufoktroyieren. Am Ende hat es sie die industrielle Wettbewerbsfähigkeit gekostet und nur Schulden eingebracht. Wenn Sie heutzutage Notenbanker nach ihrer präferierten Reservewährung für Krisenzeiten fragen, heißt die Antwort schon lange nicht mehr US-Dollar. Im Gegenteil, die in Dollar denominierten Vermögenswerte auf den Bilanzen der großen Zentralbanken werden immer öfter mit Gold abgesichert. Der US-Dollar reiht sich damit ein in die lange Tradition von Weltleitwährungen, die alle ausnahmslos dem Bedeutungsverlust anheimfielen. Auch wenn die Briten diese Tatsache für ihr Pfund immer noch nicht akzeptieren wollen. Und so wird es auch beim US-Dollar noch lange die Illusion geben, es handele sich um eine solide Währung. Die Fakten sprechen klar dagegen.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    TM

    21. Oktober 2019 10:51 at 10:51

    „Größtes Handelsbilanzdefizit aller Staaten“

    Naja, in absoluten Zahlen ja – da die USA weiterhin so wie schon Anfang der 1980er und Anfang der 1990er für rund 25% des Welt-BIPs verantworltich sind, ist es auch schwierig für andere Defizitländer, die gleichen Absolutwerte zu erreichen. Im Verhältnis zum BIP weisen eine ganze Reihe anderer Volkswirtschaften höhere, zum Teil deutlich höhere Werte auf. Tatsöchlich ist das Handelsbilanz- oder besser Leistungsbilanzdefizit mit rund 2,5% des BIPs nicht dramatisch hoch.

    “ Entwicklung des US-Dollar Währungsindex“

    gut gewähler Ausschnitt im Diagramm und zudem der Index, der nur den Wert gegenüber den Hauptwährungen widerspiegelt. Der breit basiere USD-Index notiert praktisch auf Allzeit-Hoch, aber das würde wohl nicht gut in die Argumentation passen. https://fred.stlouisfed.org/series/TWEXB

    “ Die einzigen wettbewerbsfähigen Industrien der USA sind der Flugzeugbau, der momentan unter dem Boeing 737 Max Skandal leidet, der Rüstungssektor, in dem die Russen und Chinesen stark aufholen sowie Baumaschinen.“

    Naja und Pharma, Chemie, Software, Unterhaltung, Agrarrohstoffe, Konsumgüter, Medizintechnik….

    „Im Gegenteil, die in Dollar denominierten Vermögenswerte auf den Bilanzen der großen Zentralbanken werden immer öfter mit Gold abgesichert. “

    Seit Trump Präsident ist, ist der Anteil der in USD gehaltenen Weltwährunfsreserven von rund 65% auf 61% gefallen. Das ist aber immer noch deutlich mehr als zwischen Mitte der 1980er und Mitte der 1990er und ähnlich viel wie in den Jahren direkt nach Bretton-Woods.

    „Der US-Dollar reiht sich damit ein in die lange Tradition von Weltleitwährungen, die alle ausnahmslos dem Bedeutungsverlust anheimfielen.“

    Ja, es kam immer zu einem Wachwechsel, sprich eine Währung war dann nicht mehr Weltleitwährung, weil die dazugehörige Volkswirtschaft nicht mehr so dominant war. Allenfalls China könnte die USA bald ablösen, aber der CNY ist nach wie vor nicht frei konvertierbar und kann den USD daher nicht ersetzen. Im Moment ist m.E. daher keine Wachablösung zu erkennen.

  2. Avatar

    globalvoterorg

    21. Oktober 2019 16:58 at 16:58

    Die VWL ist ein totgerittenes Pferd! Das wollen die „Experten“ nicht wahrhaben. Knapp vorbei, ist auch daneben! Die Welt, IST, eine IllusionsMatrix, seit die FED geschaffen, Brettons Woods und die Goldbindung 1971 von Nixon aufgegeben wurde! Natürlich, hing das mit dem größten KonsumentenMarkt USA (MilitärMacht + US$) zusammen. What else!? Der Interventionismus ist lediglich die Ausprägung der Dominanz. Die Insolvenzverschleppung, die häßliche Fratze, der Diktatur, über den Rest der Wirtschaftssubjekte (ordinär ausgedrückt: Uns Sklaven). Es zeigt, daß Macht, nur, die Liquidität ist: Die Lizenz zum Gelddrucken! QE. Darum geht es! Die FinanzKrake (eine Sekte) hat bewußt, China aufgebaut, aber es, trotzdem, nicht vom „Zügel“ (Schuldenberg) gelassen. Die USA wollten/sollten gar nichts mehr herstellen, sondern, allein, in IT „machen“.
    Die „Werkbank“ China ist ein Schachzug der Dominanz, dem Alle gehorchen mußten. Die Finanzsekte, der Globalisten, wollte die Pferde wechseln! Die NWO, in der die Sonne nicht untergeht!? Dabei, MÜSSTE die VWL anerkennen, daß das FIAT SchuldgeldSystem einem Geburtsfehler unterliegt. Die exponentielle Wachstumsmatrix des Zinseszinses. DAS Dilemma der FinanzKrake und der Grund für die China „Karte“. Die sogenannten „Patrioten“ (die Kehrseite der gleichen Medaille) Trump/Putin/ Orban/Kurz/Bolsonaro erheben Anspruch! Die ganzen Schulden + Defizite sind, hier, unerheblich, weil das ganze Geld nur eine Illusion darstellt. Deshalb ist der Denkansatz des Autors verkehrt. Trump verhandelt die Weltmachtsführung und die wird, eindeutig, zwischen den USA und China ausgeknobelt. Im „schlimmsten“ Fall gibt es eine GROKO! Die einen haben das Militär und die anderen das Gold! Merke: Es kommt immer anders, als es scheint!

    • Avatar

      Columbo

      21. Oktober 2019 17:41 at 17:41

      @globalvoterorg
      Ich bin beeindruckt, obwohl ich kein Wort verstanden habe. Aber gerade deshalb bin ich so beeindruckt.

  3. Avatar

    globalvoterorg

    21. Oktober 2019 17:36 at 17:36

    Wie Thorsten Polleit, gerade, zeitgleich, publiziert. Der Dollar ist mitnichten im Niedergang.
    Wenn, man ihn gegen die anderen Währungen vergleicht. Im Niedergang oder im Dilemma ist das SchuldgeldSystem (FIAT Money), daß alle roten Linien überschritten hat. Der Schuldenberg ist, damit, das alleinige Problem der Gläubiger geworden! Was sagt der Autor richtig, was die USA sind, Schuldner!!! Gläubiger ist die FinanzKrake, die, immer, alles auf die Weltbevölkerung, die Anderen abwälzt

  4. Avatar

    Marko

    8. November 2019 19:30 at 19:30

    !Wenn Sie heutzutage Notenbanker nach ihrer präferierten Reservewährung für Krisenzeiten fragen, heißt die Antwort schon lange nicht mehr US-Dollar…“

    „Der US-Dollar reiht sich damit ein in die lange Tradition von Weltleitwährungen, die alle ausnahmslos dem Bedeutungsverlust anheimfielen. Auch wenn die Briten diese Tatsache für ihr Pfund immer noch nicht akzeptieren wollen. Und so wird es auch beim US-Dollar noch lange die Illusion geben, es handele sich um eine solide Währung. Die Fakten sprechen klar dagegen.“

    Das mit dem Pfund sehen wir gerade.

    Und die Fakten beim USD sprechen genauso dagegen, Bravo, Herr Zipfel !

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Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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