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Anleihen

US-Staatsanleihen: Japan baut kräftig Bestände auf, China mit Zweijahrestief

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Heute Nacht hat das US-Finanzministerium bekanntgegeben, wie sich der ausländische Besitz an US-Staatsanleihen vom Monat April auf Mai verändert hat. Interessant ist hier immer zunächst, wie der größte ausländische Halter China seinen gigantischen Berg an US-Staatsanleihen verändert. Seit Monaten schauen Beobachter sich diesen Wert noch genauer an. Denn es gibt Befürchtungen China könnte die US-Papiere als Mittel im Handelskrieg einsetzen. US-Staatspapiere abstoßen als Drohung gegen Donald Trump.

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China verkauf stetig US-Staatsanleihen, Japan baut kräftig auf

Im Mai hat China US-Staatsanleihen im Volumen von 3 Milliarden Dollar verkauft. Auf den ersten Blick ist das nicht viel bei einem Mai-Stand von 1,110 Billionen US-Dollar. Aber: China reduziert seine Bestände immer weiter, auch wenn es nicht exakt jeden einzelnen Monat bergab geht. Im Vergleich zu Mai 2018 ist es eine Reduzierung von 73 Milliarden Dollar. Aktuell hat China den niedrigsten Wert beim Besitz von US-Staatsanleihen seit exakt zwei Jahren erreicht! Allerdings weiß man nie exakt, welche Summen Länder wie China beispielsweise über Drittstaaten wie Belgien (große Verwahrstellen), die Cayman Islands etc halten. Mit 216 Milliarden Dollar Volumen sind die Caymans (ein globaler Wirtschaftsgigant…) immerhin der acht größte Halter von US-Papieren!

Japan ist mit aktuell 1,10 Billionen Dollar der zweitgrößte Halter von US-Staatsanleihen, und liegt damit fast gleichauf zu China. Danach ist der Abstand zu Platz 3 (Großbritannien) mit 323 Milliarden Dollar schon ziemlich groß. Japan hat ganz anders als China sein gehaltenes Volumen auf den höchsten Stand seit August 2017 gesteigert. Im Monatsvergleich ist es ein Plus von 37 Milliarden Dollar!

Das Gesamtvolumen ausländischer Besitzer von US-Staatsanleihen legte im Mai im Monatsvergleich kräftig zu um 106 Milliarden Dollar auf 6,538 Billionen US-Dollar. Vor einem Jahr waren es noch 6,215 Billionen Dollar.

US Treasury-Liste - US-Staatsanleihen ausländische Halter Mai

US-Staatsanleihen sind eine Sache für das Treasury Department
Treasury Department building in Washington, D.C. Foto: AgnosticPreachersKid CC BY-SA 3.0

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Anleihen

Staatsanleihe – Auktion der 30-jährigen und finanzielle Repression

Wer kauft so etwas?

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Auf den ersten Blick war es wieder ein gutes Geschäft für den Bundesfinanzminister: Die Emission einer 30-jährigen Staatsanleihe am letzten Mittwoch zu einem Zinssatz von minus 0,11 Prozent, welches sofort zu einem haushaltswirksamen Gewinn für den Staat von 30 Millionen Euro geführt hat.

Auf den zweiten Blick aber war es auch ein kleiner Flop, schließlich konnte man nur Käufer für Papiere in Höhe von 869 Millionen Euro finden und nicht für die angestrebte Summe von zwei Milliarden. Insgesamt stellte diese Emission einer 30-jährigen Anleihe ein deutsches Novum dar, schließlich wurde noch nie ein so langlaufendes Schuldpapier zu einem Kupon von 0,0 Prozent ausgegeben.

 

Wer sind die Käufer der langlaufenden Staatsanleihe?

Während sich der deutsche Staat über diese “windfall profits“ freuen kann – die Aufwendungen in der Zinslast sind von ihrem Hoch im Jahre 2010 mit 40 Milliarden auf mittlerweile 16 Milliarden gefallen -, müssen gewisse Käufergruppen bei derartigen Konditionen die Segel streichen.

Normalerweise kaufen Lebensversicherungen und Pensionskassen diese Langläufer, weil sie langfristige Versprechen gegenüber ihren Kunden einhalten und eine gewisse Planungssicherheit realisieren müssen. Das geht natürlich nicht mehr bei einer negativen Rendite, quasi ein Unding für diese Investoren Papiere zu erwerben, die sichere Verluste abwerfen, wenn man sie bis zur Endfälligkeit hält. Gewiss ein Grund für die dünne Nachfrage.

Bei der letzten Auktion vor Monatsfrist gab es zumindest noch einen Positivzins von 0,30 Prozent. Wer waren also die Käufer dieser 30-Jährigen?

Dies ist nicht so ohne Weiteres zu beantworten, denn bei der Schuldenagentur sind nur Bietergruppen, wie Banken sichtbar. Es dürfte sich bei den Käufern um Spekulanten und US-Investoren gehandelt haben, die auf weiter fallende Zinsen und damit steigende Kurse wetten. Bei den Longbonds bringen bereits geringe Zinsänderungen große Kursgewinne, wenn man keine Ausschüttungen braucht und jederzeit wieder aussteigen kann. Für die Amerikaner spielt sicher auch noch die Währungsspekulation eine gewisse Rolle.

Dass sie diese Anleihen auf einem ausgedünnten Markt nicht wieder loswerden könnten, ist jedoch recht unwahrscheinlich.

Schließlich gibt es immer noch einen Käufer, auf den bisher Verlass war, es ist die Europäische Zentralbank, die in ihrem Kaufprogramm immer ganz stark auf deutsche Staatsanleihen zurückgegriffen hat.

Leider mit den bekannten negativen Folgen für die Sparer, wie auch für zahlreiche Vorsorge-Kapitalsammelstellen, aber ich möchte jetzt nicht vielen die Laune verderben mit dem leidigen Thema der „finanziellen Repression“.

 

Die Emission der 30-jährigen deutschen Staatsanleihe mit Negativrendite ist ein Zeichen für finanzielle Repression

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Aktien

Inverse Zinskurve: Jens Rabe über die Sinnhaftigkeit für Crash und Rezession – Sehenswertes Video!

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Die Inverse Zinskurve ist seit Wochen immer wieder Thema. Erst Mittwoch Abend war sie mal wieder ein großer Aufmacher beim wichtigsten US-Finanzsender CNBC. Die Rendite für lang laufende US-Staatsanleihen sank unter die Rendite für kurz laufende Anleihen. Allgemein betrachtet man dies als Warnzeichen für eine bevorstehende Rezession. Crasht nun auch der Aktienmarkt? Wir hatten uns dazu erst am Dienstag geäußert (zum Artikel geht es hier). Was soll man davon nun halten? Steht in den USA also eine Rezession bevor? Taugt die Inverse Zinskurve als Indikator? Der Optionsexperte Jens Rabe hat sich dazu aktuell im folgenden Video geäußert. Sehr sehenswert, möchten wir betonen! Er zeigt hochinteressante Charts und Statistiken von inversen Zinskurven aus den letzten Jahrzehnten.

Gawooni Anleihe

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Den im Video gezeigten Chart der St. Louis Fed haben wir hier auch dargestellt. Bitte genau hinschauen! Immer wenn die Inverse Zinskurve entsteht, gibt es auch eine Rezession in den USA. Zwar nicht immer zeitgleich, aber der zeitliche Zusammenhang ist doch mehr als eindeutig erkennbar. Die Rezessionszeiträume im Chart sind als grauer Zeitabschnitt dargestellt. Also, steht eine Rezession in den nächsten Monaten bevor?

Inverse Zinskurve St. Louis Fed

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Anleihen

Aktuell: Trump sauer auf „Konkurrenten“ Deutschland mit seiner Negativrendite

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Für 30 Jahre laufende Anleihen hat Deutschland gestern eine Emissionsrendite von -0,11% erzielt. Das stößt Donald Trump aktuell ziemlich übel auf. Deutschland stehe nämlich im Wettbewerb zu den USA. Und die eigene Notenbank Fed erlaube es den USA nicht das zu tun, was man tun müsse. Die Fed benachteilige die USA gegenüber der Konkurrenz (FMW: Zum Beispiel den bösen Deutschen?). Der Dollar sei stark, in den USA gebe es keine Inflation, so Trump. Die Fed bewege sich wie Treibsand. Sie solle (für die USA) kämpfen oder nach Hause gehen. Damit ist natürlich Fed-Chef Jerome Powell gemeint! Ohne Worte…

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