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USA verhängen Sanktionen gegen chinesische Offizielle wegen Uiguren – Wall Street fällt

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Vorhin noch gute Laune an der Wall Street nach Aussagen von Jerome Powell, wonach die Fed ihre Bilanzsumme ausweite – aber damit natürlich kein QE betreibe!

Dann aber die Meldung, dass die USA Sanktionen gegen Chinesen verhänge, die an der Unterdrückung der Uiguren in der Provinz Xinjiang beteiligt sein sollen (in Gestalt eines Visa-Banns). Die im strukturschwachen Westen Chinas gelegene Provinz Xinjiang ist für Peking zentral, weil sie die gewissermaßen die Achse der Seidenstraße Richtung Westen (Europa) darstellt. Die Uiguren sind turksprachige Muslime, die von Peking teilweise in “Umerziehungslagern” gesperrt werden.

Damit setzt die Trump-Administration aus Sicht Pekings die Provokationen fort, die gestern mit der Aufnahme von 28 Firmen in die Blacklist der USA begannen – und heute durch die Überlegung für “softe Kapitalkontrollen” für US-Fonds in China fortgesetzt wurden.

Kurz zuvor hatte der Wirtschaftsberater Trumps, der Anti-China-Hardliner Peter Navarro, auf dem Sender Fox noch behauptet, die Blacklist gegen chinesische Firmen wegen ihrer Beteiligung bei der Unterdrückung der Uiguren habe nichts mit den Handelsgesprächen zu tun. Für China aber hat es genau damit zu tun! Es würde nicht überraschen, wenn Peking die Reise der großen Delegation nach Washington in letzter Sekunde noch absagt.

Soeben Tweets von US-Aussenminister Pompeo dazu:


Von Colegota – Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5 es, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=437105

6 Kommentare

6 Comments

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    Helmut Josef Weber

    8. Oktober 2019 22:46 at 22:46

    Naja- nachdem die Amis ihre eigene Urbevölkerung fasst ausgerottet haben, und heute noch auf Guantanamo und in anderen Ländern der Welt Foltergefängnisse betreiben, aktuell tausende von Menschen mit fliegenden Schafotts (und die daneben stehenden auch) ohne Anklage, ohne Möglichkeit der Verteidigung und ohne Gerichtsverfahren weltweit ermorden, sind sie ja wohl genau die Richtigen, die solche Maßnahmen einleiten.
    Wenn die Gesetze angewendet würden, nach denen die Nazis in Nürnberg verurteilt wurden, müssten alle Nachkriegspräsidenten der USA gehängt werden.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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      Shong09

      9. Oktober 2019 13:33 at 13:33

      Vollkommen richtig, man müsste denen mal die Flintenuschi schicken, dann wäre die Welt im nu befriedet

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    Hesterberg

    9. Oktober 2019 01:50 at 01:50

    Und unter diesen Voraussetzungen sollen noch gedeihliche Verhandlungen stattfinden? Na, wer’s glaubt. Trump will die Chinesen in die Knie zwingen und ist bereit, dafür auch einen hohen Preis zu zahlen. Das läuft auf einen Wirtschaftskrieg hinaus, wie es noch keinen gab.

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      Columbo

      9. Oktober 2019 09:37 at 09:37

      @Hesterberg
      Bei Trump ist halt alles möglich, man muß das im Auge behalten. Man stelle sich die Aktienmärkte vor, wenn es einen Deal und eine Zinssenkung im Paket gäbe. Die dann nicht dabei sind, werden sich sehr ärgern…ich vermutlich auch, wenn ich weiterhin das Gold anstarre und keine Aktien gekauft habe🙈.

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        Hesterberg

        9. Oktober 2019 12:17 at 12:17

        @Columbo
        Für einen großen Deal müsste Trump von vielen zentralen Forderungen abrücken. Das käme einer Kapitulation gleich. Das entspricht nicht seinem Naturell und es ist auch nicht im Interesse der USA, die jetzt ihre letzte Chance haben, ihre Weltmachtstellung zu behaupten. Letzteres ist ohne Wirtschaftskrieg nicht mehr möglich, denn wenn sie jetzt auf Schmusekurs gehen, werden sie in den nächsten Jahren unweigerlich von den Chinesen abgehängt. Mit friedlichen Mitteln (Deal) ist der Vormarsch der Asiaten nicht mehr aufzuhalten.
        Und was die Zinssenkung betrifft, so ist sie schon eingepreist. Und was sollen 0,25% auch Großes bewirken? Die Wirtschaft lässt sich damit nicht mehr ankurbeln. Wenn man mit Tempo 200 auf einen Abgrund zurast, hilft es nichts, wenn man die Geschwindigkeit auf 180 drosselt.
        Bei Gold und Silber muss man geduldig sein. Beide Edelmetalle haben in den nächsten Jahren einen Siegeszug vor sich, den sich die meisten noch nicht vorstellen können.

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    frank

    9. Oktober 2019 10:23 at 10:23

    Geh bitte. Die Uiguren sind radikale Muslime und wie überall auf der Welt benehmen sich diese daneben, begehen Terror und sonstige Verbrechen. China tut das einzig richtige und geht hart gegen diese Islamisten vor.

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Arbeitsmarkt: Offizielle Daten zeigen vergleichbares Muster nach dem Absturz

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Arbeitsmarkt vor Erholung? Eingang eines Gebäudes der Arbeitsagentur

Wird sich der deutsche Arbeitsmarkt nach dem Corona-Desaster schnell wieder erholen? Verdammt nochmal, niemand weiß es mit 100 Prozent Gewissheit. Aber die Charts zum Arbeitsmarkt kann man aktuell übereinanderlegen mit Charts zum Geschäftsklima, zu den Exporten uvm. Es kommt immer ein vergleichbares Muster raus die letzten Tage. Für März und April ein brutaler Absturz, und jetzt aktuell ein kleiner Aufwärtshaken. Wie bei einem Börsencrash auch – erst der brutale Crash, dann eine kleine “technische” Aufwärtsreaktion. Dies hat noch gar nichts zu bedeuten. Nach einer kurzen Pause kann es weiter bergab gehen – oder es tritt eine langsame Erholung ein.

Die staatlichen Arbeitsmarktforscher sind nicht wirklich optimistisch. So sagen sie aktuell, dass das IAB-Arbeitsmarktbarometer im Mai gegenüber dem historischen Tiefststand im Vormonat um 0,4 Punkte gestiegen ist. Mit 93,8 Punkten weist der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aber noch immer auf eine deutliche Verschlechterung des Arbeitsmarkts in den nächsten Monaten hin. Der Einbruch am Arbeitsmarkt setzt sich fort, wenngleich nicht mehr mit derselben Dramatik wie in den letzten zwei Monaten. Die Talsohle ist noch nicht erreicht, so die IAB. Weitere Aussagen im Wortlaut:

Im Mai legte die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers gegenüber dem Vormonat um 0,4 Punkte auf 94,9 Punkte zu. Auch die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit erholte sich etwas und liegt nach einem Plus von ebenfalls 0,4 Punkten nun bei 92,7 Punkten. Ein Wert von unter 100 signalisiert eine Verschlechterung in den nächsten drei Monaten.

Die Wirtschaftskrise führt dazu, dass deutlich mehr Beschäftigungsverhältnisse beendet werden. Dennoch sei der Arbeitsmarkt vor der Covid-19-Pandemie wesentlich robuster geworden, erklärt Weber: „Derselbe Schock hätte vor 20 Jahren die Beschäftigung ins Bodenlose stürzen lassen. Das ist trotz der immensen Verwerfungen jetzt nicht zu erwarten“. Kritisch sei aber die eingebrochene Einstellungsbereitschaft: „Bei geringer Kapazitätsauslastung und immenser Unsicherheit sacken die Neueinstellungen ab. Das trifft vor allem Arbeitslose und Berufseinsteiger.“

IAB-Barometer für den Arbeitsmarkt

Auch ist eine heutige Veröffentlichung der IAB interessant mit einem Vergleich zu den Themen “Kurzarbeit, Entlassungen, Neueinstellungen”, wie es jetzt läuft, und wie es nach der Finanzkrise 2008 lief. Hier finden Sie den ganzen Text. Wir drucken hier nur diesen Chart der IAB ab, der die Kurzarbeit vergleicht zwischen heute und damals. Noch kann man aktuell ja die Anträge auf Kurzarbeit sehen und nicht, wieviele Arbeiter tatsächlich in Kurzarbeit gegangen sind. Aber bald wissen wir es genauer. Die tatsächliche Zahl wird um ein Vielfaches höher sein als damals!

Kurzarbeit steigt stark an

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Ölpreis vor Absturz? Überraschende Daten deuten Wende an!

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Beispielbild einer Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis steht womöglich davor abzustürzen. Und zwar aus zwei Gründen. Einer davon hat sich heute Nacht gezeigt. Der WTI-Ölpreis, der sich die ersten drei Tage der Woche recht stabil um die 34 Dollar halten konnte, begann gestern zu fallen, von 33,50 Dollar auf 31,16 Dollar heute Nacht im Tief. Aktuell notiert WTI bei 31,76 Dollar. Weitere Kursrückschläge sind heute und morgen möglich.

Ölpreis reagiert auf überraschende API-Daten – Achtung heute 17 Uhr

Gestern Abend um 22:30 Uhr deutscher Zeit wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Öl in den USA veröffentlicht. Sie wurden mit -2,5 Millionen Barrels Veränderung im Wochenvergleich erwartet. Vermeldet wurden sie aber mit einem Anstieg der Lager um 8,7 Millionen Barrels. Also überraschend mehr Angebot, welches nicht von den Raffinerien verarbeitet wurde, sondern in den Lagern gebunkert wird. Dies sorgte direkt ab 22:30 Uhr für den weiteren Abrutscher im Ölpreis von 32,73 auf 31,16 Dollar um 1 Uhr heute früh. Heute um 17 Uhr folgen in den USA die staatlich ermittelten Lagerbestände. Wird dieser plötzliche Anstieg der Lagerbestände bestätigt, könnte der Ölpreis weiter abrutschen.

Dazu zwei Anmerkungen: In der Vergangenheit waren die API-Bestände meistens ein guter Indikator für die am nächsten Tag gemeldeten offiziellen Daten. Manchmal aber lagen sie auch völlig daneben. Also, man wird sehen heute um 17 Uhr! Und wichtig ist auch: Wir erwähnten die letzten zwei Wochen mehrmals die zahlreichen saudischen Mega-Tanker, die nach mehreren Wochen auf See an der US-Golfküste ankamen, aber mangels freier Kapazität an kleinen Umlade-Schiffen ihre Öl-Flut nicht an Land bringen konnten. Ist es heute soweit? Wird die Saudi-Flut heute in den staatlichen Lagerdaten sichtbar? Oder lag API falsch, und die wiederbelebte Öl-Nachfrage in den USA sorgt für Entspannung in den Lagerdaten? Der Ölpreis könnte mit einem heftigen Ausschlag reagieren.

Chinas Sicherheitsgesetz und die Folgen

Der Volkskongress in Peking hat vor wenigen Minuten wie erwartet das “Sicherheitsgesetz” für Hongkong verabschiedet. Damit droht nun wie von Donald Trump bereits angekündigt heute oder morgen eine US-Reaktion. In Form von Sanktionen gegen China? Verschärfter Handelskrieg, neue Zölle? Alles ist denkbar. Kommt es so, könnte dies die Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung und damit mehr Öl-Nachfrage abwürgen. Solche Nachrichten aus dem Weißen Haus könnten den Ölpreis noch heute, oder auch morgen weiter zum Abrutschen bringen. Also, Augen auf heute um 17 Uhr auf die Öl-Lager in den USA, und auf eine mögliche US-Reaktion auf das chinesische Sicherheitsgesetz für Hongkong!

Ölpreis Verlauf seit dem 1. April
WTI Ölpreis seit Anfang April. Korrektur angebracht nach dem kräftigen Anstieg?

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Aktuell: Sicherheitsgesetz für Hongkong verabschiedet!

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Volkskongress in China beschließt Sicherheitsgesetz für Hongkong

Soeben wurde das neue sogenannte “Sicherheitsgesetz” für Hongkong durch Chinas Volkskongress (de facto durch die KP) verabschiedet. Diese Entscheidung war quasi der Abschluss des diesjährigen Volkskongresses. Damit sollen beispielsweise Aufruhr und Separatismus in Hongkong verfolgt werden. De facto, so meinen Kritiker, kann nun jegliche demokratische Aktivität, welche die Macht der Zentralregierung aus Peking vor Ort in Hongkong in Frage stellt, unter Strafe gestellt werden. Ist dies nun das Ende des Sonderstatus von Hongkong, das Ende der freien Rede, von Demonstrationen auf der Straße? Man darf es annehmen (lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht vor Ort in Hongkong).

Nun, was hat es mit uns hier in Europa zu tun, oder was hat es mit Ihrer Geldanlage zu tun liebe Leserinnen und Leser, wenn China ein Gesetz für Hongkong beschließt? Nun, eine Menge! Hongkong ist neben Singapur das Wirtschaftszentrum in Südostasien, und eine Art Drehkreuz für Waren, Geld, Dienstleistungen. Es war die chinesische Insel der Rechtssicherheit für Investoren. Noch wichtiger: Donald Trump lies die letzten Tage schon ganz klar durchblicken, dass er Maßnahmen gegen China einleiten wird, falls man dieses Sicherheitsgesetz für Hongkong verabschieden würde. US-Sanktionen gegen chinesische Unternehmen oder Politiker können womöglich heute Abend oder morgen von Donald Trump verabschiedet werden. Oder neue Importzölle auf chinesische Waren? China hat bereits angekündigt, dass man so eine US-Reaktion entsprechend beantworten wird. Also, stehen wir unmittelbar vor einer neuen Eskalation im Handelskrieg, was man nach den desaströsen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise nun wirklich nirgendwo gebrauchen kann?

Diese wohl kurz bevorstehende Eskalation zwischen China und den USA kann heute, morgen, und die nächsten Tage Aktienkurse zum Absacken bringen, wie auch den Ölpreis. Und der Goldpreis könnte als “Hort der Sicherheit” (Risk Off Trade) profitieren. Also, Augen auf! Aktuell reagiert der Dax sogar mit einem Anstieg von 30 Punkten, der Goldpreis verliert 2 Dollar. Also ist diese schlechte Nachricht noch nicht verarbeitet, oder besser gesagt: Die Angst vor einer negativen Auswirkung ist noch nicht im Markt angekommen.

 

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