Allgemein

Varoufakis begründet, warum er diesmal mit JA gestimmt hat

Von Claudio Kummerfeld

Yanis Varoufakis, Ex-Finanzminister Griechenlands, aber immer noch Abgeordneter im Parlament, hat jetzt erläutert, warum er in der aktuellen Abstimmung zu Justiz- und Bankensektor mit JA gestimmt hat. Erst einmal erläutert er wie so oft ausführlich, dass er schon im Februar jede Menge tolle Vorschläge präsentierte, die die Europäer nicht annehmen wollten.

Dann am Ende, kurz und knapp, kommt er in seinem Artikel für das Portal „thepressproject“ endlich zur Sache. Sein Ziel sei es die Einheit der Partei Syriza und Alexis Tsipras zu unterstützen. Und er gab seine JA-Stimme in der Hoffnung, dass seine „Genossen“ einen zeitlichen Aufschub bekommen, damit man gemeinsam einen „neuen Widerstand“ aufbauen kann gegen Autokratie, Menschenhass und die Ausweitung/Vertiefung der Krise.

Zitat:
I will, however offer my vote with the hope that my comrades will gain some time, and that we, all of us, united, will plan a new resistance to autocracy, misanthropy, and the (facilitated) acceleration and deepening of the crisis.

Da können wir nur sagen: Danke Herr Varoufakis, endlich mal neue Wörter von Ihnen. Nach „Terroristen und Kriminelle“ (IWF/EU/EZB) warfen sie den Begriff der „Kredit-Knechtschaft“ in den Ring. Jetzt geht es um einen Widerstandskampf gegen Menschenhass. Wolfgang Schäuble muss schon ein schlimmer Menschenhasser sein! Welche Begrifflichkeit wird Varoufakis als Nächstes in die Manage werfen, um seine internationale Glaubwürdigkeit „zu erhöhen“? Den „Kampf der Arbeiter und Bauern gegen Bourgeoisie und Großkapital“?



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

5 Kommentare

  1. Nun, hatten Tsipras, Varoufakis & Co. denn irgendeine Wahl außer jene zwischen Pest und Cholera?

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=26879

    Sämtliche Vorgängerregierungen in Hellas haben immer schön brav Reformzusagen gemacht, die „Rettungs-“ Kohle dann eingesackt, aber letztlich nichts geändert – schon gar nix zu Gunsten des „kleinen Mannes“…

  2. Guten Morgen Herr Fugmann, manchmal verstehe ich Sie nicht , sie jammern immer in die eine oder andere Richtung. Vielleicht sollten Sie sich mal entscheiden, was Sie eigentlich wollen, einen Standpunkt haben. Glaubt man an die Rettung oder nicht. Ich mache es mit diesem eingeschlagenen Weg nicht und bedanke mich bei jedem Querkopf, der ein besseres Leben als die Knechtschaft des Kapitals erdenkt!

    1. @Frank, nur ein kleiner Hinweis: der Artikel stammt nicht von mir, sondern von Herrn Kummerfeld!

  3. wir haben es ja verstanden: Sie mögen Varoufakis nicht.
    Trotzdem lese ich Ihre Artikel in der Hoffnung was neues zu erfahren.
    Aber: langsam fühle ich mich aber terrorisiert und finde das kriminell.

  4. …die Griechen sind mittlerweile selber Schuld…(1.) entweder mit Ehre untergehen und aus der Asche wiederauferstehen oder (2.) die Knechtschaft der EU-Troika akzeptieren und das Maul halten. Erst mit 62% NEIN sagen und jetzt den Bücklein machen, das ist weder Fisch noch Fleisch! Das GR-Volk wird so oder so im Elend leiden, egal welche Option es wählt aber bei der (1.) Option hätte man die Hoffnung aus der Asche mit Ehre wieder was Neues aufzubauen. Ist besser als die ewige Knechtschaft!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage