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Verwahrtes Fondsvermögen in Deutschland wächst rasant

Redaktion

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am

Hat der deutsche Michel es endlich begriffen? Nach diversen „Hinweisen“ von Notenbank und Politik, dass auf dem guten alten Sparbuch nichts mehr zu holen ist, rennt der deutsche Kleinsparer nun endlich rein in Aktien, und das über Fondsprodukte? Offenbar. Denn wie der deutsche Fondsverband (BVI) aktuell mitteilt, ist das in Deutschland verwahrte Fondsvermögen von Ende Dezember 2018 bis Ende Juni 2019 um 9% gewachsen. Es ist ein Zuwachs in Höhe von netto 189 Milliarden auf jetzt 2,268 Billionen Euro! 174 Milliarden Euro von diesem Zuwachs stammen aus dem Nettozufluss in Wertpapierfonds, also vorwiegend Aktienanlagen. Denn wer investiert jetzt noch in langfristig orientierte Fondsanlagen basierend auf Anleihen? Diese Gesamtsumme lag bei 39 Verwahrstellen. Mit Abstand die größte ist übrigens die französische BNP Paribas. Zitat aus der Meldung des Fondsverbands:

Die Liste führt BNP Paribas Securities Services Frankfurt mit einem Vermögen von 598 Milliarden Euro an. Es folgen die State Street Bank International mit 298 Milliarden Euro und HSBC Trinkaus & Burkhardt mit 252 Milliarden Euro. 35 Verwahrstellen sind im Geschäft mit offenen Wertpapierfonds mit einem Vermögen von 2.034 Milliarden Euro tätig, 11 mit offenen Immobilienfonds mit einem Vermögen von 214 Milliarden Euro. Im Segment der geschlossenen Investmentfonds, die nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs aufgelegt sind, betreuen 12 Verwahrstellen ein Netto-Vermögen von 19 Milliarden Euro.

Fondsvermögen in Deutschland wächst kräftig

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    29. Oktober 2019 17:51 at 17:51

    „Der deutsche Kleinsparer rennt nun endlich rein in Aktien“,
    wie immer ganz oben, wenns richtig teuer ist. Ganz unten dann, rennt er wieder raus und schimpft auf die Aktien. Ist halt der Michel.

    • Avatar

      Hesterberg

      30. Oktober 2019 07:34 at 07:34

      @Columbo
      Ja, das stimmt. So ist er, der Michel. Der beste Kontraindikator, den es gibt. :-)

  2. Avatar

    Incamas SRL- Asuncion / Paraguay

    29. Oktober 2019 18:32 at 18:32

    Ich begreife aber was anderes: Die nächste Stufe, diese EU-Fehlsteuerungen zu kaschieren, ist dann nach meiner Erwartung der gemeinsame EU-Staatshaushalt, den Frankreichs Präsident Emanuel Macron immer offener fordert. Die Wahrscheinlichkeit für ein Ende der EU-Währungsunion in ihrer derzeitigen Ausgestaltung. Die Eigentumsrechte der EU-Bürger werden wegen der enormen Verschuldungen einzelner Länder immer weiter eingeschränkt. Die EU-Systeme ESM, EDIS, SRB und ESRB machen aus den Bürgern und Steuerzahlern derzeit noch relativ solider Staaten wie Deutschland oder Österreich eine Gesellschaft mit unbeschränkter Haftung für alle anderen EU-Länder!

  3. Avatar

    joah

    30. Oktober 2019 00:37 at 00:37

    Das Schaf muss geschoren werden und die Kuh endlich auf die Schlachtbank.

  4. Avatar

    Klein- Michel

    30. Oktober 2019 09:39 at 09:39

    Zur Unterstützung für den kritisierten Michel.Der kleine Michel, der für kleines Geld täglich u.verantwortungsvoll seine Pflichten erfüllt , wird doch buchstäblich von den grossen Ober-Michels , den gewählten Politikern, den nichtgewählten Notenbänkern, den immerbullischen BÖRSENSPEZIALISTEN ,Fondsverwaltern u.s.w. im dümmsten Moment wegen fehlenden Alternativen, in diese Märkte gedrängt.
    Diese Leute erwarten eben ,dass sie von den Profis so gut beraten werden wie sie täglich ihre schlechtbezahlte Arbeit verrichten.

    • Avatar

      Michael

      30. Oktober 2019 12:52 at 12:52

      @Klein-Michel, ich sehe das ganz ähnlich. Mit Ausnahme weniger sehr (erfolg)reicher Anleger in den Immoblien- und Altienmärkten hier auf FMW hat der Kleinanleger weder das Wissen, noch die Zeit für diese Anlageformen. Also muss er sein sauer verdientes Geld irgendwelchen „Profis und Spezialisten“ anvertrauen. Diese ergötzen sich, selbstverständlich risikofrei, erst einmal an erklecklichen Abschlussgebühren, Provisionen und regelmäßigen Verwaltungsgebühren. In guten und zumeist sehr limitierten Zeiträumen sind dann vielleicht einmal 2 oder 3% für den Anleger drin, die er dann noch versteuern müsste. Käme da nicht die nächste Korrektur oder der regelmäßige Dekade-Crash. Mir sind einige Leute bekannt, die noch immer an den Verlusten der letzten beiden knabbern.

      Und noch fataler sind die gehebelten Produkte:
      Verlustquoten der Trader – hier ein paar Zahlen und Broker (Quelle: wallstreet-online.de)
      Jeder Broker muss darstellen, wie viele Kunden in den letzten 12 Monaten verloren haben. Interessant und aufschlussreich ist folgende Auflistung vom August 2018, also noch vor der großen Korrektur des letzten Quartals 2018:

      Flatex = 86%
      Admiral Markets 85%
      GKFX 82%
      XTB = 82%
      Consors 82%
      Plus500 = 81%
      Comdirect = 81%
      FXCM = 80%
      FXFlat = 80%
      ActiveTrades = 80%
      Gain Capital = 80%
      IG= 79%
      FXPro = 79%
      Pepperstone = 79%
      Whselfinvest = 79%
      Ava = 78%
      CMC = 78%
      Oanda = 77%
      ETX = 76%
      JFD = 75%
      Ayondo = 72%
      Saxo = 71%
      LMAX = 70%
      GBE = 68%

      Alleine die Risikohinweise der Broker sprechen Bände…

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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