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Videoausblick: Trumps schreiende Ungerechtigkeit

Einer der wichtigsten Treiber der Aktienmärkte ist derzeit die versuchte Gesundheitsreform der Trump-Administration. In der Hoffnung darauf haussieren derzeit vor allem Biotech- und Healthcare-Aktien. Faktisch würden mit dem Gesetz die Reichen noch reicher (durch Senkung der Kapitalertragssteuer) – und das auf Kosten der Armen und Alten, denen Mittel bei Medicaire gekürzt werden. Wie geht es an den Märkten weiter? Wichtig dürfte vor allem der Ölpreis sein, der Dax bleibt vorerst weiter in der Handelsrange zwischen 12708 und 12820 Punkten..

Markus Fugmann

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Markus Fugmann

Von Markus Fugmann

Einer der wichtigsten Treiber der Aktienmärkte ist derzeit die versuchte Gesundheitsreform der Trump-Administration. In der Hoffnung darauf haussieren derzeit vor allem Biotech- und Healthcare-Aktien, aber die Frage ist, ob das Vorhaben gelingt, nachdem gestern vier Republikaner klar gemacht hatten, dass sie dem Gesetz in der gegenwärtigen Form nicht zustimmen können. Faktisch würden mit dem Gesetz die Reichen noch reicher (durch Senkung der Kapitalertragssteuer) – und das auf Kosten der Armen und Alten, denen Mittel bei Medicaire gekürzt werden. Wie geht es an den Märkten weiter? Wichtig dürfte vor allem der Ölpreis sein, der Dax bleibt vorerst weiter in der Handelsrange zwischen 12708 und 12820 Punkten..

https://youtube.com/watch?v=kbRaazymvnQ%3Fecver%3D1

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    leo

    23. Juni 2017 08:35 at 08:35

    Donald Trump müsste beim G 20 Gipfel seine Sicht der Dinge
    darstellen.Das heißt mehr Eigenverantwortung der EU und weniger
    Exportüberschuss von Deutschland. Bis jetzt war doch alles Friede Freude
    Eierkuchen .

  2. Avatar

    Jana

    23. Juni 2017 08:53 at 08:53

    Da bin ich anderer Meinung H. Fugmann. In den USA haben wir eine ganz andere Haltung zu Aktien als hier in D.. Die Annahme dass da wohl nur die Reichen von der Senkung der Kapitalertagssteuer profitieren ist stark zu hinterfragen. Allgemein sagt man das die trumprally zum Großteil auch von den privaten Leuten getragen wurde und nicht von den Institutionellen. In Deutschland möge Ihre Aussage wohl zutreffen aber in den USA haben wir eine ganz andere Aktienmentalität – dort profitieren also sehr viel mehr von der Senkung als nur die Reichen. In keinem anderen Land spielt die Börse eine so große Rolle in der Gesamtbevölkerung wie in den USA.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      23. Juni 2017 08:59 at 08:59

      @Jana, grundsätzlich schon richtig, etwa die Hälfte der erwachsenen Amerikaner besitzen Aktien, die andere Hälfte aber nicht. Dazu gehören vorwiegend auch die Stammwähler Trumps im Mittleren Westen, die sich schlicht keine Aktien leisten können, weil sie so schon kaum über die Runden kommen. Aber klar ist auch, dass diejenigen, die reich sind und viele Aktien haben, davon mehr profitieren als der Durschnitts-Aktienbesitzer in den USA..

    • Avatar

      PK

      23. Juni 2017 09:45 at 09:45

      es ist doch insgesamt völlig offensichtlich, daß Trumps Politik das völlige Gegenteil von sozial ist. Unfassbar, daß irgendeiner seiner Dummwähler jemals annehmen konnte, Trump würde sich ausgerechnet für die Benachteiligten einsetzen.
      Man kann nun natürlich auch auf dem Standpunkt stehen „ok, sie wollten es auch nicht anders = verdient“.
      Ich komm letztendlich immer noch nicht drüber weg, daß >50% in so einem Land einen solchen Dummproll gewählt haben.
      Und obwohl ich wirklich nicht links stehe und selber drunter leiden würde ist völlig klar, daß Einnahmen aus Kapital mehr besteuert werden sollten als aufgrund von echter Leistung.

      • Avatar

        Wolfgang M.

        23. Juni 2017 13:20 at 13:20

        Ja es war schon unglaublich naiv von den Trumpwählern, die sehr von der Globalisierung und Automatisierung der US-Wirtschaft betroffen sind, zu glauben, dass es Trump dem Establishment zeigen würde. Ausgerechnet dieser Großschwätzer, der nur durch das Establishment zu seinem Imperium kam. Dazu kommt, dass das große Geld in Amiland nach wie vor und gefühlt immer mehr bestimmt, was in der Regierung beschlossen wird. Allein die Zahl der Regierungsposten, die Ex-Goldman-Sachs-Manager in der letzten Dekade in den USA inne hatten, spricht Bände. Wir haben mit Mario Draghi ja auch einen Ex-Goldmann am Ruder sitzen. Ja, die Großbanken sind nach wie vor „too big to fail“ und müssen an wichtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen beteiligt werden. Wie konnte man als Wähler glauben, dass der Deutsche Bank -Großkunde Trump da was ändern wird?
        Noch eine Frage PK: Gesetzt den Fall wir kriegen jetzt eine spürbare Sommer/Herbst-Korrektur, wie lange werden es die Kapitalsammelstellen auf dem Geldmarkt aushalten? Egal ob BlackRock oder Kleinanleger, jeder braucht doch Rendite und die Großen auch noch Boni! Wird da eine 2%-Rendite der 10-Jährigen bei gleich hoher Inflation lange genügen? Von Europa ganz zu schweigen! Gruß

        • Avatar

          PK

          23. Juni 2017 15:18 at 15:18

          ich könnte mir eine Korrektur aktuell schon vorstellen. Denn ich bin etwas irritiert über die jüngsten Aussagen einiger FED Mitglieder, von denen ich aktuell aber eher noch annehme, daß sie eine Art Testballon für die Reaktion des Marktes sind.
          Das ändert aber insgesamt nichts an meiner Einschätzung, daß ich jeden kräftigeren Rücksetzer für Nachkäufe nutzen werde. Denn es ist unzweifelhaft so, daß die FED bei so einem Rücksetzer Ihre hawkishe Haltung schnell ändern würde.

          • Avatar

            Wolfgang M.

            23. Juni 2017 17:52 at 17:52

            Ja PK, ich glaube ebenso, dass die großen Notenbanken der Welt aufgrund der Verschuldungssituation von wichtigen Industriestaaten eine Situation geschaffen haben, die sie gar nicht mehr entschärfen können. Bei einem spürbaren Zinsanstieg droht einigen wichtigen Staaten der Bankrott, explodierende Arbeitslosigkeit u.s.w.. Das extrem niedrige Zinsniveau enteignet Sparer (finanzielle Repression) und verhindert auch, dass die großen Kapitalsammelstellen (Pensionsfonds, Versicherungen, jede Art von Vorsorgeeinrichtung…) längere Zeit auf Zinsanlagen ausweichen können, um einen Aktiencrash auszusitzen. Ohne Rendite kriegen die meisten Sammelstellen Probleme und wie würden die Notenbanken auf Aktieneinbrüche reagieren?? Der rasche Wechsel von hawkisher zu dovisher Kommunikation. 2001,2003, 2009, 2011, bei den letzten Einbrüchen, bekam man immer noch soviel Zinsen, um die Verwaltungskosten zu stemmen. Die Frage ist natürlich, wann fliegt das ganze System wegen der Nebenwirkunken auseinander? Die großen Crashpropheten sind in ihrer Expertise auch nur bedingt beratungstauglich, da es so eine Situation zu ihrer Lebenszeit noch nicht gegeben hat. Gruß

  3. Avatar

    Chrismei

    23. Juni 2017 10:30 at 10:30

    Da erkennen wir unsere sozialistische/kommunistische Prägung!

    Wir wollen nicht sehen, dass durch Obama-Care arme Menschen beraubt wurden, um es noch ärmeren/Illegalen zu geben.

    In den USA leben die alten Selbstständigen und andere von den Aktien/Dividenden bei uns von den Mieterträgen. Im hohen Alter wird die Vermietung zu anstrengend, die Häuser werden dann abgegeben. Und von was leben unsere dann?

    Ich höre seit vielen Jahren Greg Hunter und Catherine Austin Fitts, sehr informativ.

    Vielleicht bekommen die USA noch die Kurve, wir werden an unseren moralistischem Gutmenschsein ersticken.

    Ich habe mich noch nicht ganz entschieden, gehen wir einen faschistischen Weg oder einen der DDR 2.0.

    Unser Kind möchte gerne eine hoch anspruchsvolle Firma gründen, da werden die Standorte überprüft und für Deutschland sieht es sehr schlecht aus.
    Arbeitssprache ist englisch.

    Übrigens kenne ich die DDR sehr gut, eines der Probleme war, Arbeiten lohnte sich nicht mehr. Jedenfalls nicht für die wirklich Produktiven.

    Zur Zeit lese ich „Der Draghi Crash“, sehr zu empfehlen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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