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Videoausblick: Trumps schreiende Ungerechtigkeit

Einer der wichtigsten Treiber der Aktienmärkte ist derzeit die versuchte Gesundheitsreform der Trump-Administration. In der Hoffnung darauf haussieren derzeit vor allem Biotech- und Healthcare-Aktien. Faktisch würden mit dem Gesetz die Reichen noch reicher (durch Senkung der Kapitalertragssteuer) - und das auf Kosten der Armen und Alten, denen Mittel bei Medicaire gekürzt werden. Wie geht es an den Märkten weiter? Wichtig dürfte vor allem der Ölpreis sein, der Dax bleibt vorerst weiter in der Handelsrange zwischen 12708 und 12820 Punkten..

Von Markus Fugmann

Einer der wichtigsten Treiber der Aktienmärkte ist derzeit die versuchte Gesundheitsreform der Trump-Administration. In der Hoffnung darauf haussieren derzeit vor allem Biotech- und Healthcare-Aktien, aber die Frage ist, ob das Vorhaben gelingt, nachdem gestern vier Republikaner klar gemacht hatten, dass sie dem Gesetz in der gegenwärtigen Form nicht zustimmen können. Faktisch würden mit dem Gesetz die Reichen noch reicher (durch Senkung der Kapitalertragssteuer) – und das auf Kosten der Armen und Alten, denen Mittel bei Medicaire gekürzt werden. Wie geht es an den Märkten weiter? Wichtig dürfte vor allem der Ölpreis sein, der Dax bleibt vorerst weiter in der Handelsrange zwischen 12708 und 12820 Punkten..



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9 Kommentare

  1. Donald Trump müsste beim G 20 Gipfel seine Sicht der Dinge
    darstellen.Das heißt mehr Eigenverantwortung der EU und weniger
    Exportüberschuss von Deutschland. Bis jetzt war doch alles Friede Freude
    Eierkuchen .

  2. Da bin ich anderer Meinung H. Fugmann. In den USA haben wir eine ganz andere Haltung zu Aktien als hier in D.. Die Annahme dass da wohl nur die Reichen von der Senkung der Kapitalertagssteuer profitieren ist stark zu hinterfragen. Allgemein sagt man das die trumprally zum Großteil auch von den privaten Leuten getragen wurde und nicht von den Institutionellen. In Deutschland möge Ihre Aussage wohl zutreffen aber in den USA haben wir eine ganz andere Aktienmentalität – dort profitieren also sehr viel mehr von der Senkung als nur die Reichen. In keinem anderen Land spielt die Börse eine so große Rolle in der Gesamtbevölkerung wie in den USA.

    1. @Jana, grundsätzlich schon richtig, etwa die Hälfte der erwachsenen Amerikaner besitzen Aktien, die andere Hälfte aber nicht. Dazu gehören vorwiegend auch die Stammwähler Trumps im Mittleren Westen, die sich schlicht keine Aktien leisten können, weil sie so schon kaum über die Runden kommen. Aber klar ist auch, dass diejenigen, die reich sind und viele Aktien haben, davon mehr profitieren als der Durschnitts-Aktienbesitzer in den USA..

    2. es ist doch insgesamt völlig offensichtlich, daß Trumps Politik das völlige Gegenteil von sozial ist. Unfassbar, daß irgendeiner seiner Dummwähler jemals annehmen konnte, Trump würde sich ausgerechnet für die Benachteiligten einsetzen.
      Man kann nun natürlich auch auf dem Standpunkt stehen „ok, sie wollten es auch nicht anders = verdient“.
      Ich komm letztendlich immer noch nicht drüber weg, daß >50% in so einem Land einen solchen Dummproll gewählt haben.
      Und obwohl ich wirklich nicht links stehe und selber drunter leiden würde ist völlig klar, daß Einnahmen aus Kapital mehr besteuert werden sollten als aufgrund von echter Leistung.

      1. Ja es war schon unglaublich naiv von den Trumpwählern, die sehr von der Globalisierung und Automatisierung der US-Wirtschaft betroffen sind, zu glauben, dass es Trump dem Establishment zeigen würde. Ausgerechnet dieser Großschwätzer, der nur durch das Establishment zu seinem Imperium kam. Dazu kommt, dass das große Geld in Amiland nach wie vor und gefühlt immer mehr bestimmt, was in der Regierung beschlossen wird. Allein die Zahl der Regierungsposten, die Ex-Goldman-Sachs-Manager in der letzten Dekade in den USA inne hatten, spricht Bände. Wir haben mit Mario Draghi ja auch einen Ex-Goldmann am Ruder sitzen. Ja, die Großbanken sind nach wie vor „too big to fail“ und müssen an wichtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen beteiligt werden. Wie konnte man als Wähler glauben, dass der Deutsche Bank -Großkunde Trump da was ändern wird?
        Noch eine Frage PK: Gesetzt den Fall wir kriegen jetzt eine spürbare Sommer/Herbst-Korrektur, wie lange werden es die Kapitalsammelstellen auf dem Geldmarkt aushalten? Egal ob BlackRock oder Kleinanleger, jeder braucht doch Rendite und die Großen auch noch Boni! Wird da eine 2%-Rendite der 10-Jährigen bei gleich hoher Inflation lange genügen? Von Europa ganz zu schweigen! Gruß

        1. ich könnte mir eine Korrektur aktuell schon vorstellen. Denn ich bin etwas irritiert über die jüngsten Aussagen einiger FED Mitglieder, von denen ich aktuell aber eher noch annehme, daß sie eine Art Testballon für die Reaktion des Marktes sind.
          Das ändert aber insgesamt nichts an meiner Einschätzung, daß ich jeden kräftigeren Rücksetzer für Nachkäufe nutzen werde. Denn es ist unzweifelhaft so, daß die FED bei so einem Rücksetzer Ihre hawkishe Haltung schnell ändern würde.

          1. Ja PK, ich glaube ebenso, dass die großen Notenbanken der Welt aufgrund der Verschuldungssituation von wichtigen Industriestaaten eine Situation geschaffen haben, die sie gar nicht mehr entschärfen können. Bei einem spürbaren Zinsanstieg droht einigen wichtigen Staaten der Bankrott, explodierende Arbeitslosigkeit u.s.w.. Das extrem niedrige Zinsniveau enteignet Sparer (finanzielle Repression) und verhindert auch, dass die großen Kapitalsammelstellen (Pensionsfonds, Versicherungen, jede Art von Vorsorgeeinrichtung…) längere Zeit auf Zinsanlagen ausweichen können, um einen Aktiencrash auszusitzen. Ohne Rendite kriegen die meisten Sammelstellen Probleme und wie würden die Notenbanken auf Aktieneinbrüche reagieren?? Der rasche Wechsel von hawkisher zu dovisher Kommunikation. 2001,2003, 2009, 2011, bei den letzten Einbrüchen, bekam man immer noch soviel Zinsen, um die Verwaltungskosten zu stemmen. Die Frage ist natürlich, wann fliegt das ganze System wegen der Nebenwirkunken auseinander? Die großen Crashpropheten sind in ihrer Expertise auch nur bedingt beratungstauglich, da es so eine Situation zu ihrer Lebenszeit noch nicht gegeben hat. Gruß

  3. Da erkennen wir unsere sozialistische/kommunistische Prägung!

    Wir wollen nicht sehen, dass durch Obama-Care arme Menschen beraubt wurden, um es noch ärmeren/Illegalen zu geben.

    In den USA leben die alten Selbstständigen und andere von den Aktien/Dividenden bei uns von den Mieterträgen. Im hohen Alter wird die Vermietung zu anstrengend, die Häuser werden dann abgegeben. Und von was leben unsere dann?

    Ich höre seit vielen Jahren Greg Hunter und Catherine Austin Fitts, sehr informativ.

    Vielleicht bekommen die USA noch die Kurve, wir werden an unseren moralistischem Gutmenschsein ersticken.

    Ich habe mich noch nicht ganz entschieden, gehen wir einen faschistischen Weg oder einen der DDR 2.0.

    Unser Kind möchte gerne eine hoch anspruchsvolle Firma gründen, da werden die Standorte überprüft und für Deutschland sieht es sehr schlecht aus.
    Arbeitssprache ist englisch.

    Übrigens kenne ich die DDR sehr gut, eines der Probleme war, Arbeiten lohnte sich nicht mehr. Jedenfalls nicht für die wirklich Produktiven.

    Zur Zeit lese ich „Der Draghi Crash“, sehr zu empfehlen.

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