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Warum Goldpreis und Ölpreis aktuell so deutlich ansteigen

Adler mit Gold und US-Dollar

Goldpreis und Ölpreis erleben derzeit einen Aufwärtsschub. Einige Gründe dafür sind identisch, aber vor allem bei Öl gibt es noch andere wichtige Faktoren. Gold steigt seit Dienstag in zwei Schüben von 1.724 Dollar auf aktuell 1.772 Dollar. WTI-Öl steigt seit Wochenanfang von unter 59 Dollar auf aktuell 63,62 Dollar.

Goldpreis profitiert von guten US-Konjunkturdaten

Massiv profitiert hat der Goldpreis gestern von zahlreichen guten US-Konjunkturdaten. Offenbar haben die Marktteilnehmer dieses Mal der US-Notenbank Fed geglaubt, dass sie nicht auf gute Daten reagieren und ein Überhitzen der Wirtschaft tolerieren wird, so aktuell Daniel Briesemann von der Commerzbank. Die guten Daten bewirkten, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen fiel. Damit wird das zinslose Gold attraktiver. Ebenso ist der US-Dollar seit Tagen am Fallen, was das Edelmetall attraktiver macht. Im Chart sehen wir seit Anfang dieser Woche den Kursverlauf von Gold, Öl, US-Anleiherendite und US-Dollar. Man erkennt den steigenden Goldpreis und Ölpreis, dazu die fallende Rendite und den schwächeren US-Dollar. Im folgenden aktuellen Video sehen sie die Analyse zu Gold vom Experten Andre Stagge.

Ölpreis steigt dank guter Gesamtlage

Die US-Anleiherendite spielt für den Verlauf im Ölpreis keine Rolle, aber der schwache US-Dollar. Gestern besprachen wir diesen wichtigen Faktor für Öl. Seit Dienstag ist die negative Korrelation zwischen Öl und US-Dollar eindeutig in Charts erkennbar. Hinzu kommen steigende Nachfrage-Aussichten für Öl nach Aussagen der Internationalen Energie-Agentur, und dazu noch vorgestern gemeldete fallende Lagerbestände für Rohöl in den USA.

Eugen Weinberg von der Commerzbank erwähnt in seiner aktuellen Öl-Analyse nicht nur die gestrigen guten US-Konjunkturdaten, die Hoffnung auf mehr Öl-Nachfrage bringen. Auch bespricht er die heutigen guten BIP-Daten aus China.  Das BIP-Wachstum sei zwar vor allem wegen der niedrigen Vorjahresbasis so stark ausgefallen. Doch auch im längerfristigen Vergleich zeige sich in den USA und in China ein robustes Wachstum, was sich positiv auf die Öl-Nachfrage auswirken solle. Eugen Weinberg erwähnt auch die neuen US-Sanktionen gegen Russland, die positiv auf den Ölpreis wirken sollten. Die Sanktionen würden zwar den Ölsektor nicht direkt treffen. Sie könnten jedoch zu höheren Finanzierungskosten und einer allgemeinen Verunsicherung im Handel mit Russland führen. Erstmals wird US-Unternehmen nämlich auch der Handel mit staatlichen russischen und quasi-staatlichen Anleihen verboten, die ab Mitte Juni ausgegeben werden. Also, wir sehen derzeit ein positives Gesamtbild für einen möglicherweise weiter steigenden Ölpreis.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf mit Ölpreis gegenüber US-Rendite und Dollar
TradingView Chart zeigt Goldpreis im Vergleich zu Ölpreis, US-Rendite und US-Dollar.



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