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Wird uns Jerome Powell foltern?

Fed-Chef Jerome Powell

Liebe Börsianerinnen, liebe Börsianer,

am Mittwoch hat der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell zu den Märkten gesprochen. Was ist jetzt Sache? Wie stark wird man an der Zinsschraube drehen?

Üblicherweise sprechen Geldpolitiker selten Klartext, sondern halten sich immer alle Türen offen. Trotzdem können wir aus der Sitzung der Fed einige Fakten mitnehmen.

Am 15. März werden wir die erste Erhöhung des Leitzinses seit 2018 sehen. Sehr wahrscheinlich folgt dann im Mai gleich die nächste. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die US-Notenbanker heuer die Leitzinsen einmal pro Quartal anheben werden. Sollte die Inflation auf die Maßnahmen nicht anspringen, wird man den sog. Zinserhöhungspfad steiler gestalten und im Abstand von rund 6 Wochen erhöhen.

Ferner hält man sich die Option offen, dem Markt auch aktiv Kapital zu entziehen. Seit März 2020 hat die US-Notenbank im Rahmen diverser Anleihenkäufe ihre Bilanzsumme auf knapp 9 Billionen USD ausgeweitet. Möglicherweise wird man diese Bilanz schrumpfen, um auf diese Weise einen Anstieg der Marktzinsen zu bewerkstelligen.

Man kann nicht pauschal sagen, dass diese Maßnahmen den Aktienmarkt in die Kniee zwingen müssen. So haben die US-Währungshüter den Leitzins zwischen 2004 und 2006 in 17 Einzelschritten von 1 auf 5,25 % hochgefahren und trotzdem hat sich der Aktienmarkt in dieser Zeit günstig entwickelt. Es gibt allerdings einen feinen Unterschied: Damals kam der Aktienmarkt (2000 bis 2002) aus einer harten Baisse. Aktien waren also eher billig. Diesen Befund sehe ich derzeit so nicht.

Kurzum, Jerome Powell hat sich mittlerweile einige Folterwerkzeuge zurecht gelegt, um die Inflation runterzubringen. Hier sehe ich nun zwei Szenarien.

Das gute: Der Markt oder die Inflation reagiert offensichtlich auf die ersten Maßnahmen. Dann wird der Aktienmarkt positiv reagieren, weil wir dann von einer moderaten Straffung der Geldpolitik ausgehen dürfen. In diesem Szenario kann Powell also viel…..

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