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Wirklich nur Fake News? Donald Trump laut neuer Umfrage so unbeliebt wie kein US-Präsident zuvor

Make America great again – aber geht das ohne die Amerikaner? Eine Umfrage zeigt, dass Trumps „Shithole“-Äusserungen und Michael Wolff´s „Fire and Fury: Inside the Trump White House“ dem Image des US-Präsidenten schwer geschadet haben dürften..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Make America great again – aber geht das ohne die Amerikaner? Morgen wird Donald Trump genau ein Jahr im Amt sein, und eine aktuelle Umfrage von NBC/Wall Street Journal zeigt, dass kein US-Präsident nach einem Jahr im Amt niedrigere Zustimmungswerte hat als eben Donald Trump! Nur 39% der Befragten sehen den US-Präsidenten positiv – seit es diese Umfrage gibt, hatte kein US-Präsdient zu diesem Zeitpunkt niedrigere Werte!

Warum sind die Zustimmungswerte von Trump trotz der US-Steuerreform so schlecht?

Die Umfrage wurde zwischen dem 13. und 17.Januar durchgeführt, also nach den „shithole“-Aussagen von Donald Trump über Haiti und afrikanische Länder. Man kann vermuten, dass diese Aussagen – die von Trump nur halbherzig dementiert, hingegen von Ohrenzeugen der beiden politischen Lager bestätigt wurden –  nicht gerade hilfreich waren in jenen Teilen der US-Bevölkerung, die sich durch eben diese Aussagen angesprochen fühlten (vor allem wohl Afroamerikaner!). Bei der Umfrage im Februar 2017, also einen Monat nach Amtsantritt Trumps, hatten seine Zustimmungswerte noch bei 44% Zustimmung gelegen (48% sprachen sich gegen ihn aus damals)!

In welchen Bevölkerungsgruppen sind Trumps Werte am Schlechtesten?

Satte 51% der in der Umfrage Befragten finden seine Amtsführung ganz schlecht, also knapp die absolute Mehrheit! Dagegen sagen sogar 57%, dass sie mit der Art und Weise, wie Trump sein Amt ausführe, nicht einverstanden seien. Wahrscheinlich ist, dass das Buch von Michael Wolff „Fire and Fury: Inside the Trump White House“, das in den USA ein absoluter Bestseller ist, dem Image von Donald Trump zusätzlich geschadet hat.

Dabei ist auffallend, dass Trump bei Weißen nur auf 46% Zustimmugn trifft, bei Männern auf 45%, und bei Senioren auf 41% – eigentlich ja die originäre Zielgruppe Trumps. Bei Afroamerikanern dagegen finden nur 8% der Befragten die Politik Trumps gut, bei Latinos sind es 26%.

Dabei sind junge Menschen negativer gegenüber Trump eingestellt als Ältere: so liegen Trumps Zustimmungswerte in der Altergruppe 18 bis 35 Jahre nur bei 35% – bei den Frauen in dieser Altersgruppe bei nur 33%.

Alles nur Fake News, wie Donald Trump sicher heute per Twitter sagen wird? Die Umfrage unter 900 Menschen (mit einer statistischen Fehlerquote von 3,3%) wurde von Peter Hart, einem den US-Demokraten zuneigenden „pollster“ und von Bill McInturff durchgefüjhert, der den US-Republikanern nahe steht..


Foto: whitehouse.gov

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    leftutti

    19. Januar 2018 13:04 at 13:04

    Heißt das nun, dass 39% der Amerikaner
    – nur FOX News schauen
    – überhaupt keine Nachrichten schauen oder lesen
    – oder gar nicht lesen können?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      19. Januar 2018 13:06 at 13:06

      @leftutti, vermutlich treffen alle drei Punkte zu :)

      • Avatar

        leftutti

        19. Januar 2018 14:04 at 14:04

        @Markus Fugmann, Punkt 3 hieße doch in letzter Konsequenz, dass bei amerikanischen Wahlen in den hoch reliablen, manipulationssicheren Wahlmaschinen Bilder der jeweiligen Kandidaten mit Daumen-hoch- bzw. Daumen-runter-Symbolen zum klicken oder antippen erscheinen müssten :) :)

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    rinzai

    19. Januar 2018 13:16 at 13:16

    sind das die news, die einen gloriosen Sieg von Hillary prophezeit haben?????

    • Avatar

      Jana

      19. Januar 2018 16:38 at 16:38

      ja scheinbar glauben immer noch genug Leute die Umfragen von denen – vielleicht glauben sogar immer noch einige die Umfragen wonach Killary mit ca. 8% uneinholbar vor Trump lag kurz vor der Wahl

  3. Avatar

    rinzai

    19. Januar 2018 13:18 at 13:18

    900 Teilnehmer, wollen Sie Ihre Leser vera****en?

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    Justin Theim

    19. Januar 2018 14:24 at 14:24

    Wer darauf hinweist, dass sowohl ein den Demokraten als auch ein den Republikanern zugeneigter Journalist diese Umfragen gemacht hat und damit insinuieren will, dass dies objektiv sei, versucht dieselbe Täuschung wie die Umfrage selber.

    Es ist doch bekannt, dass Trump auch in den Reihen der Republikaner viele Feinde hat, er ist nämlich dieser Partei genauso wenig zuzurechnen wie der Partei der Demokraten.

    Die linke Presse suhlt sich aber regelrecht in ihrem rechts-links-Denken, weil sie anderes nicht kann, und stilisiert jeden Furz, den Trump noch nicht mal gelassen haben muss, zu einer Staatskrise.

    Was den Verfasser dieses Machwerks Fire and Fury angeht, so musste dieser in einem Interview mit CBS eingestehen, dass er weder mit Trump selber noch mit irgendeinem Vertreter aus Trumps Team jemals gesprochen habe. Woher kommen denn dann die angeblichen intime Details über Trump? Doch wohl eher erstunken und erlogen!

    Klar, Trump ist ein Raubautz, wenig diplomatisch, vielleicht auch sexistisch, mag alles sein. Aber das waren bisher alle großen Führer auf dieser Welt, ob das nun Djingis Khan war, die Sultane, Napoleon, die Tudors usw usf.

    Letztlich zählt, was diese Leute für ihr Volk getan haben, auch wenn vieles, was dazu evtl. sogar nötig war, zu verurteilen ist.

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      Michael

      19. Januar 2018 15:12 at 15:12

      Ist es nicht ein wenig dick aufgetragen, den oft verwirrten, noch öfter twitternden Covfefe mit Feldherren und Herrschern wie Dschingis Khan, Napoleon, Sultanen oder den Tudors usw. zu vergleichen? Wo und wann wird er sein Waterloo erleben? ;)
      Abgesehen davon, was haben die meisten dieser großartigen Führer schon für ihr Volk getan? Nicht zuletzt haben sie es ein Leben lang mit Kriegen überzogen und dabei 10.000e und 100.000e junger Männer ihres Volkes in den Tod geführt. War das tatsächlich nötig, heiligt der Zweck wirklich alle Mittel?

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      leftutti

      19. Januar 2018 15:22 at 15:22

      @Justin Theim, …er [Trump] ist nämlich dieser Partei [den Republikanern] genauso wenig zuzurechnen wie der Partei der Demokraten. Das bedeutet beim faktischen Zweiparteiensystem, er ist überhaupt nicht zurechnungfähig?! ;)

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        Michael

        19. Januar 2018 15:28 at 15:28

        @leftutti, der Logik zufolge bleibt nur diese einzige Schlussfolgerung. Der war echt gut :) :) :)

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      Ingo

      19. Januar 2018 18:11 at 18:11

      DIE Frage ob er das für sein Volk oder ob er das für sich und seine Buddies alles tut? So wie ich es verstehe, ist die Steuerreform nicht wirklich großartig für die mittleren und geringen Einkommen…dafür aber für die Dickfische…

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      Jana

      19. Januar 2018 18:14 at 18:14

      Neben dem Buch gibt es doch zahlreiche weitere Aktionen gegen Trump die bisher im sande verlaufen sind….die Aktion als die linken auf einmal die ganzen Statuen in den USA abreißen wollten weil sie nachdem sie Jahrzehnte standen auf einmal rassistisch seien. …die Aktion von den NFL Spielern die bei der Hymne nicht mehr stehen wollten auf einmal. .keine Ahnung warum…scheinbar ist die Hymne auf einmal rassistisch weil Trump Präsident ist…..oder eben die ganze angebliche RUS Affäre mit dem erfunden Sachen eines sog. „Journalisten“ das Flynn gegen Trump Aussagen wolle wofür der Typ von ABC dann kurz kein Gehalt mehr bekommen hat weil er die Geschichte frei erfunden hatte. ..das hatte da auch die Börsen mal kurz ca. 2% nach unten geschickt. ….aber das dürfen die Medien heutzutage eben alles…

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        Michael

        19. Januar 2018 18:24 at 18:24

        Die pösen, pösen Metien, puderrosa im Gesicht müsstens eigentlich werden bei all der Schwindelei und den kanzen Fäk Nius. Und immer hacken’s am Trumpi rum, dem süßen armen Schelm ;)

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          Jana

          19. Januar 2018 18:48 at 18:48

          Michael Ihren sarkastischen Aussagen dazu ist zu entnehmen, dass Sie es nicht so schlimm finden wenn z:B Brian Ross von ABC frei erfundene Tatsachen in die Welt setzt und damit alleine auf Basis einer Lüge kurzfristig Börsen nach unten schickt. Meine Frage dazu: Warum finden Sie so etwas in Ordnung?
          Danke.

          http://www.epochtimes.de/politik/welt/falschmeldung-zu-flynn-aussagen-us-sender-abc-suspendiert-korrespondenten-a2284071.html

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            Michael

            19. Januar 2018 20:37 at 20:37

            Jana, ich finde es nicht so schlimm bzw. in Ordnung, weil

            1.) es sich nicht um frei erfundene Tatsachen (widerspricht sich der Begriff nicht eigentlich in sich?) handelt, sondern lediglich der Zeitpunkt unrichtig war. Die eigentliche Lumperei an sich bleibt laut dem von Ihnen zitierten Bericht eine wahre Tatsache: Ross berichtete kurz darauf, Flynn werde aussagen, dass Trump ihn während des Wahlkampfs zu einer Kontaktaufnahme mit Moskau aufgefordert habe.
            Später korrigierte ABC die Angabe und berichtete, seine Quelle habe vielmehr gesagt, Trumps Anweisung sei während der Übergangsphase zwischen der Präsidentschaftswahl von November 2016 und dem Amtsantritt Ende Januar erfolgt.

            2.) Die Börsen praktisch jeden zweiten Tag kurzfristig aufgrund einer Lüge (offizielle Begrifflichkeit lautet Insiderbericht, Dementi aus gut informierten Quellen, Aussage des EZB-Präsidenten u. ä.) Nervenzusammenbrüche erleiden, nur um dann umso vehementer die Bullenparty weiter zu feiern. So sorgen solche News doch nur für die dringend erhofften neuen Einstiegspunkte. Weiterhin sehe ich keinen auch nur im Ansatz bewiesenen Zusammenhang, dass alleine aufgrund dieses einen einzigen Berichts die weltweiten Aktienmärkte 2% nach unten geschickt wurden.

            3.) Sie sich nicht alleine auf das falsche Datum in dem Bericht von Flynn beziehen, sondern die ganze Russland-Affäre von vornherein als linke Fake-News abtun, unabhängig davon, was Sonderermittler Mueller bisher schon so alles ans Licht gebracht hat. Daneben führen Sie zahlreiche andere Veröffentlichungen und Aktionen ins Feld, tatsächlich sind es aber nur ganze 3.
            Wobei bei einer dieser Aktionen nicht die „Linken“ alle Statuen abreißen lassen wollten, sondern ein paar Stadtverwaltungen einige wenige Statuen von rassistischen Sklaventreibern entfernt hatten:
            https://www.tagesschau.de/ausland/usa-statuen-101.html
            In Berlin stehen ja auch keine Statuen mehr von Adolf, Josef Wissarionowitsch oder von Wladimir Iljitsch herum. Jeder alte Schrott muss irgendwann recycled werden.

            4.) Meine Aussagen nicht sarkastisch sind, sondern Zitate bzw. Anspielungen auf epochale cineastische Kulturklassiker, die noch Äonen von Generationen überdauern werden, wenn Schelm Donnie schon längst neben den Gebeinen von Georgie und Abe die ewige Ruhe gefunden haben wird ;)

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            Jana

            20. Januar 2018 15:04 at 15:04

            Haha ok am 01.12.17 ist kurz nach der Meldung der Nasdaq ca. 120 Punkte nach unten gegangen,, der Dow über 400 Punkte, der RUSSEL2000 über 40 Punkte -alles kurz nach der Nachricht, also kurz nach 17.00 Uhr. Und nun zu behaupten es hätte nicht damit zu tun – das ist schon ein starkes Stück von Ihnen. Das ist einfach nur Realitätsverweigerung. Es kann ja nicht sein was nich sein darf was? Selbst unsere Medien hier, die ja alle nicht so positiv gegenüber Trump gestimmt sind, mussten danach bezüglich dieser Sache von „schwerem Irrtum“ „Falschmeldung“ und „Fake News“ berichten. ABer uiii ein Nutzer von FMW sieht das in den Kommentaren anders und versucht tatsächich diese journalistische Katastrophe noch zu relativieren -weil man nicht zugeben will, dass den Medien mittlerweile alles Recht ist um gegen Trump zu hetzen. Und diese Sache hier mit B. Ross von ABC News ist ein Paradebeispiel. ABer manche wollen es eben immer noch nicht einsehen. Und was Heißt „was Mueller alles so rausgebracht hat“. Wurde gegen Gesetze verstoßen und hat sich Trump irgendwie strafbar gemacht? – gibt es eine rechtskräftige Verurteilung?….Nein – es gibt garnicht – eine total lächerliche Aktion – und das erkennen auch immer mehr Leute nun. Das ist heiße Luft weil vielen eben Trump nicht auf dieser Position passt. Und die Statuen waren scheinbar in den Zeiten davor (über Jahrzehnte hinweg) kein Thema oder? Nur als Trump Präsident wurde interessiert das jemanden – warum nicht als Obama Präsident war?

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    Jana

    19. Januar 2018 16:36 at 16:36

    FMW naja ob diese Umfrageergebnisse wirklich einen Bericht wert sind? Ich danke kaum. Trump hat so viele Feinde im US Esteblishment. Erwähnt sei z.B. die Untersuchungen des FBIs gegen die Clinton Foundation aufgrund von Korruption – genau diese FBI hatten die Clinton vorher wohl eher „fest im Griff“. Liest man zumindest. Nun seit dem Trump da ist ist der Druck größer auf das FBI auch bei soclhen Sachen mal genauer hinzuschauen.

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    Michael

    19. Januar 2018 23:59 at 23:59

    @Jana, Gegenfrage: Für uns Männer so schwer zu verstehen, was fasziniert Sie als Frau eigentlich so an dem Narzissten, Rassisten, Misanthropen und Pussygrabber Trump?

    Sind es Eskapaden, wie diese:
    https://www.stern.de/politik/ausland/ex-affaere-oder-nicht–was-pornodarstellerin–stormy-daniels–ueber-donald-trump-erzaehlt-7828098.html

    Ist es die Frisur:
    https://www.focus.de/kultur/vermischtes/donald-trump-endlich-geheimnis-um-donald-trumps-frisur-gelueftet_id_8220788.html

    Oder einfach nur die einfache Tatsache, dass er einer ist, der sich endlich mal der ganzen linksverblendeten Welt zu sagen traut, was er denkt und was Sache ist? Und das per Dekret auch sofort in echte Fakten umsetzt. Ein Mann der Tat. Wie seinerzeit der dunkle Bayer FJS, als dessen unheimlich kongeniale politische und persönliche Reinkarnation er in pissgelbem Gewand auf der Bühne der Weltöffentlichkeit plötzlich erschienen ist?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort, so wie auch ich ausführlich auf Ihre Fragen eingegangen bin.

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      Maitdjai

      20. Januar 2018 05:04 at 05:04

      @Michael: Die „Tagesschau“, sowie einen weiteren grossen Teil des „GEZ‘ TVs, wuerde ich, nicht nur in diesem Kontext, mal schoen weglassen. Ich erinnere z. B. an die „katastrophale “ Wahlsendung bei der US-Wahl. Oder auch die Zeit, waehrend des Wahlkampfs.
      Zu Clintons Oralverkehr, mit „Praktikantinnen“ im Oval Office, gab es nicht soviel „Empoerung“ bei all den „Moralwaechtern“, geschweige denn, von seiner Frau!

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      Jana

      20. Januar 2018 14:37 at 14:37

      @Michael: Was soll dieser hirnlose Eingangssatz? Sie stellen eine Behauptung auf und fragen danach warum man diese Behauptung gut findet – was soll das.
      Wenn SIe sich mit der alternativen Person Clinton oder den Vorgängern beschäftigt hätten, dann wären SIe vielleicht informierter.
      Die Politik von Clinton hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit zu millitärischer Konfrontation mit RUS gekommen – dann wohl der Bündnisfall für D. mit der NATO. Soll ich jetzt analog wie SIe mal fragen: Warum wollen SIe anstatt Trump denn eine weitere Kriegstreibermarionette, die weiterhin überall auf der Welt den Krieg verbreitet? Ist Ihnen mal aufgefallen, dass seit dem Obama weg ist in Syrien und in der Ukraine dann allmählich Friede einkehrt? Aber der Friedensnobelpreisträger Obama wurde gegenüber Trump in den Medien so gut wie nie großartig angegriffen: Schon jede Ankommentierung: „Der Friedensnobelpreisträger B. Obama….“ da wird einem schlecht. Trump kommt mit RUS gut aus und das ist gut für die Welt – auch wenn das das US Esteblishment und seine Medienmarionetten nicht wollen.

      • Avatar

        Gixxer

        21. Januar 2018 12:31 at 12:31

        Was Clinton angeht, kann ich ihnen nur beipflichten.

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Verbraucherpreise in Deflation – Rabattschlacht bei Bekleidung

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Geldbörse in einer Klemme

Für die deutschen Verbraucherpreise im Monat Dezember liegen ganz frisch die endgültigen und ausführlichen Daten vor. Weiterhin hängen sie mit -0,3 Prozent in der Deflation. Wie die Details zeigen, passiert genau das was man erwarten darf. Weil alle Daten zeigen, dass die stationären Verkäufer in den Bereichen Bekleidung und Schuhe die großen Corona-Verlierer im Einzelhandel sind, durfte man von einer kräftigen Rabattschlacht ausgehen. Und so kam es auch. Dank Lockdown muss man mit kräftigen Rabatten die Produkte online an die Kunden bringen – Hauptsache man bekommt überhaupt Geld in die Kasse um durchzuhalten?

So kam für den Bereich Bekleidung und Schuhe im Dezember im Jahresvergleich ein deutliches Minus von 5,4 Prozent zustande. Oben drauf kommt ja für alle Endkundenprodukte noch dazu, dass der Dezember der letzte Monat mit reduzierter Mehrwertsteuer dazu. Dieser Faktor wird sich wohl auf alle Segmente ausgewirkt haben – weshalb man aber für Januar mit steigenden Preisen rechnen darf? Die Verbraucherpreise für den Sektor Verkehr lagen mit 2,7 Prozent im Minus. Hier wirken nach wie vor die schwachen Energiepreise.

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise für Dezember

An dieser Stelle zitieren wir auszugsweise die aktuellen Aussagen des Statistischen Bundesamts zum Gesamtjahresvergleich zwischen 2019 und 2020:

Im Jahresdurchschnitt 2020 verbilligten sich vor allem die Energieprodukte

Die Energieprodukte verbilligten sich 2020 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,8 % nach einem Anstieg um 1,4 % im Jahr 2019. Preisrückgänge gab es insbesondere bei leichtem Heizöl (-25,9 %) und bei Kraftstoffen (-9,9 %). Verantwortlich war neben der Senkung der Mehrwertsteuersätze vor allem der Ölpreisverfall auf dem Weltmarkt in den ersten Monaten des Jahres. Dagegen verteuerte sich Strom um 3,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2020 bei +1,1 % gelegen.

Preise für Nahrungsmittel überdurchschnittlich gestiegen

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2020 gegenüber 2019 überdurchschnittlich um 2,4 %. Im Jahresverlauf hat sich der Preisauftrieb zeitgleich mit der Senkung der Mehrwertsteuersätze abgeschwächt. Deutlich teurer waren im Jahr 2020 Obst (+7,1 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+6,1 %). Günstiger hingegen wurden insbesondere Speiseöle und Speisefette (-4,1 %).

Waren verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %

Waren insgesamt verbilligten sich 2020 gegenüber 2019 um 0,4 %. Unter den Verbrauchsgütern verteuerten sich Tabakwaren (+4,9 %) deutlich, die von der Senkung der Mehrwertsteuersätze ausgenommen wurden. Unter den Gebrauchsgütern verbilligten sich zum Beispiel Telefone (-6,0 %) sowie Geräte der Informationsverarbeitung (-4,4 %).

Dienstleistungen verteuerten sich 2020 gegenüber 2019 um 1,3 %

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019 mit +1,3 % überdurchschnittlich, darunter Nettokaltmieten mit +1,4 %. Bei einigen Dienstleistungen stiegen die Preise deutlich stärker, unter anderem für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+5,2 %), Leistungen für Friseure und Körperpflege (+4,1 %) sowie für die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+3,2 %). Die Ursachen hierfür waren vielschichtig, neben der Mindestlohnerhöhung dürfte auch der Aufwand für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung von Corona-Infektionen relevant gewesen sein. Günstiger wurden vor allem Fahrkarten im Bahnfernverkehr (-14,9 %), bedingt vor allem durch die bereits seit Jahresbeginn abgesenkte Mehrwertsteuer für Bahnfernfahrten von 19 % auf 7 %.

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Covid-19: Sehen wir bald Peak-Corona? Einiges spricht dafür!

Es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen, dass der Hochpunkt der Infektionen mit Covid-19 bereits überschritten ist!

Wolfgang Müller

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am

Sicher klingt es extrem merkwürdig, wenn man mitten im kalten Januar, beim Auftreten von massenhaft Mutationen von Covid-19 und einer noch nicht richtig in die Gänge gekommenen Impfaktion von einem möglichen und baldigen Überschreiten des Höhepunktes der Coronakrise spricht.

Aber es gibt einige Aspekte, die durchaus dafür sprechen.

Covid-19: Impfwelle und Dunkelziffer

Eines vorweg: Gemeint ist damit nicht das Ende der Infektionen, sondern die Zahl der Neuinfektionen, die in der zweiten oder dritten Welle ständig geklettert sind.

Die Zahl der offiziell an Covid-19 Infizierten hat am 7. Januar 2021 mit über 834.000 Menschen ihren bisherigen Höhepunkt erreicht (lt. John-Hopkins-Universität). Seither geht es tendenziell, trotz der Mutationszahlen, nach unten.

Ist der Hochpunkt von Covid-19 bereits überschritten?

Noch muss dies nicht die Wende bei den Infektionen gewesen sein, aber es deutet sich an, dass dies zumindest bald bevorstehen könnte. Dafür sprechen einige Faktoren: Es gibt weitere temporäre Verschärfungen in den Lockdowns (Europa, USA). Der Frühling naht, denn bis zum meteorogischen Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel sind es nur noch sechs Wochen, und die Impfquoten werden demnächst ein Vielfaches der offiziellen Infektionszahlen erreichen. Vor allem, wenn die USA über eine Million Menschen pro Tag impfen, die EU mit ihren 27 Staaten voll einsteigt und viele andere Staaten und die für Februar deutlich erweiterte Impfstoffproduktion anschwillt.

Sonderfall Deutschland

Was Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten sehr unterschiedlich macht, ist die Zahl der bisher Infizierten und zugleich die wahrscheinlich niedrigere Dunkelziffer zu anderen europäischen Ländern. Die offizielle Infektionsrate mit Covid-19 liegt aktuell bei gut 2,4 Prozent, während sie in Großbritannien und vielen europäischen Staaten bei vier oder gar fünf Prozent liegt, bei einer gleichzeitig deutlich höheren Dunkelziffer. Das heißt, die Gesamtinfektionsrate läge möglicherweise in Deutschland bei weniger als 10 Prozent der Bevölkerung, während sie in anderen Ländern vielleicht schon über 20 Prozent liegt. Mit großer Auswirkung für die durch die Impfung zu beschleunigende Gefahrenabwehr gegenüber der Pandemie. Vorteil USA, auch wenn es makaber klingt: Wegen einer „offiziellen“ Infektionsrate von 7,5 Prozent, einer vielfach höheren Dunkelziffer, weil sich Teile der Bevölkerung bis zuletzt aus Angst vor beruflichen Konsequenzen nicht haben testen lassen und das Virus weitaus mehr verharmlost wurde, als in Deutschland. Und jetzt Joe Biden mit allem Einsatz 100 Millionen Menschen in sehr kurzer Zeit impfen lassen will.

In Deutschland kommt noch das Gefahrenmoment einer relativ alten Bevölkerung zum Tragen.

Laut statista gibt es derzeit in Deutschland rund 18,1 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter sind. Ein prozentualer Anteil von rund 22 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Lande. Dabei etwa drei Millionen Pflegebedürftige, über zwei Millionen zuhause und mit anderen Familienangehörigen zusammenlebend. Auch die Zahl der über 80-Jährigen liegt in Deutschland bei über fünf Millionen, es leben sogar schon 20 Tausend Hundertjährige in Deutschland.

Aus diesen Zahlen erklärt sich auch die große Fürsorgepflicht der Regierung gegenüber der älteren Bevölkerung.

Hier liegt auch der große Effekt der Impfaktion in Deutschland, denn bis vor Kurzem lag der Anteil der Coronatoten bei den über 70-Jährigen bei 87 Prozent und 70 Prozent bei den über 80-Jährigen. Diese Altersgruppen sollten jedoch in der großen Mehrheit bis in den März geimpft sein.

China und Indien

Ein Drittel der Menschheit (über 2,8 Milliarden Menschen) lebt in diesen beiden Ländern. Und wie sehen die Infektionszahlen aus? China wird sich weiter abschotten (bei unglaublich niedrigen Infektionen) und selbst impfen und im 1,39 Milliarden-Land Indien (mit der halben Bevölkerung unter 20 Jahre) zeigen die Zahlen schon seit Monaten nach unten.

Covid-19 in Indien

Fazit

Natürlich wird es nicht einfach sein, die Menschheit in ihrer Gesamtheit gegen Covid-19 zu impfen. Man weiß auch weder wie lange eine „erimpfte“ Immunität gegen Corona anhält, noch im Entferntesten, wie viele Menschen die natürliche Immunität bereits erlangt haben. Dabei soll die Krankheit bei einem Großteil der jungen Menschen sogar symptomlos verlaufen. Die Zahl der jungen Menschen unter 18 Jahre beträgt weltweit 30 Prozent, immerhin über 2,3 Milliarden Jungbürger.

Aber sollten sich die Impfpläne so umsetzen lassen, wie von den Firmen und den Ländern mit ihren Gesundheitsbehörden geplant, wird sich rasch Peak Corona einstellen. 750.000 Neuinfektionen, mit abnehmender Tendenz gegenüber Millionen täglicher Impfungen, zunächst bei den „Vulnerablen“, Peak Corona eben, auch wenn die Pandemie nicht so schnell erledigt sein dürfte. Was sind da nicht alles für Fragen offen, in Richtung Immunität, Übertragbarkeit und so weiter, aber aus meiner Sicht gibt es ein gewaltig helles Licht am Ende des Tunnels, zumindest für Covid-19.

Der Peak bei Covid-19 könnte bereits überschritten sein!

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Banken halten bei EZB 3,3 Billionen Euro – Daten zu Strafzinsen und Freibeträgen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Türme von Banken in Frankfurt

Die einfache Sichtweise der „großen“ Experten in den Türmen der Notenbanken lautet: Je tiefer wir die Zinsen setzen, desto weniger attraktiv wird es für die Menschen Geld auf Bank- und Sparkonten zu parken. Sie werden dann immer mehr Geld in den Konsum pumpen. Aber egal wie viel sehr man auch an so einer Theorie festhält – die Realität sieht oft ganz anders aus. Die Bürger (vor allem die Deutschen) wollen gerade in Krisenzeiten offenkundig weiterhin Monat für Monat von ihrem Ersparten anständig was auf die hohe Kante packen – Vorsorgen für die schlechten Zeiten, sozusagen.

Und bei de facto Nullzinsen, die in den letzten Jahren in der Regel (nach Abzug der Inflation) reale Negativzinsen bedeuten, legen die Menschen einfach pro Monat noch mehr Geld auf die hohe Kante, sozusagen als Ausgleich für die fehlenden Zinsen. Und so steigen seit Jahren in der Eurozone die Bankguthaben immer weiter an. Das wird für die Banken immer mehr zu einem dramatischen Problem. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) wollte nicht nur, dass der (einfältige?) Bürger endlich sein Geld in den Konsum steckt. Nein, die EZB wollte auch erreichen, dass die (faulen?) Banken endlich mehr Geld als Kredit herausreichen an Privat- und Geschäftskunden, damit die Konjunktur angekurbelt wird – und dadurch letztlich die Inflation ansteigt – die letzten Jahre geschah aber letztlich das Gegenteil.

Banken vor immer größerem Problem

Aber egal wie fleißig die Banken auch sein mögen bei der Kreditvergabe – der Sparfleiß der Bürger ist stärker. Die Guthaben bei den Banken wachsen immer mehr. Und genau deswegen hatte sich die EZB eine Art Strafmechanismus ausgedacht, damit die Banken nun wirklich mal die Einlagen der Kunden vermehrt als Kredit rausreichen. Verrechnet man das von den Bankkunden eingezahlte Guthaben mit den ausgegebenen Krediten, dann haben praktisch alle Banken eine Überschussliquidität, die bei der EZB geparkt wird. Die EZB bestraft die Banken hierfür mit einem Negativzins von derzeit -0,5 Prozent (ab 2014 stufenweise eingeführt, damals noch bei -0,1 Prozent). Je mehr die Kunden sparen und je höher sich die Banken-Überschüsse auf ihren EZB-Konten auftürmten, desto mehr mussten sie als Strafzins an die EZB überweisen.

Dies wurde in den letzten Jahren immer mehr zu einem Problem für die Banken, die sowieso dank Nullzinsen ein ernsthaftes Problem mit ihrem wichtigsten Geschäft hatten, nämlich der Zinsmarge. Die EZB sah dieses Problem, und führte einen Freibetrag ein. Die Banken sollten für zu viel hinterlegte Einlagenüberschüsse also bestraft werden – aber nicht so sehr, dass sie in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Und so gibt es EZB-Strafzinsen für die Banken mit einem Freibetrag an Einlagen, der nicht mit einem Strafzins bedacht wird.

Gigantische Überschüsse, Strafzinsen und Freibetrag

Heute veröffentlichte Daten der Bundesbank zeigen die Dimension der Beträge. Demnach gab es im Dezember 2020 eine Überschussliquidität im Euroraum in Höhe von 3,35 Billionen Euro. Zwischen Einführung des Tiering-Systems (Freibeträge) im Oktober 2019 und Dezember 2020 betrug der Zinsaufwand der Banken im Euroraum für das Halten dieser Überschussliquidität bei der EZB 8,9 Milliarden Euro. Dieser Zinsaufwand (die Strafzinsen) fiel laut Bundesbank um 4,7 Milliarden Euro niedriger aus, als dies unter sonst gleichen Bedingungen ohne ein Tiering-System der Fall gewesen wäre. Gleichzeitig wurde mit zuletzt 2,498 Billionen Euro der größte Teil der Überschussliquidität weiterhin negativ verzinst.

Während die Überschussliquidität der Banken bei der EZB in den letzten Jahren immer weiter stieg (oberer Teil der Grafik), dachte die EZB wohl sie könnte dies verhindern, indem sie den Strafzins immer weiter anhebt. Es brachte aber nichts! Wer arg ins Detail gehen möchte, kann sich beim Klick an dieser Stelle in den Bundesbank-Bericht auf den Seiten 61-72 in das Thema vertiefen. Wer sich für die Rücklagen der Deutschen interessiert, der klicke bitte hier. Im Krisenjahr 2020 wurde von deutschen Haushalten 333,5 Milliarden Euro auf die hohe Kante gelegt, nach 220,3 Milliarden Euro in 2019. Diese Summe steigerte sich in den letzten Jahren immer weiter, obwohl das Zinsniveau für die Sparer immer weiter abrutschte.

Grafik zeigt Bundesbank-Daten zu Strafzinsen und Überschussliquidität

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