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Wo flieht chinesisches Kapital hin? In Hongkongs Aktien!

Eigentlich wollte Chinas Führung, dass über Hongkong ausländisches Geld nach Feslands-China fließt. Nun aber nutzen Chinesen Hongkongs Aktienmarkt als Kapitalflucht aus Angst vor weiterer Abwertung des Yuan..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Zuletzt mal den Hang Seng, den Leitindex Hongkongs, beobachtet? Dann werfen Sie mal hier einen Blick darauf:

Hang Seng 060916
(Hang Seng, continous future)

Sieht nach starken Zugewinnen aus, nicht wahr? Dabei steht es um die Wirtschaft Hongkongs gar nicht wirklich so gut, das BIP in diesem Jahr wird so schwach ausfallen wie schon seit Jahren nicht mehr. Macht aber nix, denn am Aktienmarkt Hongkongs gilt umso mehr, was auch bei westlichen, durch Notenbanken manipulierten Aktienmärkten gilt: was haben realwirtschaftliche Daten mit Aktienkursen zu tun? Eben. Gar nichts.

Was aber an den westlichen Märkten die Notenbanken sind, sind in Hongkong die Chinesen. Nicht, weil die Festlandschinesen Hongkong so berauschend fänden – so gehen die Zahlen festlandschinesischer Besucher in Hongkong zuletzt immer mehr zurück. Nein, es geht um ganz handfeste Interessen, mithin darum, sein Geld in Sicherheit zu bringen. Und das heißt für Chinesen: Yuan in andere Währungen umzutauschen.

Und da bietet sich Hongkong mit dem Hongkong-Dollar natürlich an, zumal die Megacity jetzt zu Chinas Großreich gehört. Und es ist schon paradox: Einfallstor der Kapitalflucht und damit der Flucht aus dem Yuan ist derzeit der Markt in Shanghai seit der Verlinkung der Börsen Shanghai und Hongkong. Eigentlich war diese Verlinkung gedacht, um ausländisches Kapital über den Hub Hongkong nach Shanghai zu bringen, also in festlandschinesische Aktien. Aber wie es manchmal so ist – es kommt ganz anders als man denkt, passiert in der Realität genau andersherum. Die Chinesen kaufen von Shanghai aus in Hongkong, nicht die Ausländer über Hongkong in Shanghai (die Käufe von Ausländern sind weit unter der Erwartung geblieben seit der Verlinkung).

Und so stieg der Hang Seng seit Jahresbeginn um 6,2%, während der Shanghai Composite seit Jahresbeginn klar im Minus ist. Alleine in den letzten 18 von 19 Wochen traten Festlandschinesen in Hongkong als Nettokäufer auf, alleine in der letzten Woche kaufte sie netto für 17 Milliarden Hongkong-Dollar Aktien am dortigen Aktienmarkt, so viel wie seit 16 Wochen nicht mehr.

Und es wird wohl noch mehr werden – denn Mitte August hatte Chinas Führung nun auch die Verlinkung der Börsen Hongkong und Shenzhen, neben Shanghai die wichtigste Börse Chinas, beschlossen. Vermutlich wird es Ende des Jahres so weit sein – und dann kommt das Geld nach Hongkong auch von Shenzhen aus geflossen!

Denn die Furcht der Chinesen vor einer Abwertung des Yuan ist groß. Nachdem die Regierung schon in vielen Bereichen „die Tür zu gemacht hat“ – etwa durch Begrenzungen von Abhebungen im Ausland etc. – bieten die Verlinkungen der Börsen in Shanghai und dann in Shenzhen mit Hongkong eine gewissermaßen legalisierte Kapitalflucht.

Und dabei gilt: je größer das Mißtrauen der Chinesen in den Yuan (und damit in die Wirtschaftsentwicklung Chinas), umso mehr Geld wird nach Hongkong fließen. Und genau das macht den Hang Seng gewissermaßen (so weit das bei Aktienmärkten überhaupt möglich ist) „krisenresistent“…

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Experte Andre Stagge über die Tech-Zahlen, US-Wahl und EZB

Claudio Kummerfeld

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Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden Video mehrere aktuelle Börsenthemen. Vermutlich wird die EZB ab Dezember aktiver werden in Sachen Rettungsmaßnahmen. Gestern Abend haben die vier großen Tech-Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Andre Stagge weist darauf hin, dass alle vier zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen haben – und er geht auf die Gründe ein, warum die Aktien nachbörslich nicht entsprechend positiv reagierten. Auch wirft Andre Stagge einen Blick auf die große Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Wahl nächste Woche gewinnen könnte.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Twitter-Quartalszahlen: Besser als erwartet, trotzdem Aktie -17 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Twitter App auf Handy

Die Twitter-Quartalszahlen wurden soeben vermeldet. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 936,2 Millionen Dollar (Vorjahresquartal 823,7/erwartet 777).

Der Gewinn (Non Gaap) liegt bei 0,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,17/erwartet 0,06).

Die Zahl der „monetarisierbaren“ täglich aktiven Nutzer liegt bei 187 Millionen (gegenüber 145 vor einem Jahr und 186 Mio im letzten Quartal). Für heute wurden 195 Millionen erwartet.

Die Aktie notiert vorbörslich mit -17,5 Prozent.

Kurz-Fazit: Die Finanzdaten überzeugen. Sie fallen deutlich besser aus als erwartet. Nur weil das Wachstum der aktiven Nutzer NUR bei +1 Mio liegt im Quartalsvergleich, stürzt die Aktie so stark in den Keller.

Twitter auszugsweise im Wortlaut mit der Headline-Aussage zu den Zahlen:

“We have grown our daily audience by 42 million in the last year as people all around the world come to Twitter to find out about the topics and events they care about most. I’m pleased mDAU grew 29% year over year to 187 million, driven by global conversation around current events and product improvements,” said Jack Dorsey, Twitter’s CEO. “We’re helping people find trusted sources of information by better organizing and surfacing the topics and interests that bring people to Twitter.”

“Advertisers significantly increased their investment on Twitter in Q3, engaging our larger audience around the return of events as well as increased and previously delayed product launches, driving revenue to $936 million, up 14% year over year,” said Ned Segal, Twitter’s CFO. “We also made progress on our brand and direct response products, with updated ad formats, improved measurement, and better prediction. We remain confident that our larger audience, coupled with ongoing revenue product improvements, new events and product launches, and the positive advertiser response to the choices we’ve made as we have grown the service, can drive great outcomes over time.”

Gewinn in Grafik zeigt die Gaap-Zahl:

Grafik zeigt Details zu Quartalszahlen von Twitter

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