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Wohnungsmarkt trostlos – Neubau stagniert, keine Entlastung in Sicht

Die Lage am Wohnungsmarkt ist dramatisch. Gerade in Großstädten gibt es eine dramatische Unterversorgung mit Wohnraum, und dass obwohl in vielen Städten schon enorm viel...

FMW-Redaktion

Die Lage am Wohnungsmarkt ist dramatisch. Gerade in Großstädten gibt es eine dramatische Unterversorgung mit Wohnraum, und dass obwohl in vielen Städten schon enorm viel gebaut wird. Durch den Zuzug der Flüchtlinge in 2015 und 2016 passiert derzeit folgendes: Viele Menschen, die nun ein oder zwei Jahre lang in Wohnheimen gelebt haben, drängen nach ihrer Anerkennung als Flüchtling in den regulären freien Wohnungsmarkt, was die Lage auf der Nachfrageseite noch stärker verschärft als ohnehin schon – denn erfahrungsgemäß drängen Flüchtlinge bei der Suche nach regulären Wohnungen fast komplett in die Großstädte.

Es müsste also vor allem von staatlichen Wohnungsbaugesellschaften kein großes, sondern ein gigantisches Neubauvolumen geschaffen werden. Aber Fehlanzeige. In den letzten Monaten hatten wir schon in die Zukunft geschaut. Und am besten geht das, in dem man sieht, wie viele neue Wohnungen aktuell genehmigt werden. Dadurch weiß man, wie sich der Bau neuer Wohnungen in den nächsten ein bis zwei Jahren entwickeln wird, weil man von der Genehmigung bis zur Fertigstellung der Wohnung ja immer einige Zeit braucht.

Der Druck auf den Wohnungsmarkt nimmt nicht ab

Der Blick auf die Genehmigungen hilft also immer am meisten. Und wie schon in den Vormonaten bieten die heute für den Monat Januar vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen ein trostloses Bild. Insgesamt ist die Zahl der genehmigten Wohnungen im Vergleich von Januar 2017 auf Januar 2018 um 2,5% gesunken. Wichtig ist dabei natürlich, dass man den Bereich der Mietwohnungen als Einzelblock betrachtet. Hier ist es ein Rückgang von 2,2%.

Da die Flüchtlinge derzeit gar keine neuen Wohnheime benötigen, gehen die Genehmigungen hier um 56,6% zurück. Wenn man nur auf die Zahl neu genehmigter Wohnhäuser mit mehr als 3 Wohnungen schaut (der wichtigste Posten), dann gibt es hier einen Zuwachs von sage und schreibe gerade mal 74 Wohnungen auf 12.822 genehmigte Wohnungen im Januar 2018. Da ist eine Stagnation. Hier nochmal ein Blick auf die Gesamtzahlen, im Wortlaut vom Statistischen Bundesamt:

Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stieg die Zahl der Baugenehmigungen insgesamt um 1,8 %. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich fiel die Zahl der genehmigten Wohnungen insgesamt (einschließlich Wohnheime) von November 2017 bis Januar 2018 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,2 % (–3,5 % ohne Wohnheime).

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