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Dollar-Short als Konsens-Trade in Gefahr - mit Folgen! Zinsen – knickt die EZB ein? Lagarde verliert Vertrauen! Marktgeflüster (Video)

Knickt die EZB unter Führung von Christine Lagarde ein und wird – im Gegensatz zu den Ankündigungen der letzten Tage – die Zinsen doch nicht mehr so stark anheben? Im Februar sollten die Zinsen dann noch einmal um 0,5% steigen, aber dann dürften nur noch kleinere Schritte folgen, wie Bloomberg unter Berufung auf EZB-Insider berichtet. Der Euro hat seinen starken Anstieg – sollte der Bericht nicht dementiert werden – damit wohl beendet. Das hätte Konsequenzen, denn an den Märkten herrscht der Konsens, dass der Dollar abwerten wird, weil die Inflation in den USA stark falle und die Fed daher bald fertig sei mit der Anhebung der Zinsen, die europäische Notenbank jedoch nicht. Wenn nun der Markt mit seiner großen Dollar-Short-Wette auf dem falschen Fuß erwischt wird, dürfte das auch für die Aktienmärkte Konsequenzen haben: denn ein steigender Dollar geht meist einher mit fallenden Aktienmärkten. Unterdessen haben nicht einmal die Mitarbeiter der EZB mehr Vertrauen zu Lagarde, wie eine Umfrage zeigt..

Hinweise aus Video:

1. EZB will nach Februar kleinere Anhebung der Zinsen – Dax steigt

2. Fed könnte Zinsen weiter anheben, auch wenn Inflation fällt

3. Was der Jubel-Dax mit dem Gaspreis zu tun hat

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9 Kommentare

  1. Wo liegt denn ihrer Einschätzung nach die Wahrscheinlichkeit dass der Markt nochmal neue Tiefs macht ?
    Bei 20% ?
    Bei 50% ?
    Bei 70% ?
    Bei über 80% wenn man sich Ihre Informationen der letzten Wochen zusammengefasst betrachtet ?
    Dann wäre doch ein Short momentan der sicherste Trade aller Zeiten !

    1. Jochen,
      ernsthaft?
      Ist doch keine Anlageberatung hier.
      Erinnert mich ein wenig daran, wenn ein Veganer ein Rezept postet und sich alle fleischfressenden Pflanzen auf den Schlips getreten fühlen.
      Warum Provokation? Zumindest verstehe ich Ihren Beitrag so.
      Sollte er völlig ernst gemeint sein, mea culpa.
      Vorschlag:
      Leeres Papier nehmen, Strich in der Mitte runter ziehen, links alles aufschreiben was Ihrer Meinung nach für einen neuen Bullenmarkt spricht, rechts was dagegen sprechen könnte.
      Und schon können Sie sich eine eigene Meinung bilden.
      Würde mich interessieren was warum bei Ihnen dabei raus kommt.

      Grüße.

  2. Hi Fugi, hi der Rest der Welt,
    wie ist denn so Deine/Eure Einschätzung bzgl:
    Apropos Umfrage …
    EY hat sich ja bei Wirecard nicht gerade mit Ruhm bekleckert, aber trotzdem, angesichts der sehr positiven Erwartungen die der ZEW Index heute ergeben hat, muss man sich schon fragen, wer da von wem befragt wurde und wer Recht behalten wird.
    Umfrageergebnis EY:
    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/inflation-unternehmen-kostensenkung-rezession-101.html

    Wenn man die Ergebnisse mal so durchspielt im Hinblick auf eine einknickende EZB wird die Inflation auf Grund des Basiseffektes natürlich zurückgehen, aber ich bin ja der Meinung, bzgl. Kaufkraft und Konsum muss man die Zeit bis April 2021 als Maßstab nehmen.
    Und wenn nun bei ausbleibender geldpolitischer Straffung durch die EZB die Inflation in Bezug auf die Kaufkraft des Konsumenten nicht signifikant zurück geht, Unternehmen aber gleichzeitig Lohnsteigerungen, wenn überhaupt, nur sehr moderat akzeptieren wollen, Neueinstellungen zurückfahren und eher Entlassungen vornehmen wollen, trotzdem aber ihre gestiegenen Kosten weitergeben … wo sind da die Goldilocks?
    Ja, wir haben z.Zt. genügend Gas in den Speichern, aber zu welchem Preis?
    Imho stehen wir am Beginn einer völlig neuen Ära.
    Anfang 2021 kostete die Kwh Gas im Schnitt 4,5 – 6 cent, aktuell liegen wir bei 13,6 cent. Das ist immer noch eine Steigerung von 100 – 300%. Je nach Anbieter, den man eh gerade nicht wechseln kann, weil keiner Neukunden möchte. Unter 14 cent finde ich keinen Anbieter. Beim Strom sieht es nicht besser aus und die Prognosen gehen von Preissteigerungen aus. Von den allgemeinen Lebenskosten mal ganz abgesehen.
    Ich glaube viele Konsumenten, die bisher so lala zurecht kamen, haben überhaupt noch nicht realisiert, was da auf uns zukommen kann.
    Zitat EY:
    „Die anhaltend hohe Teuerung sehen die Unternehmenschef als wichtigsten Hemmschuh für Wachstum und Gewinne. Laut der EY-Studie bezeichnen 40 Prozent diesen Faktor als großes Risiko für die Entwicklung des eigenen Unternehmens. Die hohen Zinsen und entsprechend steigende Kapitalkosten belegen mit 39 Prozent im Sorgenranking deutscher Top-Manager den zweiten Platz.

    Viele Unternehmenschef fürchten zugleich, dass sich durch die Kaufkraftverluste und Zukunftssorgen bei den Verbrauchern der Konsum abschwächen könnte. Überkapazitäten und Preisschlachten, werden als Folge davon erwartet. „Die konjunkturelle Situation ist schwierig, die Hoffnung auf eine baldige Besserung der Lage schwindet. Da richten sich die Unternehmen auf härtere Zeiten ein und schnallen den Gürtel enger“, so Constantin M. Gall von EY. Weltweit gehe jedes zweite Unternehmen von einem starken Abschwung im Jahr 2023 aus, in Deutschland liegt der Anteil sogar bei 57 Prozent.“

    Also ob des ZEW war ich schon ein wenig verwundert und ich denke, dass die Einschätzung der aktuellen Lage eher das wiederspiegelt was uns auf nicht wirklich absehbare Zeit erwartet.

    Just my two cent.

  3. wann ist denn eine Bärenmarktrally keine Bärenmarktrally mehr? Der Dax ist jetzt knapp 30% seit den Tiefs gestiegen…es fehlen noch knapp 6 % bis zum AZH…der CYC40 ist 27 % gestiegen und hat 84% Strecke gemacht zwischen AZH und letztem Tief…es fehlen noch 3 % bis zum AZH…ich denke die Märkte haben schon verstanden was die FED möchte, aber eben nur die amerikanischen, dort gibt es derartige Steigerungen nicht mehr…die FED kann sich recht entspannt zurücklehnen…die europäischen Märkte haben noch nicht verstanden was los ist…mal sehen wieviele gefakte Bloombergmitteilungen in den nächsten Tagen noch notwendig sind, um die europäischen Indizes zu neuen AZH zu treiben…erinnert mich irgendwie an die Trump-Zeiten und den bald bevorstehenden Deal…da wurde auch aller 3 Tagen eine neue Nachricht erfunden…we will see

    1. CAC40 war gemeint

  4. Guten Abend, ich habe heute einen M. Fugmann Gedächtnis Short auf den S+P 500 eröffnet.
    Zertifikat: DW 78 S 2 Kaufkurs : 9,59 EUR. Das ist mir 1% von meiner Depotgröße wert.
    Bin gespannt, wie sich das in den nächsten Wochen entwickelt…..good trades

  5. Noch vor Jahresfrist stand die EZB wegen ihres betriebenen quantitative easing (QE) heftig in der Kritik. Indirekte Staatsfinanzierung der EU-Staaten aus dem Mittelmeerraum (EU-Südländer) wurde ihr nach meiner Auffassung berechtigterweise vorgeworfen. Auf namhaften deutschen Finanzportalen wurde zeitweise vehement deren Abschaffung gefordert.

    So war der Start des aktuellen Zinsanhebungszyklus zunächst etwas holperig. Nach Überwindung dieser Phase bewies die EZB aber eine für mich erstaunliche Handlungsfähigkeit. Die Regierungen der QE-gewohnten EU-Südländer leisteten dabei nach meinem Eindruck vergleichsweise geringen indirekten politischen Widerstand.

    Unter dem Eindruck von deutlichem Inflationsanstieg in der Eurozone, fiskal- und geldpolitischer Turbulenzen in Großbritannien sowie eindrucksvoller Zinsanhebungen der Notenbanken weltweit schienen sie in eine Art politischer Schockstarre verfallen zu sein.

    So war die EZB in der Lage, binnen kurzer Zeit den bisher stärksten Zinsanstieg ihrer Geschichte zu realisieren und damit bereits einen Anfangserfolg bei der Inflationsbekämpfung im Euroraum zu erzielen.

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen stelle ich mir die Frage, von wem die „Insider-Informationen“ mit vermutlich destruktiver Absicht geleakt wurden. Sollte hier die Autorität der EZB weiter in Frage gestellt oder möglicherweise die bekannte Führungsschwäche der EZB zu einer Führungskrise stilisiert werden?

    Dies könnten erste Anzeichen dafür sein, dass sich die Schockstarre gelöst und die lähmende politische Gegenwehr der EU-Südländer bereits wieder formiert hat.

  6. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Das waren noch Zeiten unter Wim Duisenberg: 4,75 Prozent Leitzins bei 2 Prozent Inflation!

  7. @Markus, sehr gute Einschätzung, ich verstehe nicht, dass der Fall des Gaspreises auf immer noch sehr hohes Niveau so gefeiert wird.
    Es wurde nur der Supergau der Knappheit verhindert, aber es gibt immer noch den Gau der sehr hohen Preise. Die Energie/ Rohstoff/ Lohn/ Preisspirale hat nur auf sehr hohem Niveau eine kurze Pause gemacht. Es gibt nur die Wahl zwischen Pest und Cholera,
    entweder weiterhin tödliches MMT oder Stagflation.

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