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BBC: Nordseeöl-Industrie kurz vor Kollaps

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Laut einem Bericht der BBC steht die Nordseeöl-Industrie kurz vor dem Kollaps. Die betroffenen Firmen entließen derzeit Personal und hätten Neuinvestitionen komplett zurück gestellt. Robin Allan, Vorsitzende der unabhängigen Interessenvertretung Brindex und CEO der Firma Premier Oil sieht die Industrie kurz vor dem Kollaps und warnt, dass bei einem Ölpreis unter 60 Dollar praktisch keines der geplanten neuen Projekte profitabel sei.

„It’s close to collapse. In terms of new investments – there will be none, everyone is retreating, people are being laid off at most companies this week and in the coming weeks. Budgets for 2015 are being cut by everyone.“, so Robin Allan gegenüber der BBC.

Ähnlich hatte sich auch in der Vorwoche Sir Ian Wood, Berater der britischen Regierung, geäussert. Erste große Firmen wie ConocoPhillips haben bereits Entlassungen getätigt (230 von 1650 Stellen in UK), weitere Firmen haben bereits Entlassungen angekündigt oder die Löhne eingefroren.

Laut einer Studie von Goldman Sachs müssen die betroffenen Firmen ihre Ausgaben um 30% reduzieren, um profitabel zu bleiben. Da die Personalkosten einen großen Teil der Kostenstruktur ausmachen, sind Entlassungen die logische Folge. Für die britische Wirtschaft, die derzeit scheinbar auf einem guten Weg ist, ist das ein Rückschlag.

Seit 1999 ist die Öl- und Gasproduktion in UK rückläufig – die Ressourcen werden weniger, die Erschliessung neuer Quellen teurer, weil die Vorkommen immer tiefer aus der Nordsee geholt werden müssen. Dass das Leid der britischen Nordseeöl-Industrie wohl noch nicht so schnell vorbei gehen dürfte, zeigen die gestrigen Äusserungen des Saudischen Ölministers Naimi: man sei überrascht, so Naimi, über den starken Rückgang der Nachfrage aufgrund einer sich offenkundig global stark abkühlenden Konjunktur. Hierin, so Naimi, läge die Hauptursache für die Turbulenzen am Ölmarkt. Naimi widerspricht damit explizit der derzeit gängigen These, dass der Fall des Ölpreises durch den Aufstieg der amerikanischen Shale-Industrie („Fracking“) und dem damit einhergehenden Überangebot ausgelöst sei.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Benedikt

    19. Dezember 2014 10:53 at 10:53

    Die Norweger machen mit ihrer Nordsee Ölförderung genauso Verluste. Das Überangebot wird wohl frühestens im 2. Quartal 2015 zurück gehen. Das wird für einige sehr hart durch zu stehen sein. Die Briten oder Norweger dürfen keine Schwächen zeigen, da dies Kapitalflucht auslösen würde.

  2. Avatar

    fabian

    19. Dezember 2014 12:12 at 12:12

    wir alle wedern lernen MÜSSEN, uns zu reduzieren, jeder einzelne von uns!!! wir leben im schlareffenland als schlafschaf, dumpfgummi, kochfrosch und die masse hat keinerlei bewusstsein geschweige denn eigen verantwortung. dies MUSS zum kollaps auf allen ebenen führen. geändert wird bisher nur dann etwas, wenn der leidensdruck gross geworden ist…
    such a shame…
    doch das leben führt uns jetzt zur wahrheit
    paradigmenwechsel!!!

  3. Avatar

    Wolfgang Koch

    19. Dezember 2014 13:21 at 13:21

    Ein neuer Einsatzbereich für ultralockere Geldpolitik,die ja bekanntlich, gegen alles hilft!

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Aktien

Netflix-Aktie: Wieso es Zeit sein könnte von der Story Abschied zu nehmen

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Netflix Beispielfoto eines Konsumenten

Wird die Netflix-Aktie den Bach runtergehen? War es das jetzt mit der großen Wachstumsstory? Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich an die Worte von Amazon-Chef Jeff Bezos erinnern. Der sagte grundsätzlich zum Thema Unternehmenspleiten, dass auch große schillernde Unternehmen der jeweiligen Zeit irgendwann vom Markt verschwinden. Auch Amazon werde früher oder später dieses Schicksal erleiden. Unternehmen würden kommen und gehen. Meint er damit eine grundsätzliche natürliche Fluktuation beziehungsweise Veränderung, die gesund ist? Alte Angebote, die nicht mehr vom Konsument nachgefragt werden, können durch neue Angebote ersetzt werden. Mir fällt da zum Beispiel das Medium Internet ein, dass die Zeitungsbranche nach und nach pulverisiert. Im Fall Netflix trifft dieser Vergleich nicht so ganz zu – hier geht es mehr darum, dass der erste Anbieter am Markt nun Probleme bekommt, weil andere Anbieter mitbekommen haben, dass da Geld zu verdienen ist. Bloße Verdrängung statt Disruption!

Konkurrenz macht ernsthafte Probleme

Aso, wo ist jetzt das Problem für die Netflix-Aktie? Nun, Netflix als Unternehmen ist sozusagen der Pionier der Streaming-Industrie. Man war als erster am Markt. Und nun kommen große Konkurrenten, die wie zum Beispiel Walt Disney einen riesigen Berg an eigenen Medieninhalten mitbringen, den sie in ihre eigenen Angebote packen können. „Disney+“ gewann schon ziemlich schnell nach dem Start des eigenen Angebots im November viele Kunden. Das Problem für Netflix: Die großen Konzerne wie Apple und Disney graben nun Kunden ab. Und noch wichtiger: Diese Konkurrenz ist unendlich finanzkräftiger als Netflix, kann also mit jeder Menge Cash die eigenen Produkte günstig anbieten, und notfalls immer weiter nachlegen mit mehr Inhalten, Preissenkungen etc. Die Frage ist, ob Netflix diesen „Streaming War“ dauerhaft überleben kann.

Schon jetzt kurz nach dem Start von Disney+ sieht man, dass Netflix im Heimatmarkt USA Probleme hat. Die gestrigen Quartalszahlen zeigen das deutlich. Das Nutzerwachstum in Nordamerika ist auf 0,55 Millionen in drei Monaten geschrumpft. Das insgesamt tolle Nutzerwachstum von insgesamt 8,76 Millionen neuen Abonnenten verdankt man dem Wachstum im Ausland. Das ist kurzfristig vielleicht eine Rettung für Netflix. Aber man darf ja wohl annehmen, dass die großen Konzerne ihre Angebote nach und nach auch im Ausland anbieten werden. Wie man sieht… Disney bietet seinen Streaming-Dienst ab März schon in Deutschland an.

Von daher dürften die guten Finanzdaten und Abo-Wachstumsraten, die Netflix gestern präsentiert hat, nur kurzfristig die gute Laune am Leben halten. Bisher geht die Wachstumsstory weiter. Aber die Daten für die USA zeigen schon, wie es auch in ausländischen Märkten bald aussehen könnte. Und nochmal… Apple, Disney und Co haben in Sachen Finanzkraft den viel längeren Atem als Netflix. Der Finanzvorstand des Unternehmens Spencer Neumann sagte gestern zur Präsentation der Quartalszahlen, dass es in den USA einen verschärften Konkurrenzkampf gebe. Im Vergleich zur Konkurrenz habe Netflix hohe Preise, und es gebe bereits eine leicht erhöhte Abwanderungsrate von Kunden.

Die Party in der Netflix-Aktie ist vorbei?

Die aktuellen Daten wie Gewinn und Abo-Wachstum waren gestern richtig, richtig, richtig gut! Auf den ersten Blick durfte man sich wundern, warum die Netflix-Aktie gestern nachbörslich nicht kräftig nach oben schoss, sondern 1,5% verlor. Aber die Beobachter sahen, dass das Unternehmen für das laufende 1. Quartal „nur“ ein Abo-Wachstum von 7 Millionen anpeilt, bei bisherigen Erwartungen von +7,8 Mio. Das Wachstum dürfte sich mehr und mehr aufs Ausland verlagern.

Meine These: Zuerst in den USA (neben Apple und Disney gibt es da ja noch Anbieter wie Amazon, Viacom, Hulu und Comcast) wird die Verdrängung einsetzen. Alle Anbieter können dauerhaft nicht parallel überleben. Ob Netflix die Preise senken oder noch mehr in Eigenproduktionen pumpen muss? Vermuten darf man, dass die Gewinne leiden werden, dass die Abo-Zahlen sogar schrumpfen usw. Wird damit das Ende der Erfolgsstory für Netflix eingeläutet? Ist die große tolle Wachstumsstory für die Netflix-Aktie damit nun so langsam zu Ende? Möglich ist das. Das Ausland könnte kurzfristig die Laune oben halten. Aber die Glaskugel habe ich ja auch nicht. Wissen kann man es vorher nie, wie dieser Streaming-Krieg ausgehen wird. Vielleicht wird Netflix von einem der großen Konzerne vielleicht aufgekauft? Oder es passiert sonst irgendetwas Unvorhersehbares? Als Anleger sollte man sich zumindest Gedanken darüber machen, dass die ganz rosigen Zeiten für Netflix vorbei sind, wo man fast alleine am Markt war.

Im Chart sieht man die Netflix-Aktie seit dem Jahr 2007. Die große Wachstumsstory lief jahrelang wie geschmiert. Die Aktie stieg von nur 4 Dollar (!) auf 422 Dollar im Jahr 2018. Gigantische Gewinne! Aber seitdem stagniert die Entwicklung. Sieht der Markt seit zwei Jahren, dass dank der Konkurrenz die Party vorbei ist?

Netflix-Aktie im Verlauf seit 2007

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Aktienmärkte: Allzeithochs – und schlechte Nachrichten! Videoausblick

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Die Aktienmärkte der USA haben gestern wieder einmal Allzeithochs erreicht – und heute könnte der Dax endlich seinen höchsten je erreichten Stand erreichen. Und das trotz schlechter Nachrichten: das Coronavirus breitet sich immer weiter aus und könnte weiter mutieren – und das kurz vor Beginn der Reise von hunderten Millionen von Chinesen am Neujahresfest. Die Epidemie könnte China (und andere Länder) viel Wachstum kosten (bei SARS verlor China zwischen 1% und 2% des BIP). Auch aus den USA schlechte Nachrichten: Boeing geht nicht davon aus, dass vor Sommer die 737Max wieder zugelassen wird – und das dürfte die US-Wirtschaft pro Quartal 0,5% des BIP kosten. Die Aktienmärkte Asiens nach der eigentlich alarmierenden Pressekonferenz der chinesischen Gesundheitsbehörde dennoch im Plus, der Dax vorbörslich über 13600 Punkten..

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Finanznews

Dax will das Allzeithoch sehen! Marktgeflüster (Video)

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Trotz der scharfen Verluste an den asiatischen Märkten schließt der Dax heute unverändert – und ist damit (wie schon gestern) mit Abstand der Beste der größeren europäischen Aktienindizes. Damit bleibt der Dax einen Wimpernschlag entfernt von seinem Allzeithoch – der Index will wohl dieses Allzeithoch unbedingt sehen, erkennbar an der relativen Stärke zu den anderen Indizes! Unterdessen häufen sich die Meldungen von weiteren Ansteckungen mit dem Coronavirus in China. Und Donald Trump hält eine exzessive Selbstbeweihräucherungs-Rede in Davos mit dem Tenor: am trumpschen Präsidentenwesen wird die Welt genesen. Gleichzeitig droht Trump der EU mit Autozöllen. Und die Wall Street ignoriert – wie hätte es anders kommen können – den Coronavirus..

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