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Nach Banco Popular droht die nächste Pleite einer spanischen Bank!

In der letzten Woche war alles ganz schnell gegangen: die sechstgrößte Bank Spaniens, Banco Popular, war von der EZB faktisch als „pleite“ erklärt worden, die Bank wurde für einen Euro an Banco Santander verkauft. Also wieder alles gut? Nicht wirklich, denn die Besitzer nachrangiger Anleihen der Banco Popular wurden enteignet, es gab keinen bail-out. Und das sorgt für Unruhe auch bei den Haltern von Aktien oder Anleihen anderer spanischer Banken. Im Fokus nun die achtgrößte spanische Bank, die Liberbank, deren Aktien und Anleihen am Freitag einbrachen..

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FMW-Redaktion

In der letzten Woche war alles ganz schnell gegangen: die sechstgrößte Bank Spaniens, Banco Popular, war von der EZB faktisch als „pleite“ erklärt worden, und dann ging alles ganz schnell (angeblich ohne das Zutun der EZB, wie EZB-Vize Constancio auf der PK der Notenbank am Donnerstag erklärte!): die Bank wurde für einen Euro an Banco Santander verkauft. Also wieder alles gut?

Nicht wirklich, denn die Besitzer nachrangiger Anleihen der Banco Popular wurden enteignet, es gab keinen bail-out. Und das sorgt für Unruhe auch bei den Haltern von Aktien oder Anleihen anderer spanischer Banken. Im Fokus nun die achtgrößte spanische Bank, die Liberbank.

Diese Liberbank wurde 2011 aus einem Zusammenschluß der de dacto-Pleitebanken Cajastur, Caja de Extremadura und Caja Cantabria gegründet, nach dem Motto: fusioniert man drei Pleitebanken, kommt eine gesunde Bank heraus. Im Mai 2013 wurde die Liberbank dann an die Börse gebracht mit einem IPO-Preis von 0,40 Euro. Und dann ging es nach oben, ein Jahr später standen die Aktien über zwei Euro, also ein Zugewinn von über 400%! Ab April 2015 ging es aber dann wieder nach unten, jedoch nicht dramatisch, im Mai 2017 stand die Aktie bei 1,20 Euro.

Aber dann kam es am Freitag zu einem Crash, die Aktien der Liberbank verloren zwischenzeitlich 38% und beendeten den Handel dann mit einem Minus von 17%:

Laut Insidern lag die Erholung an Aktienrückkäufen durch die Liberbank selbst – was die Nachhaltigkeit dieser Erholung fragwürdig macht. So oder so haben die Aktien der Bank innerhalb von nur drei Wochen alle Gewinne eines ganzen Jahres verloren. Und die Nervosität der Anleger hat einen Grund: Liberbank hat nach Banco Popular die größte „exposure“ an faulen Immobilienkrediten in ihren Büchern: 13% aller Immobilienkredite sind in Zahlungsverzug, mehr als der Durchschnitt der spanischen Banken (knapp 10%).

Aber nicht nur die Aktie der Liberbank fiel am Freitag, auch die nachrangigen Anleihen der Bank kollabierten geradezu – aus nachvollziehbaren Gründen, schlißelich hat der Fall Banco Popular gezeigt, dass die Inhaber nachrangiger Anleihen nicht ausgebailt werden.

Mit der Liberbank kommt jetzt also der nächste Pleite-Kandidat in den Fokus. Und es ist natürlich reiner Zufall, dass heute ein Short-Verbot auf die Aktie verhängt wurde – immer ein sehr gutes Zeichen:

Man sieht also, wie stark es im spanischen Banken-Sektor rumort, während gleichzeitig die globale Investorengemeinde Europa ungemein sexy findet nach dem Macron-Sieg..

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Das ist der größte Börsengang aller Zeiten

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Lieber Börsianer,

heute feiert der saudische Ölgigant Aramco seinen Börsengang an der Börse Tadawul in Riad. Die nackten Zahlen beeindrucken. Insgesamt wird das Unternehmen knapp 3,5 Milliarden Aktien für einen Preis von umgerechnet 7,68 Euro an die Investoren verkaufen. Damit erlöst die saudische Königsfamilie für die Staatskasse rund 30 Milliarden US-Dollar. Somit stellt dieser Börsengang noch jenen von Alibaba weit in den Schatten. Zur Erinnerung: Die Chinesen holten sich 2014 in New York rund 25 Milliarden US-Dollar.

Ungeachtet der Milliarden-Erlöse werden tatsächlich nur knapp 2 % des Staatsunternehmens privatisiert. Per saldo wird Aramco an der Börse Riad nun mit einem Wert von 1,55 Billionen Euro bewertet. Zum Vergleich: Damit ist das saudische Ölunternehmen so viel wert wie Microsoft und Facebook zusammen. Trotzdem will sich in Riad nicht so recht Feierstimmung einstellen. Das Königshaus hatte nämlich ursprünglich für Aramco einen Börsenwert von 2 Billionen US-Dollar eingeplant. Aber vor allem internationale Investoren wollten diesen Preis nicht mitgehen, sodass Riad den Verkaufspreis senken musste. Das sind die Kritikpunkte der angelsächsischen Groß-Investoren…..

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Deutsche Bank: Weniger Kapital nötig, Milliardeneinsparungen, Aktie fällt

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Deutsche Bank Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank hat heute auf den ersten Blick so einiges an guten Nachrichten verkündet – aus Sicht der Aktionäre. Da wäre zum einen die in der Tat gute Nachricht, dass die EZB als zuständige Aufsichtsinstitution für Großbanken die Kapitalanforderungen für die Deutsche Bank gelockert hat. Die Mindestkapitalanforderung für die harte Kernkapitalquote (CET 1) sinkt zum 1. Januar 2020 von 11,84 Prozent auf 11,59 Prozent. Die neuen Anforderungen wurden im Rahmen des 2019 durchgeführten Überprüfungs- und Bewertungsprozesses der Aufsicht (Supervisory Review and Evaluation Process – SREP) festgelegt. Die niedrigere Mindestkapitalanforderung reduziert jene Schwelle, unterhalb der die Deutsche Bank verpflichtet wäre, den ausschüttungsfähigen Höchstbetrag zu berechnen.

Deutsche Bank will noch mehr sparen, aber so richtig!

Die Deutsche Bank hat heute im Rahmen einer Investorenversanstaltung offiziell neue Sparanstrengungen verkündet um die Renditeziele trotz verschlechtertem Umfeld halten zu können. Und genau da ist das Problem. Die Deutsche Bank-Aktie notiert aktuell 0,75% niedriger als gestern, weil der Markt offenbar den Beteuerungen der DB nicht glauben will. So sagt sie, Zitat auszugsweise:

Wir bekräftigen dennoch unser Ziel, bis 2022 eine Eigenkapitalrendite von acht Prozent zu erwirtschaften – auch wenn das angesichts dieses Umfelds nun ein ehrgeizigeres Ziel ist. Wir haben bereits Maßnahmen ergriffen, um die Ertragsausfälle durch die Niedrigzinsen zu kompensieren.

Die Kosteneinsparungen in der Bank müssen enorm sein, um die folgenden Ziele zu erreichen. Zitat DB:

Gleichzeitig lassen wir konzernweit bei unserer Kostendisziplin kein bisschen nach. Wir sind auf einem guten Weg, die bereinigten Kosten für das Gesamtjahr 2019 wie geplant auf 21,5 Milliarden Euro zu begrenzen. Im kommenden Jahr sollen die Kosten bis auf 19,5 Milliarden Euro sinken – und fast die Hälfte der dafür nötigen Einsparungen haben wir praktisch schon erreicht, weil viele bereits umgesetzte Maßnahmen erst im kommenden Jahr voll wirksam werden. Wir müssen aber auch darüber hinaus unverändert diszipliniert bleiben, um die Kosten bis 2022 wie geplant auf 17 Milliarden Euro zu senken. Dank unserer detaillierten Pläne und angesichts dessen, was wir bisher schon geschafft haben, sind wir auch dafür zuversichtlich. Wir haben es wirklich selbst in der Hand.

Zum Beispiel wird angeblich auch erwogen Postbank und Deutsche Bank-Filialen zusammenzulegen, da wo schon jetzt die Standorte beider Konzern-Marken relativ nahe beieinander liegen. Offiziell bestätigt ist dies aber noch nicht. Auch lässt sich erahnen, was noch angedacht ist, wenn man zwischen den Zeilen lesen kann. Die „Berater“ müssen noch mehr verkaufen (Beraten), und weiter eingespart wird auch bei der IT. Zitat auszugsweise von der DB:

Für unsere Privatkundenbank, allen voran in Deutschland, sind die niedrigen Zinsen eine besondere Herausforderung. Wir sind jedoch zuversichtlich, diesen Gegenwind zumindest teilweise ausgleichen zu können, indem wir intensiver mit unseren Kunden zusammenarbeiten. Sie erwarten von uns Beratung, wie sie der Zinsfalle entkommen und in rentierlichere Anlagen umschichten können. Wobei wir hier in diesem Jahr schon viel geleistet haben. Unsere deutsche Vertriebsmannschaft hat ein exzellentes Ergebnis erzielt – mit Zuwächsen beim Kreditvolumen und beim verwalteten Vermögen. Gleichzeitig können wir hier noch viel effizienter werden. Die Möglichkeit dazu ergibt sich aus dem Zusammenschluss von Deutscher Bank und Postbank. Ob in der Zentrale, den Filialen oder bei den IT-Systemen – wir können mit Blick auf die Kosten überall noch besser werden. Große Chancen sehen wir auch im Geschäft mit vermögenden Kunden, dem Wealth Management. Hier haben wir seit Jahresbeginn die Zahl unserer Berater um 13 Prozent gesteigert. Das macht sich bereits bemerkbar – in Form von zusätzlichen Mittelzuflüssen.

Die Deutsche Bank wird also weiter kräftig sparen. Nur die Börsianer scheinen aktuell nicht daran zu glauben, dass die Kostensenkungsziele bis 2022 wie angesprochen erreicht werden können. Sonst wäre die Aktie heute vielleicht im Plus, und nicht mit 0,75% im Minus.

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Markus Koch LIVE vor Handelsstart in New York – Handelskrieg Deadline im Fokus

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Markus Koch meldet sich aktuell zum Start an der Wall Street. Am Sonntag gibt es eine wichtige Deadline zum Handelskrieg, was von ihm besprochen wird.

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