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1000 Schweizer Franken-Note wird erneuert – gegen den Trend!

Seit 2016 druckt die EZB mit ihren angeschlossenen Nationalbanken keine neuen 500 Euro-Scheine mehr. Damit verschwindet der 500er langsam aus dem Umlauf. Somit ist der 200er bald der größte Geldschein in der Eurozone. In vielen Ländern vor allem in Afrika wird von der Anti-Bargeld-Lobby (Kreditkartenfirmen etc) massiv darauf gedrängt Bargeld ganz abzuschaffen, was vielerorts auch schon Früchte trägt. Die Schweizer setzen aktuell da ein ganz anderes Zeichen. Die 1000 Schweizer Franken-Note wird nämlich erneuert.

Die Schweizerische Nationalbank hat nun die Herausgabe eines neu designten Scheins bekanntgegeben. Man hätte durch die selbe Hintertür wie die EZB auch hier eine Abschaffung einleiten können, in dem man zum Beispiel den Druck neuer Noten einstellt. Aber nein, durch die Erstellung eines ganz neuen 1000er-Scheins setzt man auch ein Zeichen. Wir hier in der Schweiz setzen auch weiterhin auf Bargeld, genauso wie auf elektronisches Geld! (so möchten wir es mal ausdrücken)

Auch treten die Schweizer Notenbanker aktuell nicht in den allgemeinen Chor der Bargeld-Gegner ein, wenn es um Argumentationstechniken geht. Denn Bargeld sei ja nur gut für Terroristen und Kriminelle, so die Gegner. Das sieht die SNB ganz anders. Dass der große Schweizer Franken-Schein für Steuerhinterziehung oder Geldwäsche genutzt wird, könne man nicht erkennen. Es gebe auch keine Indikation, dass Banknoten mit hohem Wert häufiger benutzt werden für kriminelle Zwecke (als Banknoten mit kleinem Wert), so die SNB. Zur aktuellen Neuauflage des 1000 Schweizer Franken-Scheins hier die SNB im Wortlaut:

Die Schweizerische Nationalbank beginnt am 13. März 2019 mit der Ausgabe der neuen 1000-Franken-Note. Sie ist nach der 50-, der 20-, der 10- und der 200-Franken-Note die fünfte der sechs Stückelungen der neuen Banknotenserie. Die heutigen Banknoten der 8. Serie behalten ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel bis auf Weiteres.

Das Thema der neuen Banknotenserie lautet «Die vielseitige Schweiz». Jede Note stellt eine für die Schweiz typische Seite vor, die jeweils durch verschiedene grafische Elemente illustriert wird. So zeigt die 1000-Franken-Note die kommunikative Seite der Schweiz, das Hauptelement ist die Sprache. Prägende Motive der neuen Banknoten sind die Hand und der Globus, die auf jeder Note der neuen Serie zu finden sind.

Die Notenwerte der 9. Banknotenserie sind dieselben wie bei der heutigen Serie, ebenso ist deren Farbgebung unverändert. Entsprechend bleibt die Hauptfarbe der neuen 1000-FrankenNote violett. Das Format ändert sich jedoch; die neuen Geldscheine sind kleiner und dadurch handlicher. Sie zeichnen sich durch eine innovative Kombination von komplexen Sicherheitsmerkmalen sowie anspruchsvoller Gestaltung aus und gewährleisten dadurch eine hohe Fälschungssicherheit.

Als nächstes wird die neue Banknotenserie durch die Emission der letzten Stückelung, der 100-Franken-Note abgeschlossen: Sie wird am 3. September 2019 präsentiert und am 12. September 2019 in Umlauf gebracht werden.

Die neue 1000-Franken-Note wird ab dem 13. März 2019 an den SNB-Schaltern in Bern und Zürich sowie bei den Agenturen der Nationalbank, die an den Hauptsitzen von 14 Kantonalbanken geführt werden, ausgegeben. Bei den Banken und der Post findet die Ausgabe der neuen Banknoten in den darauf folgenden Tagen statt.

Ein alter 1000 Schweizer Franken-Schein
Ein alter 1000 Schweizer Franken-Schein.



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2 Kommentare

  1. Wenn ich das richtig sehe, ein weiterer Grund für Bürger, sich einen Exit zu wünschen. Für mich jedenfalls. Es geht ja nicht um die Abschaffung von unnützen oder nützlichen Zetteln,
    – sondern um die Abschaffung des Bargelds
    – um die leichtere Überwachung und Besteuerung der Vermögen
    – um Negativzinsen auf jedes Vermögen erzwingen zu können

  2. Avatar

    Ja, ja die Schweizer! Mit ihrem direkten Demokratiesystem würde sich dort wohl kein Politiker getrauen eine Diskussion über die Abschaffung des Bargeldes los zu treten – Volksabstimmung und schon wäre der Spuk vorbei und der/die Jenige politisch tot. Zusätzlich gilt natürlich noch das Kalkül der Eidgenossen, dass in politisch und wirtschaftlich schlechten Zeiten das Großkapital schon immer den Weg in die Schweiz gefunden hat. Wir werden es ja über kurz oder lang noch erleben, dass die zur zeit bestehende Vereinbarung zur Offenlegung von Schweizer-Konten bei EU-Bürgern (auf Verlangen der entspr. Staatsanwaltschaft)im Sande verlaufen wird wenn sich die EU selbst vernichtet hat. Kapitalflucht in den Franken (große Scheine sind hier natürlich vom Vorteil) und für die „Älpler“ ist wiedereinmal alles gut!
    Die sind einfach schlau, die Schweizer!

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