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23 Banken in Deutschland mit kostenlosen Kontomodellen gefunden

Sollte man sagen "toll, dass noch 23 Banken kostenlose Girokonten anbieten", oder sollte man sagen "nur noch so wenige"? Das ist die Frage. Auf das Bundesgebiet verteilt, sind 23 ganz schön wenig. Diese Zahl hat...

FMW-Redaktion

Sollte man sagen „toll, dass noch 23 Banken kostenlose Girokonten anbieten“, oder sollte man sagen „nur noch so wenige“? Das ist die Frage. Auf das Bundesgebiet verteilt, sind 23 ganz schön wenig. Diese Zahl hat aktuell Finanztest ermittelt. Dafür hat man bei 104 Banken 231 Kontomodelle getestet. Bei 23 dieser Kontomodelle war das Konto und das Onlinebanking umsonst, wie auch die Bankkarte. Bei manchen dieser Modelle kosten beleghafte Überweisungen extra, aber Onlinebanking ist ja inzwischen Standard. Als einzige Voraussetzung für diese kostenlosen Konten muss regelmäßig Gehalt oder Rente aufs Konto eingehen.

Folgende Regionalbanken bieten diese kostenlosen Konten an: Es sind vor allem die PSD-Banken, nämlich Nürnberg, Köln, München, Rhein-Neckar, Rhein-Ruhr, Karlsruhe, Hessen-Thüringen, Kiel, Koblenz, Niederbayern-Oberpfalzm, die Sparda-Bank München und die Sparda-Bank Hessen..

Dazu kommen noch 11 reine Onlinebanken mit diesem kostenlosen Angebot. Es sind die ING Diba, N26, 1822 Direkt, Edekabank, Santander, Santander Consumer Bank, Norisbank, Wüstenrotbank, DKB, Consors und Comdirect.

Nach Ansicht von Finanztest liegt bei 60 Euro Gebühren pro Jahr die Schwelle, ab der sich Bankkunden überlegen sollten ein günstigeres Konto zu suchen. Man kritisiert die „Kreativität“ der Banken, wenn es darum geht sich neue Arten von Gebühren auszudenken. So spricht man auch die interessante Variante an, die zum Beispiel die Frankfurter Volksbank eingeführt hat. Dort sind Kontoabhebungen während der Öffnungszeiten der Bank kostenlos, außerhalb aber kostenpflichtig. Classic-Kunden der Salzlandsparkasse zahlen für jede Buchung 50 Cent, auch wenn sie am eigenen Automaten Geld abheben. Die Ethikbank kassiert allein für die bei anderen Banken oft kostenlose Bankkarte eine Gebühr von 15 Euro.

Der Grund für diese Gebühren ist allgemein bekannt, die Negativzinspolitik der EZB. Dabei machen die allermeisten Banken ja immer noch Gewinne. Selbst die Volks- und Raiffeisenbanken machten letztes Jahr noch einen fetten Milliardengewinn. Erstaunlich ist, dass gerade die kleinen PSD-Banken reihenweise weiterhin ganz kostenfreie Konten anbieten. Dabei sind doch die kleinsten Banken am Ärgsten von den Negativzinsen betroffen. Wenn man also seinen Kunden weiterhin Gratiskonten anbieten will, scheint es doch zu gehen!



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