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Während 40% der Deutschen immer weniger Kaukraft haben, ertrinken die Norweger im Geld

FMW-Redaktion

Gut, wahrscheinlich gibt es auf diesem Planeten so einige Orte, wo es den Menschen drastisch schlechter geht als in Deutschland. Aber wir sprechen in unserer Headline ja auch von 40% der Deutschen. Sicherlich ist es reiner Zufall, dass wenige Wochen vor der Bundestagswahl aus dem SPD-geführten Bundeswirtschaftsministerium brisante Zahlen zum Thema Lohnentwicklung und damit auch Kaufkraft durchsickern. So zitiert die „SZ“ aus internen Daten des Ministeriums.

Demnach habe Deutschland „nach wie vor ein Lohnproblem“. Die unteren 40% der Lohnbezieher hätten im Jahr 2015 weniger realen Bruttoverdienst gehabt als 1995, also 20 Jahre zuvor! Wenn man bedenkt, wie die Kosten für allem für Wohnungsmieten im selben Zeitraum explodiert sind, dann kann sich das subjektive Gefühl des Kaufkraftverlustes ganz schnell in ein objektives Problem umwandeln.

Laut Wirtschaftsstaatssekretär Machnig gehe die Schere bei den Löhnen deutlich auseinander. Die Reallöhne seien zwar in den letzten vier Jahren um 1,8% gestiegen, aber es bestehe weiterhin großer Nachholbedarf. Spielräume für Lohnsteigerungen seien vorhanden, und sie müssten auch genutzt werden. Denn ein Großteil der Bevölkerung komme nicht voran – den Kindern gehe es auf einmal schlechter als den Eltern. Mit solchen Aussagen lässt sich natürlich wunderbar seitens der SPD Wahlkampf machen, wobei man doch in den letzten 20 Jahren größtenteils selbst regiert hat!

Norwegen

Gut, das Thema Löhne und Kaufkraft passt nicht exakt zum folgenden Thema, aber wo Deutschland einen riesigen Schuldenberg von 2 Billionen Euro angehäuft hat, haben die Norweger dank geringer Bevölkerungszahl und großen Förderung an Öl und Gas ein gigantisches Vermögen angehäuft. Das fließt seitens des norwegischen Staates stetig in den Staatsfonds „Government Pension Fund“. Der veröffentlichte heute seine Zahlen für das erste Halbjahr.

Der Fonds hatte Ende Juni einen Wert von 8,02 Billionen norwegische Kronen oder 862 Milliarden Euro. Da bleibt einiges hängen für gerade mal 5,3 Millionen Einwohnern. Der Fonds legte 202 Milliarden Kronen/21,7 Milliarden Euro oder 2,6% an Wert zu im 2. Quartal. Aktien brachten 3,4% Zuwachs, Anleihen 1,1%. Das liegt daran, dass dieser weltweit größte aller Staatsfonds natürlich viele sehr lang laufende Anleihen hält, die zum Emissionszeitpunkt noch viel höhere Zinsen abwarfen. Im 1. Halbjahr war es insgesamt sogar ein Plus von 6,5%. Der Gewinn hätte sogar noch größer ausfallen können, aber derzeit benutzt Norwegen den Fonds genau für seinen Zweck, nämlich als Notgroschen. Im zweiten Quartal hat die Regierung in Oslo 16 Milliarden Kronen entnommen um Budgetlücken zu schließen.


In den letzten 10 Jahren hat sich der Wert des Fonds vervierfacht!



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2 Kommentare

  1. Avatar

    meine kaukraft ist ok, hatte echt ein zähes schnitzel heute ;-)

  2. Schöner Verschreiber, DIE KAUKRAFT WÄRE SCHÖN DA, aber die Leute haben immer w3niger zum Kauen!

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