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Wirtschaftswachstum und Kredite in den USA, wie passt das zusammen?

FMW-Redaktion

Laut Federal Reserve-Zentrale in Washington läuft ja alles super in den USA. Die Wirtschaft brummt, daher wurde die Zinswende eingeleitet. Die aktuellsten Daten zeigen allerdings ein weit düsteres Bild. Laut CNBC erwartet die Atlanta Fed für das 4. Quartal 2015 nur noch ein (annualisiertes) BIP-Wachstum von 0,6%. Morgan Stanley hingegen erwartet nur noch ein Wachstum von 0,1%. Eine CNBC-Umfrage selbst kommt auf 1%. Genaueres erfährt man dazu am 29. Januar, wo das BIP für das Q4 veröffentlicht wird.

Natürlich spielen viele Faktoren eine Rolle, aber wir werfen heute mal die Kreditvergabe der letzten Jahre in den USA als Vergleichszahl in den Ring. Seit 2011 steigt die Kreditvergabe der US-Banken kontinuierlich an, von 1,2 auf jetzt fast 2 Billionen US-Dollar. Darin sind natürlich nicht die Anleihe-Märkte enthalten, sondern hier geht es nur um Bankkredite. Bei einem wirklich stetigen Anstieg wie diesem, getrieben durch die Nullzins-Politik der Fed sowie die Anleihekaufprogramme, hätte die Wirtschaft schon in all den letzten Jahren kräftig brummen und das BIP-Wachstum gefühlt deutlich höher sein müssen. Wo ist das Geld geblieben? Wurde es für Firmenübernahmen oder Aktienrückkäufe ausgegeben?

Kredite

In Europa springt die Kreditversorgung noch nicht so konstant an, aber die EZB wird nicht müde zu betonen, dass in der Eurozone alles in Ordnung ist. Die Banken würden das QE der EZB weiterreichen an die Kunden – was so nicht stimmen kann – auf diesen Umstand hatten wir vor Kurzem schon hingewiesen.



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