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Warum Kanada bald keine Goldreserven mehr hält

FMW-Redaktion

Ende Januar hatten die Goldreserven des kanadischen Staates noch einen Wert von 24 Mio US-Dollar. Ende Dezember waren es noch 58 Mio Dollar, demnach hat man im Januar 58% seines restlichen Bestandes veräußert. Offenbar soll der Rest auch noch weg, denn macht dieser Kleckerbetrag noch Sinn? Die Währungsreserven insg. (siehe unten) wurden im Januar um 1,4 Milliarden Dollar aufgestockt auf 81 Milliarden – was bedeuten da noch lumpige Reste von 24 Mio? Aber warum dieser Ausverkauf?

Nun, die Goldreserven des kanadischen Staates sahen mal ganz anders aus. In den 1960er lagen sie noch bei 1.000 Tonnen, Ende der 80er noch bei 500 Tonnen, und nach der 2000-Wende unter 40 Tonnen. Jetzt sind wir schon fast bei 0 angekommen. Es geht schon in den ganzen letzten Jahren nur noch darum die Reste abzustoßen bis nichts mehr da ist. Man kann es im Klartext so formulieren: Der kanadische Staat sieht nicht mehr die Notwendigkeit Gold als eine Art Reservewährung vorzuhalten, so wie es nach alter volkswirtschaftlicher Schule zu sein hat. Gegenüber der kanadischen Global News erklärte der Ökonom Ian Lee der Verkauf der Goldreserven gäbe dem kanadischen Staat mehr Flexibilität mit den Cash arbeiten zu können. Man könne es z.B. in amerikanische, deutsche oder französische Staatsanleihen investieren. In der modernen Finanzwelt sei Gold nicht länger eine Art Währung.

Naja… ob es so clever ist von Gold in Staatsanleihen umzuschichten und nur darauf sein Reserve-Fundament zu bauen, da kann sich jeder seine eigene Meinung bilden! Aber Gold wirft nun mal keine Zinsen ab, hat aber seit Menschengedenken immer irgendeine Art von Wert dargestellt, egal welche Währung oder welches Wirtschaftssystem gerade vorherrschte. Der kanadische Staat setzt anscheinend zukünftig auf Papiergeld und auch auf imaginäres Papiergeld wie die Sonderziehungsrechte beim IWF (immerhin 7,8 Milliarden Dollar wert!?), und eben nicht mehr auf Edelmetalle.

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Kanada Goldreserven
Grafik/Daten: Kanadisches Finanzministerium



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