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Abverkäufe – oder heute fällt die Entscheidung..

Das könnte ein heftiger Tag werden..

Redaktion

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am

Das könnte ein heftiger Tag werden! Denn die Lage an den Märkten spitzt sich zu – das gilt auch und vor allem für die Wall Street!

So handelt der Nasdaq 100 nur ganz knapp über seinem Tief aus Ende Oktober:

 

Ein deutlicher Bruch dürfte weitere Abwärtsdynamik aufkommen lassen, wenn die Amerikaner wach werden..

Dass die Entscheidung naht, sieht man auch beim VIX, der zeitnah nach oben (bärisch für Aktien) oder nach unten ausbricht (bulisch für Aktien):

 

Volatility Index

(Chart: Jesse Colombo; https://realinvestmentadvice.com/why-another-volatility-spike-may-be-ahead/)

Hierzulande rappelt es auch in der Kiste: etwa bei der Deutschen Bank-Aktie, die auf ein neues Allzeittief fällt, weil der nächste Skandal aufgedeckt wurde (siehe hierzu „Hat die Deutsche Bank ein 150 Milliarden Dollar Geldwäsche-Problem?“):

(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Streß auch bei dem einstigen Überflieger Wirecard – gestern -7%, heute ebenfalls zwischenzeitlich -7%. Und das trotz guter Prognose für das Jahr 2019! Heute fällt die Aktie damit unter ihre 200-Tage-Linie, im September hatte sie fast die 200er-Marke erreicht:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Und dann italienische Staatsanleihen: die Rendite der 10-jährigen Anleihe steigt auf 3,71% und damit auf den höchsten Stand seit einem Monat. Der spread, also die Renditedifferenz zwischen der 10-jährigen deutschen Anleihe und ihrem italienischen Pendant steigt auf 3,35%, der höchste Stand seit sechs Wochen:

 

(Bundesanleihe orange, italienische Anleihe schwarz)

 

Aber ansonsten ist die Lage natürlich total bullisch – Jahresendrally und so. Buy the fucking dip..

 

Von Victor Bezrukov – Port-42, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10465998

 

 

 

 

 

 

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Jörg

    20. November 2018 11:50 at 11:50

    Der Stimmung ist mies, der fear and Greed Index ist unter 10 daraus folgt einen großen Ausverkauf wird es jetzt nicht geben

    • Avatar

      Columbo

      20. November 2018 12:15 at 12:15

      @Jörg, es gibt noch einige andere Indikatoren. Wäre ja auch zu schön, wenn man sich auf diesen einen verlassen könnte.

      • Avatar

        Jörg

        20. November 2018 12:24 at 12:24

        also wenn es hier vor Bärenbildern, panisch verschreckten Kindergesichtern etc. nur so wimmelt dürfte klar sein , dass heute wahrscheinlich nicht zu einem großen Ausverkauf kommen wird, so gerne ich den auch selber jetzt sehen möchte.

  2. Avatar

    Altbär

    20. November 2018 13:42 at 13:42

    Was für eine Arroganz der Bullen, jetzt nach 10 Jahren Rally u. bis zu 700% Aktienanstieg habt ihr wohl alle Taschen gefüllt.Nach der 08 Krise, die die Amis verursacht haben u.die die Chinesen mit einer Riesenverschuldung abgemildert haben, ist die Party vorbei. Es ist kein Retter weit u.breit der das Desaster aufhalten kann, ausser die EZB ? ? ( gemäss Marko die mächtigste Notenbank der Welt)
    Diesmal sind alle die grössten Wirtschaftsnationen wegen den zu langen Rettungsmassnahmen selber zu Problemfällen geworden.
    Das ist jetzt auch eine Kehrseite der Globalisierung ,hat es doch früher viele regionale Probleme u.Krisen gegeben , so sitzen jetzt alle in einem riesigen auseinanderfallenden Boot.
    Da bis jetzt die Rebounds an den Börsen immer überraschend stark ausgefallen sind, würde ein weiterer Zerfall Viele auf dem falschen Fuss erwischen .
    Die Kurse sind immerhin noch viel höher als vor der Trump-Ära, also es hat noch Fallhöhe.Mich wunderst, dass die halbschrottigen Unternehmensanleihen noch halten!

    • Avatar

      Koch

      20. November 2018 16:33 at 16:33

      Grüss Gott aus Unterfranken,Altbär!Heute scheint der Tag der Tage,D-day der Bullen zu sein!Red Bull sozusagen!Wie oft habe ich die letzten 5 Jahre an meinem „gesunden Menschenverstand“gezweifelt,weil die Gelddrucker jegliche wirtschaftliche Logik vermeintlich totgenotenbankt hatten?Endlich scheinen wieder normale Verhältnisse einzukehren und die Hütchenspieler ins Jail zu kommen,wo sie auch hingehören.Entschuldige,ich habe schon mit 5 Keiler Weissbier vorgefeiert,muss daher mein 10 Fingersystem auf die Hälfte umstellen.Trotzdem denke ich ,dass rechtschreibmässig alles klar geht!Prost,auf einen 4-stelligen Dax!

    • Avatar

      Jörg

      20. November 2018 16:45 at 16:45

      …die Stimmung ist einfach zu schlecht für einen Crash jetzt, wie man auch an den ganzen postings hier sieht…wird weiter runtergehen aber erstmal sieht der Dax die 12.000 wieder

  3. Avatar

    Wolfgang Veit

    20. November 2018 15:35 at 15:35

    Hurra, der Gesundbeter ist da!!

    Dass diesem Lila-Laune-Pumuckl das nicht zu dumm wird!?!

    US-Wirtschaftsberater Kudlow: Glaube Umsätze im Einzelhandel werden in der Weihnachtssaison stark ausfallen.vor 10 Min
    US-Wirtschaftsberater Kudlow: Deal mit China muss eine Rückkehr zu Null-Prozent-Zöllen beinhalten. Es wird keinen Deal geben, wenn er nicht amerikanischem Interesse entspricht.vor 11 Min
    US-Wirtschaftsberater Kudlow: Jeder Deal mit China muss den Diebstahl von geistigem Eigentum und Cyber-Attacken adressieren.vor 13 Min
    US-Wirtschaftsberater Kudlow: Trump glaubt, dass China einen Deal will, ist optimistisch bezüglich den Gesprächen. / Quelle: Guidants News https://news.guidants.com

  4. Avatar

    Altbär

    20. November 2018 17:15 at 17:15

    @ Koch, ich glaube jetzt ist der Punkt erreicht ,wo gesundbeten nicht mehr hilft.Zum Glück habe ich die letzten Rebounds wegen den Trump Tweets nicht beachtet u. bin Short geblieben.Da in den letzten Tagen die Entzauberung von einigen Naivlingen passiert ist, könnte das mit der massiven Buchgeldvernichtung noch Nebenwirkungen haben.
    Bitcoin-Zerfall – Ölzerfall – Aktienkorrektur . ( Feht noch Fall der Schrottanleihen )
    Wolfgang M. könnte un sicher sagen ,wieviel gedrucktes Buchgeld vernichtet wurde.
    Mein Rat, saufe weiter u.geniesse den Tag, es würde mich nicht erstaunenden wenn nach einem dummen Tweet kurz vor Börsenschluss die ganze intelligente Börsenwelt wieder eine Rally einläuten würde.
    Gruss

  5. Avatar

    Lausi

    20. November 2018 17:36 at 17:36

    Einiges könnte aber auch für einen Turnaround-Tuesday sprechen:
    1) Es ist Dienstag :-)
    2) Die Truthähne warten :-)
    3) Fugmann’s Version des maximalen Schmerzes
    4) Charttechnik

    Als Day- und Swinger-Trader könnte man jetzt fast schtrong long gehen, unter der Annahme, dass wir den Tiefstpunkt heute schon gesehen haben. Die Chancen würde ich etwa auf 51% taxieren… Fehlt nur noch der passende Tweet von Trumpy-Boy :-)

    • Avatar

      Jörg

      20. November 2018 18:08 at 18:08

      Lausi Du hast es erfasst das beste Argument für einen Turnaround Tuesday ist natürlich das wir heute Tuesday haben

  6. Avatar

    Koch

    20. November 2018 17:48 at 17:48

    Altbär,danke für den Rat.Der Koch hat noch 15 Keiler in Reserve und wartet auf den Donnietweet,worin doch China „The most beautiful State ever ,ist.Ich werde dann frustriert eine halbe Stunde nichts keilern und dann lesen,dass das eine Fake News ist!Und Fake News feiere ich immer wie Bolle!

  7. Avatar

    Beobachter

    20. November 2018 18:49 at 18:49

    Es gibt aber auch ein Argument für einen definitiven Baissemarkt,
    der DJ hat erst heute als letzter der wichtigen US -Indices die 200 Tageslinie bei ca.25000 unterschritten.

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Aktien: Flash Mob – jetzt wird es gefährlich! Marktgeflüster (Video)

Ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen verabredet, kauft Aktien über Call-Optionen. Warum das für die Märkte gefährlich ist!

Markus Fugmann

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Die Dinge werden immer extremer: ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen wie Reddit verabredet, kauft Aktien über weit aus dem Geld liegende Call-Optionen – und bringt damit sowohl Short-Seller (wie heute Citron im Falle der Aktie Gamestop) unter Druck. Aber auch die Broker, die diese Call-Optionen verkaufen, denn diese müssen sich dann häufig durch den (physischen) Kauf der jeweiligen Aktie absichern: gelingt das nicht, bringt das immense Risiken mit sich, die zum „Aus“ des Brokers (und des Short-Sellers) führen können. War es ein Zufall, dass heute in den USA fast alle Neo-Broker Probleme hatten und phasenweise offline waren? Wohl nicht. Für die Märkte bringen solche Flash Mobs Instabilität und unkalkulierbare Risiken mit sich..

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Rüdiger Born: Charttechnik bei Nasdaq und Gold

Rüdiger Born

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Dax: Der deutsche Leitindex und die deutsche Wirtschaft

Wie kann es sein, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht?

Wolfgang Müller

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Derzeit wird viel darüber gerätselt, warum es sein kann, dass der deutsche Leitindex Dax auf Rekordständen notiert, obwohl es einem Teil der Wirtschaft doch so schlecht geht? Im Bereich der Gastronomie und in vielen Dienstleistungsbranchen herrscht große Not und viele Firmen können sich nur knapp über Wasser halten. Woher also diese Divergenz, spielen die Börse komplett verrückt?

Der Dax und Deutschlands geschrumpfte Wirtschaft

Vor Kurzem wurde die erste Berechnung für das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands des Jahres 2020 veröffentlicht. Es ist um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen, von 3,44 auf 3,329 Billionen Euro, macht pro Bürger 40.033 Euro (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Das Verarbeitende Gewerbe war besonders durch den Totaleinbruch im zweiten Quartal 2020 um 10,4 Prozent gefallen. Der Dienstleistungsbereich mit Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 6,4 Prozent, allerdings nur deshalb vergleichsweise wenig, weil der Onlinehandel einen gewaltigen Boom erlebt hat. Die Bauausgaben hingegen nahmen gegenüber dem Vorjahr sogar um 1,4 Prozent zu.

Die Konsumausgaben der Bürger erlebten mit minus 6 Prozent den größten Rückgang seit Jahrzehnten, allerdings wirkten die Ausgaben des Staates mit plus 3,4 Prozent dagegen stabilisierend.

Der Außenhandel mit seinen Exporten und Importen von Waren und Dienstleistungen ging im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders stark natürlich der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

„Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 158,2 Milliarden Euro. Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden.“ So das Statistische Bundesamt.

Wieso steht der deutsche Leitindex nun knapp über seinem Stand vom Februar 2020, dem Beginn der Corona-Krise?

Die Besonderheit des Dax

Warum also steht der deutsche Leitindex Dax höher als vor der Krise, trotz der schlechten Wirtschaftsdaten? Dafür dürfte es mehrere Ursachen geben.

Zum einen blickt der Index bereits weit in das Jahr 2021, also auf die Zeit, in der man glaubt das Virus eingedämmt zu haben und zum anderen ist er kein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft mit seinen vielen exportorientierten Titeln. Dies wird allein schon aus seiner Marktkapitalisierung ersichtlich. Diese beträgt aktuell 1,265 Billionen Euro, im Vergleich zum deutschen Bruttoinlandsprodukt von 3,329 Billionen Euro. Ganz anders die USA, wo allein der S&P 500 mit seiner 40-Billionen-Marktkapitalisierung fast schon das Doppelte der US-Wirtschaftsleistung ausmacht (20,8 Billionen Dollar).

Viele der Branchen, die das deutsche BIP ausmachen, sind gar nicht im Dax repräsentiert, oder gar nicht börsennotiert. Etwa der Mittelstand, oder die derzeit so gebeutelten Dienstleistungsbranchen, wie das Gastgewerbe, oder auch Tourismus und Kultur. Betrachtet man die vielen Pleiten und schmerzhaften Einschnitte in diesen Bereichen, so wird erkennbar, dass diese (zunächst) nicht den deutschen Leitindex tangieren. Beispielsweise Karstadt, Kaufhof, Douglas, Adler, Klier, Arko, Eiles u.v.m.

Die Unternehmen im Dax legen zum Teil schon wieder starke Unternehmensergebnisse vor. Sei es die deutsche Post, die die große Paketflut kaum bewältigen kann, der Spezialchemiekonzern Covestro, oder jüngst der größte Chemiekonzern Europas, BASF. Besonders bedeutsam, weil dieser weltweite Lieferant von Grundprodukten so etwas wie ein Frühindikator der Weltwirtschaft gilt. Die Ludwigshafener sind in nicht weniger als 90 Ländern dieser Erde präsent. Abertausende von Firmeninsidern haben dafür gesorgt, dass der Aktienkurs seit dem Coronatief bereits wieder um 75 Prozent gestiegen ist.

Was wird erst demnächst Infineon für Zahlen liefern, angesichts der großen Nachfrage nach Chips (Automobilbau)?

Unsere Automobilindustrie zeigt deutlich, wo die Corona-Krise bereits überwunden ist, in Fernost. BMW, Daimler und Volkswagen haben sehr von der Erholung der chinesischen Wirtschaft profitiert. Diese Firmen verkaufen bereits 30 bis 40 Prozent ihrer Fahrzeuge in China. Dort gibt es nach Jahren der Schrumpfung wieder einen richtigen Boom im Automobilsektor. Nicht zu vergessen der US-Markt, wo es zumindest 2021 einen schuldenfinanzierten Aufschwung geben sollte. Über die Pläne der neuen US-Administration wurde schon ausführlich berichtet.

So bleibt festzustellen: Die Kurs/Gewinn-Verhältnisse der Unternehmen des Dax liegen bei 20 von 30 Unternehmen für das Jahr 2021 gleich oder besser als der 10-Jahresdurchschnitt.

Fazit

Laut der deutschen Börse ergibt sich für den Dax in den vergangenen 30 Jahren ein durchschnittliches Kurs/Gewinn-Verhältnis von 19, längerfristig von 15. Das aktuelle KGV für das Jahr 2021 wird mit 19 angegeben, sollte es mit der deutschen Wirtschaftserholung tatsächlich so klappen, wie erwartet. Die ersten Ergebnisse der Unternehmen deuten daraufhin, dass es tatsächlich der Fall sein könnte, wenn Volkswagen selbst im Corona-Jahr noch einen Gewinn von 10 Milliarden Euro ausgewiesen hat. Der deutsche Leitindex ist zweifelsohne hoch bewertet, aber seine Kennziffern zeigen kein völliges Auseinanderdriften zur Wirtschaft, wie es zum Beispiel in den USA bei vielen Werten der Fall ist. Aber hier liegen auch die Probleme des deutschen „Performance-Index“. Er ist abhängig von der Entwicklung der großen Volkswirtschaften von China und den USA und von der Wall Street. Wenn dort die Kurse einbrechen, tun es unsere auch, zumal sich der Dax auch noch in Summa in den Händen ausländischer Investoren befindet, zumeist angelsächsischen (Beispiel BlackRock). Aber eines ist er gewiss nicht: Ein Abbild der deutschen Volkswirtschaft.

Spiegelt der Dax die deutsche Wirtschaft wider?

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