Asien

Achten Sie auf den Yen!

Der Yen ist weiter im freien Fall: Dollar-Yen erreichte heute die 119er-Marke, Euro-Yen stieg über 149. Erstaunlich dabei ist, dass etwa Dollar-Yen weiter steigt, während der Nikkei das nicht tut. Normalerweise laufen beide relativ parallel – ein schwächerer Yen sorgt für Auftrieb bei den im Nikkei enthaltenen Exportwerten. Mithin also war Dollar-Yen der Gradmesser für Risikobereitschaft: stieg Dollar-Yen, stiegen in der Regel auch die globalen Aktienmärkte. Jetzt aber scheint sich der Yen zu entkoppeln – steht gar ein Yen-Crash bevor?

Folgender Chart zeigt den Vergleich zwischen Dollar-Yen und dem Nikkei-Future:

usdjpyNikkei

Unterdessen stiegen in Japan im Oktober die Exporte um 9,6% gegenüber dem Vorjahr – dennoch verzeichnet das Land nun den 44.Monat in Folge eine negative Handelsbilanz. Geht die Schwächung des Yen weiter, kommt China immer mehr unter Druck ebenfalls seine Währung abzuwerten. Die Politik des „Der Yen ist unsere Währung, aber euer Problem“ wird man sich in Peking nicht mehr lange gefallen lassen – zumal heute Nacht der HSBC-Einkaufsmanagerindex im Reich der Mitte auf 50,0 gefallen ist – also genau an der Schwelle zwischen Expansion und Kontraktion..



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