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Adidas: Umsatz rauf, Dividende kräftig rauf, gigantischer Push durch Milliarden-Aktienrückkaufprogramm

Die Adidas-Quartalszahlen wurden heute früh veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen – und sie dürften Ray Dalio und Bridgwater nicht gefallen, die bekanntlich eine Short-Position auf adidas halten..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Adidas-Quartalszahlen wurden heute früh veröffentlicht – und sie dürften Ray Dalio und Bridgwater nicht gefallen, die bekanntlich eine Short-Position auf adidas halten. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 5,05 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 4,5).

Der Gewinn pro Aktie (ohne negativen Steuereffekt) liegt bei 0,35 Euro pro Aktie (Vorjahresquartal 0,02).

Die Dividende für das Gesamtjahr 2017 soll auf 2,60 Euro steigen (2,00 Euro für 2016).

Adidas hat nur wenige Stunden vor diesen Jahres- und Quartalsdaten bekannt gegeben, dass man bis Mai 2021 (also in den nächsten drei Jahren) eigene Aktien für 3 Milliarden Euro über die Börse zurückkaufen wird. Bis Ende 2018 sollen schon mal 1 Milliarde Euro dafür aufgewendet werden. Zitat Adidas:
„Das neue Rückkaufprogramm ergänzt die bestehende Dividendenpolitik des Unternehmens, die vorsieht, jährlich zwischen 30% und 50% des Gewinns aus fortgeführten Geschäftsbereichen an die Aktionäre auszuschütten.“

Hat da etwa ein Vorstand bei Adidas einen Boni-Vertrag, der an gewisse Aktienkurse gekoppelt ist? (wir bei FMW immer mit unseren bösartigen Unterstellungen…). Das sollte dem Aktienkurs natürlich helfen, wenn im Orderbuch auf der Kaufseite ein permanent kaufwilliger Investor hinzukommt, der die Kurse pusht.

Bei den Umsatzdaten (2. Grafik) sieht man, dass die Volumen in den wichtigsten Märkten (Europa, Nordamerika und China) deutlich zulegen. Nur Russland und Japan schwächeln.

Hier Daten zum Gesamtjahr 2017 sowie der Ausblick für 2018 von Adidas im Wortlaut:

WICHTIGE ENTWICKLUNGEN IM GESCHÄFTSJAHR 2017

Währungsbereinigter Umsatz steigt um 16%
Operative Marge erhöht sich um 1,2PP auf 9,8%
Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen legt um 32% auf 1,430 Mrd. € zu
Unverwässertes Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten Geschäftsbereichen steigt um 31% auf 7,05 €
Management schlägt Dividende von 2,60 € je Aktie vor

2017 war ein starkes Jahr – sowohl aus finanzieller als auch aus operativer Sicht. Wir sind der Erfüllung unserer Mission, das weltweit beste Sportartikelunternehmen zu sein, deutlich näher gekommen. Unsere strategischen Wachstumsbereiche – Nordamerika, China und Digital Commerce – waren die Haupttreiber unseres Erfolgs.

AUSBLICK

Währungsbereinigter Umsatz soll um etwa 10% steigen
Operative Marge soll sich auf einen Wert zwischen 10,3% und 10,5% verbessern
Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen soll sich um 13% bis 17% erhöhen
Profitabilitätsziel für 2020 angehoben: Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen soll nun durchschnittlich um 22% bis 24% pro Jahr (2015-2020) steigen

Das Unternehmen erwartet, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 währungsbereinigt um etwa 10% wachsen wird. Während in Nordamerika und Asien/Pazifik mit einem Anstieg der währungsbereinigten Umsätze im zweistelligen Bereich gerechnet wird, wird für Westeuropa und Lateinamerika jeweils ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich erwartet. Des Weiteren geht das Unternehmen davon aus, dass der währungsbereinigte Umsatz in den Schwellenländern im niedrigen einstelligen Bereich steigen wird. In Russland/GUS wird der währungsbereinigte Umsatz voraussichtlich in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen.

Die Bruttomarge des Unternehmens wird den Prognosen zufolge um bis zu 0,3 Prozentpunkte auf einen Wert von bis zu 50,7% steigen (2017: 50,4%). Dies wird zusammen mit einem erwarteten Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz zu einem Anstieg des Betriebsergebnisses in Höhe von 9% bis 13% führen. Infolgedessen geht das Unternehmen davon aus, dass sich die operative Marge um 0,5 bis 0,7 Prozentpunkte auf einen Wert zwischen 10,3% und 10,5% verbessern wird (2017: 9,8%). Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wird sich den Erwartungen zufolge auf einen Wert zwischen 1,615 Mrd. € und 1,675 Mrd. € erhöhen. Diese Entwicklung entspricht einer Steigerung um 13% bis 17% im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,430 Mrd. €, ohne den negativen steuerlichen Einmaleffekt im Geschäftsjahr 2017. Für das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen wird mit einem Anstieg in Höhe von 12% bis 16% (2017: 7,05 €), ohne den negativen steuerlichen Einmaleffekt im Geschäftsjahr 2017, gerechnet.

Zum Vergrößern bitte die Grafiken anklicken.

Adidas-Quartalszahlen

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    MK

    14. März 2018 15:59 at 15:59

    „Hat da etwa ein Vorstand bei Adidas einen Boni-Vertrag, der an gewisse Aktienkurse gekoppelt ist? (wir bei FMW immer mit unseren bösartigen Unterstellungen…)“

    Sehr bedauerlich, anstatt in sein Gut, in die Mitarbeiter zu investieren, werden hier fleißig eigene Aktien zurück gekauft. Ganz nach dem Vorbild des „großen Bruder“…, Gewinne werden nicht an die Mitarbeiter weitergegeben, sondern wird dort hin vergeben, dort wo sowieso schon pervers verdient wird…

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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Aktien

Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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