Folgen Sie uns

Aktien

Aixtron AG: Am Ende der Fahnenstange!

Die Aktie von Aixtron befindet sich seit fast 20 Jahren in einer ausgewachsenen Korrektur und wird diesen Zustand auch auf absehbare Zeit nicht verändern können. Anzeichen, deren Interpretationen auf eine nachhaltige Verbesserung der Großwetterlage schließen lassen würden, kann ich dem Chartverlauf momentan nicht ablesen. Für fast alle Zeitebenen sind Verkaufssignale wesentlich realistischer..

Avatar

Veröffentlicht

am

Eine Analyse von Henrik Becker

Seit dem Jahr 2000 bewegt sich die Aktie der Aixtron AG in einem großen Triangle (rot: A-B-C-D-E) seitwärts. Die Amplituden nehmen sich dabei extrem aus, wie der obere Chart es eindrucksvoll aufzeigt. Der Abverkauf von 80 € bis 2.50 € ist schon eine deutliche Ansage, aber laut dem Elliott-Wellen-Regelwerk keine Anomalie. Ganz im Gegenteil formt sich das Triangle besonders schön aus. An dieser Stelle will ich nicht weiter darauf eingehen, doch sind die Wellen (B; C und D) nahezu idealtypisch für eine derartige Konstellation. Momentan wird die finale Welle (E) ausgeformt. Eine Welle (E) läuft in den seltensten Fällen bis zur Trianglelinie; endet für gewöhnlich deutlich vorher.


(Charts durch Anklicken vergrößern!)

Und da ist es schon bezeichnend, daß das 0.62 Retracement bei 14.61 € nicht mittels Schlußkurs überwunden wurde. Jedenfalls nicht im ersten Anlauf. Dabei ist der Lauf bis zum untergeordneten 1.00 Retracement (15.17 €) absolut keine Utopie, doch wesentlich höher steigt die Aktie nicht. Maximal kann der Höhenflug bis zur 2.62 Barriere bei 19.04 € verlaufen, ohne dabei regelverletzend in Erscheinung zu treten. Zu beachten ist auch der punktgenaue Anlauf auf der Zeitachse, wie das oberhalb liegende Zeitlineal es aufzeigt.

Der sich ultimativ an Welle (E) Thrust (1-2-3-4-5) verläuft in aller Regel sehr dynamisch und setzt die Notierung wieder deutlich unter Druck. Mit Bruch der Unterstützung bei 3.2062 € (0.62 Retracement) nimmt der Thrust seinen Lauf und wird in der ersten Phase bis zur 1.00-Linie bei 1.2522 € verlaufen.

Für den etwas kurzfristigeren Bereich wird mit Unterschreiten des 0.62 Retracements (aktuell 8.9936 €) ein ernsthaftes Signal geliefert. Dieser Schritt ist als Abschluß von (E) anzusehen und läßt in der Folge die Aktie, bis zur 0.76 Unterstützung (grün 4.3946 €) fallen. Wobei bereits der Bruch der 0.24-Unterstützung bei 12.17 € ein erster Schuß vor den Bug ist.

Um sich in signifikant besseres Fahrwasser zu manövrieren, müßte sich die Aktie zu einem Sprung über die große 1.00 Barriere bei 39.64 € (rote Linie im oberen Chart) hi9nreißen lassen. Sehr realistisch ist das Eintreten dieses Schrittes nicht; um es vorsichtig auszudrücken.

Fazit:

Die Aktie von Aixtron befindet sich seit fast 20 Jahren in einer ausgewachsenen Korrektur und wird diesen Zustand auch auf absehbare Zeit nicht verändern können. Anzeichen, deren Interpretationen auf eine nachhaltige Verbesserung der Großwetterlage schließen lassen würden, kann ich dem Chartverlauf momentan nicht ablesen. Für fast alle Zeitebenen sind Verkaufssignale wesentlich realistischer als ihre positiven Gegenüber. Daher sollte die Aixtron AG mit Argusaugen betrachtet werden.

Mehr von Henrik Becker unter https://neo-wave.de

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Rainer Hofmann

    9. November 2017 18:15 at 18:15

    Hallo Herr Becker,
    derart langfristige Analysen, wie von Ihnen, findet man nun wirklich nicht alle Tage. Und dabei sehen Ihre Charts so einfach, so schlicht aus, so als ginge es nicht anders. Besonders die Zeitangaben sind eine absolute Ausnahme; habe ich so noch nicht gesehen. Hut ab!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

 

Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage